Dogwhistle Dan: Es wird noch einen längeren Text zum Thema demnächst geben. Denn meines Erachtens verruscht hier gerade etwas gehörig.
Hier nur so viel dazu: Man kann denen, die gerade in das Gerede von der »Zensur« antifaschistischer Inhalte in »vorauseilendem Gehorsam« einstimmen, nur raten, mal innezuhalten und Abstand zu den Gruppendynamiken zu gewinnen. Sonst kommt man da nur ganz schwer wieder raus. Wer sich jetzt blöd stellt und so tut, als könne er Antifaschismus im Allgemeinen von Aufrufen zu Übergriffen und Gewalt im Namen des Antifaschismus nicht unterscheiden, wird seine letzte Glaubwürdigkeit im »Kampf gegen rechts« verlieren. Mit rechten »Dogwhistles«, zum Beispiel, braucht man dann nicht mehr kommen.
»Dogwhistle« ist nach meinem Geschmack zwar ein überstrapaziertes Konzept und wurde in der Vergangenheit viel genutzt, um mitunter harmlose Äußerungen als rechtsextrem zu stigmatisieren, das macht die Grundidee aber nicht falsch. Es gibt eben Codes, die in einer Szene klar verstanden werden und von anderen Unbedarften weiterverbreitet werden, weil sie ihre tiefere Bedeutung nicht verstehen. Spätestens wenn so etwas zur Affirmation oder Anregung von Gewalt genutzt wird, müssen wir darüber reden. Im Falle von Danger Dan ist jedenfalls jedem Szenekenner klar, was sein Gruß im Text meint. Er lässt sich zumindest problemlos als Aufruf zum gewaltsamen Handeln verstehen.
Anbei ein kleines Bild, das mal verdeutlicht, mit was wir es hier zu tun haben. Jeder, der gerade mit Danger Dan auf Antifamacker machen will, würde das rechte, fiktive Beispiel mit Sicherheit als Gewaltaufruf einstufen.
Gut, mag sein, dass viele, die sich derzeit mit Danger Dan und seiner Inszenierung gemein machen, tatsächlich so unwissend oder naiv sind, dass sie die Anspielung nicht verstehen (wollen). Aber spätestens, wenn man sie kennt (und das sollte man, wenn man sich dazu öffentlich äußert), gibt es keine Ausreden mehr. Wer dann immer noch davon redet, dass ZDF habe ein Problem mit einem antifaschistischen Lied, dem muss man Verblendung attestieren – und dass er Teil von Radikalisierungsdynamiken ist.
IHR seid es, die Sexualität und Identität ins Zentrum des Seins rücken. Homosexualität war normal. Hat keinen gejuckt. Gender-nonkonform war normal, hat keinen gestört. Ihr habt daraus eine Ideologie geformt, die Normalität zur Besonderheit ("queer") erhoben und das Individuelle in Schubladen geschoben hat. Narzissmus pur. Auch deine Projektion ist dafür typisch.
Typ betritt im Freibad FKK-Bereich für Frauen. Die fühlen sich unwohl, am Ende muss die Polizei ihn rausholen. Er wehrt sich, es kommt zum Gerangel. Daraufhin: der Vorwurf der „Transfeindlichkeit“. Dann: Solidaritätsbekundungen, Entschuldigung von Offiziellen der Stadt. In der Berichterstattung, auch in der deutschen, kaum ein Wort darüber, dass der Typ mit Bart und Körperbehaarung und Penis ausgestattet war. Das Ganze passierte in der Stadt Bern, also in der Schweiz, aber es fasst den Schwachsinn des deutschen Selbstbestimmungsgesetzes gut zusammen.
Man muss es sich noch mal vergegenwärtigen. Wir sollen als Gesellschaft die "Identität" eines jeden Menschen anerkennen, die er sich per Sprechakt gibt. Die sogenannte "Transidentität" also, aber auch andere "Identitäten". Ohne wenn und aber. Es ist ein radikaler Subjektivismus, der die "Identität" heilig spricht und sie zur einzigen Kategorie macht, die Bedeutung hat. Sie nicht anzuerkennen, sie also entweder als Fiktion gegen die Realität zu stellen oder sie zu kritisieren, bedeutet demnach, dem Menschen "die Würde" abzusprechen. Würde ist nur noch die affirmative Anerkennung der subjektiven Vorstellung eines Menschen von sich selbst, einer Identität, die scheinbar aus dem Nichts kommt. Die keine Geschichte hat, nicht hinterfragbar ist, als einzig relevante Wahrheit behandelt werden muss. Das heißt auch: Kategorien, die auf objektiven Kriterien beruhen, sind automatisch gegen die "Identität" gerichtet und damit feindlich, sie sind "gegen die Menschenwürde". Das wird dann das nächste Level sein: Der Verweis auf die Wahrheit, die die proklamierte Identität einer Person gefährdet, ist nicht nur eine Handlung gegen das Offenbarungsverbot, sondern wird zur strafbaren Menschenrechtsverletzung.
