Eine der besten, aber auch härtesten Lektionen des Lebens ist, dass man sich keineswegs die Finger schmutzig machen, aber verdammt nochmal dazu bereit sein muss.
Dass man in Kauf zu nehmen hat, dass dieser Fall früher oder später definitiv eintreten wird. Denn wenn deine persönliche Ethik auch nur auf einem winzigen Funken Verstand, Empathie und Realismus fundiert, dann wird dieser Fall unweigerlich eintreten.
In einer ungerechten Welt kann man nicht einfach nach ethisch haushoch überlegenen, aber wehrlos einseitig beachteten Regeln spielen. So ist die Welt nicht.
Also ja klar - kann man machen. Dann stirbt man eben in Schönheit. Ich will gerne Schönes in die Welt tragen. Vor allem aber möchte ich erstmal ungern vorzeitig sterben, damit ich auch morgen noch Gelegenheit dazu habe.
Es ist je nach Szenario u.U. sehr wohl mehr als nur irgendwie vertret- oder verargumentierbar, die eigenen Ideale gleichzeitig zu proklamieren und sie dennoch in einer Welt, die diese Ideale mal so gar nicht teilt, nicht zum eigenen vernichtenden Nachteil werden zu lassen.
Man kann das beliebig extrem malen, damit der Sachverhalt klarer wird, weswegen man die eigenen Ideale diesbezüglich gelegentlich hintanstellen muss:
Beispiel. Man kann der friedfertigste Mensch der Welt sein. Wenn aber jemand, warum auch immer, sich berufen fühlt, in dein Haus einzudringen und deine Familie mit dem Tode zu bedrohen, dann löst man das nicht in einem Stuhlkreis. Man löst es, indem man den Eindringling tötet. Bevor er jemand anderes tötet.
Es gibt keine friedliche Koexistenz mit Gewaltverbrechern. Das ist in jedem wünschenswerten und weniger wünschenswerten und auch in maximal katastrophalen Szenarien vollkommen ausgeschlossen. Sie ist schlicht nicht möglich. Derartige Gewaltverbrecher werden idealerweise durch Gegengewalt im Augenblick des Verbrechens zur Gefahrenabwehr neutralisiert, vorzugsweise für immer, oder eingesperrt wie die wilden Tiere, die sie sind. Es gibt keine friedliche Koexistenz.
Und genauso existiert auch keine Koestistenz zwischen Faschisten und Free-Speechlern. Sie ist genuin ausgeschlossen.
Und so lange nach kranken Fascho-Regeln gespielt wird, spricht auch nichts dagegen, sich dieser kranken Regeln situativ zum Vorteil zu bedienen. Ja, das gibt Abzug in der Ästhetik-Note. Das ist tatsächlich so.
Damit die Zivilisation aber nachträglich die Frage stellen kann, was wann wie ästhetisch war, und sich ausgerechnet die in stürmischen Zeiten blassesten und nutzlosesten ihrer Mitglieder anschließend empören können, muss sie zuvor erstmal eines tun: überleben.
Und das gibt es nicht gratis. Dafür muss man bereit sein, sich die Finger schmutzig zu machen.
Mir kann niemand anlasten, dass meine Fingernägel dreckig wären, denn das sind sie und ich schäme mich nicht die Bohne. Derlei Moralapostel-Gefasel prallt inzwischen restlos an mir ab. Man kann mir allenfalls anlasten, dass sie in Anbetracht der Umstände noch nicht dreckig genug sind.
Linke waren schon immer Meister der Doppelmoral, der Doppelstandards, der situationselastischen Faktenbewertung und -verdrehung.
Das heute zu bestaunende Level an Verlogenheit ist selbst für deren Maßstäbe absolut atemberaubend.
Dieselben Typen, die 5-Follower-Accounts das SEK auf den Hals jagen wollen, wenn sie im Internet jemanden Dummkopf nennen, entdecken auf einmal ihre Leidenschaft für sog. "free speech", wenn jemand sich nicht widerstandslos von einem Milliarden Euro schwerem Staatsfunk vor Millionenpublikum die vollkommen frei aus dem Arsch gezogene infame Lüge unterstellen lassen will, er hätte zu Gewalt und Menschenjagden aufgerufen.
DAS ist für die dann auf einmal "free speech". Aber wenn jemand einen Politiker Dummkopf nennt, dann muss erstmal die Bude geraided werden.
Um ein solches Ausmaß an Heuchelei und Verlogenheit nicht nur unwidersprochen hinzunehmen, sondern selber ins Netz zu rotzen, muss man das orwellsche Doppeldenk bis zur Vollendung verinnerlicht haben.
