Ist Mark Rutte ein glatter, angepasster Opportunist? Wenn man Menschen bohnern könnte, er wäre das ideale Parkett dafür, schrieb mir ein Journalistenkollege über ihn. Ich habe meinen Blogeintrag über Rutte deshalb "Die Banalität des Glatten" genannt. Im Anklang an Hannah Arendts Begriff der "Banalität des Bösen", den sie anlässlich der Persönlichkeit von Adolf Eichberger formuliert hatte, der sich noch bis zum Schluss ohne Reue als pflichtbewussten Exekuteur von Aufträgen empfand, die er von höherer Stelle erhalten hatte.
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Ist das Leben schön? Wie kann man es angesichts der aktuellen politischen Lage und der fortgesetzten Naturzerstörung schön finden? Roberto Benigni hat dazu 1997 einen Film veröffentlicht, der verführerisch schön und leichtfüßig beginnt und den Duktus der "Unerträglichen Leichtigkeit des Seins" dann in der schlimmsten aller Umgebungen, in einem KZ, aufrecht zu erhalten sucht. Wie schafft er das? Mich führt das zu der Frage, ob es Umstände gibt, die man partout nicht komisch finden kann. Oder das nicht darf.
Wenn es stimmt, dass "die Komik im Auge des Betrachters" liegt, dann müsste doch auch unter den übelsten aller Umstände eine distanzierendes, gar befreiendes Lachen möglich sein.
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Als Unternehmer überleben in Bürokratistan, wie geht das?
Ich war noch nie angestellt, mein Leben lang immer selbständig. Das meiste an Verwaltung habe ich selbst gemacht, obwohl das Verwalten nicht meine Stärke ist.
Ich kreiere lieber. Kann mir KI dabei helfen? KI löst ja mehr die Verwaltungsjobs ab, nicht die handwerklichen und pflegerischen.
Handwerk mache ich viel lieber als zu verwalten, und noch lieber schreibe ich, reise und/oder gestalte – baulich, sozial oder mit Worten.
Ich durfte gerade für unsere Lokalzeitung WN die "Gedanken zum Wochenende" schreiben. Früher hieß sowas "Das Wort zum Sonntag" und war den ordinierten Pfarrern vorbehalten.
Wenn alles gesagt ist.
Wir sind alle so beschäftigt. Womit denn? Jahr, Uhr, Euro, Prozent, Mensch, Tag und Zeit sind laut Duden die top seven der auf Deutsch verwendeten Substantive. Sind das unsere Werte? Worte wie Leben, Glück, Seele und Herz kommen auf dieser Liste erst ab Position 35. Liebe noch viel später. Sind uns Uhr, Zeit, Euro und Prozent wichtiger als die Liebe?
Man kann im Leben allerdings auch einem Wert Priorität geben, ohne darüber zu sprechen. So versuchte ich als junger Mensch in einem buddhistischen Kloster in Thailand meine Liebe zur Schöpfung, zu meinen Mitmenschen und mir selbst im Schweigen auszudrücken.
Heute lebe ich als Autor und Coach in Greven und habe hier mein Buch »Zauberkraft der Sprache« neu veröffentlicht. Weil ich jetzt doch wieder ans Sprechen glaube? Nein. Weil ich heute glaube, dass sich die Zauberkraft der Stille erst dann entfaltet, wenn wir das, was uns wichtig ist, ausgesprochen haben. Das unsagbare Glück, das wir allein im Wald empfinden, am Meer oder wenn wir rücklings auf einer Wiese liegen und den Wolken zuschauen, das stellt sich erst ein, wenn wir unseren Mitmenschen gut zugehört und das uns Wichtige ihnen gegenüber ausgesprochen haben.
Deshalb müssen wir im Miteinander wahrhaftig sein. Und wir in den Alltagsroutinen Gefangene brauchen Pausen, in denen wir nichts tun. Auszeiten, in denen wir still sind. Stressfreie Zeit im Urlaub. Mal allein in der Natur sein und den Vögeln zuhören. Orte aufsuchen, die uns heilig sind. Am Beglückendsten find ich es, mit den Menschen, die mir nah sind, nachdem alles gesagt ist miteinander still zu sein.
Hallo, ich bin ganz neu auf X, heute ist mein erster Tag hier und dies mein erstes Posting. Hab die Begriffe Natur, Mystik und Humor für mein Banner gewählt, weil Naturmystik eine Art ist, wie ich meine Essenz ausdrücken möchte.