@GermerothGuido@susannschroeter@chefreporterNRW Dann würde man ja - obwohl es offenkundig genug ist - offenlegen, dass man mit dem Islam an sich ein Problem hat. Mit einem Deckmantel ist es aktuell einfacher zu hetzen.
Gesinnungsjournalismus: Während der Bundesrat ein regelrechtes Denkverbot – das Existenzrecht Israels darf nicht infrage gestellt werden - beschlossen hat, rechtfertigen Springer-Journalisten die Besiedlung des Westjordanlandes mit all seinen Verwerfungen.
Srebrenica als Spiegel der Gegenwart
Im Juli 1995 verwandelte sich die UN-Sicherheitszone Srebrenica in eine Todesfalle. Bosnisch-serbische Einheiten unter dem Kommando von Ratko Mladić exekutierten über 8.000 bosniakische Männer und Jungen - unbewaffnet, wehrlos und im Stich gelassen von der internationalen Gemeinschaft.
Ihre Leichen wurden in Massengräbern verscharrt und erst Jahre später freigelegt. Der Internationale Strafgerichtshof für das ehemalige Jugoslawien (ICTY) und der Internationale Gerichtshof (ICJ) klassifizierten dieses Verbrechen als Völkermord: den ersten auf europäischem Boden seit dem Holocaust.
Drei Jahrzehnte später verblasst dieses Ereignis im kollektiven Gedächtnis Europas. Das zeigt sich nicht nur in schwindender politischer Aufmerksamkeit, sondern vor allem in der Rhetorik bei aktuellen Gräueltaten. Als ukrainische Truppen 2022 die russischen Besatzer aus Butscha vertrieben, sprachen europäische Politiker und Kommentatoren vom „ersten Zivilisationsbruch in Europa seit dem Zweiten Weltkrieg“ oder von „Gräueltaten, wie man sie seit 1945 nicht mehr gesehen hat“. Solche Formulierungen offenbaren eine moralische Leerstelle, die Srebrenica komplett ausblendet.
Diese Diskrepanz ist kein Versehen. Das kollektive Gedächtnis ist kein passives Archiv, sondern ein aktives Konstrukt, das von politischen Interessen und Identitätsfragen geformt wird. Erinnerung ist selektiv: Was in das dominante Narrativ der eigenen moralischen Selbstvergewisserung passt, wird betont; was es stört, verblasst.
Die entscheidende Frage lautet daher nicht, ob die Erinnerung an Srebrenica schwindet, sondern warum. Ein Schlüssel liegt in der Identität der Opfer. Die bosniakischen Muslime lebten vor dem Krieg weitgehend säkularisiert, urban und eng mit ihren serbischen und kroatischen Nachbarn verbunden. Dennoch genügte ihre ethno-religiöse Markierung - ein Name, die formelle Zugehörigkeit -, um sie zur existenziellen Bedrohung zu erklären. Die bloße Präsenz von Muslimen in einer als „serbisch“ beanspruchten Region galt plötzlich als unvereinbar mit der eigenen Identität. Diese Logik verfing auch außerhalb der Kriegsgebiete. Schon während des Konflikts äußerten Stimmen in Paris oder London Unbehagen vor einem muslimisch dominierten Bosnien als „islamischer Enklave“ im Herzen Europas. Historische Dokumente belegen, wie sehr die damalige Führung - allen voran John Major und François Mitterrand - von dieser Befürchtung geleitet wurde.
Die westliche Zurückhaltung, die Waffenembargos und das zögerliche Eingreifen waren nicht nur geopolitischer Vorsicht geschuldet. Sie spiegelten eine tiefe Ambivalenz gegenüber einer muslimischen Gesellschaft auf europäischem Boden wider. Erst die Bilder aus Srebrenica und der wachsende russische Einfluss durch ein expandierendes Serbien erzwangen eine begrenzte NATO-Intervention.
