Der Skandal ist doch nicht, dass Ismaik kein Geld für 1860 bereitgestellt hat, sondern, dass sich im ganzen Raum München und Region niemand gefunden hat, der Vision und Geld genug hat, um diesen Verein zu retten.
Halbjahr 2025/26: Hertha schreibt erstmals seit Jahren wieder schwarze Zahlen, plus 385.000 Euro. Vor Zinsen sogar plus 2,8 Mio. nach minus 7,5 Mio. im Vorjahr. Anleihe von 40 auf 18,8 Mio. runter, Zinslast halbiert. Der Haken: Die Liquidität ist fast weg, das TV-Geld verpfändet, und die schwarze Null hält nur dank Pokal und Verkäufen.
Hertha hat nur 6,5 Mio. Anlagevermögen, kaum Substanz. Der naheliegende Schluss: ein eigenes Stadion muss her, dann gehört dem Verein endlich etwas. Aber das ist zu kurz gedacht. Substanz baut man aus einem Überschuss, und Hertha macht 15,6 Mio. Verlust bei minus 38,4 Mio. Eigenkapital. Ein Stadion löst das operative Defizit nicht, es kommt obendrauf. Erst muss man gesund werden, dann bauen.
@daniiel_s04@VertStabs Eigenkapital minus 99 Mio., Verbindlichkeiten 147,9 Mio. Bilanziell der ungesündeste Verein der Liga. Aber: Schalke hat letztes Jahr 5,5 Mio. Gewinn gemacht. Operativ wieder in der Spur. 121 Mio. Personal- und Sonstkosten gegen 151 Mio. Rohergebnis. Die Marge ist wieder positiv.
@FiascoTB@FraB13 Und ein Kommentar zu deinem völlig richtigen Hinweis auf die stillen Reserven, die sich hier nicht abbilden lassen - die gibt es auch in ihrer Negation - stille Lasten. Altverträge, Wertverluste im Kader, etc.
Rechtlich überschuldet im Sinne der Insolvenzordnung heißt: bilanziell überschuldet und keine positive Fortführungsprognose. Diese zweite Bedingung ist entscheidend. Eine positive Fortführungsprognose bedeutet, dass der Geschäftsführer plausibel darlegen kann, dass das Unternehmen die nächsten 12 Monate durchfinanzieren kann.
@FiascoTB@FraB13 Ich lese das allerdings so, dass sich unsere Liquidität aus operativem Tagesgeschäft + Investor zusammensetzt. Die ist gegeben, aber eben extrem abhängig von Extern.
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