Mein Senf zur Diskussion um die Verwendung des Wortes „dumm“:
Unsere Sprache hat Einfluss darauf, wie wir über Menschen denken und mit ihnen umgehen. Besonders deutlich wird dies am Beispiel des Wortes, dessen Geschichte tief in diskriminierenden Strukturen verwurzelt ist. 1/
Stell dir vor, deine Eltern flüchten mit dir aus Syrien oder Afghanistan nach Deutschland. Du wirst hier mit allem, was du brauchst, versorgt.
Du darfst hier zur Schule gehen und erhältst eine Bildung, die dir im Bestfall Türen öffnet, die für dich in deinem Heimatland immer verschlossen geblieben wären. Du wirst medizinisch versorgt, mit Schulmaterialen, deine Eltern erhalten für sich, dich und deine Geschwister Wohnraum. Die Miete dafür wird vom deutschen Steuerzahler bezahlt. Ebenso dein Kindergeld und das Bürgergeld für euch alle, sofern deine Eltern (noch) nicht arbeiten. Dieses Land bietet dir unendliche Chancen und Möglichkeiten. Und vor allem Freiheit. Man sollte denken, dass gerade Menschen, die nichts davon in ihrer Heimat erlebt haben, dieses Privileg zu schätzen wissen.
Stattdessen entscheidest du dich unter allen Möglichkeiten, die dir dieses Land bietet, für die Möglichkeit, einheimische Kinder, deren Eltern dir dieses Leben ermöglichen, zu quälen und gewalttätig zu attackieren. Wie gestern die Jungs in Gera.
(…)
Es reicht mir auch nicht, dass diese Kinder und ihre Eltern mit einem «Du, du, du» davonkommen. Ich will endlich, dass es Strafen gibt, die weh tun. Die den Menschen, die hier zugewandert sind und alle Chancen erhalten haben, deutlich machen, dass sie sich hier nicht jede Frechheit herausnehmen können. Ich möchte, dass dieser Staat wehrhaft ist. Dass wir als Gesellschaft wehrhaft sind und unsere Werte verteidigen.
Ich möchte, dass solche Taten Konsequenzen für den Aufenthaltsstatus der gesamten Familie haben. Passiert das einmal, wirst du angezählt. Passiert es mehrmals, musst du dieses Land verlassen.
Wir, unsere Kinder, unsere und ihre körperliche und seelische Unversehrtheit ist auch etwas wert. Unsere Politiker sind zu aller erst uns gegenüber verpflichtet. Nicht allen anderen auf der Welt.
Mein Kommentar zu #Gera bei @Weltwoche
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Lieber @tagesspiegel, was geht! Gehörlosigkeit ist also eine Krankheit, alles klar! Muss man heilen, muss man auslöschen, weg damit.
Tipp: Geht mal zum Akustiker, weil ihr nämlich den SCHUSS nicht gehört habt! Und dann noch mal von vorne!
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Warum mir diese Verfassungsbeschwerde am Herzen liegt: Sonja M. zeigte an, von Vorgesetztem in der #Werktstatt für #MenschenMitBehinderungen sexuell belästigt worden zu sein, die Staatsanwaltschaft stellte ein: Wegen kognitiver Beeinträchtigungen sei sie unfähig, auszusagen. 🧵
@JoSteiniger@h_weyel Würd mich interessieren, nur bin taub und kann den Gesprächsfetzen audiologisch nur nicht mitverstehen. Wäre einige vielleicht bereit, dem Gespräch nachträglich hierhin transkribieren würde. Das wäre echt toll!
Kennt ihr Alina Lipp, „Putins „Infokriegerin“? Ich habe schlechte Nachrichten: Sie ist nicht allein. In ganz Europa machen Influencer und selbsternannte Journalisten Propaganda für Russland. Das ist eine Strategie des Kremls. Ich hab mir das angeschaut 1/🧵
"Ich habe es auch satt, aber wir können uns doch nicht mit Freiheit belohnen in einer Situation, in der die Pandemie gerade wieder Fahrt aufnimmt." Die #Meinung von Kerstin Palzer, MDR, zum neuen #Infektionsschutzgesetz. (red)
#Warntag2020 ging komplett an der Bevölkerung vorbei. @gehoerlosenbund twitterte scherzhaft: „Also, wir haben nix gehört.“ Der Tweet ging viral. Ich sprach mit @txtnso darüber, der hinter dem Tweet stand: https://t.co/a5HhHkS9qT
Überall wird unreflektiert von "Sturm auf #Reichstag" gesprochen. Damit transportiert man genau das, was die Rechten wollen. Das Reichstagsgebäude, wie es korrekt heißt, wurde nicht gestürmt, sondern Menschen haben sich Zugang zu den Außentreppen verschafft. Achtung vor Frames!
I work at Facebook and I am not proud of how we’re showing up. The majority of coworkers I’ve spoken to feel the same way. We are making our voice heard.
Kapier bisher immer nicht, wieso die Toilettenpapier so existenziell sein sollte. Lebensmittel sollte es sein. Video entstand vermutlich irgendwo in Sydney. Also nicht nur in deutschsprachigen Raum. Also echt!
87% der weiblichen Bundestagsabgeordneten werden im Netz beschimpft, bedroht, fertig gemacht #HateSpeech. Verrückt, wie sich die Grenze des Sagbaren in #Deutschland verschoben hat! @reportmuenchen@tagesthemen@BR24
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