Und dieselben Typen sind es, die morgen wieder große Krokodilstränen über die Diskursverrohung vergießen, welche sie selbst erschaffen. Nein, das ist irgendwann eben nicht mehr mit schierer Blödheit zu erklären. Es sind schlicht bösartige Psychopathen.
Sozialismus ist eine Geisteskrankheit und der heutige Tag beweist es einmal mehr.
@Drakarys_now Gehörte dem Bauern das Land oder nutzte er fremdes "Kapital"? War Elon Musk, als er kurz vor der Pleite stand, kein Kapitalist? Du versuchst die negative Konnotation von "Kapitalist" zu verteidigen. Das wird dann inhaltlich schwierig.
@MarcusPretzell Dieser Satz ist die Ursache allen aktuellen Übels. Als wir in den 90ern aufgehört haben, dumme Menschen auf dem Schulhof nachhaltig zu erden, entstand die Schwemme an Minderleistern, die heute die Spitzen der Politik besetzt.
Meine Partei Die Grünen organisiert Busse zur Verhinderung des AfD-Parteitags. Ich schäme mich.
Es gibt Momente, in denen man als Parteimitglied der @Die_Gruenen innehält und denkt: Meinen die das ernst?
Mein Kölner Kreisverband meint es ernst. Per Rundmail werden Mitglieder aufgerufen, in Bussen nach Erfurt zu fahren – nicht zum Protestieren, sondern um den Bundesparteitag der #AfD zu verhindern. Tickets werden bereitgestellt. Busse werden organisiert. Die Grünen als Reiseveranstalter für den Angriff auf demokratische Grundrechte.
Der Text lautet wie folgt: "Gemeinsam nach Erfurt: AfD-Bundesparteitag verhindern
Aus Köln fahren mehrere Busse zum AfD-Bundesparteitag am 4. und 5. Juli, um ein Zeichen zu setzen: AfD-Bundesparteitag verhindern..."
Man muss das sacken lassen.
Eine Partei, die sich Hüterin der Demokratie nennt, ruft dazu auf, einer anderen Partei ihren Bundesparteitag unmöglich zu machen. Nicht verboten. Nicht vom Bundesverfassungsgericht untersagt. Legal. Verfassungsrechtlich geschützt. Einfach unerwünscht – und das reicht offenbar.
Das ist keine Grauzone. Art. 21 Grundgesetz schützt die Freiheit politischer Parteien. Art. 8 schützt die Versammlungsfreiheit. Auch die der AfD-Delegierten. Wer einen Parteitag aktiv verhindert, riskiert Strafbarkeit wegen Nötigung. Und wer als Parteiorganisation dafür Busse bucht, macht sich zum Organisator dieses Rechtsbruchs.
Aber das Rechtliche ist vielleicht noch das Kleinere. Das Eigentliche ist die Denkweise dahinter.
Sie lautet: Wir wissen, was demokratisch ist – und deshalb dürfen wir demokratische Regeln brechen. Wir verteidigen den Rechtsstaat – und deshalb nehmen wir das Recht selbst in die Hand. Wir sind die Guten – und das legitimiert alles.
Diese Logik hat einen Namen: Der Zweck heiligt die Mittel. Sie ist nicht neu. Und sie ist nicht links.
Wer heute den Parteitag des politischen Gegners verhindert, hat das Argument verloren. Er hat nicht die AfD besiegt – er hat ihr das stärkste Opfernarrativ des Jahres geliefert. Frei Haus. Mit Busservice.
Ich bin Grüner und ich bleibe es. Aber ich weigere mich, so zu tun, als wäre das hier normal.
Es ist nicht normal. Es ist beschämend.
Ein Zivilisationsbruch, der die Republik für immer veränderte
Von Mitte Dezember 2020 an galt in Baden-Württemberg eine nächtliche Ausgangssperre von 20h bis 5h für die Allgemeinbevölkerung. Wer auf der Straße angetroffen wurde, musste einen "triftigen Grund" vorweisen, wie etwa einen Passierschein vom Arbeitgeber. Die Verordnung wurde mit Urteil vom 05.02.2021 vom VGH in Mannheim als nicht mehr verhältnismäßig aufgehoben, gleichzeitig aber als grundsätzlich rechtens bestätigt.
