Obwohl es "Schaum" im Namen trägt, hat das Wald-Schaumkraut (Cardamine flexuosa) mit Schaum oder Seife nicht viel zu tun - wie bei allen Schaumkräutern interessiert uns stattdessen vor allem sein Geschmack! Denn Schaumkräuter gehören zu den Kreuzblütlern und enthalten als Fraßschutz Senföle, die bei Verletzung der Pflanze mit Luftsauerstoff zu Schärfestoffen reagieren. Dadurch entsteht ein würzig-scharfer Geschmack, der zwar Insekten abwehrt, aber Menschen umso mehr anzieht: tatsächlich lassen sich Schaumkräuter geschmacklich am ehesten mit Kresse vergleichen! Damit ist auch die Verwendung dieser Wildkräuter so gut wie selbsterklärend - am besten frisch aufs Brot, in Salaten oder übers Essen gestreut, beim Erhitzen geht der Großteil des Aromas verloren. Ganz nebenher gelten Senföle unter anderem als antibakteriell, antiviral und entzündungshemmend, sodass kresseartig schmeckende Pflanzen wie das Wald-Schaumkraut auch noch gegen Erkältungen und ähnliches helfen können!
Erkennbar sind Schaumkräuter relativ gut an ihren filigranen Blattrosetten mit den unpaarig gefiederten Laubblättern, wobei die einzelnen Seitenblättchen rundlich bis eiförmig geformt sind. Gerade um diese Jahreszeit gibt es bei uns mehrere Arten von Schaumkräutern, die alle gleichermaßen verwendbar sind - welche kennt ihr noch, und welche habt ihr vielleicht schon mal probiert? Schreibt's in die Kommentare!