@EMMA_Magazin A.Schwarzer hat schon seit der Kölner Silvesternacht vor dieser Entwicklung gewarnt, wer das leugnet, wollte nichts hören und sehen, die Frage ist längst nicht mehr, was wir denken, wie uns gegenseitig beleidigen, sondern "welche Zukunft wollt Ihr für Eure Töchter und Enkelinnen"
Offener Brief an die Unterzeichner*innen des Gaza-Appells:
Sehr geehrte Frau Laura Fischer,
sehr geehrte Mitglieder der Kampagnengruppe Avaaz,
sehr geehrte Kulturschaffende,
Daniel Brühl, Jessica Schwarz, Christiane Paul, Heike Makatsch, Liv Lisa Fries, Benno Fürmann, Meret Becker, Jürgen Vogel, Karoline Herfurth, Katharina Thalbach, Armin Rohde, Jella Haase, Anna Thalbach, Marc-Uwe Kling, Shirin David, Joy Denalane, Ebow, Ski Aggu, Zartmann, Max Giesinger, Michael Barenboim, Giovanni Zarrella, Jochen Schropp, Joko Winterscheidt, Klaas Heufer-Umlauf, Teddy Teclebrhan, Carolin Kebekus – und alle, die den Appell unterzeichnet haben:
Ich habe Ihren offenen Brief gelesen. Ihre Sorge um das Leid der Zivilbevölkerung in Gaza ist verständlich und der Wunsch, sich für Menschlichkeit einzusetzen, ehrenwert.
Doch Ihre Wortmeldung empfinde ich als einseitig, moralisch lückenhaft und entlarvend.
Ihr Schweigen am 7. Oktober 2023 spricht Bände. An jenem Tag verübte die Hamas ein Massaker an über 1.200 Menschen in Israel. Kinder wurden ermordet, Familien ausgelöscht, Menschen auf barbarische Weise gefoltert und verschleppt. Einer dieser Geiseln, der 24-jährige Evyatar David, wurde in einem kürzlich veröffentlichten Video gezwungen, ausgemergelt und mit gebrochener Stimme sein eigenes Grab zu schaufeln. „Hier grabe ich mein eigenes Grab“, sagte er – Worte, die sich ins Gedächtnis brennen. Haben Sie diese Worte gehört?
Wo war Ihr offener Brief damals? Wo Ihre Empörung?
Ihre Solidarität mit den Opfern?
In Ihrem aktuellen Schreiben erwähnen Sie die Taten der Hamas – doch nur beiläufig.
Stattdessen fordern Sie Sanktionen gegen Israel, den Stopp deutscher Waffenlieferungen und die Aussetzung des EU-Assoziierungsabkommens.
Sie sprechen von kollektiver Bestrafung, ignorieren aber den kollektiven Terror der Hamas.
Sie fordern universelle Menschlichkeit, üben sie jedoch nicht konsequent.
Ich teile den Wunsch, das Leid in Gaza zu beenden.
Kein Kind sollte hungern, kein Mensch unter Bomben sterben. Doch Menschlichkeit ist unteilbar – sie gilt für die Menschen in Gaza ebenso wie für die Menschen in Israel, für Geiseln wie Evyatar David und ihre Familien, für die Kinder, die auf Festivals getötet wurden, und für die Eltern, die ihre Söhne und Töchter nie wiedersahen.
Ihre moralische Haltung wirkt selektiv und politisch motiviert.
Ihr Schweigen zur Hamas spricht lauter als Ihre Forderungen an Berlin.
Wenn Sie wirklich Frieden wollen, dann setzen Sie sich ganzheitlich dafür ein: Fordern Sie einen Waffenstillstand von beiden Seiten.
Verurteilen Sie Terror mit derselben Klarheit, mit der Sie Israel kritisieren.
Hören Sie auf, Menschlichkeit selektiv einzusetzen, wo es politisch opportun erscheint.
Ich wünsche mir von Ihnen nicht weniger Engagement – sondern mehr Ehrlichkeit, mehr Klarheit und mehr Mut, auch unbequeme Wahrheiten auszusprechen.
@Avaaz@AvaazMedia_@bundeskanzler
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@WolfMalca die sog. Kulturschaffenden heulen mit den Wölfen, es geht ja schließlich um das nächste Engagement in der Rosamunde Pilcher Schmonzette oder dem 100. Langweiler Krimi, Existenzangst
@EMMA_Magazin@M_Ostermann Ihr von Emma müsst doch resigniert und verzweifelt sein nach jahrelangem Kampf angesichts dieser völlig unnachvollziehbaren Entwicklung😣
@EMMA_Magazin@M_Ostermann Ich frage mich, wie die Frauen, die vom jahrelangen Gleichberechtigungskampf ihrer Großmütter und Mütter in jeder Hinsicht profitiert haben, sich in der Öffentlichkeit frei bewegen können, studieren , was sie wollen, sich die Zukunft ihrer Töchter vorstellen?