Heute ist diese „Muslimfrage“ nicht verschwunden, sie hat sich verschoben. In islamkritischen und rechtspopulistischen Milieus artikuliert sich mittlerweile ein historisches Verständnis für das damalige serbische Vorgehen. Es ist keine explizite Billigung des Massakers, wohl aber die Deutung als nachvollziehbare „Abwehrreaktion“ gegen eine vermeintliche Islamisierung. Das Narrativ der „ethnischen Säuberung als präventiver Notwehr“ verschmilzt so mit dem aktuellen Diskurs der „Abwehr der Islamisierung Europas“. Bosnien ist keine abgeschlossene Episode, sondern der Spiegel heutiger Konfliktlinien. Diese Kontinuität prägt die aktuelle Integrations- und Religionspolitik. Was einst als Debatte um eine „Leitkultur“ begann, hat sich zu konkreten Assimilationsforderungen verdichtet: Muslime sollen ihre Religion so transformieren, dass sie in einen vermeintlich homogenen europäischen Kulturraum passt.
In Deutschland, Österreich und anderen Ländern gelten sichtbare Ausdrucksformen des Islams - wie Kopftücher an Schulen oder Moscheebauten - nicht mehr vorbehaltlos als geschützte Grundrechte. In Österreich wurden gesetzliche Maßnahmen gegen den „politischen Islam“ ergriffen, die gezielt auf die Einschränkung sichtbarer religiöser Praxis abzielen. Die Liberalität, einst das Markenzeichen europäischer Werte, steht heute unter einem Bekenntnis- und Loyalitätsvorbehalt. Wer seine religiöse Identität nicht anpasst, gilt als Fremdkörper. Das wirft eine unbequeme Frage auf: Führt diese Politik zu einem reibungslosen Zusammenleben, oder reproduziert sie - in milderem Modus - exakt jene Logik der Ausgrenzung, die in Srebrenica eskalierte?
Die bosniakischen Muslime waren integriert; dennoch genügte ihre bloße Existenz, um sie als Bedrohung zu definieren. Wenn heute in Europa Kategorien der „Unvereinbarkeit“ bemüht werden, geschieht dies zwar (noch) nicht durch physische Gewalt, wohl aber durch normativen und gesetzlichen Druck. Die Gefahr liegt dabei nicht im Wunsch nach gemeinsamen Regeln für ein friedliches Zusammensein - jede Gesellschaft braucht dieses Fundament. Sie liegt vielmehr in der Tendenz, diese Forderung mit einer impliziten kulturellen Monokultur zu verknüpfen.
Das ignoriert die Lehren der Geschichte: In Europa haben derartige Homogenitätsprojekte stets in die Katastrophe geführt. Das Verblassen von Srebrenica ist das Symptom einer selektiven Moral, bei der die Identität der Opfer die Intensität der Empörung bestimmt. Wo die Opfer als „europäisch“ und kulturell nah wahrgenommen werden, bleibt das Gedächtnis wach und die Sprache drastisch. Wo sie als „muslimisch“ und potenziell fremd gelten, wird das Ereignis leiser, relativierbar und historisch weichgezeichnet.
Eine ehrliche Auseinandersetzung mit Srebrenica erfordert mehr als Denkmäler und die Verurteilung von Genozidleugnung. Sie verlangt die Bereitschaft, die aktuellen Identitäts- und Integrationsdebatten an der historischen Erfahrung zu messen. Nur so verhindert Europa, dass sich die ethno-religiöse Logik, die in Srebrenica ihre radikalste Konsequenz fand, in subtilerer, aber struktureller Form in unseren eigenen Gesellschaften verstetigt.
#Srebrenica #Bosnien #Genocide #Muslime #Islam
@derspiegel Wenn jemand den Genozid in Gaza leugnet wird er dafür nicht belangt? Lachnummer. Die Staatsräson schützt kein jüdisches Leben. Vielmehr schützt die Staatsräson einen "Staat", der das jüdische Leid, was die Nazideutschen zu verantworten haben, ausnutzt.
