Ich bin Trans - und ich wähle die AfD.
Ich bin Trans, das ist meine Privatsache. Es geht niemanden etwas an, wie ich mich fühle, mit wem ich ins Bett gehe und welche ästhetischen Vorbilder mir gefallen. Genauso drücke ich es auch niemandem permanent aufs Auge. Trans zu sein ist kein Beruf. Ich brauche nicht „mehr Sichtbarkeit“ im Alltag, ich will mein Leben leben und in Ruhe gelassen werden. Ich brauche keine Regenbogenfähnchen.
Durch die Entwicklung von LGBTQ wurde es für uns schlimmer. LGBTQ war dafür gedacht, dass wir Menschen, die nicht der althergebrachten Norm entsprechen, einfach akzeptiert werden. Schönes Ding, wichtig dazu. Was ist dann passiert? Seit #BLM ist es ausgeufert. Man konnte und wollte nicht akzeptieren, dass sich nicht jeder für diese kleine, friedliche Szene begeistern kann. In jeder alltäglichen Lebenslage wird man mit dieser Thematik konfrontiert - und ich verstehe alle sowas von gut, die davon einfach nur noch brutal abgenervt sind. Regenbogenfläggchen im Supermarkt, beim Fußball, auf Zügen und Flugzeugen, hinterlegt in Firmenlogos zu #Pridemonth-Zeiten (bei internationalen Firmen komischerweise im arabischen Sprachraum aber nicht), in der Werbung. Forderungen, statt Deutschlandfahnen als Zeichen der Toleranz und Vielfalt doch bitte Regenbogenflaggen einzusetzen. Der Zenit ist vollkommen überschritten, die Menschen wenden sich ab und die gesamte, intern zutiefst zerstrittene, LGBTQ-Szene hat enormen, definitiv auch selbst verursachten, nachhaltigen Schaden erlitten - nicht zuletzt dadurch, dass jeder Mensch, der sich in irgendeiner Selbstfindungsphase befindet und sich als Fuchs, Reihenendhaus oder Lokomotive identifiziert, mit offenen Armen empfangen und mit irgendwelchen Pronomen und Gendersternchen beworfen wird. Durch dieses ewige in-den-Fokus-drängen einiger Politiker, die sich als Transfrau bezeichnen und jegliche weibliche Ästhetik vermissen lassen, wird es nicht gerade besser. Ebenso ist der CSD zu reinen Fetischparade netzstrumpfhosentragender, behaarter Männer verkommen. Macht was ihr wollt, lebt euren Fetisch aus, aber nicht in der Öffentlichkeit und vor allem nicht vor den Augen von Kindern!
Ich wähle AfD, auch das ist meine Privatsache. Die Anfeindungen, der Hass, die Angst, nachts alleine in eine Bahn einzusteigen - das alles kommt nicht wegen den ach-so-bösen Rechten (klar gibt es da auch Wirrköpfe, wie in jedem anderen Spektrum auch), es kommt auch nicht von irgendwelchen Ausländern, es kommt nach meiner Erfahrung meist aus der muslimischen Ecke.
Alice Weidel sagte einmal in einem Interview, sie sei homosexuell, aber nicht queer. Chapeau, das ist eben der Unterschied. Sie macht es nie zum Thema. Sie hat es mal erwähnt, Sache erledigt. Sie hüpft nicht 24/7, LGBTQ-Fähnchen schwingend, auf irgendwelchen unterwanderten CSDs herum. Keine 74 Pronomen, keine Gendersternchen. Es ist alleine ihr Ding. So halte ich es auch.
Meine Bitte:
An „Normalos“: Wenn euch die Geschichte eines Transmenschen interessiert, geht auf uns zu, wir erzählen sie euch. Hört bitte auf, absichtlich zu misgendern oder uns als krankhaft zu bezeichnen. Nicht jeder LGBTQ-Anhänger findet es gut, was gerade passiert.
An LGBTQler: Wenn sich jemand nicht dafür interessiert, geht den Leuten nicht auf den Sack und lasst sie in Ruhe! Ihr könnt und werdet nicht jeden dafür begeistern können, was ihr da tut.
An die Medien: hört endlich auf, Menschen vorzuschreiben, was sie jetzt bitte toll, modern und normal finden sollen! Ihr macht alles noch schlimmer, als es sowieso schon ist - und daran habt ihr einen gewaltigen Schuldanteil.
An die AfD: bitte lasst uns sachlich und unvoreingenommen über dieses Thema reden. Ihr macht vielen vernünftigen Leuten aus dieser Szene (und es sind nicht nur 0,4%…), die sogar die meisten eurer Inhalte teilen, Angst. Teils durch dämliche Aussagen von irgendwelchen Mitgliedern, teils weil es falsch transportiert wird. Ihr treibt sie vollkommen unnötig in die linksextreme Ecke.
Danke 🫶🏼
Schwul ist nicht gleich queer. Alice Weidel ist ebenfalls homosexuell. Hättest du Ali oder Alice das angemerkt, wenn sie es nicht vorher kommuniziert hätten? Spoiler: hättest du nicht, weil es ganz normale Menschen sind. Und mit wem sie zuhause ins Bett gehen, geht niemanden etwas an. Das ist der Unterschied zu Berufsschwulen oder -lesben.
Es ist zum heulen. Nicht nur, was aus dem CSD geworden ist, sondern diese hofierte Islamtoleranz inkl. anschließender Pauschalempörung, weil das alles ja nicht vorhersehbar war. Einzelfallbeschwichtigung hinterher. Warum greifen dann Zeugen nicht ein? Weil wegducken den Deutschen eingeimpft wurde? Weil es nicht ins linke Narrativ passt, sich gegen angreifende Ausländer zu wehren? Weil man befürchten muss, als helfende Person auch noch eine Anzeige zu kassieren? Dieses Land ist schon lange nicht mehr sicher. Untrainiert sollte man nicht mehr auf die Straße gehen. Gut, dass euch nichts schlimmes passiert ist.
@Regendelfin Zum Glück sind Orthographie und Interpunktion aus dem politisch linken Spektrum tendenziell makellos. Danke für diesen geistreichen Beitrag.
@HassanAusSyrien@welt Dann beschwer‘ dich bei deinen ganzen Brüdern, die sich nicht benehmen können und hier schon zig Morde und tausende Vergewaltigungen begangen haben.
@Ralf_Stegner Selbst wenn die Linken mal wieder ihre Hass-schürende, demokratiefeinliche Gesinnung zum Besten gibt, haut unser Pöbelralle einer 12%-Kleinpartei wieder irgendwas raus, was er doof an der AfD findet.