Georg Restle, die Jüdische Allgemeine und der berüchtigte Scheck aus Jerusalem. Für den frischgebackenen Leiter des ARD-Studios Nairobi ist die »Jüdische Allgemeine« ein Propaganda-Sprachrohr der israelischen Regierung. Eine Entgegnung. https://t.co/umt2GUxYs0
#Vielfalt verdient weder Verteufelung noch Verklärung. Sie ist eine Realität, kein Fetisch — und wie jede Realität verlangt sie keinen Applaus, sondern Auseinandersetzung. Wer die Vielfalt der Vielfaltwillen zum Glaubenssatz erhebt und die Debatte über ihre Zumutungen und die Bedingungen für das Zusammenleben zum Tabu erklärt, schafft nicht die bessere Gesellschaft, sondern ihre Karikatur: gespalten, weil Konflikte nicht mehr ausgetragen, sondern verdrängt werden; zerrissen, weil das Verbindende fehlt; überfordert, weil eine Gemeinschaft, die alles bejaht, am Ende nichts mehr tragen kann. Pluralität ohne Streit ist nicht Frieden, sondern Lähmung.
Zu diesem Zeitpunkt war ich noch Teil der linksgrünen bubble auf Twitter u verstand zunächst null von dem schrillen Hass & wirklich ätzendem Gepöbel, das sich über eine gewisse „Fischbiologin“ ergoss. Und warum. Und für welches Ziel.
Ich war unvoreingenommen; habe zugehört, unendlich recherchiert u buchstäblich eine „neue Sprache“ erlernt. Das mir bis dahin unbekannte SBGG und seine Eckpunkte; Player wie Pfuderer, Kellermann, Ewert, Mahr usw., ploppten hoch. Und die Positionen widerständiger Frauen; die auch.
Ich war gelinde gesagt entsetzt. Einmal über die grotesken Forderungen, um die es im Endziel ging - aber mehr noch über die Art des Umgangs mit Menschen, die sich Realität, Wissenschaft, Vernunft und der Anerkennung geschlechtsbasierter Frauenrechte in einer winzigen Handvoll Bereiche verpflichtet fühlen. Dieser blanke Hass. Die Wortwahl. Dieses Lügen, Verdrehen, Dummstellen, Herabwürdigen, dieses Framen als „rechtsextrem“, als Ratten, Kakerlaken u öffentlich-rechtlich sogar als Sche*sshaufen.
Der Fall MLV steht in D exemplarisch für den Hass dieser Leute auf die Realität, auf die Wahrheit, auf Frauen und ihre Rechte, ihre Würde, ihre Sicherheit. Und gipfelte in dem, was Marie unten beschreibt …und wir alle wurden zu Zeugen dieser Hexenjagd, die von Aktivisten, Medien, Politikern u Mitläufern veranstaltet wurde, um eine junge Wissenschaftlerin zur warnenden Abschreckung für ALLE aufmüpfigen Kritiker zum Schweigen zu bringen.
Was Marie Luise Vollbrecht angetan wurde, ist nicht entschuldbar.
Aber das beabsichtigt ja auch niemand, nicht wahr, @JankaKluge ?
@lawen4cer@faultier71 der Spiegel hat aber mit einem derart formulierten Teaser auch mutmaßlich in Kauf genommen, dass in dieser Tonlage weiterverbreitet wird. #clickbait
Ich kenne selbstverständlich die Existenz von Menschen mit abweichenden Geschlechtschromosomen. Dazu gehören unter anderem:
Klinefelter-Syndrom (XXY)
Turner-Syndrom (X0)
XYY-Syndrom
Triple-X-Syndrom (XXX)
Diese Varianten sind medizinisch dokumentiert und selten. Entscheidend ist jedoch Folgendes: In der Biologie wird das Geschlecht genetisch bestimmt. Maßgeblich ist das Vorhandensein oder Nichtvorhandensein eines Y-Chromosoms. Ist ein Y-Chromosom vorhanden, handelt es sich um einen Mann. Ist kein Y-Chromosom vorhanden, handelt es sich um eine Frau.
Das gilt unabhängig davon, wie sich der Körper äußerlich entwickelt, wie stark sekundäre Geschlechtsmerkmale ausgeprägt sind oder wie sich eine Person selbst wahrnimmt. Das biologische Geschlecht wird auf chromosomaler Ebene festgelegt.
