Wer aus Angst vor falschen Antworten die richtigen Fragen nicht mehr stellt, macht sich nicht differenzierter. Er macht sich handlungsunfähig‼️‼️
Seit ich in Deutschland lebe, habe ich zunehmend den Eindruck, dass sich die gesellschaftliche Debatte um Migration im Kreis dreht. Das Muster ist inzwischen erschreckend vorhersehbar: Es geschieht ein Ereignis, es folgt die Empörung, dann beginnt die öffentliche Debatte. Jemand spricht den Migrationshintergrund der Beteiligten an. Und schon setzt die nächste Gegenbewegung ein: Man problematisiert nicht mehr das Ereignis, sondern die Tatsache, dass überhaupt über die Herkunft der Täter gesprochen wird.
So war es bei den Krawallen am vergangenen Wochenende in Frankfurt. So war es bei den Ausschreitungen in der Silvesternacht in Berlin. So war es nach den Ereignissen in der Kölner Silvesternacht. Und so erleben wir es immer wieder in der Debatte über Kriminalitätsstatistiken und die Überrepräsentation bestimmter Herkunftsgruppen.
Wer glaubt, besonders differenziert zu sein, indem er jede Auseinandersetzung mit Herkunft und Migration reflexhaft infrage stellt, verwechselt Differenzierung mit Verdrängung. Diese Verweigerung ist kein Zeichen intellektueller Überlegenheit. Sie ist Ausdruck politischer Unfähigkeit, manchmal auch von Naivität und vor allem von mangelnder Verantwortung gegenüber der Gesellschaft.
Mehr noch: Wer eine differenzierte Debatte verhindert, überlässt das Feld zwangsläufig jenen, die keine Differenzierung kennen. Wer bestimmte Fragen nicht stellen darf, darf sich nicht wundern, wenn andere sie mit Ressentiments und pauschalen Antworten besetzen.
Deshalb sage ich unmissverständlich: Ja, Migrationshintergrund und Herkunft können eine Rolle spielen. Nein, Menschen werden nicht gewalttätig geboren. Niemand darf aufgrund seiner Herkunft unter Generalverdacht gestellt werden. In jeder Kultur, in jeder Herkunftsgesellschaft gibt es großartige Menschen.
Aber genau deshalb müssen wir über Sozialisation, Wertevermittlung und familiäre Strukturen sprechen können. Wenn bestimmte Erziehungsmuster die Missachtung staatlicher Autorität und rechtsstaatlicher Regeln begünstigen, muss das benannt werden. Wenn patriarchale Traditionen Frauenverachtung und Gewalt legitimieren, muss das ausgesprochen werden. Wenn religiöse Erziehung oder bestimmte autoritäre Erziehungsmethoden Gewalt begünstigen oder die Gleichwertigkeit von Menschen infrage stellen, müssen wir darüber sprechen.
Nicht, um Menschen aufgrund ihrer Herkunft zu verurteilen. Sondern um Ursachen zu verstehen, Verantwortung einzufordern und Probleme tatsächlich zu lösen.
Denn Integration bedeutet nicht, jede mitgebrachte Wertvorstellung kritiklos zu akzeptieren. Sie bedeutet auch, sich mit den grundlegenden Werten der Gesellschaft auseinanderzusetzen, in der man lebt: Rechtsstaatlichkeit, Gleichberechtigung, individuelle Freiheit und die Würde jedes Menschen.
Eine Gesellschaft, die aus Angst vor dem Vorwurf des Rassismus aufhört, unangenehme Fragen zu stellen, verliert nicht nur ihre Fähigkeit zur Analyse. Sie verliert auch ihre Fähigkeit zur Veränderung.
Ich bin nicht länger bereit, diese endlose Debatte im Kreis mitzumachen. Wir müssen endlich den Mut aufbringen, über Ursachen zu sprechen.
Danke an die Polizei für ihren Einsatz und ihre tägliche Arbeit!
Lassen Sie sich nicht verunsichern und nicht einschüchtern. Die große Mehrheit der Menschen steht hinter Ihnen und ist dankbar für das, was Sie jeden Tag für unsere Sicherheit und unseren Rechtsstaat leisten. #TeamPolizei
Wer für Bildung protestiert und dabei mit einer Palästinaflagge herumfuchtelt, beweist: Er hat Bildung dringend nötig. Insofern: Passt schon, irgendwie. Ist ja auch mal ein neuer Ansatz, die Notwendigkeit für mehr Bildung an der eigenen Dummheit zu demonstrieren.
Das ist neu: Laut LKA hat man Eralp keine Weisung gegeben, bestimmte Namen nicht öffentlich zu nennen, berichtet @derspiegel.
Daraus lese ich, dass Eralps Angst vor ihrem eigenen politischen Umfeld aus Informationen kommt, die sie hat, eben weil es ihr Umfeld ist.
du hast angst vor leuten, die du im wahlkampf für dich laufen lässt und die in teilen deiner partei tief verwurzelt sind und willst gleichzeitig die sicherheitsbehörden stutzen, die dich davor schützen? diese position verdient wirklich kein mitleid.
