„Wir sind nicht das ZDF! Wir teilen nicht die Einschätzung des ZDF! Das heißt, wir sind im ZDF gegen das ZDF! […] Wir hätten uns sehr gewünscht, dass der Künstler bei uns auftreten darf. Wir hätten es als öffentlich-rechtliche Pflicht angesehen, das Lied zu präsentieren, um es dann zu diskutieren. […] Wir empfinden die Entscheidung vom ZDF in einer Zeit, wo rechte Gewalt in der Bundesrepublik mal wieder einen Höchststand erreicht hat, einfach als mutlos!“
#DieAnstalt
Ich höre mir das 100-Tage-Programm von Ulrich #Siegmund und der #AfD Sachsen-Anhalt an und komme zu einem ernüchternden Schluss:
Das ist vor allem Symbolpolitik und Wählerbetrug auf Zeit.
Ein großer Teil der angekündigten Maßnahmen ist entweder rechtlich kaum umsetzbar (Rundfunkstaatsverträge kündigen), hängt von Bundes- und EU-Recht ab (Massenabschiebungen „ab Minute 1“) oder ist pure Ablenkung (Regenbogenflaggen-Verbot gegen tägliche Deutschlandflagge an Schulen).
Statt ernsthafter Lösungen für Wirtschaft, Bildung, Infrastruktur oder demografischen Wandel gibt es vor allem kulturelle Kampfansagen und billige Identitätssymbolik.
Besonders peinlich wurde es bei Siegmunds Auftritt bei Markus Lanz: Auf die Frage nach Gegenfinanzierung seiner Versprechen kamen nur Ausreden. Welche Ministerien genau er streichen will, wollte er nicht sagen – das sei eine „Überraschung“. Stattdessen wurde über „Gendern“ und Kulturkämpfe gesprochen.
Das ist keine Regierungsvorbereitung, das ist Show.
Noch bedenklicher ist die ideologische Richtung: Teile der AfD träumen von einem importierten evangelikalen Kulturkampf à la MAGA (Abtreibungsdebatten, Sexualkunde-Rollback, Literaturzensur) kombiniert mit völkischen Elementen, wie sie #Höcke und Teile des rechten Flügels vertreten.
Wer als Frau, Vater von Töchtern oder Großeltern seine Kinder und Enkel einer solchen Politik anvertrauen will, sollte sich sehr genau anschauen, wohin das historisch geführt hat.
Die AfD stilisiert sich als Retter und liefert vor allem Ressentiments, Fake-News-Vorwürfe und Projektionen.
Das Bauhaus als Symbol moderner, weltoffener Kultur wird bereits jetzt rhetorisch attackiert.
Wer die Geschichte kennt, weiß, was passiert, wenn dumpfer Völkisch-Nationalismus die Oberhand gewinnt: Kultur wird verengt, Andersdenkende werden ausgegrenzt, am Ende stehen Lager und geistige Verarmung.
❓️Und am Ende der 100 Tage?
Wenn der Rundfunkbeitrag (nicht) abgeschafft ist, Abschiebelager (symbolisch) stehen und an Schulen wieder vor allem Hermann Löns gelesen wird, wird dann wirklich jemand glücklicher sein?
Wird Sachsen-Anhalt wirtschaftlich stärker, die Schulen besser, die Renten sicherer❓️
Ich bezweifle es stark. Das ist kein Programm für die Zukunft, sondern Wut- und Protestpolitik, die Menschen mit einfachen Feindbildern kauft.
Es ist traurig zu sehen, wie viele sich davon blenden lassen und wie Teile der Union (#Merz, #Dobrindt , #Spahn & Co.) durch eigene Polarisierung und Profilierungsversuche genau diese Dynamik weiter befeuern.
Eine ernsthafte Alternative sieht anders aus.
Hallo liebe Restdemokraten,
ich frage mich manchmal, ob sogenannte Protestwähler eigentlich noch sehen, wohin sie laufen.
Sie fliehen vor den etablierten Parteien, weil sie wütend sind. Weil ihnen jahrelang erzählt wurde, Grüne und SPD seien an allem schuld.
An der Wirtschaft.
An der Migration.
An Energiepreisen.
An Bürokratie.
An jedem Schlagloch und jeder kaputten Heizung.
Diese Erzählung kam nicht nur von der AfD.
Sie kam auch aus der Union und aus ihr wohlgesinnten Medien.
Drei Jahre Dauerfeuer gegen die Ampel.
Drei Jahre „die Grünen sind schuld“.
Drei Jahre „die SPD kann es nicht“.
Drei Jahre politische Brandstiftung im Maschinenraum der Republik.
Und jetzt?
Jetzt steht die CDU selbst vor denselben Problemen.
Rente.
Pflege.
Wohnungsnot.
Fachkräftemangel.
Investitionsstau.
Energiepreise.
Verteidigung.
Kommunen am Limit.
