2021 spielt Danger Dan „Das ist alles von der Kunstfreiheit gedeckt" im ZDF. 2026 lädt ihn dasselbe ZDF aus, weil ein antifaschistisches Lied angeblich nicht mehr gedeckt ist. Der Song heißt „Keine Angst". Das ZDF hatte offenbar welche.
https://t.co/aRmbnpxGan
Ich würde mich wahnsinnig gerne über Danger Dan aufregen und das alles furchtbar schlimm finden, wie so etwas denn sein könne, »das ist ja Linksextremismus-Glorifizierung in der deutschen Popkultur und auch noch beim ZDF!!«, herrjemine, aber ich kann leider nicht. Ich muss, fünf Jahre nach »Das ist alles von der Kunstfreiheit gedeckt«, lachen.
Das Lustigste an diesem Danger Dan-Skandal und seinem neuen Lied ist die Tatsache, dass er in seiner komplett kalkulierten Glorifizierung von Linksextremismus auf absurde Weise ein bundesrepublikanisches Mitläufertum abbildet. Da sitzt ein von GEZ-Geldern gepampertes und von Spoti-Streams genährtes Spanferkel, energielos, erschlafft, mit Truckerbart und Adidas-Samba-Sneakern, und trägt einen siebenminütigen Song vor, der Antifa als eine Art edgy Lifestyle definiert, in schwarz-weiß-Optik und mit Streichern. Danach grüßt Danger Dan die Hammerbande, womit er natürlich einerseits ganz bewusst für einen Skandal sorgen will, andererseits aber auch zeigt, dass sich der Systemkünstler 2026 um jeden Preis in den Fiebertraum einer Résistance wähnen will, während ihm ZDF-Bühnen und Igor-Levit-Kooperation offen stehen.
Spätestens aber, wenn die Normie-Kabarettisten der »Anstalt« dich zur Primetime für deine ach-so-provokante Kunst bejubeln, solltest du merken, dass du nicht subversiv und widerspenstig, sondern staatstragend und systemkonform bist. Natürlich ist die Ausladung Danger Dans aus dem ZDF dennoch völlig richtig und sein Skandalisierungspost auf Instagram völlig lächerlich. Ansonsten taugt »Keine Angst« aber nicht zum Skandal, sondern als Beispiel, wie sich die Linke zum Max-Uthoff-goutierten Fallobst gemacht hat.
Danger Dan ist also ein eindrückliches Anschauungsbeispiel dafür, wie aus Antifa Staatsdoktrin und monetarisierbarer Lifestyle geworden sind, und was ich damit meine, wenn ich davon spreche, dass »die Mitte« und die Realität heute extrem links sind. In diesem ganzen Larp geht es, um eine Line aus dem Song auszugreifen, nur noch um Fame (und Virtue Signalling) – und gar nicht um »Straßenpolitik«. Dieses Verlangen nach Fame wird aber immerhin mit dramatischer Geigermimik unterlegt.
Danger Dan dient (zweitens) auch als Anschauungsbeispiel für innerlinke kognitive Dissonanz: Er (und die Antilopen) traten immer maximal israelsolidarisch auf, und werden von der internationalistischen Linken gehasst. Im deutschen Kontext wollen sie sich aber als politische Mitte und Anti-Rechts-Ikonen stilisieren. Genau diese Mixtur erlaubt ein Andocken an den Mainstream, das Militanz popkulturkompatibel machen will, aber dabei noch die Restimpulse der systemerhaltenen Mitte befriedigt. Lachhaft.
Was dieser Song und dieses Skandälchen ganz sicher nicht sind: mutig, ikonisch, subversiv. »Keine Angst« bedeutet eine Antifa, die als Stadtbeamte arbeitet, Leitmedien toll findet, eigentlich auch nur ein Eigenheim mit Webergrill will und den ZDF-Fernsehgarten toll findet. Danger Dan ist deshalb auf traurige Art und Weise Deutschland, auch wenn er das nicht merkt.
In dieser geradezu lustigen Staatskunst wird Widerstand mit saturiertem Privileg verwechselt, während subkulturell jedem Jugendlichen klar werden dürfte, dass ein Besuch in Schnellroda, ein MMA-Cagefight, die Teilnahme bei der Migrantifa, ein Burschenschaftlerabend, eine Auswärtsfahrt beim Hochrisikospiel oder ein Bannerdrop bei der IB 50-mal rebellischer sind als diese schiefe BRD-Hymne, bei der in jeder Line sichtbar wird, wie sehr man dazugehören will. Wäre ich so etwas wie ein extrem linker Jugendlicher mit extrem linken Idealen, würde ich mir nach diesem Song und diesem »ZDF-Skandal« jede einzelne Pianotaste in die Fresse hauen. Und – angesichts der Tatsache, dass meine Subkultur zum System geworden ist – anfangen, zu heulen.
Die ZDF-Intendanz hat Danger Dan und @igorpianist die Aufführung dieses Songs in der Satire-Sendung "Die Anstalt" untersagt. Warum? Zu viel Gebrauchsanweisung für Antifaschismus?
Der komplette Song (7:20 min) seit Mitternacht auf YouTube: https://t.co/FwwymmM9ie
Keine Angst-Danger Dan
Der Song ist da, welchen das ZDF nicht ausstrahlen wollte. 🙏Bitte teilen‼️Bitte teilen
siehst du einen Aufruf zur Gewalt? - ich nicht
#Nazi#Noafd#gegenrechts
@a_nnaschneider Man merkt, dass die Rechte die Grünen als Gefahr sehen, deswegen wird @a_nnaschneider wieder in den Meinungskrieg geschickt, um gegen Grüne auszuteilen.
@Wolf_derBlues@AliKaanSevinc@Silabrei Trotzdem bleibt Hitze ein Gesundheitsrisiko.Wenn Hitze harmlos wäre, gäbe es in Ländern wie Indien, Pakistan oder den Golfstaaten keine Hitzewarnungen, keine hitzebedingten Arbeitsverbote und keine Todesfälle während extremer Hitzewellen.
@Wolf_derBlues@AliKaanSevinc@Silabrei Menschen in heißen Regionen sind nicht immun gegen Hitze. Auch dort führt extreme Hitze zu mehr Erkrankungen & Todesfällen. Der Unterschied ist, dass viele Gesellschaften besser daran angepasst sind, etwa durch Bauweise, Beschattung, Tagesrhythmus od. Klimatisierung.
@derdude1986@Kachelmannwettr Ja die Anpassung an den Klimawandel muss das auch beinhalten. Bisher baut man in Deutschland so, als wenn das nur Luxus wäre. Krankenhäuser, Altenheime müssen nachgerüstet werden.
@AliKaanSevinc@Silabrei Das stimmt. Die Frage ist, was macht der Staat, um zu helfen? Bei COVID und anderen Katastrophen hilft man. Bei extremer Hitze sterben die Menschen Zuhause. Man muss aktive Kranke und Alte schützen!
@Wolf_derBlues@AliKaanSevinc@Silabrei Es ist schön, dass sie sich fit halten, aber bei Temperaturen über 37 Grad reicht keine Fitness. Der Körper muss kühlen, damit das Eiweiß im Blut nicht dick wird. Kranke, Alter und Menschen, die der Hitze nicht entkommen müssen geschützt werden. Ansonsten gibt es viele Tote.