Ab Montag, 22.11.2021 galt in Landkreisen der "Alarmstufe 2" eine nächtliche Ausgangsperre für Ungeimpfte (https://t.co/l1TN23zaYi). Mitte Januar 2022 eskalierte die Situation durch die "Omikron-Variante", welche seriöse Wissenschaftler längst für ungefährlich erklärt hatten: "So verkündeten unter anderem die Städte Mannheim, Karlsruhe, Heidelberg und Ulm sowie die Landkreise Ravensburg, Biberach, Rastatt, Waldshut und Schwarzwald-Baar, dass ab Samstag Ausgangsbeschränkungen zwischen 21.00 und 5.00 Uhr für Nichtgeimpfte und Nichtgenesene gelten." (https://t.co/JyMBay5kA3)
Diese drakonischen, gesellschaftszerstörenden Maßnahmen waren rein politisch bedingt. Das Versammlungsrecht wurde stark eingeschränkt, bei "illegalen" Demonstrationen wie etwa in Reutlingen kam es zu massenhaften Festsetzungen von Menschen und Bussgeldern wegen des Abstellens einer Kerze an einer Kirche.
Die Ausgangssperren für Ungeimpfte werden mittlerweile breit geleugnet. Ein erstaunlicher Teil der Bevölkerung behauptete bereits damals, so etwas gebe es gar nicht. Auch ChatGTP leugnete zuerst den Vorgang, erst nach Verlinkung der o.g.Artikel gab es den Fakt zu.
"Wir hatten von nichts gewusst"
Martin #Hagen schreibt, Strafverfahren wegen Begriffen wie „Lügenfritz“ erinnerten an autoritäre Staaten. Zugespitzte Machtkritik müsse in einer Demokratie möglich sein.
Interessanter Standpunkt.
Ich habe einen Mandanten vertreten, gegen den Herr Hagen selbst Strafanzeige erstattet hat. Anlass war eine politische Auseinandersetzung über Waffenlieferungen an die Ukraine, einschließlich der Unterstützung von Waffen mit Reichweite gegen Ziele auf russischem Staatsgebiet. Herr Hagen hatte diese Position politisch unterstützt.
Mein Mandant hingegen war bereits in DDR-Zeiten Kriegsdienstverweigerer. Aus spontaner Empörung über diese Haltung bezeichnete er Herrn Hagen als „Politwichser“.
Das Strafverfahren wurde später nach § 153a StPO eingestellt.
Damit war die Sache jedoch nicht beendet. Gegenwärtig wird die Herausgabe der Anschrift meines ehemaligen Mandanten begehrt, um zivilrechtliche Ansprüche verfolgen zu können.
Mit anderen Worten:
Wenn Friedrich Merz „Lügenfritz“ genannt wird, ist das zugespitzte Machtkritik und Ausdruck demokratischer Debattenkultur.
Wenn Martin Hagen aus spontaner politischer Empörung über seine Haltung zu Waffenlieferungen mit Reichweite nach Russland als „Politwichser“ bezeichnet wird, folgen Strafverfahren und der Versuch, zivilrechtliche Ansprüche durchzusetzen.
Wer anderen Politikern öffentlich mangelnde Toleranz gegenüber scharfer Kritik vorwirft, sollte selbst einen großzügigen Umgang mit scharfer Kritik pflegen.
24 Jahre, Maschinenbau-Master (Abschluss 2026 in Stuttgart)
Nach 82 Bewerbungen, 14 Vorstellungsgesprächen und drei Angeboten bleibt eine ernüchternde Erkenntnis: Einstiegsgehälter unter 48.000 € brutto – ein deutlicher Rückgang gegenüber den 58–62k, die noch vor wenigen Jahren Standard waren.
Die angebliche „Fachkräftekrise“ offenbart sich für viele von uns als struktureller Nachfrageschwund in den Kernbranchen des Ingenieurwesens.
Die verbleibenden Optionen sind ernüchternd: Entweder der öffentliche Dienst – wo man für verlässliche 4.200 € netto die wachsende Bürokratie weiter ausbauen und mit noch mehr Vorschriften und Formularen die verbliebene Privatwirtschaft strangulieren darf. Oder der Koffer packen und abwandern.
Die DIHK spricht inzwischen offen von „klaren Anzeichen einer Deindustrialisierung“. In Baden-Württemberg erwartet laut aktueller IHK-Umfrage fast jedes dritte Unternehmen eine weitere Verschlechterung – besonders im Maschinen- und Fahrzeugbau.
Gleichzeitig brechen die Erstsemesterzahlen in den technischen Fächern ein (Maschinenbau allein -3,3 % im letzten Wintersemester). Die Hörsäle leeren sich, während Ressourcen vermehrt in performative Quoten, Gender-Leerstühle und ideologische Nebenfächer fließen.
Das harte technische Wissen verlässt nicht nur die Werke, sondern auch die Universitäten und schließlich die Köpfe einer Generation.
