Amann „unframed“ mit Jasmin Kosubek: Wenn Journalismus zum Verhör wird
Wenn eine Mainstream-Journalistin auf eine Vertreterin der Alternativmedien trifft, kann es ungemütlich werden. Im Gespräch von Melanie Amann mit Jasmin Kosubek wird daraus ein regelrechtes Verhör. Doch die beklemmende Begegnung erzählt nicht nur etwas über die zwei Journalistinnen: Sie zeigt, was aus einer Debattenkultur wird, in der abweichende Positionen als „Desinformation“ und „Propaganda“ behandelt werden. Ein Kommentar von Maike Gosch.
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Jasmin Kosubek hat sich zu einer hervorragenden Interviewerin auf YouTube entwickelt. Sie stellt harte Fragen, agiert unabhängig und themenoffen. Sie ist glasklar eine professionelle Journalistin.
Und dann muss sie sich von Melanie Amann solche Unverschämtheiten anhören. @MelAmann@JasminKosubek
🗣️Mein Auftritt bei Melanie Amann
Es ist immer wieder erstaunlich, wie weit das innere Erleben einer Situation von dem abweichen kann, was tatsächlich passiert ist.
So war es auch bei meinem Gespräch mit Melanie Amann. Innerlich habe ich mich vernichtet gefühlt. Nach außen wirkte ich offenbar ziemlich souverän. Dieses Delta ist unglaublich, und es hat einen Preis: Die Contenance kostet mich Scharfsinn. Es gab einige Momente, in denen ich inhaltlich stärker hätte argumentieren können. In der Situation selbst war mir das nicht möglich.
In den letzten Tagen habe ich so viele Zuschriften bekommen, die mich wirklich berührt haben. Dazu kommen die solidarischen Kommentare und Videoausschnitte auf Social Media. Das tut gut. Ich erinnere mich noch genau an meinen Anfang bei RT und an die Medienschelte, die damals über mich hereinbrach. Da war ich ganz allein. Keine Anrufe, keine Solidarität, kein verständnisvolles „das wird schon“. Genau diese Zuwendung habe ich jetzt erlebt. Danke dafür, das war eine sehr heilsame Erfahrung.
Ohne das Gespräch überhöhen zu wollen: Es hat einen symbolischen Wert. Dass Frau Amann und ich überhaupt miteinander sprechen, wäre vor fünf Jahren undenkbar gewesen. Es ist ein erster Schritt, auch wenn ich sie im Gespräch nicht als offen erlebt habe. Und genau das zeigt, wo das Problem liegt. Diese Haltung von oben herab, dieses Urteil, das schon feststeht, bevor man miteinander spricht, ist einer der Gründe, warum sich so viele Menschen vom etablierten Journalismus abgewendet haben. Die Zeiten ändern sich, der Journalismus verändert sich. Miteinander zu reden ist ein Anfang. Es braucht auch die Bereitschaft, einander wirklich zuzuhören.
👉Wie es mir in dem Gespräch wirklich ging, darüber spreche ich in unserem Podcast „Ganz ehrlich“: https://t.co/PuI3iXSsV5
"Vielleicht ist das Ihre erste Begegnung mit echtem Journalismus" – Diese Art herablassender Stichelei ist so typisch. Eklig! Eigentlich genügt es, die Ausstrahlung dieser beiden Gesichter zu vergleichen, um zu verstehen, mit was für einem Menschenschlag man es hier zu tun hat.
Wenn Hass, Scheuklappen und logische Inkompetenz sich zusammenschließen, nennen manche das wohl „unabhängigen Journalismus“.
Frau @MelAmann einziges Handwerk ist die feige Unterstellung, um jeden, der nicht brav strammsteht, zum Feindbild aufzublasen, weil für echten Diskurs der Verstand fehlt. Sie hört nicht zu, sie kapert Gespräche, zieht böswillige Fehlschlüsse.
Das Schöne an dieser Farce: Bei dem Versuch, andere vorzuführen, hat sie sich schlichtweg selbst demontiert.
Jede Amann Unwatched-Folge:
- sie ist übelst das Biest zu irgendwem abseits vom Mainstream
- aber weil derjenige eh unabhängig von der Meinung ihrer Clique ist ist das egal
- für den neutralen Zuschauer macht sie den Gast sympathischer
- aber weils keiner guckt ist auch das egal
Melanie Amann ist der Bodensatz des Journalismus.
Der Hass und die verkrampften, unglaubwürdigen Diffamierungen, die sie zum Ausdruck bringt, sind unterirdisch. Sie ist eine System-Journalistin, die bei den unterschiedlichsten Themen zu den auserwählten „Experten“ zählt – ganz sicher nicht wegen ihrer Expertise, sondern weil sie zuverlässig Establishment und Eliten verteidigt.
Unabhängig davon sollte Jasmin Kosubek nicht den Fehler machen, sich für alles rechtfertigen zu müssen. Schon gar nicht gegenüber der System-Journaille. Dieses Interview sollte ihr die Augen öffnen: Der Mainstream ist nicht ihr Freund, wenn sie sich nicht verbiegen lassen will. Und der Mainstream wird sie auch niemals aufnehmen, solange sie nicht denkt und handelt, wie er es gern hätte.
