@BrennpunktUA@BrennpunktUA wie geht es dir persönlich mit dieser Entwicklung? Ich war jetzt lange hier abwesend, habe aber noch in Erinnerung das du damals große Hoffnungen in Trump gesetzt hast. Welche Hoffnung siehst du noch?
@BrennpunktUA Der Mann neben ihm ist Ryan Holiday ein Stoiker und Schrifsteller, der bis zum Amtsantritt viele Vorträge an diversen Universitäten und Militärakademien gehalten hat. Seine Bücher über die Kardinalstugenden sind Bestseller.
Eine interessante Kombination die beiden nebeneinander.
@BrennpunktUA Die Welt wacht auf und stellt fest das die USA seine Verbündeten nicht gegen alle Gefahren schützen kann.
Hochmut kommt vor dem Fall ist derzeit eine sehr bittere Lektion im Pentagon.
So, jetzt schon mal ein dickes Dankeschön von meinem besten Freund, dem EUER DRECKS GEBÖLLER so ziemlich auf den Pinsel geht‼️
Neben der vielen leittragenden Tiere gilt meine Anteilnahme auch den Rettungskräften, die den Hobbyrambos die Hände wieder annähen. Ihr wollt Krieg? ⬇️
Цілую її руки і серце! Несказанно боляче за групу!!!
НАДІЯ СТАНІСЛАВІВНА БІЛА.
З вечора дізналася про важко пораненого, якого неможливо винести, довгий час хлопець лежав і чекав на допомогу, а в небі над ним висів ворожий дрон і чекав на евакуаційну групу.
Але командир роти
@UkrReview@Maks_NAFO_FELLA If this will happen we should think about the fact, that the european goverments had 3,5 Year to fix the war in good conditions for ukraine and europe. And we did to less and to late. We didn't get it all the time but now we cry.
Assad ist weg: was nun in Syrien?
Vorweg: viel mehr als begründete Spekulationen sind derzeit nicht möglich, zu unübersichtlich ist die Lage, zu wenig weiß man darüber, was die neuen Machthaber genau wollen
Da auch die Küstenregion schnell an HTS fällt, wird zunächst das Tableau um einen internen und zwei externe Mitspieler bereinigt: Assad, RU und Iran sind zumindest zeitweilig aus dem Spiel. Es verbleiben 3 große und mehrere kleinere Parteien übrig:
1. HTS (Hayat Tahrir esch-Scham), das islamistische Bündnis, dessen Offensive ab 27.11. die Entscheidung brachte. Bündnis besagt schon: in sich nicht homogen. Zwar sunnitisch dominiert und klar islamistisch, ist die genaue Ausrichtung unklar (und teils auch ungeklärt). Allerdings stark national-islamisch, dschihadistische Tendenzen allenfalls nachrangig.
Umgang mit Minderheiten: abwarten
Verwaltungskompetenz: vorhanden, man hat in Idlib eine leidlich funktionierende Zivilverwaltung aufgebaut, die formal vom Militär also HTS, unabhängig ist. Zudem hat man bereits erklärt, die bestehende Verwaltung übernehmen zu wollen, der bisherige Ministerpräsident wurde aufgefordert, die Geschäfte vorläufig weiterzuführen
Ihr Anführer ed-Dschaulani versucht, beruhigende Botschaften unters Volk zu bringen, um allzuviel Chaos zu verhindern
2. SNA (Syrian National Army). Türkisch gesteuerte Söldnertruppe im N des Landes, ebenfalls islamistisch ausgerichtet, zumindest nach außen hin. Hauptaufgabe war weniger der Kampf gegen Assad als vielmehr gegen die Kurden, da die Türkei eine funktionierende kurdische Selbstverwaltung als gefährliches Beispiel betrachtet
Deshalb geht im N der Krieg auch zunächst weiter. Heute wurde Menbidsch erobert, ohne allzuviel kurdischen Widerstand. Könnte daran liegen, dass die Stadt nicht zum eigtl. kurdischen Siedlungsgebiet zählt, sondern im Zuge der Befreiung vom IS von den Kurden besetzt wurde.
Dazu gleich mehr; abzuwarten bleibt, wie weit Erdogan gehen will, ob er die SNA (und eigene Truppen) auch in rein kurdische Gebiete einmarschieren lassen wird
3. SDF (Syrian Democratic Forces) - das von der kurdischen Miliz YPG dominierte Bündnis im Osten. Hatte entscheidenden Anteil am Sieg über den IS - als der errungen war, ließ die Unterstützung durch die USA merklich nach
Säkular orientiert, die YPG ist der syrische Ableger der PKK, was heißt: sozialistisch bis stalinistisch mit der Vaterfigur Öcalan. Hat im Laufe der Jahre eine leidlich funktionierende Verwaltung aufgebaut
Im SO haben sich lokale arabische Stammesmilizen angeschlossen. Inwieweit diese jetzt noch im Bündnis mit den Kurden verbleiben, bleibt abzuwarten - möglich, dass sie zumindest teilweise zu HTS übergehen. Oder kleine eigenständige Einheiten werden - ein Zerfall in eine Reihe zerstrittener Kleinfürstentümer ist keineswegs ausgeschlossen
4. kleinere Gruppen
Teils ist nicht klar, ob diese eigenständig sind oder sich sofort an HTS anschließen
- die Rebellen in Deraa: schon immer eine aufmüpfige Region, hier nahm der Bürgerkrieg mit der Verhaftung einiger Jugendlicher und em Widerstand dagegen seinen Ursprung. Bestehen aus mehreren Gruppen, was es selbst für absolute Experten schwierig machen dürfte, eine Ausrichtung festzustellen - man wird abwarten müssen
- die Rebellen in Suweida: mehrheitlich drusische Region. Sie werden auf Schutz ihrer Gemeinschaft bedacht sein
- die Rebellen in et-Tanf: US-unterstützte sehr kleine Gruppe. Dürfte selbständig kaum überlebensfähig sein, geht vermutlich in HTS auf
5. Reste des IS: die dürfen nicht vergessen werden, auch wenn sie keine große Rolle mehr spielen. Sitzen in unzugänglichen Bergregionen in der Wüste, von wo aus sie ihre schnellen Überfälle durchführen
6. Das ist noch längst nicht alles, es gibt mit Sicherheit weitere lokale Gruppen, und schlimmer noch: jetzt sind überall Waffen im Umlauf bis hin zu Panzern, das bietet die Möglichkeit, das örtliche Warlords lokale Herrschaften aufzubauen versuchen. Ein libysches Szenario ist also zwar noch nicht erkennbar, aber nicht auszuschließen
Mögliche Szenarien
Fangen wir mit dem schlimmsten an: libysche Verhältnisse. Wie gesagt möglich, aber derzeit nicht erkennbar. Die Bevölkerung und auch ein großer Teil der Kämpfer dürfte v.a. eines sein: kriegsmüde
Deshalb zum vermutlich optimalen Szenario:
Föderalisierung, friedliche Koexistenz zwischen YPG und HTS, SNA spielt nur entlang der türkischen Grenze eine Rolle
Setzt voraus, dass Erdogan keine zu weit gesteckten anti-kurdischen Ziele verfolgt, er ist dabei der möglicherweise entscheidende Störfaktor.