Ein Blick nach Südkorea, Singapur oder Taiwan zeigt das Gegenmodell: Dort werden exzellente Ingenieure als strategisches Nationalvermögen behandelt – nicht als Relikte einer angeblich „toxisch maskulinen“ Vergangenheit.
Der deutsche Selbsthass hat sich zur aktiven Standortpolitik entwickelt.
Wir bauen keine Zukunft mehr.
Wir dokumentieren ihren geordneten, hochbürokratisierten Rückzug.
Wer gerade in der Bewerbungsphase steckt: Wie erlebt ihr diese Diskrepanz zwischen Ausbildung und Realität?
#Deindustrialisierung #GenerationAbwanderung
Hahahaha, wenn diese vorgeschlagene kollektive Anmerkung von vielen als hilfreich bewertet wird und also unter dem Tweet erscheint, nehme ich einen Doppelten 😅
Ich habe nichts geerbt, meine Frau auch nicht - wir sind trotzdem das eine Prozent.
Bereits mit Anfang 20 bin ich im Büro gesessen und habe parallel zum Studium in meiner Firma gearbeitet, während meine Freunde im Freibad waren oder feiern gegangen sind. Meine Frau hat mit immensem Aufwand eine Medizinerausbildung absolviert und dann jahrelang 60 und mehr Wochenstunden im Krankenhaus gearbeitet, inkl. Wochenenden, Feiertagen, Weihnachten und Nachtdienste, da teilweise bis 36 Stunden am Stück.
Jetzt zahlen wir geschätzt (inkl. indirekt) eine viertel Million Euro private Steuern im Jahr plus das Gehalt für ein knappes Dutzend Angestellte, damit der ganze Schwachsinn von Fahrradwegen in Peru, über stadtbildverschandelnde Ölaugen bis hin zu fast vollständig nutzlosen Politikern auch bezahlt werden kann, aber es ist immer noch nicht genug und man will uns nicht nur noch mehr um den Ertrag unserer Arbeit bringen, sondern es wird uns auch noch unterstellt, unser Erfolg wäre ungerechtfertigt, wir würden uns nicht ausreichend beteiligen und es wäre unsere Schuld, dass manche Leute zu wenig gelernt haben und nicht so strebsam waren.
Fickt Euch alle, Ihr verschissenen Umverteiler und Schmarotzer - Ihr könnt mich!
Lieber Paul,
wenn außer der AfD keine Partei dieses völlig menschliche, nachvollziehbare und legitime Interesse der Bevölkerungsmehrheit berücksichtigt, dann bitte nicht beklagen, wenn die AfD demnächst bundesweit bei 40% steht.
Kein Volk auf dieser Welt würde in seinem eigenen Land innerhalb kürzester Zeit durch Masseneinwanderung zur Minderheit gemacht werden wollen. Erst recht nicht, wenn die dominante Mehrheit dieser Migranten ausgerechnet aus den kulturell am stärksten mit dem Aufnahmeland divergierenden, ja konfligierenden, Gesellschaften der Welt kommen.
Ich weiß, diese Erkenntnis sträubt sich gegen zentrale, tief eingefleischte Glaubenssätze deiner linksliberalen, hyperindividualistischen, globalistischen, von Fukuyama-Trugschlüssen geprägten Sozialisierung. Daher wird's Zeit für ein Update, die vermeintlichen Gewissheiten der frühen 2000er Jahre sind halt nicht mehr aktuell. Offene Grenzen, Postnationalstaatlichkeit und Glück und Segen unter der Regenbogenflagge des Weltbürgertums sind eine infantile Utopie.
Wir werden es uns nicht nehmen lassen, uns aufzulehnen gegen die zu keinem Zeitpunkt von einer Volkesmehrheit gestützte Turbo-Veränderung unserer kulturellen Lebensumwelt. Wir werden uns nicht mehr mit NS-Allegorien erpressen lassen, wenn wir dagegen aufbegehren, zu einer Multiminoritätengesellschaft mit wachsendem und dominierendem muslimischen Bevölkerungsanteil transformiert zu werden. Wir stehen für unser legitimes Recht ein, die zahlenmäßig dominante und tonangebende Ethnie auf unserem Territorium zu bleiben.
Wir werden uns deswegen auch nicht mehr von linksliberalen Anywheres zu der Lüge erpressen lassen, dass wir uns wohl und heimisch zu fühlen haben, wenn wir durch Parks, Innenstädte und Freibäder laufen, die aussehen wie Bagdad und jede Kritik daran einen zum Nazi macht.