Amann hat es wieder getan. Knapp anderthalb Stunden versucht sie, @JasminKosubek als zumindest ehemalige „Kreml-Sprechpuppe“ darzustellen.
Besonders bemerkenswert wird es ab etwa Minute 20. Amann lässt einen Ausschnitt aus einer alten Sendung einspielen und gibt anschließend dessen Inhalt wieder. Das Problem: Ihre Zusammenfassung hat mit dem Inhalt des Einspielers kaum etwas zu tun.
Was im Einspieler tatsächlich thematisiert wird:
Die deutsche Fregatte „Augsburg“ war zum Begleitschutz des französischen Flugzeugträgers „Charles de Gaulle“ abkommandiert worden. Von diesem Träger aus wurden Luftangriffe (mehr als 5.200) gegen den Islamischen Staat in Syrien geflogen. Aufgabe der „Augsburg“ war es, den Flugzeugträger zu schützen und damit dessen Einsatzfähigkeit sicherzustellen.
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Die Bundeswehr beschrieb den Auftrag selbst entsprechend: Die „Augsburg“ war aus ihrem vorherigen Einsatz herausgelöst und dem französischen Trägerverband für den Kampf gegen den IS zugeordnet worden.
Auch die im Beitrag wiedergegebenen Aussagen Baschar al-Assads sind keineswegs das, was Amann anschließend daraus macht. Assad argumentiert dort, der IS könne nur wirksam bekämpft werden, wenn mit syrischen Soldaten und der syrischen Bevölkerung zusammengearbeitet werde. Luftangriffe allein würden dafür nicht ausreichen. Die britischen Luftangriffe nennt er "illegal".
Anschließend ordnet ein Politiker den Bundeswehreinsatz als völkerrechtlich problematischen beziehungsweise als Kriegseinsatz in Syrien ein.
Und wie fasst @MelAmann diesen Einspieler gegenüber Kosubek zusammen, die ihn im Podcast selbst nicht sehen kann?
Sinngemäß behauptet sie, die Fregatte sei (immer noch) im Einsatz gegen Schlepper gewesen und Assad habe die Luftangriffe als (völker)rechtswidrig bezeichnet.
Beides entspricht nicht dem Inhalt des gezeigten Beitrags.
Gerade journalistisch ist das ein erhebliches Problem. Hier geht es nicht um unterschiedliche Interpretationen oder politische Bewertungen. Es geht darum, wer im Beitrag was gesagt hat und welchen Auftrag die Fregatte zu diesem Zeitpunkt hatte. Das sind überprüfbare Tatsachen.
Noch abstruser ist die Gesprächssituation: Kosubek soll sich für eine Jahre zurückliegende Sendung rechtfertigen, bekommt den Einspieler selbst aber nicht zu sehen und muss sich deshalb darauf verlassen, dass Amann dessen Inhalt korrekt wiedergibt. Umso höher wäre hier die journalistische Pflicht zur präzisen und vollständigen Wiedergabe gewesen.
@MelAmann, wie kann es passieren, dass Sie den gezeigten Beitrag in gleich mehreren zentralen Punkten falsch wiedergeben und diese Wiedergabe anschließend als Grundlage für die Kritik an Ihrer Gesprächspartnerin verwenden? (Rhetorische Frage. Sie sind in meinen Augen keine seriöse Journalistin, sondern linke Aktivistin.)
Wer anderen journalistische oder propagandistische Verfehlungen vorhalten will, sollte beim elementarsten journalistischen Handwerk anfangen: Quellen korrekt wiedergeben.
Dass „Funke“ den Podcast so abgenommen hat, ist ein Beleg dafür, dass es hier nicht um seriösen Journalismus geht.
Amann fabuliert kurz darauf von faktentreuen und realitätsgetreuen Schilderungen. Realsatire.
Ob der Kreml diese Propaganda auch abgesegnet hätte?
CONFIRMED DEATH SENTENCE🚨
23-year-old student #NajmehAmini faces imminent execution in Iran. #LastBreath
Her death sentence has been confirmed. There is still time to save her life.
The Islamic terrorist regime’s killing machine will not stop until the world breaks its silence and acts.
The world must not stay silent. Demand an immediate halt to her execution and an end to the executions of political prisoners and protesters.
@UN
Diese von oben herab vorgetragene an Arroganz nicht zu übertreffende Art des Bundeskanzlers kommt selbst bei den natürlichen Wählern der Union gar nicht mal so gut an.
Die anstehenden Kürzungen im Gesundheitsbereich bis auf ein teilweise existenzbedrohendes Niveau helfen auch
Still don't believe that geoengineering is real...
Then look up at the sky and watch
Watch what you think are condensation trails, but they don't evaporate, instead haze out to cover the sky!
Please Start Thinking Critically!!
Man reist aus der Zukunft in die Vergangenheit, gibt als Allererstes ein Interview – und merkt nicht einmal, dass man die ganze Zeit über sich selbst spricht. 😂