Nichts geht verloren,
Die Angst nicht,
Der Zorn,
die Kraft von vor langer Zeit.
Nichts geht verloren,
kein Traum
und kein Wunsch.
Nichts geht verloren,
es bleibt.
(Hildegard Knef)
Man muss es sich nur bewahren und ganz fest halten. Und manchmal tief danach graben.
Kursk, 29.10.2024 – 01:34
Bond saß in einem düsteren Kellerversteck, nur wenige Meter vom Lager der nordkoreanischen Truppen in Kursk entfernt. Die hektischen Geräusche des beginnenden Einsatzes drangen von draußen herein. Auf seinem Smartphone flackerte der Zugangsschlüssel für Musks Satellitennetzwerk. Ein Knacken in der Leitung – oder war es das nervöse Atmen von Q?
„Bond, diese Backdoor funktioniert genau einmal,“ hechelte Q, als würde er gleich sein Leben aushauchen. „Danach schnappt Musks System zu. Versauen Sie’s nicht und spielen Sie es ausnahmsweise mal verdammt clever.“
Bond blieb ruhig. Clever war sein zweiter Vorname. Diesen Satellitenzugang würde er nutzen, um Musk seinen eigenen verbrecherischen Plan unterzujubeln. Damit würde Musk selbst die ungeheuerlichen Pläne veröffentlichen, die Trump zusammen mit seinen Diktatorenfreunden Putin und Xi ausgeheckt hatte. In wenigen Sekunden würde Bond über Musks Satelliten gezielt dessen Propaganda zurückleiten – verpackt als „Hackerangriff“. Die Machenschaften von Trump, Musk, Putin und Xi der vergangenen Monate drehten sich um nichts Geringeres als das: die totale Versklavung der Menschheit.
Der Countdown blinkte auf seinem Bildschirm: „Verbindung: noch 25 Sekunden.“
Bond tippte die letzten Zeilen des Codes ein, durch die Musk selbst auf X die Enthüllungen seiner finsteren Pläne veröffentlichen würde. „Geheime Absprachen zwischen Trump, Putin und Xi zur Ukraine“, „Trump mit Minderjährigen, schmutziges Sex-Video aus russischem Hotelzimmer aufgetaucht“, „Trumps Propagandaminister – Musk plant die totale Überwachung der Zivilbevölkerung“, „Putin erpresst Scholz mit Wirecard“, „Orbans Plan zur Russifizierung Ungarns“, „Guterres versteckt Milliardenvermögen in China“… – eine Meldung toppte die nächste, alle unterfüttert mit Videos und Originaldokumenten, die jeden Zweifel an der Echtheit ausräumen konnten. All das und noch viel mehr würde auf Musks eigenem Netzwerk erscheinen und nach außen wie ein ehrgeiziger Plan aussehen, der nun publik wurde.
Bond fluchte; so kurz vorm Ziel hatte er sich vertippt. Noch 3 Sekunden, bevor diese Chance für immer vorbei war. Dann drückte er den letzten Befehl – und die Übertragung ging live. In Sekunden verwandelte sich X in einen Strom aus Wahrheit und Skandal, alles mit Verlinkungen zu den größten Accounts auf Facebook, Instagram und TikTok. Noch war es eine Woche bis zum großen Wahltag in den USA – diese Enthüllungen würden das Rennen entscheiden.
Mit einem selbstgefälligen Grinsen beendete Bond die Verbindung, kurz bevor das System ihn zurückverfolgen konnte. Musk und Trump würden keine Chance mehr haben, um buchstäblich in letzter Minute all den wahren Müll über sie aus der Welt zu schaffen – der globale Shitstorm war im Gange – und würde alle mitreißen, nicht nur die Republikaner-Sekte, sondern auch Putin, Xi und ihre weltweiten Unterstützer.
Bond horchte auf. Draußen wurden Befehle gerufen, Fahrzeuge starteten. Die „roten Ssaurabi“ – Putins neue Elitetruppe aus Nordkorea – machten sich in diesem Moment startklar, um ukrainische Truppen aus einem Hinterhalt heraus zu überfallen und einen Dominoeffekt einzuleiten, der die Kampfmoral der Ukrainer unwiderruflich aushöhlen würde.
Diese Spezialkämpfer aus Nordkorea kannten kein Erbarmen. Robotergleich kannten sie nur ein Ziel: ihrem Herrn und Meister zu dienen und den Feind zu töten. Bond wusste, dass diese verdeckte Operation Putins letzte Trumpfkarte war, um Kiew zu destabilisieren. Jetzt kam es auf das große Massaker an, auf den Überraschungscoup gegen die ukrainischen Truppen, die entweder sterben oder vor Angst das Weite suchen und ihren Präsidenten anflehen würden, nun doch vor Putin zu kapitulieren. Würde Bond diese Bestien ausschalten können, blieben nach den Ssaurabi nur die gewöhnlichen Truppen – schlecht ernährt und reine Soldatensklaven. Sie umzupusten, wäre für die Ukrainer ein Leichtes.
Mit geschärftem Blick verließ Bond unbemerkt sein Versteck, bestieg das AFU-Militärfahrzeug und machte sich auf den Weg, ausgestattet mit einer Spezialdrohne, die Q über die Geheimdienstkanäle hatte zukommen lassen.
Er verfolgte die Spur der Ssaurabi, bis er sie in einer verlassenen Fabrikhalle entdeckte. Bond handelte schnell und leise – die Nordkoreaner hatten keine Chance. In einem präzisen Schachzug überraschte er sie aus der Dunkelheit. Die Drohne, so programmiert, dass sie auf jedes Ziel schießen konnte, Bond jedoch immer verfehlte, gab ihm Deckung, während er einen Agenten nach dem anderen eliminierte. Binnen Minuten war die Elite-Truppe zerschlagen. Zumindest vor diesen Bestien waren die Ukrainer nun sicher. Den Rest würden sie selbst hinbekommen.
Bond ließ sich in London in einen Sessel sinken, sein Martini-Glas in der Hand. Im Fernsehen lief eine Sondersendung nach der anderen über die Skandale zu Trump, Musk und sonstigen Verrätern auf der Welt. Der Shitstorm auf X und anderen Netzwerken tobte weiter. Musk, Putin und Xi hatten die Kontrolle darüber verloren, und Trump… nun, eben wurde eine neue Entscheidung des Supreme Court gemeldet: Das Strafmaß aus Trumps Verurteilung im Schweigegeldprozess und alle weiteren Verfahren könnten umgehend vollzogen werden. Der Schutz eines US-Präsidenten bezöge sich nur auf gesetzeskonforme Handlungen, nicht auf seine Vergehen als Privatmann.
Bond hob sein Glas, ein zufriedenes Grinsen auf den Lippen: „Auf die Wahrheit – sie ist Teufel noch einmal die schärfste Waffe.“
Träume verfolgen mich
über verpasste Gelegenheiten
falsche Entscheidungen
Bewusst suche ich das Gute in meinem Leben
Vieles finde ich
Doch die Sehnsucht bleibt
Und dann....?
Die alles zerstörende Frage.
Genauso wie "was wäre wenn...?"
Lasst es.
Nehmt das Leben wie es kommt.
Genießt das Gute, ertragt mit aller Kraft das Schlechte.
Und immer kommt ein neuer Tag.
Und dann...?
Siehe oben