Wenn Österreich ein Erfolgsprojekt bleiben soll, müssen wir auf die demographischen Herausforderungen reagieren:
Mehr Platz für Kinder; bessere Verteilung von Wohnraum; Migration steuern; länger Arbeiten; effizienter, flexibler und sparsamer Wirtschaften. https://t.co/frd8G5bK2q
@lukasludens@eduard_amon Wirtschaftsstatistk hat jedefalls klare Antwort. Als Wohlstandsmaß oder Zielgröße für Politik ist das BIP nicht geeignet.
Das BIP approximiert Produktion von Staat und Unternehmen über Ressourcenumsatz. Das ist dann aber auch alles.
@lukasludens@eduard_amon Das ist doch kindisch. Ganz zentrale Bereiche unseres Wohlstandes werden im BIP-Wachstum nicht erfasst oder sogar beeinträchtigt (Care, Umwelt). Und ob mit dem "Wachstum" wirklich Bedürfnisse besser befriedigt werden oder einfach nur Kosten dafür steigen ist auch oft unklar.
@eduard_amon@lukasludens Ich bin auch kein großer Fan von obigen Ökonomen, aber dass man den BIP-Wachstums-Fetisch mal in Frage stellt muss schon drin sein. Dafür gibt es gute Gründe.
@ASzigetvari Ein Pensionssystem, welches die Kosten unabhängig von der demographischen Entwicklung niedrig und konstant hält => mit automatischen Anpassungsmechanismen und Fokus auf Schutz vor Armut.
A slightly different way to look at fertility from today's ONS release.
Women born from 1995 onwards have been having drastically fewer children by the age of 30. Will they catch up in their 30s?
@sanityalert_@merkwelten Das gestiegene Sicherheitsbedürfnis spielt sicher eine Rolle. Sicherer ist der Straßenraum aber mit dem massiv steigenden Verkehr und Größe der Autos aber auch nicht gewordenen - man hält sich dort einfach nicht mehr auf, und besonders nicht die Kinder.
@sanityalert_@merkwelten Wir ignorieren die höheren Anforderungen von Kindern und den Verlust sozialer Infrastruktur, im öffentl. Diskurs und in Daten.
Es ist meine Überzeugung, dass hier Potential liegt den Rückgang der Kinderzahlen zu verstehen. Spricht Empirie dagegen, akzeptiere ich das aber schon :)
@sanityalert_@merkwelten Ja und nein. Kindererziehung heute eine viel größere zeitliche, organisatorische und finanzielle Belastung als früher. Höhere Anforderungen, während soziale Infrastruktur (erweiterte Familie, Nachbarschaft, Raum für Kinder, leistbarer Zugang zu Wohnraum usw.) weniger wird.
@sanityalert_@merkwelten Die Ursache von 5 Kursen pro Woche ist das Fehlen öffentlichen Raums für Kinder - die müssen in Pädagogische Spezialumgebungen gesteckt werden weil sie sonst keinen Platz haben.
Mehr Raum für Kinder - wenn Gesellschaften das nicht hinkriegen haben sie auch keine Zukunft.
@sanityalert_@merkwelten Aus eigener Wahrnehmung und aus Daten die den wachsenden Betreuungsaufwand und Beaufsichtigungsaufwand zeigen. Und die sinkende autonome Mobilität von Kindern (z.B. Zunahme Elterntaxis).
@sanityalert_@merkwelten Der fehlende Raum für Kinder ist der wichtigste Grund für viele der angeführten Knappheiten (Geld, Wohnraum, Kinderbetreuung): Denn damit muss er kompensiert werden.
@sanityalert_@merkwelten Weil es als Antwortmöglichkeit gar nicht zu finden ist. Es beeinflusst aber die Kapazität (potentieller) Eltern ganz grundlegend. Vor allem erhöht die Ignoranz von Kindern in Raum und Verkehrsplanung den Betreuungs- und Zeitaufwand für Familien massiv.
Das ist so, ja. Weswegen die geburtenstarken Generationen, die jahrzehntelang jene gewählt haben, die wider besseres Wissen behauptet haben, das ginge sich alles aus, gefälligst an der Sanierung des Systems beteiligt werden müssen.
@sanityalert_@merkwelten Das ist überall so - besonders am Land. Durch Zersiedelung, Ausdünnung der lokalen Infrastruktur und den Einschränkungen bei sicherer autonomer Mobilität für Kinder ist sind die Einschränkungen für Kinder + Zusatzbürde (u.a. Taxidienste) für Eltern hoch.