Die Kurden lernen gerade eine bittere, aber notwendige Lektion.
Jahrelang inszenierte sich ein Teil der Welt hysterisch als Speerspitze von Humanismus und Antiimperialismus – im Namen der Palästinenser. Ein Krieg, den die Hamas begonnen hat. Protestieren darf jeder, wofür er will. Aber wer sich moralisch erhöht, muss sich an den eigenen Maßstäben messen lassen.
Denn während Parolen skandiert wurden, waren die Kurden in Syrien die tatsächliche Speerspitze des Humanismus: Sie stoppten den IS, verteidigten Jesiden – und ihre weiblichen Kämpferinnen wurden vom westlichen Feuilleton zu Ikonen des Zeitgeists stilisiert. Mutig, emanzipiert, progressiv. Solange es gut ins eigene Weltbild passte.
Heute sieht man, wie viel diese moralischen Inszenierungen wert sind: fast nichts.
Die gleichen Milieus, die sich als humanistische Avantgarde verstanden, schweigen. Oder sie entlarven sich. Ein erheblicher Teil dieser Mobilisierung war nie humanistisch – sie war antisemitisch. Punkt.
Hört auf, euch selbst zu belügen.
Ihr seid keine Verteidiger von Werten.
Ihr verratet sie – und projiziert eure moralischen Ansprüche ausgerechnet auf Israel.
Kurden sollten endlich aufhören, europäischen Linken gefallen zu wollen.
Die folkloristische Solidarität schützt niemanden, sie verändert nichts, sie rettet kein Leben. Auf diese Stimmen zu hören, wenn es um Realpolitik und nacktes Überleben geht, ist ein Fehler.
Kurden müssen sich eine Scheibe von Israel abschneiden.
Israelis sind die Einzigen, die gelernt haben, sich konsequent gegen arabisch-islamistischen Imperialismus zu behaupten.
Und am beschämendsten:
Kurden, die monatelang jeden Hamas-Israel-Post geteilt haben – und jetzt schweigen.
Kein Wort zur eigenen Lage.
Das ist keine „Palästina-Solidarität“.
Das ist pure Gehirnwäsche.
@wahlforschung0@bluewin@50plus1CH Meiner Meinung nach hat die SP die besten Antworten auf die zukünftigen Herausforderungen. Der Gewinn dürfte noch höher ausfallen.