PRESSEMITTEILUNG – ZUR SOFORTIGEN VERÖFFENTLICHUNG
Schwerwiegende Identitätsverwechslung im Fall Stade:
@niusde_@FrauHodl@KatrinKemmler1@Birgit_Kelle@tagesschau@derspiegel#stade
Hannover, den 09. Juli 2026
Im Zuge der Berichterstattung und der Social-Media-Recherchen rund um das Gewaltverbrechen in Stade bin ich Opfer einer schwerwiegenden und existenziellen Identitätsverwechslung geworden.
Das Medienportal NIUS sowie zahlreiche Akteure auf Social-Media-Plattformen, insbesondere auf der Plattform X, haben mein Foto, meinen Namen und meine privaten Profile fälschlicherweise dem direkten Umfeld des Täters zugeordnet. Hierzu stelle ich unmissverständlich klar, dass es sich um eine vollständige und haltlose Personenverwechslung handelt.
Ich stehe in keinerlei Verbindung zu den Tatbeteiligten, Geschädigten, Fahrzeugen oder den in der Berichterstattung genannten geschäftlichen Netzwerken. Ich bin weder die besagte Mitbewohnerin noch in irgendeiner anderen Form in die Geschehnisse in Stade involviert.
Obwohl das Portal NIUS den besagten Artikel nach unserer entsprechenden Aufforderung inzwischen entfernt hat, ist der entstandene Schaden massiv. Das ungeprüfte Anprangern einer unbescholtenen Bürgerin im Kontext eines Kapitalverbrechens erfüllt den Tatbestand des Rufmords.
Ich bin Mutter von zwei kleinen Kindern, und durch die leichtfertige, ungeprüfte Publikation meiner Identität wurden die Sicherheit und das unbeschwerte Leben meiner Familie unmittelbar gefährdet. Die daraus resultierende digitale Hetzjagd und die falschen Anschuldigungen stellen zudem eine extreme psychische Belastung für mich und mein familiäres Umfeld dar.
Dieses Vorgehen offenbart ein eklatantes Versagen journalistischer Sorgfaltspflichten, da es zu den rechtlichen und ethischen Mindeststandards der Presse gehört, Identitäten vor einer Veröffentlichung zwingend zu verifizieren. Die Verbreitung derartiger Falschbehauptungen und die ungenehmigte Nutzung privater Bildnisse sind kein Kavaliersdelikt, sondern schlichtweg strafbar, unter anderem wegen übler Nachrede, Verleumdung sowie Verstößen gegen das Kunsturhebergesetz.
Die zuständigen Ermittlungsbehörden in Form von Polizei und Staatsanwaltschaft sowie meine Rechtsanwaltskanzlei wurden bereits vollumfänglich eingeschaltet, und eine strafbewehrte Unterlassungserklärung wurde den Verantwortlichen zugestellt.
Ich betone meine unmissverständliche Entschlossenheit, diesen Fall bis zur letzten Instanz juristisch durchzufechten. In einem ersten Schritt fordere ich von der Redaktion des Portals NIUS eine offizielle, unmissverständliche und öffentliche Richtigstellung sowie eine Entschuldigung für die mangelhafte Recherche und den daraus resultierenden Schaden.
Darüber hinaus strebe ich eine umfassende Strafverfolgung an: Jede weitere Verbreitung, jedes Teilen meines Bildmaterials oder meines Namens im Kontext dieser Straftat wird ab sofort ohne vorherige Warnung zivil- und strafrechtlich zur Anzeige gebracht. Dies schließt die konsequente Durchsetzung von Schmerzensgeld- und Schadensersatzansprüchen gegen alle verantwortlichen Plattformen, Medienhäuser und Einzelpersonen ein.
Pressekontakt für Medienvertreter:
Rechtsanwaltskanzlei Duran
Rechtsanwalt Harun Duran
[email protected]
@Birgit_Kelle Richtig! Der Islam hat Lösungen für alle Belange des Lebens und gilt als das korrekte Regelwerk. Begriffe wie "radikaler Islam", "politischer Islam" etc. sind gerade für Islamhasser nicht mehr zeitkonforme Begriffe. Sie hassen ja den Islam und nicht das politische darin.