Helmut Schmidt und Helmut Kohl haben ihrerzeit bereits die dauerhafte Ansiedlung der aus der Gastarbeiteranwerbung eingereisten Türken rückblickend als Fehler bezeichnet. Logisch, wie deren Position zur heutigen, historisch beispiellosen Massenansiedlung aussehen würde. Wenn in der SPD der Klingbeils und Bas' und in der CDU der Merz und Wüsts kein Platz mehr für so viel Realitätssinn ist, okay. Dann verdienen diese Parteien ihren Niedergang und die AfD jede weitere Stimme, die sie wachsen lässt.
Ich kann Ihre Meinung verstehen. Nur wissen Sie eines nicht, und können dies auch kaum wissen. Über 400 Leit–Medien haben sich seit Jahren zusammengeschlossen, um nichts zu veröffentlichen, was dem menschengemachten Klimawandel widerspricht. Diese Initiative heißt „Covering Climate Now“, sie wird von der Packard– und Rockefeller Stiftung unterstützt. Mehr geht nicht. Darauf ist die Initiative stolz.
Nun hat sich DIE WELT der Sache angenommen und bestätigt dies (s. „Die Bonanza des Klimas Journalismus geht zu Ende.) Im Klartext heißt das, es gab nie eine echte Debatte. Alles was die Medien durch ihren Filter gelassen haben haben, wurde, DIE Wissenschaft genannt. Was die Medien nicht durch ihren Filter ließen, wissen Sie und andere nicht.
Viele Menschen glauben, beim IPCC versammeln sich frewillig die besten Wissenschaftler der Welt und forschen zum Klima. Doch das „I“ in IPCC steht für „Intergovernmental“ also für „zwischenstaatlich“, bei dieser UN–Organisation. Wer mitmachen darf, wird berufen, wie auf die Gutachter. Die Wissenschaftler arbeiten an Sachstandsberichten den „Assessment Reports“, Bisher gibt es sechs, der letzte heißt A6. Diese imfassen 1000–de Seiten. Wer liest und versteht dies, Politiker und Journalisten? Für diese gibt es Kurzberichte, die sogenannten „Summary for Policy Makers“. Diese werden von den Vertretern der Mitgliedstaaten geschrieben. Die Wissenschaftler haben hierbei kein Vetorecht. So kommt es, dass die Aussagen der Wissenschaftler zum Teil ins Gegenteil verkehrt wurden. Dies zumindest berichtet Professor Richard Linsen, der vor längerer Zeit beim IPCC mitarbeiten durfte. Seitdem er dieses kritisierte, wurde er nicht mehr berufen. Prof. em. Richard Lindzen, Atmosphären–Physiker am MIT in Boston hat zusammen mit dem Physiker Professor em. Wilhelm Happer (Princeton) ein offenes Statement an die Nationale Akademie der Wissenschaften der USA gerichtet. Darin schildert er u.a. die Arbeit des IPCC, wie ich es o.g. zitiert habe. Hier ist der Originaltext (den man ggf. mit einem Übersetzer, wie https://t.co/MLa0NwKBYK übersetzen kann).
https://t.co/6RGRMnnOjR
Das IP CC ist eine politische Organisation der UN. Wenn Medien vereinbart haben, nichts zu berichten, was der Arbeit dieser UN–Organisation widerspricht, haben es Skeptiker des IPCC sehr schwer, sich Gehör zu verschaffen, da nichts von Ihnen in den Leitmedien veröffentlicht wird. Zumal viele von Ihnen beruflich aufs Abstellgleis geschoben wurden, um es diplomatisch auszudrücken. Es gibt namentlich sehr viele Beispiele. Dies bekam auch auch Dr. John Clauser (Physik Nobelpreis 2022) zu spüren, der eine Arbeit verfasst hatte, mit dem Titel (sinngemäß) „Wie sehr sehr können wir den Klimamodellen des IPCC vertrauen“? Daraufhin wurde er von Bankern des World Monetary Fund (WMF) von einem Vortrag ausgeladen. Banker laden einen Physik Nobelpreisträger in Sachen Klima aus. Was sagt uns das? Dr. Clauser ficht, dies nicht an, und so gab er der Weltwoche ein Interview unter dem Titel“Es gibt keinen Klimanotstand
https://t.co/1txLwVo9LZ
Zitat: „Das Narrativ des Klimanotstandes“ sei eine
„gefährliche Korruption der Wissenschaft, die die Weltwirtschaft und das Wohlergehen von Milliarden von Menschen bedroht. Unter dem Einfluss von Aktivisten, Politikern und Medien habe die seriöse Forschung zu einer „schockjournalistischen Pseudowissenschaft“ metastasiert.