Plötzlich merkt man:
Das waren keine Ampel-Probleme.
Das sind Strukturprobleme dieses Landes.
Und dann laufen die Enttäuschten zur AfD.
Zu einer Partei, die ihnen erzählt, mit EU-Austritt, Euro-Abenteuer, Schulpflicht-Lockerung, Steuergeschenken und völkischem Nationalkitsch werde alles besser.
Nein.
Das ist keine Alternative.
Das ist ein politischer Brandbeschleuniger, der sich als Notausgang verkleidet.
Wut kann ich verstehen.
Aber wer aus Protest zu einer völkischen Partei rennt, protestiert nicht mehr.
Er läuft nicht weg vom Problem.
Er läuft hinein.
Gehabt euch wohl.
Die letzte Folge der Anstalt war ein Meisterstück. Die berühmte Tafel hat KathErina (das E steht für EON) Reiche kompakt demaskiert was wir schon alle wussten. Nicht nur als Lobbyistin, sondern als das was sie Habeck immer vorgeworfen hat:
Ideologin
Sollte JEDER gesehen haben👇
Gas Kathi hat unsere Gasspeicher leerlaufen lassen, ohne darüber nachzudenken, dass der lange schwelende Iran-Krieg auch zur Schließung der Strasse von Hormuz führen kann und die Gaspreise ab Montag durch die Decke gehen. #ReicheRuecktritt
auch Reitschuster probiert es. 😄 Ich habe mir seinen Text, seine "Argumentation" angesehen und analysiert. Los gehts. 😉
Reitschusters Text ist ein Musterbeispiel populistischer Rhetorik, die sportmedizinische Fakten als "Systemversagen" dramatisiert. Seine Argumentation bricht an mehreren zentralen Punkten zusammen:
Reitschusters falsche Prämisse: "Freiwillige Unterwerfung"
Reitschuster suggeriert, das Maskenkonzept sei irrational und ideologisch motiviert.
Die Realität:
Infektionen des oberen Respirationstraktes sind für Ausdauersportler nachweislich leistungsmindernd, besonders in den ersten 72 Stunden nach Wettkämpfen, der sogenannten "Open Window"-Phase mit erhöhter Infektanfälligkeit. Die Athleten selbst bestätigen:
"Wenn ich jetzt irgendwas habe, einen Schnupfen oder einen Husten, dann kann ich mir die Olympischen Spiele schön in die Haare schmieren".
Das ist keine Hysterie, sondern evidenzbasierte Sportmedizin.
Verzerrter Vergleich: Usain Bolt und andere Sportarten
Reitschuster vergleicht Biathleten mit Usain Bolt 2008, ein absurder Vergleich. Ausdauersportler haben ein signifikant höheres Infektionsrisiko als Sprinter, besonders bei Winterwettkämpfen.
Zudem:
Auch andere Teams nutzen Hygienemaßnahmen. Die deutschen Biathleten sind damit nicht allein, wie DSV-Sportdirektor Felix Bitterling bestätigt: "
Man sieht ja durch alle Teams, dass das mittlerweile jeder macht, der viel erreichen will".
Ignorierte Funktionalität: Warum gerade Biathlon?
Reitschuster fragt rhetorisch, warum nicht alle Sportarten so handeln. Die Antwort ist simpel:
Biathleten trainieren und wettkämpfen bei extremen Temperaturen, was das Immunsystem zusätzlich belastet. Ihr Ausdauersport erfordert maximale respiratorische Leistung, also genau das, was durch Atemwegsinfekte am stärksten beeinträchtigt wird. Dass Abfahrtsläufer weniger strikte Regeln haben, liegt an der anderen Belastungsphysiologie ihrer Disziplin.
Emotionale Manipulation statt Sachargumente
Der Text arbeitet mit Kampfbegriffen wie "kulturelle Selbstkastration", "Präventionsreligion" und "posthumane Festkultur". Das soll in seiner Bubble Empörung erzeugen, nicht informieren. Tatsächlich handelt es sich um pragmatische Infektionsprophylaxe durch Kontaktreduktion, Handhygiene und Masken in Hochrisikosituationen, Maßnahmen, die sportmedizinisch seit Jahren empfohlen werden, völlig unabhängig von Corona.
Die eigentliche Pointe
Reitschuster schreibt, er habe den Text ursprünglich als Satire konzipiert. Tatsächlich ist sein Text selbst zur unfreiwilligen Satire geworden:
Ein Journalist, der evidenzbasierte Sportmedizin als "Wahnsinn" brandmarkt, weil sie nicht in sein ideologisches Weltbild passt. Die deutschen Biathleten haben bei Olympia 2026 bereits mehrere Medaillen geholt, ihre Strategie funktioniert.
Reitschusters Empörung hingegen ist nur heiße Luft ohne Substanz. Also sein übliches Programm als populistischer Lautsprecher. 📢 😎