There's a lot of high-debt countries out there. Although the US-Iran war doesn't immediately affect them, higher oil prices are driving up their long-term yields. That's hitting France, the UK and Japan. Debt reduction has never been more important...
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Vielleicht haben wir uns einfach zu sehr an billiges Geld gewöhnt.
Frankreich zahlt für 30-jährige Schulden inzwischen so hohe Zinsen wie seit der Finanzkrise nicht mehr.
Vor zehn Jahren hätte das viele überrascht.
Heute überrascht mich eher, dass so viele noch immer auf eine Rückkehr der alten Welt warten.
Auf eine Welt mit Nullzinsen.
Auf eine Welt mit billigem Geld.
Auf eine Welt, in der Schulden kaum etwas kosten.
Ich bin nicht sicher, ob diese Welt zurückkommt.
Vielleicht war sie die Ausnahme.
Nicht das, was wir heute erleben.
Was, wenn Europa das eigentliche Problem nicht bei den Schulden hat – sondern bei den Finanzierungskosten dieser Schulden?
Es gibt einen Mechanismus, mit dem Staaten ihre Schulden langfristig tilgen können, ohne die Steuern zu erhöhen oder die Ausgaben zu senken. Das Zauberwort sind negative Realzinsen, mit denen sich Staaten langsam und leise entschulden – auf Kosten der... https://t.co/WX40Gr2VsL
"Wer dauerhaft über seine Verhältnisse lebt, hat keine Zukunft.
Wenn der Präsident des Bundesrechnungshofes diesen Satz schreibt, ist es kein Kommentar. Es ist eine Mahnung."
Freiherr von und zu Weiler (Geschäftsführer @Kohlhammer) zu dem Beitrag von Kay Scheller in #WeiterDenken 2/2026.
Quelle: @LinkedIn
Als ich diese beiden Grafiken betrachtet habe, kam mir ein anderer Gedanke.
Fast jeder spricht über die nächste Zinssenkung. Viel seltener wird darüber gesprochen, warum die Nachfrage eigentlich so widerstandsfähig bleibt.
Die Märkte können ihre Zinserwartungen ständig anpassen. Wenn jedoch die Staatsausgaben weiter steigen und neue Schulden in die Wirtschaft fließen, fällt die Nachfrage möglicherweise nicht so stark, wie viele erwarten.
Vielleicht wird genau dieser Zusammenhang unterschätzt.
Inflation ist nicht nur eine Frage der Geldpolitik und auch nicht nur eine Folge höherer Energiepreise.
Manchmal entsteht Preisdruck einfach dadurch, dass die Verschuldung schneller wächst als die Produktivität.
Falls das stimmt, könnte das eigentliche Risiko der kommenden Jahre nicht in den Zinsen liegen, sondern in den langfristigen Folgen immer größerer Schuldenberge.
Grafik: J.P. Morgan
Der reale effektive Wechselkurs des Yen liegt inzwischen unter dem der türkischen Lira.
Und ehrlich gesagt denke ich dabei weniger an Devisenmärkte als an die Nebenwirkungen der globalen Geldpolitik der letzten fünfzehn Jahre.
Lange Zeit galt beinahe als neue Gewissheit: Solange eine Zentralbank die Zinsen niedrig hält, seien hohe Staatsschulden letztlich kein ernstes Problem mehr. Das klang modern, fast beruhigend.
Aber vielleicht war genau das der Irrtum. Eine Währung kollabiert nicht plötzlich, Vertrauen verschwindet nicht über Nacht. Doch wenn eine Volkswirtschaft sich dauerhaft auf Nullzinsen und immer größere Zentralbankbilanzen stützt, zeigt sich der Preis oft schleichend im Außenwert der Währung.
Japan ist natürlich nicht die Türkei.
Die industrielle Stärke, die hohen Ersparnisse und die institutionelle Stabilität machen den Vergleich eigentlich unfair. Gerade deshalb wirkt dieses Chart für mich so bemerkenswert. Wenn selbst der Yen an diesem Punkt angekommen ist, beginnt der Markt womöglich neu zu bewerten, wie weit permanente monetäre Expansion tatsächlich tragen kann.
Ich hatte immer den Eindruck: Nicht die Schulden selbst sind das größte Risiko, sondern der Moment, in dem man glaubt, Schulden hätten keinen Preis mehr.
#Japan #Yen #Makro #Zentralbanken #Schulden #Währung #BOJ #Economics #GlobalMarkets
We've officially reached the "brutal" stage in the global bond market sell-off. The 10y10y forward yield (red) is making new highs all over the place. Japan's 10y10y forward has risen 30 basis points in just a few days. Even Swiss 10y10y forward is rising.
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Durch die steigenden Zinskosten wird 2030 fast jeder fünfte Steuer-Euro des Bundes in Zinskosten fließen. Die Zins-Steuer-Quote steigt allein von 2025 von 7,1 auf 18,1 %. Und damit so langsam in Höhe, die Ökonomen als kritisch betrachten.
Irgendetwas fühlt sich momentan seltsam an.
Während die Aktienmärkte weiter von AI-Euphorie getragen werden, steigen die Renditen fast überall gleichzeitig. US-Treasuries nahe 4,6 %, britische Gilts über 5 %, Bundesanleihen auf neuen Hochs — selbst Japan bewegt sich inzwischen in eine Richtung, die vor wenigen Jahren noch kaum vorstellbar gewesen wäre.