Persönliche Anmerkung: Es liegt mir fern mit diesem Post irgend jemanden von irgrndetwas überzeugen wollen. Aber bei Ausgaben, von Abertausenden Mrd., die der sogenannte Klimaschutz erfordern wird, sollten vielleicht Dinge besser hinterfragt und diskutiert werden. Und sollten Medien einfach das tun, was ihre Aufgabe ist, nämlich berichten was ist. Und sich nicht verabreden, einseitig über bestimmte Dinge nicht zu berichten, mit der Unterstützung von Milliardärstiftungen. Dann müssen sich Medien auch nicht von einem Nobelpreisträgers den Vorwurf von schockjournalistischer Pseudo–Wissenschaft machen lassen.
@tomdabassman Der Post ist leider dumm, weil er das Kernproblem überhaupt nicht adressiert. Wenn ich mich an Recht und Gesetz halten will, gehören Menschen ohne Asylgrund abgeschoben. Will ich sie behalten, muss ich ein vernünftiges Einwanderungsrecht schaffen.
Das würde ich heute als Börsenneuling machen. Meine unverbindlichen Gedanken 👇
Part I: Blind gekauft & Pennystocks
Ich kann mich noch für an meinen Börsenstart zurückerinnern. 2018 - ich hatte keinen Plan - völlig überfordert mit der Fülle an Informationen - die Lösung: bei Instagram diversen Finfluencern gefolgt. Meine ersten Aktien: Snap, Cassava Sciences und Cerence. Ich gebe zu: ich habe blind gekauft, ohne auf die finanziellen und operativen Kennzahlen zu achten. Es hieß, man könne hier schnell gutes Geld verdienen. Aber das waren nicht die einzigen hochrisiko-Investments, die ich getätigt hätte: dazu gesellten sich Bee Vectoring Technologies, Sunhydrogen und Spineway. Die letzten drei hatte ich auf der Plattform BörsenNEWS entdeckt. Es hieß, die Aktien würden in ein paar Jahren um ein Vielfaches höher stehen.
In Wirklichkeit: Pennystocks, ohne Aussicht auf Erfolg.
Ich verlor viel Geld und wagte einen Neuanfang:
Part II: SPACs
Alles begann 2019/2020. Mein Bruder und ich gründeten den Instagram-Kanal „IPO & SPACs“, auf dem wir SPAC-Unternehmen trackten. Für alle, die es nicht wissen: Ein SPAC (Special Purpose Acquisition Company) ist ein Unternehmen, das an die Börse geht, aber noch kein operatives Geschäft hat. Die Grundidee ist, Kapital zu beschaffen, um innerhalb von ein bis zwei Jahren ein anderes Unternehmen zu übernehmen. Die beiden Unternehmen fusionieren dann, und das übernommene Unternehmen wird offiziell an der Börse notiert.
SPACs waren damals sehr attraktiv, da ihre Aktien mit einem Ausübungspreis von 10 US-Dollar ausgegeben wurden. Dadurch war ein Verlust ausgeschlossen, da der Preis nicht unterboten werden konnte. Besonders spannend war, dass SPACs stets eine Zielbranche festlegten. Investoren spekulierten auf vielversprechende Branchen wie Wasserstoff, Elektrofahrzeuge, Raumfahrt und vieles mehr. Jede neue, firmeneigene Technologie wurde gefeiert, und schnell zeichnete sich ein Muster ab. Schon in dieser frühen Phase konnten interessante Wachstumsaktien entdeckt werden, und da SPACs den meisten Anlegern damals noch unbekannt waren, hatte man die Möglichkeit, SPAC-Aktien vor allen anderen zu erwerben. Nach der Fusion des SPAC mit dem übernommenen Unternehmen, am sogenannten SPAC-Börsengang (IPO), verschwand jedoch die vermeintliche Sicherheit des Ausübungspreises von 10 US-Dollar. Die Aktien waren nun offiziell im Umlauf. Aufgrund des Hypes um diese Themen stiegen die Kurse nach dem SPAC-Börsengang überproportional an – ein häufiges Muster –, manchmal um bis zu 200 % innerhalb weniger Tage. Dies war auch bei Nikola Motors (NKLA), einem Hersteller von Hybrid-Lkw, der Fall. Das Unternehmen markierte den Beginn des SPAC-Booms, der viele Monate anhielt. Nikola Motors ging im Juni 2020 durch eine Fusion mit VectorIQ Holdings an die Börse. Das Unternehmen wurde mit über 12 Milliarden US-Dollar bewertet. Doch schon bald sah sich NKLA mit Betrugsvorwürfen, Ermittlungen und erheblichen finanziellen Schwierigkeiten konfrontiert, die schließlich zum Rücktritt des Gründers Trevor Milton führten. Dies markierte einen dramatischen Aufstieg und Fall für den einst hochgelobten Hersteller von Elektro-Lkw, der kurzzeitig als „Tesla-Killer“ bezeichnet wurde. Dennoch verdienten wir mit diesem SPAC unser erstes Geld. Wir kauften die Aktien für 10 Dollar und profitierten vom Hype, indem wir sie zwischen 50 und 60 Dollar verkauften. In der Folge wurde das SPAC-Thema richtig populär, und die Euphorie ließ nicht nach. Auch beim Lucid SPAC-Börsengang verdienten wir sehr gut.