Ob HTS als zuerst nationale und danach islamische Organisation damit leben kann, muss zunächst offen bleiben. Bisher hat sie ähnlich wie die YPG in ihren Gebieten auf eine Struktur aus lokalen Selbstverwaltungen gesetzt, was mit dieser Lösung gut verträglich wäre
Allviel Optimismus ist freilich nicht angesagt. Zuviel Waffen, zuviele Traumata, zuviele ausländische Interessen, die alle eine solche Lösung erschweren werden. Und sowohl bei HTS als auch YPG ideologische Altlasten. Aber die Hoffnung stirbt zuletzt
Als Drittes: de facto-Spaltung in einen islamistisch-arabischen und einen kurdisch-säkularen Landesteil, mit bestenfalls kaltem Frieden dazwischen. Mit einer streng islamischen Ordnung im arabischen Teil, die sicher moderater sein wird als bei den Taliban (die stockreaktionäre Basis auf dem Land fehlt - dort war man damals, als ich dort war, in mancher Hinsicht fortschrittlicher als z.B. in Türkisch-Kurdistan), aber eben doch fundamentalistisch
Was genau am Ende rauskommt - irgendetwas zwischen diesen drei Szenarien wird es sein - können mE selbst ausgewiesene Experten nicht prognostizieren. Zumal es auch von uns abhängt: drängen wir die HTS bzw. die von ihr gestützte zukünftige Regierung durch strikte Ächtung weil islamistisch erst recht in diese Ecke - oder bieten wir erst mal Zusammenarbeit an? Was auch unter knallharten Interessengesichtspunkten rational wäre:
1. könnten wir so dem Effekt entgegenwirken, dass der "rausgeschmissene Gast" RU durch die Hintertür wieder reinkommt, weil er derjenige ist, der neben den Golfmonarchien als einziger Zusammenarbeit bietet
2. wäre baldige Wiederaufbauhilfe der beste Weg, um den Millionen syrischer Auslandsflüchtlinge die Rückkehr zu ermöglichen. Erfahrungswerte mit den Flüchtlingen aus Jugoslawien während der Zerfallskriege zeigen, dass sich ein erheblicher Teil auf den Weg machen wird, damals war es etwa die Hälfte. Und das werden eher die hier schlecht integrierten sein
3. verhindert eine Stabilisierung des Landes eine neue Fluchtwelle vor Chaos und Armut
Wir sollten also schleunigst testen, was die neuen Machthaber z.B. unter dem zugesagten Schutz von Minderheitenrechten verstehen, und ihnen beim Wiederaufbau behilflich sein. Sonst tun es andere, die an einer Radikalisierung Interesse haben, und das wäre eine Wiederholung unserer Fehler aus den Jahren 2011-2013
@Augustusburg1@Strien9 Quasi nur gucken, aber nicht anfassen. Das regeln die unter sich. Und wenn uns Afghanistan eines gelehrt haben sollte, das der Westen in diesen Mehrvölkerstaaten nichts verloren hat.
@Augustusburg1@Strien9 Das ist dann halt die Frage ob jede Gemeinschaft ein eigenes Staatsgebiet erhält oder ob es z.B. Autonomiegebiete innerhalb der Geteilten Gebiete gibt. Bleibt spannend. In Gänze gehe ich jedoch mit Trump mit(das ich das mal sagen würde) das wir da die Finger rausholen sollten.
@Augustusburg1@Strien9 Islamisch geführter Staat unter noch nicht geklärt Hoheit.
In Summe vermutlich die Lösung, welche die meisten Möglichkeiten einräumt. Auch wenn Erdogan im Kreis hüpft wäre dann das Kurdenthema gerecht beendet. Viele Flüchtlinge könnten nach einiger Zeit zurück.
@Augustusburg1@Strien9 Ich fasse mal zusammen das es nach eurer Meinung derzeit am wahrscheinlichsten ist, das es eine Aufteilung des Staatsgebietes in mindestens 3 Teile gibt, Alawiten an der Küste um den russ. Marinestützpunkt, Kurden im Osten vermutlich dann als eigener Staat und der Rest als