I'm excited to share my contribution to the AHA's Authoritarianism 101 syllabus. My module uses a Sudanese national security report from 1971 to discuss how authoritarian regimes evaluate threats. https://t.co/C2u8zsPQBW
The commissioner of Bor county, Jonglei, South Sudan, has banned social activities during the farming season. Anyone going wrestling or dancing 'will be taken to government farms to work.' Mobilizing labour like this harks back to the colonial period!
https://t.co/EKQR1JLlqA
"Muzan’s ability to create space for new possibilities should not be one that we yield in this terrible moment. By carrying her sensibility with us, we might build that better world, one of which she would be proud."
https://t.co/Lq0FojuILv
1/8 First visit of the German embassy to #Khartoum since the outbreak of the war.
Our Ambassador returned to the city to gain a first-hand understanding of the situation on the ground and to reconnect with partners.
Zerstört und geplündert. Am Nationalmuseum in Khartum machen die Mitarbeiter Inventur. Viele wertvolle Artefakte sind verschwunden, neu hinzugekommen sind Säcke voller Patronenhülsen. #Sudan
https://t.co/DrLZEKW5Lg
Devastating news
In losing Muzan, #Sudan's lost an intellectual giant.
As her friends, comrades, colleagues near and far mourn her passing, Muzan' legacy is an example of unflinching commitment to Sudan and its people, especially at a time of great polarisation.
Rest in Power
Heute sind es genau drei Jahre Krieg im Sudan – und vieles von dem, was dieses Land ausgemacht hat, ist verschwunden. Oder liegt unter Trümmern.
Eine meiner emotionalsten Begegnungen während meiner Reise war die mit Makis Pagoulatos – obwohl er gar nicht in Khartum war.
Makis ist griechisch-sudanesisch, er wurde vor 70 Jahren im legendären Acropole-Hotel seiner Familie geboren. Das Acropole diente als wichtigster Knotenpunkt für Generationen von Diplomaten, Archäologen, Hilfsorganisationen und Journalisten. Von hier aus wurden unzählige Reisen organisiert, Lieferungen arrangiert, Kontakte vermittelt, Genehmigungen beschafft. Als die zeitlebens umstrittene deutsche Filmemacherin Leni Riefenstahl um das Jahr 2000 bei einem Hubschrauberabsturz in den Nuba-Bergen verunglückte, organisierte Makis’ Bruder George ein Flugzeug für ihre Rettung. Die verletzte Riefenstahl, damals weit über 90 Jahre alt, überstand den Unfall. Wer den Sudan verstehen wollte, landete früher oder später im Acropole. Auch ich zu Friedenszeiten, 2019 und 2022.
Gegründet wurde das Hotel 1952 von Makis’ Vater, später führten Makis und seine Brüder es weiter. Ohne die Familie Pagoulatos und ihr Hotel wüsste die Welt weit weniger über dieses widersprüchliche Land an der Schnittstelle zwischen der arabischen und afrikanischen Welt – über die Herzlichkeit der Menschen, seine jahrtausendealte Geschichte und die Gewalt, die dieses Land seit jeher erschüttert. Jahrzehntelang überstand das Acropole Putsche, Militärregime, Hungersnöte, wirtschaftlichen Verfall – sogar einen Terroranschlag mit sieben Toten. Es passte sich immer wieder an, wie so vieles in diesem Land. Diesmal nicht.
Makis hatte Khartum wenige Tage vor Kriegsbeginn aus gesundheitlichen Gründen verlassen. Sein Bruder Thanasis, 82, blieb selbst, als die ersten RSF-Kämpfer das Hotel besetzt hatten, stimmte dann seiner Evakuierung durch die italienische Luftwaffe aber doch widerwillig zu. Als die Armee Khartum vor einem Jahr von der RSF zurückeroberte, wurde das Acropole verwüstet zurückgelassen. Und so liegt es bis heute da, wie der gesamte Stadtteil drumrum ohne Strom, Wasser oder Bewohner ist.
Als ich das Hotel betrat, habe ich Makis per Videoanruf zugeschaltet. Er saß in Athen und versuchte, aus der Ferne mit mir die Überreste seines Lebens zu ordnen. Der Boden seines ehemaligen Büros lag unter einer halbmetrigen Schicht aus Papieren, Fotos und zerstörten Möbeln, wie alle 50 Zimmer. Zwischen den Trümmern tauchten einzelne Dinge wieder auf: Fotos seiner Mutter, die über Jahrzehnte die Seele des Hauses gewesen war, alte Dokumente, persönliche Erinnerungsstücke. Am Ende blieben ein paar Dutzend Fotos, einige Dokumente, eine Ikone der Orthodoxen Kirche. Ein Paket von etwas mehr als einem Kilo, das ich später nach Athen geschickt habe. Für Makis war es ein Abschied vom Acropole, eine Rückkehr ist für ihn wegen seiner eingeschränkten Gesundheit nicht mehr realistisch.
Dieses Schicksal teilt er mit Millionen.
Makis ist einer meiner Protagonisten einer langen Reportage aus Khartum, die heute am 3. Jahrestag des Krieges im Print und Online erschienen ist. Wer reinlesen möchte, findet den Text hier:
https://t.co/jNgAXDJZ3K
Mein großer Dank gilt der Redaktion der @welt – insbesondere den Ressortleitern der Außenpolitik, @cturzer und @volkmannschluck – für die Möglichkeit, diese aufwändige Reise umzusetzen.
Ebenso der Sicherheitsabteilung des Verlages für die wie immer professionelle Betreuung. Dazu dem Sudan-Experten @GerritKurtz sowie meiner Kollegin @Patricia_Huon für wichtige Denkanstöße. Und vor allem meinem Fixer und Freund in Khartum Ahmed, ohne den diese Recherche nicht möglich gewesen wäre.
On this third year anniversary of the war in Sudan we woke up to the devastating news that our friend and comrade Muzan Al Neel has passed away. She was a brilliant revolutionary thinker, writer and organizer and a wonderful human.
Inna lillahi wa inna ilayhi raji'un
#Info: Live from +/- 15:00 CET – Sudan Conference: humanitarian response and humanitarian diplomacy with Foreign Minister Dr. Wadephul @AussenMinDE (in English language) 👇
https://t.co/TKrjGwCfqB
This is the saddest news one can possibly hear.
Today, Sudan lost a phenomenal, intelligent, impactful woman; a researcher, a writer, a feminist leader, a creative, a sister, and a national treasure.
Heaven gained an angel.
انا لله وانا اليه راجعون.
Rest in power, @MuzanAlneel.
I had the good luck to see the Alneel sisters at NYU at the start of the Revolution when they gave an impressive, semi-public presentation to students. This analysis was sustained by Muzan Alneel in all the years since with vigorous, skillful, revolutionary communication. Salute.
Über Jahrzehnte wurde das «Acropole» von der griechischen Familie Pagoulatos betrieben, für die der Sudan zur Heimat wurde. Doch diesen Bürgerkrieg hat das ehrwürdige Hotel nicht überstanden. Wir haben den Besitzer virtuell noch ein letztes Mal durch... https://t.co/Mn62eVx5N8