Auch bei sogenannten Intersex-Varianten oder Disorders/Differences of Sex Development (DSD) bleibt diese Zuordnung bestehen. Beim Klinefelter-Syndrom (XXY) ist ein Y-Chromosom vorhanden – also männlich. Beim XYY-Syndrom ist ebenfalls ein Y-Chromosom vorhanden – also männlich. Beim Turner-Syndrom (X0) fehlt das Y-Chromosom – also weiblich. Beim Triple-X-Syndrom (XXX) fehlt ebenfalls ein Y-Chromosom – also weiblich.
Das menschliche Fortpflanzungssystem ist binär organisiert. Es gibt zwei Keimzelltypen: Eizellen und Spermien. Daraus ergeben sich zwei biologische Geschlechter. Es existiert keine dritte Keimzellenart und kein drittes reproduktives Geschlecht.
Alle Menschen, die jemals gelebt haben oder derzeit leben, auch mit sämtlichen bekannten chromosomalen Abweichungen, lassen sich biologisch eindeutig als männlich oder weiblich einordnen. Jede bekannte Variation bewegt sich innerhalb dieses binären Systems: Ein Y-Chromosom bedeutet männlich. Kein Y-Chromosom bedeutet weiblich.
Das ist die biologische Grundlage. Wenn du eine andere Definition als Grundlage hast, dann nenne sie mir doch bitte.
Ich habe dir erklärt, was meine Definition von männlich und weiblich ist. Sie ist überprüfbar und nachvollziehbar, biologisch und eindeutig. Du kannst diese Definition ablehnen, dann brauche ich aber eine Definition von dir, weil wir sonst mit Begriffen arbeiten, deren Bedeutung nicht geklärt ist.
Ich habe meine Begriffe erklärt. Du kannst mich verstehen und aufgrund dieses Verstehens meine Aussagen nun ignorieren, ablehnen oder kritisieren. Du kannst aber nicht behaupten, mich nicht zu verstehen.
Was also ist deine Definition?
Jahrzehntelang wurde in Europa eine große Show gegen Rassismus inszeniert.
Unzählige Projekte, moralische Selbstüberwachung, permanente Jagd auf vermeintliche Mikrovergehen. Überall Diskriminierung…
Und ausgerechnet aus diesem Milieu kam der giftigste Antisemitismus unserer Zeit. Global, offen, aggressiv.
Ausgerechnet sie stilisierten Islamismus zur Widerstandsbewegung gegen „Imperialismus“ –
und verloren dabei kein Wort über die eigene imperiale, hegemoniale Geschichte dieser Akteure oder ihre aktuellen machtpolitischen Bestrebungen.
Ausgerechnet sie schwiegen, wenn Deutsche in Deutschland offen diskriminiert wurden – nur um anschließend zu behaupten, Rassismus gegen Deutsche oder Weiße existiere nicht.
Ausgerechnet sie erklärten Muslime kurzerhand zur „Rasse“ und reduzierten sie auf Opferrollen, während sie menschenverachtende Haltungen aus radikal-religiösen Ideologien konsequent ausblendeten.
Ausgerechnet sie ignorierten den Rassismus türkischer und arabischer Nationalisten und Islamisten gegenüber Armeniern, Griechen, Juden, Christen und Kurden vollständig –
während sie sich gleichzeitig mit vermeintlichen „Kulturvereinen“ für Fotos der „Vielfalt“ ablichten ließen, obwohl genau diese Akteure offen mit rechtsradikaler Symbolik posierten und jeder realen Vielfalt feindlich gegenüberstehen.
Ausgerechnet sie machten antirassistische Stimmen aus den Communities selbst mundtot, sobald diese unbequeme Dinge benannten, die nicht ins eigene Weltbild passten.
Dieser selektive Umgang mit Rassismus ist kein Zufall.
Er IST rassistisch.
Und hört auf, euch hinter wohlklingenden Begriffen zu verstecken:
Die kognitive Dissonanz, die ihr hier an den Tag legt, ist nicht nur moralisch verlogen – sie ist pathologisch.
Wer in Europa glaubt, nur europäischer Rassismus präge die Welt, denkt nicht antirassistisch – sondern eurozentrisch.
Ironischerweise sind es genau diese Leute, die den Begriff „Eurozentrismus“ am liebsten und am lautesten benutzen.
@Forest12817335@schnellenbachj "Bellen, Dreck auf Wegen, aggressive/neugierige Hunde die Passanten stören" muss nicht sein, wenn der Hund und sein Mensch richtig erzogen sind. Feuerwerk macht halt immer Lärm und Dreck. Sei's drum...
@Tsu_Toya@schnellenbachj Feuerwerk ist für Tiere schlimmer als ein Gewitter, weil die Geräusche unvorhersehbar, künstlich laut & mit starken visuellen Reizen verbunden sind, was eine extreme Panik auslöst, während Gewitter natürliche Phänomene sind, auf die Tiere besser reagieren können.