@ahmtamim9 Es scheint so als ob es in Deutschland zwei große Totsünden gibt. Steuerhinterziehung und das Kopftuch. Alles andere stellt kein Problem dar.
@DieLilaZicke@ahmtamim9 Willst du hier etwa jedem das Christentum aufzwingen? Oder erlaubst du Menschen auch andere Überzeugungen zu haben du Superchristin.
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Religionspolitischer Paternalismus
Es muss mit aller Deutlichkeit festgestellt werden: Claudia Bauer hat sich in einem Akt der Selbstermächtigung eine eigene, subjektive Glaubensinterpretation geschaffen und dieser zugleich normative Verbindlichkeit für Dritte verliehen.
Einerseits behauptet sie, der Koran sehe kein Kopftuch für Frauen vor; andererseits schreibt sie diesem Kleidungsstück willkürlich eine spezifische kulturelle Bedeutung zu, die sie dann zum Gegenstand hoheitlicher Intervention erklärt.
Diese doppelte Interpretationshoheit - religiöser Deutungshoheit einerseits, politisch-rechtliche Verbindlichkeit andererseits - stellt eine Form säkularer Anmaßung dar: Der Staat (bzw. seine Vertreterin) usurpiert die Kompetenz, authentische Religionsausübung zu definieren und abweichende Interpretationen zu delegitimieren.
Dazu kommt eine entwicklungspsychologische Argumentationslinie, mit der das islamische Kopftuch als per se schädliches Kleidungsstück pathologisiert wird. Damit wird nicht nur religiöse Praxis unter Kinderschutzvorwände gestellt, sondern zugleich ein paternalistisches Erziehungsideal etabliert, das den Staat zum obersten Wächter der „richtigen“ Identitätsentwicklung erhebt.
Besonders aufschlussreich ist Bauers eigene Einräumung, dass es sich bei diesem Verbot primär um ein politisches "Symbol" handelt, dessen Zweck darin besteht, den Kulturkampf zugunsten der eigenen kulturellen und weltanschaulichen Dominanz sichtbar zu machen. Damit wird offenbart, was eigentlich verdeckt werden sollte: Es geht nicht vorrangig um Kindeswohl oder Neutralität, sondern um die machtpolitische Durchsetzung eines bestimmten säkular-liberalen Hegemonieanspruchs gegenüber religiösen Minderheiten - um Assimilation.
Muslime wie Nicht-Muslime sind gleichermaßen aufgerufen, sich mit der gebotenen Ernsthaftigkeit die Frage zu stellen, ob sie der Regierung diese Form der Selbstermächtigung zugestehen wollen. Was heute vornehmlich Muslime trifft und von weiten Teilen der Gesellschaft noch affirmativ aufgenommen wird, kann morgen ohne weiteres auf andere Religions- und Weltanschauungsgemeinschaften ausgeweitet werden. Wer heute aus taktischen Gründen schweigt oder applaudiert, legt den Grundstein für eine Präzedenz, die künftig jede abweichende religiöse oder weltanschauliche Praxis unter staatliche Definitions- und Verbotsgewalt stellen kann.
#Islam #Kopftuch #Assimilation #Wertediktatur
https://t.co/RJ8vBPIL10
@ahmtamim9@Boudris23 Bei Lanz sind immer die üblichen Verdächtigen eingeladen. Es geht nicht um expertise. Eine aufrichtige Debattenkultur in Deutschland wird durch die Assimilationsagenda verhindert.
https://t.co/0EnhMZgaxR
Warum ich Farid Hafez als geeignete Gegenstimme zu Güner Balci und Sascha Adamek in der Lanz-Sendung empfohlen habe, seht ihr hier:👇
#Islam#Kopftuch#Lanz