Es fühlte sich gut an, sich in einem Bereich wirklich auszukennen und genau hier fand mein erstes Learning statt: SUCHE DIR EINE NISCHE UND HÄUFE DIR WISSEN AN. Ob Dividendenaktien, Wachstumsaktien, Blue-Chips, etc. Werde ein Experte deiner Nische.
Part III: Post-SPAC Ära
Nachdem der SPAC Hype vorüber war, war die Börse mit Wachstumsaktien überflutet. Man konnte nur sehr schwer prognostizieren, welches Unternehmen "überleben" würde und welches Bankrott geht. Ich fragte mich, wie ich die Spreu vom Weizen trennen könnte. Und hier hatte ich mein zweites Learning: STELLE STRIKTE INVESTMENT REGELN AUF.
Gesagt getan: nach intensiven Überlegungen definierte ich acht klare Prinzipien, die speziell auf wachstumsstarke und zukunftsorientierte Unternehmen ausgerichtet sind. Der Fokus lag auf der Identifizierung visionär geführter Unternehmen mit disruptivem Potenzial und langfristiger Wertschöpfung:
• Ein zentrales Kriterium ist „gründergeführt“, also die Leitung von Unternehmen durch die Gründer oder Gründerteams. Die zugrunde liegende Überzeugung ist, dass Gründer nicht nur Visionen, sondern auch langfristiges Engagement mitbringen; sie bauen nicht für Quartale, sondern für Jahrzehnte.
• Ergänzt wird dies durch das zweite Prinzip: Ein Unternehmen sollte über eine einzigartige Technologie und ein wettbewerbsfähiges Geschäftsmodell („Burggraben“) verfügen, um sich nachhaltig vom Wettbewerb abzuheben.
• Die Größe des adressierbaren Marktes („TAM“) spielt ebenfalls eine entscheidende Rolle. Je größer das Marktpotenzial, desto größer das Skalierungspotenzial.
• Gleichzeitig achte ich auf starke Partnerschaften, da diese nicht nur Validierung, sondern auch Wachstumspotenzial bieten können.
• Ein weiteres Prinzip ist die Fokussierung auf die aktuellen Umsätze oder zumindest auf verlässliche Umsatzprognosen.
• Die sogenannte „Rule of 40“: Summe aus dem jährlichen Umsatzwachstum (in %) und der Gewinnmarge (in %) eines Unternehmens sollte mindestens 40 % betragen. Indikator für ein gesundes Gleichgewicht zwischen schnellem Wachstum und Profitabilität.
• Die Berücksichtigung des zukünftigen Konsumverhaltens ist ebenfalls entscheidend. Das bedeutet, dass Unternehmen bevorzugt werden, deren Geschäftsmodelle auf langfristigen sozialen, technologischen oder demografischen Trends basieren.
• Abgerundet wird die Strategie durch die Erwartung eines signifikanten freien Cashflows im Laufe der Zeit, denn letztendlich muss das Geschäftsmodell profitabel skalierbar sein.
Diese Prinzipen wandte ich früh auf Unternehmen wie $ASTS $RKLB $SOFI $HIMS etc. an und durch striktes Buy & Hold bin ich mit allen Positionen signifikant im Plus. $ASTS und $RKLB sind sogar schon Multibagger in meinem Portfolio. Doch während dieser dieser Buy & Hold Phase hab es natürlich auch psychologisch belastbare Momente, die Neuland für mich wären.
Wachstumsaktien bergen trotz ihres massiven Potenzials auch das Risiko von Kapitalerhöhungen. Und genau dieses Szenario trat ein und die Kurse fielen teilweise an einem Tag bis zu 40%. Diese "krasse" Volatilität war für mich ungewohnt und nicht leicht. Aber hier erhielt ich mein drittes Learning: Während alle anderen verunsichert Tages- und Wochencharts analysierten und kurzfristig durch die Volatilität ihre Aktien verkauften, setze ich auf langfristige Anlagen und orientierte mich statt auf den Aktienkurs, auf die operativen Fortschritte in den Unternehmen. GEDULD WAR DER SCHLÜSSEL. Aus heutiger Perspektive war es gut, den Lärm zu ignorieren und sich nicht von Emotionen abhängig zu machen.
