Der Begriff »effizient« wird stets normativ verwendet, ohne dass die Frage gestellt wird: Effizient für wen? Und für wen nicht? Einen Produktionsprozess „effizienter, weil billiger“ zu machen, bedeutet in vielen Fällen, Kosten auf die Gesellschaft abzuwälzen (Externalisierung).
Viele Wachstumstheorien sind auf einem Auge blind. Sie fragen weder nach dem gesellschaftlichen Nutzen des Neuen, noch nach dessen negativen Effekten. Dieses Verständnis von Fortschritt lässt das eigentliche Ziel des Wirtschaftens außer Acht: Die Erhöhung der Lebensqualität.
„Die kapitalistische Produktion entwickelt daher nur die Technik und Kombination des gesellschaftlichen Produktionsprozesses, indem sie zugleich die Springquellen alles Reichtums untergräbt: die Erde und den Arbeiter.“
Es ist eine absurde Ökonomie, die wir geschaffen haben: Wir produzieren um der Produktion willen, wir wachsen um des Wachstums willen, wir arbeiten um der Arbeit willen und wir konsumieren um des Konsums willen. Und halten das alles für ganz normal.
Die Vorstellung deutsche Löhne seien generell zu hoch ist angesichts der Spitzenstellung vieler deutscher Exporteure auf den Weltmärkten offensichtlich absurd. Entscheidend sind die Löhne im Verhältnis zur Produktivität. Letztere ist bestimmt durch den Kapitalstock.
Wenn die Menschen von Beginn der Rationalisierung (die weit vor der Industrialisierung begann) angefangen hätten, zum Schutz ihres Arbeitsplatzes Löhne zu kürzen, hätte es ihren Materiellen Wohlstand nie gegeben. Das gilt damals wie heute.
Auch auf längere Sicht gibt es bei offenen Grenzen nur das Mittel einer Nominallohnmoderation, mit der man dafür sorgen kann, dass die eigene Inflationsrate und das eigene (nominale) Zinsniveau so niedrig sind, dass es keinen großen Anreiz für die Anlage in dieser Währung gibt.
Der EU-Gipfel die selbst gesteckten Erwartungen enttäuscht und nur noch unter Mühen überhaupt ein Ergebnis gebracht. Er hat auch gezeigt, wie es in einer „Union“ zugeht, in der 28 Egoisten versuchen, ihre eigene Position durchzusetzen.
Die „Gesetze“ menschlichen Verhaltens, auf denen die Revolution der Ökonomik beruht, lassen sich anhand einiger Beispiele plausibleren, aber erweisen sich schon bei etwas Überlegung als reine Fiktionen.Eine Theorie auf der Basis solcher Fiktionen erklärt dann freilich nichts
Wer ein Investment tätigt, muss weder auf den Konsum von Wirtschaftsgütern verzichten, noch werden Zinsen mit Wirtschaftsgütern, wie etwa Getreide, bezahlt. Anders ausgedrückt: Eine güterwirtschaftliche Beschreibung von Investitionsentscheidungen führt vollkommen in die Irre.
Es scheint unmöglich, die Behauptung aufrechtzuerhalten, dass im Begriff der Handlung der Begriff der Zeitpräferenz aufgrund semantischer Folgebeziehungen bereits enthalten ist.
Die nicht enden wollenden Arbeitslosigkeit , die obszöne, weil dysfunktionale Ungleichheit, die Hilflosigkeit bei der Integration der Entwicklungsländer in die Weltwirtschaft und viele andere Phänomene zeigen, wie Rundamental falsch die liberale Weltdeutung ist.
Aktuelle Zustände belegen nicht nur die Unfähigkeit des Liberalismus, die Balance zwischen Freiheit und Gleichheit zu wahren, sondern auch seine Unfähigkeit, soziale und wirtschaftliche Zusammenhänge angemessen zu deuten und darauf basierend angemessene Konzepte zu entwickeln.
Nichts spaltet die Linke dieser Tage so sehr, wie die Themenfelder, die sich um Multikulturalität und Asylpolitik ranken. Für die einen sollten es mindestens offene Grenzen sein – die anderen fragen sich hingegen, ob man nicht auch links gewisse Realitäten einsehen sollte.
"Es gibt diesen Freihandel nicht, weil es die Bedingungen überhaupt nicht gibt. Es gibt keinen Goldstandard, es gibt keine einfachen Arbeits- und Kapitalrelationen, sondern Preise, die sich an der Produktivität und den Löhnen orientierten" ~Heiner Flassbeck
Nicht die Veranlagung bringt Gute Menschen dazu, Böses zu tun, sondern die Situation, in der sie sich befindet. Die Macht der Umstände schafft Täter und Opfer und in off diffusen Verantwortungsgeflechten verlieren moralische Maßstäbe zu leicht ihr Fundament.