Natürlich waren die "Omas gegen rechts" vor Ort. Während mancherorts eine richtige Feindschaft uns gegenüber zum Ausdruck gebracht wird, erlebe ich immer wieder einen fairen und freundlichen Umgang.
Einer Dame habe ich heute unsere Infomaterialien angeboten. Sie nahm an und wir tauschten uns kurz darüber aus, daß man sich eben auch mit den Inhalten der jeweils anderen Seite auseinandersetzen müsse. Nach etwa einer Stunde kam sie auf unseren Stand zu und gab mir Anti-AfD-Material mit. Tatsächlich lese ich mir das gerne durch. Nicht, weil ich dem zustimme, sondern weil ich gerne verstehen will, warum der mir politisch fernstehende Gegner so denkt, wie er denkt. Warum diese "Nie wieder ist jetzt!"-Psychose und wie verträgt sich diese Panik mit der lebensweltlichen Realität, wenn sie jeden Monat freundliche AfDler mit ihrem Stand antrifft, die so gar nicht ihre Psychose bestätigen?
Nach dem fulminanten Erfolg in Sachsen-Anhalt hat man auch hier bei uns vor Ort in der Vegesacker Fußgängerzone beim heutigen Infostand gemerkt: die Leute haben genug von der Bundesregierung und sehnen sich nach einem politischen Wandel.
Mit dieser positiven Stimmung war es uns auch eine große Freude die vielen freundlichen und offenen Reaktionen der Bürger mitzubekommen - selbst von so manchen AfD-Gegnern.
Auch in den Gutverdienervierteln in Bremen-Nord ist es auf den Straßen nicht sicher. Wer glaubt, daß er in Lesum in Ruhe leben kann, während in Marßel oder Lüssum die Zustände immer schlimmer werden, der erlebt mit solchen Ereignissen einen Realitätsschock.
"Wir müssen endlich aufhören, Einwanderung allein deshalb für akzeptabel zu erklären, weil jemand „arbeitet“ und „Steuern“ zahlt. Wer nur auf Arbeitsmarktzahlen schaut und die Demografie ignoriert, organisiert am Ende seine eigene Abschaffung."
Sehr wichtiger Punkt von Fabian.
Wenn es für Politiker lohnenswert erscheint, in diesem Land Wähler in einer fremden Sprache anzusprechen, stimmt etwas gehörig nicht auf dem "freien Markt der Wählerstimmen".
Dann geht es nicht mehr nur um die demografischen Veränderungen in diesem Land, sondern auch um die Veränderung des Subjekts dieses Staates. Wenn der hiesige Wähler mittlerweile zu einem derart großen Anteil aus fremden Kultur- und Sprachräumen kommt, muß - ähnlich wie derzeit in Dänemark - die Praxis von weiteren Einbürgerungen mindestens hart reglementiert und temporär ausgesetzt werden.
Hier ändert sich nicht mehr "nur" die sprachliche und kulturelle Zusammensetzung unseres Landes, in dem die deutsche Kultur in vielen Vierteln westdeutscher Großstädte maximal noch als randständige Minderheit besteht, und die klassische Überfremdung darstellt. Es geht auch um die Veränderung unserer Staatsbürger sowie Wähler, also die rechtlichen Träger unseres demokratischen Systems.
Die sprachliche Ansprache dieser Anteile unter den bundesdeutschen Wählern ist ein Eingeständnis gegenüber dieser Entwicklung und man macht - ganz marktwirtschaftlich - ein Angebot an diese Wähler. Daß eine derartige Praxis überhaupt als möglicher Weg zur Erweiterung des eigenen Elektorats angenommen wird, beweist nur, daß wir im "gesellschaftlichen Umbau" schon lange viel zu weit fortgeschritten sind.
Wir fordern als AfD die SPD und CDU in Bremen heraus. 17 % in der letzten Umfrage zur Bürgerschaftswahl ist solide, aber da geht noch mehr - und das werden wir auch zeigen!
Wenn es ein Skandal ist, Politik für sein Land machen zu wollen, während andere hierzulande, straffrei und ohne mehrheitlichen Widerstand aus der Bevölkerung, unser Land in verschiedenster Form dem Erdboden gleich machen, läuft nicht nur politisch einiges schief, sondern sagt viel über unseren gesellschaftlichen Zustand aus.
Arbeiten wir daran, daß eine prodeutsche Einstellung nicht mehr nur nicht skandalträchtig ist, sondern zur Grundsätzlichkeit des politischen, gesellschaftlichen und kulturellen Lebens wird. Eigentlich unfaßbar, daß eine solche Selbstverständlichkeit überhaupt eingefordert und angestrebt werden muß.
Und ich meine das ohne jede Ironie: Vielleicht mag es noch nicht bei der Bürgerschaftswahl 2027 eintreffen, aber warum sollten wir uns nicht von den 20 Prozent der Bundestagswahl auf 30 Prozent im nächsten Jahr und bei der übernächsten Bürgerschaftswahl auf 40 Prozent steigern?
Was gestern noch unmöglich schien, wird mittlerweile möglich. Erst im Osten - dann im Westen.
40 % für die AfD in Bremen-Nord? Noch scheint das weit entfernt – doch Sachsen-Anhalt zeigt, dass eine solche Entwicklung innerhalb weniger Jahre möglich sein kann.
Ich durfte bei der gestrigen Ausgabe von Sat.1 Regional mit zwei Kommentaren das Wahlergebnis in Sachsen-Anhalt für Bremen bzw. unseren Landesverband einordnen. Einen davon wollte ich hier noch einmal aufgreifen und vertiefen:
Wir haben in Bremen über die letzten rund 3 Jahre viel Vertrauen in der Bevölkerung wieder aufbauen müssen. Die gescheiterte Teilnahme an der Bürgerschaftswahl wird zwar nicht mehr so häufig, aber dennoch immer wieder thematisiert. Aber auch innerparteilich war viel zu tun: Es mußten Strukturen geschaffen werden, die endlich tragfähig wurden. Erst seit dem gibt es ein lebendes Leben in unseren drei Kreisverbänden (Bremerhaven, Bremen-Nord und Bremen-Stadt). Etwas, das anderswo schon lange zur Regel wurde, haben wir erst seit wenigen Jahren etablieren können.
Doch wir sind mittlerweile wieder bereit - und so bereit wie noch nie. Das starke Wahlergebnis in Sachsen-Anhalt ist nicht ursächlich, aber es treibt uns nur noch weiter an.