Wenn Sie sich an die Natur halten, an das
Einfache in ihr, an das Kleine, das kaum
einer sieht, und das so unversehens zum
Großen und Unermeßlichen werden kann;
dann wird Ihnen alles leichter...
Rainer Maria Rilke
aus: Briefe an einen jungen Dichter
Die Träne verschläft ihre Sehnsucht zu fließen,
aber die Liebe ist alle Umwege zu Ende gegangen
und ruht in ihrem Beginn.
Nelly Sachs
10.12.1891 - 12.05.1970
#السماق قال عنه الأنطاكي: "متى طحن مع الكزبرة والملح والكمون كان سفوفًا مقويًا للمعدة، فاتحًا للشهية." طريقة الاستخدام: يُطحن السماق مع الكزبرة والكمون (السنوت) وقليل من الملح.. يُؤخذ منه مقدار نصف ملعقة صغيرة قبل الأكل، كسفوف (يوضع في الفم ثم يُشرب بعده ماء).
Du liebe Zeit...
Und wenn wir das Leben lieben
können wir nicht ganz lieblos
gegen diese unsere Zeit sein
Wir müssen sie ja nicht genau so
lassen, wie sie uns traf
- Erich Fried -
Es sind nicht die bunten Farben,
die lustigen Töne und die warme Luft,
die uns im Frühling so begeistern.
Es ist der stille, weissagende Geist
unendlicher Hoffnungen...
Novalis
aus: Novalis, Fragmente
2.05.1772 - 25.03.1801
Das Leben ohne Liebe ist wie ein
Baum ohne Blüten und Früchte.
Die Liebe ohne Schönheit ist wie Blumen
ohne Duft.
Vicki Baum
24. Januar 1888
29. August 1960
Pic: Claude Théberge
Ich möchte wohl ein Baum sein, schon
weil manchmal ein Vogel kommt
und in meinen Zweigen singt.
Else Lasker-Schüler
11.02.1869 - 22.01.1945
aus: Konzert, Prosa
"I will honour Christmas in my heart, and try to keep it all the year. I will live in the Past, the Present, and the Future. The Spirits of all Three shall strive within me. I will not shut out the lessons that they teach."
Charles Dickens
🎨Anatoli Kontsub
Schnee, zärtliches Grüßen der Engel...
Gibt es noch Böses,
wo Schnee liegt?
Verhüllt, verfernt er nicht
alles zu Nahe und Harte
mit seiner beschwichtigenden
Weichheit, und dämpft selbst
die Schritte des Lautesten
in Leise?
- Francisca Stoecklin -
Being-Time: Embracing the Wholeness of Each Moment ☸️
Zen Master Dogen talks about "Uji", which means Being-Time in Japanese. In Uji, Dogen explores the interconnectedness of time and being, offering a meditative reflection on how they are not separate but one and the same.
Master Dogen uses the phrase "just for the time being" to show that every single moment is complete and whole in itself. It’s not that time is something we pass through, but rather, we are time - our existence and time are inseparable.
This is like a flowing river. Each drop of water in that river isn’t separate from the river itself; it’s the river, just as every moment in our life isn’t a piece of time we move through - it’s the entire flow of our being (Uji).
Therefore, instead of seeing time as something slipping away, Zen Master Dogen encourages us to live fully in each moment. When we drink tea, that act isn’t just "Now" - it’s the entirety of existence manifesting as tea-drinking.
When we contemplate this deeply, we understand that Dogen's teaching on Being-time is both a teaching on impermanence (things are constantly changing) and eternity (every moment is infinite in its own way).
So Zen Master Dogen’s "On Just for the Time Being" is a poetic reminder for us to stop chasing time or fearing its loss. Instead, we realize that each moment is our life, fully complete and interconnected with all that is.
It’s an invitation to live deeply, embracing the richness of every breath, action, and thought as the timeless truth of our being. 🙏🙏
Reference: The Chapter on Uji (Being-Time) by Zen Master Dogen's in Shobogenzo.
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HERBSTGERUCH
Hermann Hesse
Wieder hat ein Sommer uns verlassen,
Starb dahin in einem Spätgewitter.
Regen rauscht geduldig, und im nassen
Walde duftet es so bang und bitter .
Herbstzeitlose starrt im Grase bläßlich
Und der Pilze wucherndes Gedränge.
Unser Tal, noch gestern unermeßlich
Weit und licht, verhüllt sich und wird enge.
Enge wird und duftet bang und bitter
Diese Welt,dem Lichte abgewendet.
Rüsten wir uns auf das Spätgewitter,
Das des Lebens Sommertraum beendet!
September 1947
Aus Hermann Hesse
Die Gedichte
Alte Liebe
Einst hielt ich Dich umwunden
Mit jugendstarkem Arm:
Die Jugend ist verschwunden,
Doch schlägt mein Herz noch warm.
In meinem Lebensringe
Bist Du der Edelstein,
Und Alles was ich singe,
Sing ich nur Dir allein!
Friedrich von Bodenstedt
(1819-1892)