Å ist der letzte Buchstabe im norwegischen Alphabet, und es ist ein Ortsname, so z.B. hier auf den Lofoten. Ein Ort, dessen Name nur aus einem Buchstaben besteht - das gibt es im Deutschen nicht. Welches ist die Minimalzahl an Buchstaben für eine Ortsbezeichnung? Zwei oder drei?
Es gibt Substantive, deren Artikel in der Standardsprache variiert (z.B. das/die E-Mail, das/die Tram). In Zeitungen, Wörterbüchern etc. findet man also beide Versionen. Doch bei Kabel ist das nicht der Fall, der Kabel kommt standardsprachlich nicht vor. Aber auf diesem Plakat 😀
Ob Schuhbändel oder Schnürsenkel, Quark oder Topfen. Dass es im Deutschen regional verschiedene Ausdrucksweisen gibt, ist bekannt. Wie aber ist die Einstellung dazu? Was halten die Menschen davon, wenn in einer Zeitung Ausdrücke vorkommen, die in ihrem Umfeld ungebräuchlich sind?
„La dolce vita“ ist ein Film von Federico Fellini aus dem Jahr 1960. Darauf spielt vermutlich diese Werbung an: So herrlich wie der Film (und das Leben) ist dieses Bier. Ist das nicht ein gelungenes Beispiel für den strategischen Einsatz von Intertextualität in Werbeanzeigen?
Zeitungen lesen>Zeitungsleser, Zigarren rauchen>Zigarrenraucher. Solche Wörter lassen sich bilden, indem man Verb und Objekt zusammenfasst und daraus ein Substantiv macht. So auch hier: Herausforderungen bewältigen>Herausforderungsbewältigerin. Alles regelkonform, aber seltsam.
Variation ist überall - auch auf diachroner Ebene. Das zeigt sich z.B. daran, dass es Wörter gibt, die heute kaum eine/r mehr verwendet. Oder wisst ihr, was ein Hagestolz ist? Und was Malefiz bedeutet?
Heute geht es noch einmal um dem Dativ sein Kasus 😀. Hier eine Karte aus dem AdA https://t.co/V9AivZjqG7, auf der gezeigt wird, wo diese Konstruktion vorkommt. Die letzten zwei Anna-Beispiele gehen aber darüber hinaus, hier geht es darum, dass ‚Anna‘ auch im Neutrum stehen kann
Peters Buch, das Buch von Peter, dem Peter sein Buch. - Es gibt im Deutschen einige Konstruktionen, die ein Besitzverhältnis anzeigen. Und nicht alle sind gleichermaßen akzeptiert. Warum eigentlich nicht?
„Pommes mit Mayonnaise?“ - Nein, mit ohne.“ Solche Dialoge kennt man von der Pommesbude (oder Frittenbude?). In Zeiten, in denen das alkoholfreie Trinken immer populärer wird, wird es künftig analog dazu vielleicht auch heißen: „Ein Bier mit Alkohol? - Nein, mit ohne.“
Wer das liest und den Dialekt nicht kennt, versteht unter Rosseböschchen vielleicht ‘kleiner Rosenstrauch’. Das wäre ein Irrtum. Rosse steht für Pferde und Böschchen für Bosch/Busch (kleiner Wald). Nun stellt sich nur noch die Frage, wo man ein Wäldchen als Busch bezeichnet.
Hier noch ein Beispiel: Fließe-Strich. Doch was soll das bedeuten? Aber auch das Wort Fließ-Estrich werden viele nicht kennen - zumal der Estrich der Dachboden sein kann. Und was soll da fließen?
Dass es Wortsequenzen gibt, die falsch gelesen werden, ist bekannt. Der Klassiker ist Urinstinkt. Ein anderes Beispiel ist Musikerleben - zwei bedeutungsverschiedene Aussprachen zu ein und demselben Wort. Doch wo liegt bei dem Wort Brathering im Deutschen das Problem?@Dudenverlag
Hier wieder eine deutsch-österreichische Gegenüberstellung. Doch wird das Wort Gwand nicht auch in Süddeutschland verwendet? Ja, aber nur im Dialekt. In Österreich dagegen ist Gewand auch in der Standardsprache vollkommen unauffällig.
Dass man in weiten Teilen der Deutschschweiz mit Grüezi grüßt, ist bekannt. Doch oft reicht ein Grüezi nicht aus, es braucht noch ein Stützwort (z.B. Grüezi wohl). Trifft man auf einen Bekannten, muss der Name dazu gesagt werden. Eine ganze Gruppe grüßt man mit „Grüezi mitenand“.
Es gibt gute und schlechte Werbung. Wie ist es mit dieser? Das ist die eine Frage. Die andere betrifft die Formulierung „eine Tram“. Müsste es nicht „ein Tram“ heißen? Nein, „Tram“ ist ein Substantiv, das im Deutschen je nach Region mit anderem Genus steht https://t.co/hueYXEzrql
Wer erinnert sich noch daran, wie man früher Textnachrichten tippen musste? Auf einer Zahlentastur und mit Zeichenbegrenzung? Mehr dazu hier: https://t.co/YEF9X2sBQD
Der Artikel wurde 2001 geschrieben, vor 25 Jahren! Damals sprach man noch von den „neuen Medien“.
Hier ein neues Buch zur Rechtschreibung. Sehr gut! Doch vermutlich hat der Verlag kein Interesse daran, es auch in der Schweiz und in Liechtenstein zu verkaufen. Auf jeden Fall kann in diesen beiden Ländern „immer ss geschrieben werden“. Vgl. dazu: https://t.co/4XnR9GMrx4