Man kann das bedauern, denn Elif Eralp ist eine wirklich interessante Linken-Politikerin, aber mit ihrer Entscheidung, aus Angst über bestimmte Leute öffentlich zu schweigen, hat sie sich aus meiner Sicht für ein Amt unmöglich gemacht:
https://t.co/y5NJhowOC4
Wer jetzt dem „Spiegel“ vorwirft, es sei „unfair“ und „unverantwortlich“, die internen Anmerkungen der Linkspartei rund um Elif Eralp zu veröffentlichen, der hat vor ein paar Jahren sicherlich auch dem „Spiegel“ vorgeworfen, es sei unverantwortlich und unfair, ein heimliches aufgezeichnetes Video vom damaligen FPÖ-Chef und österreichischen Vizekanzler Heinz-Christian Strache zu veröffentlichen, Stichwort: Ibiza-Skandal, oder? Und wenn nein, warum nicht? #Doppelmoral
Ich kann Angst verstehen. Sie begleitet mich täglich. Aber wer regieren will, darf sich nicht einschüchtern lassen.
Und noch etwas: Wir haben vergeblich auf ein Mindestmaß an Mitgefühl für unsere Situation gehofft. Auf Menschen, die verstehen, was es bedeutet, seit Jahren von Islamisten und Antisemiten bedroht zu werden.
Statt zuzuhören, hat die Linke lieber die Nähe zu Islamisten gesucht, als sich ernsthaft mit unserer Perspektive auseinanderzusetzen. #ElifEralp
Elif Eralp schießt damit natürlich das Narrativ ab, jegliche Bedrohung linker (und migrantischer) Strukturen ginge von der extremen Rechten aus. Der gesellschaftliche Frieden wird ebenso von autoritären islamistischen Strukturen gefährdet. Und das muss man so klar benennen.
Gott steh’ uns bei. Die Linken-Spitzenkandidatin hat selbst Angst vor den Extremisten, die ihre Partei hofiert. Wie soll man sich in Berlin sicher fühlen, wenn man sich gegen Hamas/Islamismus stellt oder als Jude? Wer schützt das Volk, wenn die Regierung kneift? via @derspiegel
eine brutale titelstory des spiegels über elif eralp, die durch eine monsterpanne ihres pressesprechers offenbart, dass sie scheinbar panische angst vor den eigenen leuten hat. sowas habe ich noch nie gelesen. wahnsinn.
Außerhalb der Bubble habe ich niemanden getroffen, der sich einen Kopp macht, wer Bundespräsident werden soll. Aber ich treffe ständig Leute, die wissen wollen, was sie wann bei Rente, Krankheit, Pflege erwartet. Wie hoch die Mieten werden und warum Bauen so teuer ist. Isso.
Causa BuPrä:
Joachim Gauck: Theologe
Frank-Walter Steinmeier: Jurist
Mehr gibt es zu dem angeblich notwendigen Fähigkeitsprofil „juristische Expertise“ für das Amt nicht zu sagen.
Die @zeitonline hat das gestern gepostet. Und schon läuft die Empörungsmaschinerie heiß: „Rassismus!!!“ wird der CDU vorgeworfen.
Dabei ist an der Aussage nichts auszusetzen. Es wird vor der Gefahr gewarnt, dass Linksextremisten und „Teile des migrantischen Milieus“ die geplanten Proteste vereinnahmen und gewalttätig werden könnten. Zugleich wird – wie von Grünen und Linken gefordert – zu Recht darauf hingewiesen, dass es keinen Generalverdacht geben darf. Nur: Wer von „Teilen des migrantischen Milieus“ spricht, stellt eben gerade nicht alle unter Generalverdacht.
Ich habe mit Polizisten und Sicherheitsleuten gesprochen, die mit der Sache vertraut sind. Ihre Einschätzungen sind sachlich, präzise und frei von Pauschalurteilen: In der Szene gibt es entsprechende Bewegungen, Aufrufe und konkrete Pläne. Und es gibt leider allen Grund, damit zu rechnen, dass von dort Gewalt ausgehen wird.
Eine Tatsache zu benennen, ist kein Rassismus. Selbstverständlich werden die üblichen Verdächtigen solche Aussagen nutzen, um daraus pauschale Vorurteile zu konstruieren, alle „Ausländer“ und „Fremden“ über einen Kamm zu scheren und Migranten unter Generalverdacht zu stellen. Das ist absehbar. Aber es ist kein Argument dafür, die Realität zu verschweigen.
Im Gegenteil: Wer ein Problem nicht benennt, löst es nicht. Er überlässt das Feld denen, die es für ihre Zwecke ausschlachten. Und die Formulierung „Teile des migrantischen Milieus“ ist für mich gerade keine Pauschalisierung. Wie soll man es denn sonst ausdrücken, wenn genau das gemeint ist – bestimmte Teile eines Milieus und eben nicht alle?
Wer solche Probleme verharmlost oder totschweigt, darf sich nicht wundern, wenn die AfD das Thema aufgreift, es in ihrer gewohnt pauschalisierenden und diffamierenden Weise zuspitzt und daraus politisches Kapital schlägt. Ihre Botschaft wird dann lauten: "Kommt zu uns! Wir sprechen aus, was andere verschweigen! Bei uns werdet ihr nicht als Rassisten beschimpft, nur weil ihr ein Problem benennt!"
Wer hier reflexhaft „Rassismus!“ ruft und damit jede sachliche Auseinandersetzung im Keim ersticken will, richtet erheblich mehr Schaden an, als er zu verhindern vorgibt. Das schadet am Ende auch der großen Mehrheit der rechtschaffenen Migranten – und all jenen, die als „Migranten“ wahrgenommen werden, obwohl sie mit den beschriebenen Entwicklungen nichts zu tun haben.
Also: Nein, das ist kein Rassismus.