Vielleicht unterschätzen die Märkte noch immer, wie stark sich dauerhaft höhere Finanzierungskosten irgendwann auf Bewertungen auswirken. Vor allem bei Unternehmen, deren heutiger Kurs fast vollständig von sehr weit entfernten Zukunftserwartungen lebt.
Ich habe oft den Eindruck, dass Aktienmärkte in späten Phasen eines Zyklus anfangen, ihre eigene Realität zu handeln. Der Anleihemarkt wirkt dagegen meistens nüchterner.
Und historisch kamen die ersten Warnsignale selten aus den Schlagzeilen der Aktienmärkte selbst. Meist tauchten sie vorher irgendwo im Kredit- oder Zinsmarkt auf — leiser, technischer, aber oft ehrlicher.
Vielleicht erleben wir gerade wieder genau so eine Phase.
#Makroökonomie #Anleihemarkt #Zinsen #Europa #Aktienmarkt #EZB
The potential fragility of some G-7 bond markets is worth keeping in mind. After all, the bond vigilantes already tested France, Japan, and the UK between 2022 and 2025.
While I’ve focused heavily on the UK this week, Japan is another one to keep an eye on.
Not only are yields there also climbing, but the yen has been weakening again, currently trading at 158.5 against the dollar—even with the shadow of another official FX intervention hanging over the market.
This matters for US markets because Japan is a large holder of foreign securities. IF they start bringing that money home in size, the rest of the world could feel it. The Bloomberg chart below is sobering in this regard.
#economy #markets #japan #bonds
Irgendetwas verändert sich gerade am Anleihemarkt.
30-jährige Staatsanleihen in den USA, Großbritannien oder auch Japan rentieren plötzlich wieder auf Niveaus, die vor ein paar Jahren kaum vorstellbar gewesen wären — und inzwischen spürt man den Druck auch immer stärker in Europa.
Ich glaube nicht, dass es dabei nur um Inflation geht. Vielleicht wächst langsam einfach der Zweifel daran, wie lange sich immer höhere Schulden, neue Sonderfonds und permanente Defizite noch mit billigem Geld stabilisieren lassen.
Gerade in Deutschland hatte man über Jahrzehnte das Gefühl, finanzielle Stabilität sei fast selbstverständlich. Doch genau dieses Sicherheitsgefühl bekommt inzwischen kleine Risse. Finanzierung wird teurer, Wachstum schwächer und gleichzeitig steigen die Erwartungen an den Staat immer weiter.
Und ehrlich gesagt: Genau das finde ich bemerkenswert. Denn wenn selbst der Anleihemarkt beginnt, Vertrauen zu verlieren, verändert sich oft mehr als nur die Finanzierungskosten.
The rise in UK yields is in the news, but France looks no better. 10y10y forward yield (red) is at the highest level in many years, so what's going on in the UK is a broader phenomenon across much of Europe. The global debt overhang is taking its toll...
https://t.co/wLyQata4uf
BREAKING: Top investors warn Britain faces a Liz Truss-style bond market revolt if Labour ousts Keir Starmer
Michael Pfister, FX strategist at Commerzbank: “The goal of a balanced budget is likely to falter should a less fiscally conservative candidate take over. And in recent years, we have repeatedly seen situations where the British government bond markets came under pressure and the pound followed suit. This time, the situation is unlikely to be any different.”
Cathal Kennedy, senior UK economist at RBC Capital Markets: “I think this morning there is a 2022 feel toward this, with the Prime Minister carrying on as normal while all indications show he has lost his authority in the party.”
Craig Inches, head of rates and cash at Royal London Asset Management Ltd: “The market is now pricing almost four rate hikes for the UK which it can’t withstand. Whoever replaces Starmer will not be able to borrow more money via gilts regardless of what they say.”
Mohit Kumar, chief economist and strategist for Europe at Jefferies: “Any replacement would likely be left-leaning and be negative for the long end of the curve and the currency. We maintain our steepeners and short position in sterling.”
Jordan Rochester and Evelyne Gomez at Mizuho: “We’ve been looking for 10 year UK gilts to sell off towards 5.15% by year end for quite some time, but this political drama accelerates the timeline, and we could see a move toward 5.20% until the political situation is settled and/or 5.35% in extreme stress.”
Laura Cooper, global investment strategist and head of macro credit at Nuveen: “Gilts are increasingly behaving like a real-time referendum on fiscal and political credibility, aggravated by the recent move higher in oil prices.”
Roger Lee, head of equity strategy at Cavendish: “Even if Starmer resigns the political uncertainty is unlikely to end as internal rivalry within the Labour Party ramps up. To stabilize the gilt market the government may have to commit to the fiscal rules and the only candidate seemingly prepared to do that is Wes Streeting.”
James Athey, fund manager at Marlborough Investment Management Ltd: “The last thing that Gilts needed was weakness in the US treasury market. Now we’ve got potential for the ceasefire to collapse, the US doing some fiscal expansion all on top of the utter domestic shambles that is UK politics.”
„Ansonsten bleibt festzuhalten, dass die Regierung, die jeden Tag beschwört, die sogenannte ‚demokratische Mitte’ retten zu wollen, dieser den Todesstoß versetzt“
Daniel Stelter @thinkBTO über die neuen Schuldenpläne der Bundesregierung https://t.co/tLfUJyU5B7
We are moving from a world driven by 'efficiency' to one driven by 'redundancy,' while government fiscal space is non-existent. What can possibly go wrong? Lots of important flags raised in @IMFNews publications of this past week including the Fiscal Monitor.