Wie erklärt es sich eigentlich, dass Teenager 2026 intuitiv jedes neue Handy, jedes Spielkonsole, jeden Computer, jedes Tablet etc. bedienen können, aber trotz tausendfacher Anleitung nicht in der Lage sind, eine Klobürste zu verwenden?
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Suchen und Finden – die tägliche Safari im Supermarkt
Ausgerüstet wie ein schlecht gelaunter Schatzsucher stand ich da:
Rollwagen als Pferd, Firmen-Smartphone als Kompass, und ein kleiner Minidrucker, der ununterbrochen Rabattkleber ausspuckte wie eine überforderte Slotmaschine.
Mein Auftrag?
Einfach.
Unangenehm.
Endlos.
Alles in die Hände nehmen.
Jedes Stück Fleisch, jeder Käse, jede Sauce, jeder vergessene Dip, der sich zwischen zwei Schinkenpakete verkrochen hat.
Datum prüfen.
Wenn nötig: 30 % Rabatt.
Kleber drauf.
Zurück ins Regal – so platziert, dass es den Kunden quasi direkt ins Gesicht springt, am liebsten begleitet von einem „kauf mich“-Schrei.
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Die Umgebung – ein Supermarkt wie ein Biotop
Die Frischeabteilung am Morgen ist wie ein Zoo kurz vor Fütterungszeit.
Die Vitrine glänzt sauber, die Luft riecht nach Käse, Wurst und dem Hauch von Desinfektionsmittel.
Und davor:
Die gleichen fünf Stammkunden, die wie Pinguine bei der Eiszapfenausgabe auf- und abwatscheln.
Sie stehen da, starren in die Vitrine, als würde sich das Essen magisch vermehren, wenn man lange genug wartet.
Man hört sie fast denken:
„Wann füllen die endlich nach? Wann schneidet er es in kleine Schalen? Wann kommen die 30 Prozent?“
Sobald ich mit dem Rollwagen komme, sieht man die Augen aufblitzen.
Man wird beobachtet.
Genau beobachtet.
Wie bei einer Live-Doku:
„Der Lebensmittelarbeiter in seinem natürlichen Lebensraum – bei der Jagd nach abgelaufenem Schweizer Hartkäse.“
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Das lustige Chaos der Kunden
Natürlich könnten Kunden die Ware, die sie nicht wollen, einfach wieder zurückstellen.
Theoretisch.
In der Praxis findet man:
Hüttenkäse bei der Schokolade
Hackfleisch hinter dem Racletteofen
Vegane Aufstriche im Kühlregal für Bier
Und Trockenwürste überall
Manchmal verstecken sie es auch tief hinten rein – als würde der Käse nicht verderben, wenn er nur lange genug im Dunkeln liegt.
Und dann kommt der Moment, wo man etwas in die Hand nimmt, das man eigentlich nicht mehr finden dürfte.
Erlebnis des Tages:
Ein Hartkäse, dessen Mindesthaltbarkeitsdatum irgendwann im letzten Oktober abgelaufen ist.
Wie er überlebt hat?
Wo er sich versteckt hat?
Unklar.
Vielleicht hatte er ein eigenes Leben entwickelt.
Vielleicht wollte er einfach nicht weg.
Nur sicher ist:
Jetzt ist er endgültig verschwunden – im Müll.
Eine Freundin zieht aus ihrer Wohnung aus und muss laut Vermieter alle Wände wieder weiß streichen. Sie hatte das Wohnzimmer vor zwei Jahren hellgrau gestrichen, alles sauber, keine Schäden.
Die Nachmieterin war zur Besichtigung da und fand die Farbe super. Hat sogar gefragt, ob sie ihr sagen kann, welche das genau ist.
Beide haben dem Vermieter geschrieben, dass die Wand gerne so bleiben kann. Er besteht trotzdem auf Weiß, die Wohnung müsse ordentlich übergeben werden.
Jetzt streicht meine Freundin am Samstag alles weiß und die Nachmieterin am Sonntag wieder grau.
Kannste keinem erzählen...
Ja nun Leute, was muss ich denn als Rentnerin so alles machen?
Mittags um zwölf oder fünf Minuten vor Ladenschluss Großeinkauf machen?
Über die Jugend von heute schimpfen?
Ich habe ein paar Schüler aus der Oberstufe reden hören, und sie meinten: „Nie im Leben haben Millennials 10-seitige Hausarbeiten ohne KI geschrieben.
Schätzchen …
Wir haben sie geschrieben, ohne das Buch überhaupt gelesen zu haben – am Abend vorher, kurz bevor sie fällig waren.
MIT DER HAND!
IN SCHREIBSCHRIFT!
Wir sind einfach nicht dasselbe Kaliber.
Hat hier schon jemand ernsthaft die japanischen Fitnessübungen ausprobiert?
Warte seit Wochen auf Fotos der enormen Bodytransformationen nach dem kurzen Wundertraining.