Part IV: Wenn ich heute neu anfangen würde.
Stellen wir uns vor, ich würde im Jahr 2026 an die Börse gehen. Mit meinem heutigen Wissen würde ich mein Vermögen zu 70% in zwei ETFs stecken:
• Vanguard FTSE All-World UCITS ETF USD Accumulation
• The Vanguard FTSE All-World High Dividend Yield UCITS ETF
Die restlichen 30% würde ich in Wachstumsaktien investieren. Doch wie findet man "gute" Wachstumsaktien? Meine Empfehlung: Notiere dir Branchen, die dich interessieren, z.B. Weltraum. Bei diesem Szenario wirst du etablierte und starke Unternehmen wie z.B. Lockheed Martin (LMT), Northrop Grumman (NOC), L3Harris Technologies (LHX) oder Boeing (BA) finden, aber auch Wachstumsaktien wie Rocket Lab (RKLB), Firefly Aerospace (FLY), AST SpaceMobile (ASTS), Planet Labs (PL), BlackSky (BKSY) oder Redwire (RDW).
Noch einfacher, wenn du Probleme hast eine Liste zusammenzustellen: Schaue nach Branchen ETFs wie ARK Space Exploration & Innovation und iShares U.S. Aerospace & Defense. Hier hast du direkt eine tolle Liste.
Im nächsten Schritt analysiert du jedes Unternehmen nach deinen aufgestellten Kriterien:
• Wer führt das Unternehmen? Founder-led companies outperformen statistisch. Hat das Management Skin in the Game (eigene Aktien)? Hält es was es verspricht? Investor Day Präsentationen vs. tatsächliche Ergebnisse vergleichen.
• Umsatzwachstum: Minimum 20–30% YoY. Wichtiger als absolute Zahlen ist die Qualität des Wachstums: organisch oder durch Akquisitionen? Recurring Revenue (ARR/MRR) oder einmalig?
• Moat? Netzwerkeffekte, Switching Costs, proprietäre Technologie, Skalenvorteile; irgendetwas muss Wettbewerber dauerhaft fernhalten oder die Einstiegsbarrieren schwer machen. Ohne Moat ist hohes Wachstum nur temporär.
• Rule of 40: Summe aus dem jährlichen Umsatzwachstum (in %) und der Gewinnmarge (in %) eines Unternehmens sollte mindestens 40 % betragen. Indikator für ein gesundes Gleichgewicht zwischen schnellem Wachstum und Profitabilität.
• EV/Revenue: Im Verhältnis zur Wachstumsrate einordnen (PEG-äquivalent für unprofitable Wachstumsaktien).
• Price-to-FCF: Sobald ein Unternehmen FCF generiert, ist das der ehrlichste Wert.
Wichtig: 10-K lesen, Conference Call hören und überprüfen, ob das Management Teilziele erreicht.
Meine Divise: „Emotionen bestimmen den Aktienkurs. Disziplin führt zum Erfolg.“
• Konzentriere dich nicht obsessiv auf tägliche/wöchentliche Kursbewegungen, Schlagzeilen, Stimmungen oder Hype.
• Verkaufe niemals aus Angst.
• Lasse dich nicht von Volatilität zu Entscheidungen verleiten.
• Betrachte Aktien als Miteigentum eines realen Unternehmens.
• Sehe Kursrückgänge als potenzielle Kaufgelegenheiten bei großartigen Unternehmen (sofern die Fundamentaldaten intakt bleiben).
• Bewahre Geduld in Zeiten von Marktturbulenzen, im Wissen, dass außergewöhnliche Unternehmen über Jahre/Jahrzehnte hinweg ihren Wert steigern.
Ich hoffe meine Gedanken waren hilfreich. Alle Äußerungen dienen natürlich NICHT der Anlageberatung, sondern NUR zu edukativen Zwecken.
Demokratie nach Gutsherrenart – wenn die größte Partei des Landes für das „Volk" plötzlich nicht mehr zum Volk gehört
Man muss sich das wirklich auf der Zunge zergehen lassen. Da gibt es in Mecklenburg-Vorpommern ein Volksbegehren namens „Zukunftsplan Kita". Es geht um Krippen, Kitas, Horte. Um Erzieher, die seit Jahren am Rand des Zusammenbruchs arbeiten. Um Kinder, die in überfüllten Gruppen verwahrt werden, weil das Personal fehlt. Eine Sache, die in einem normalen Land völlig unstrittig wäre. Mehr Erzieher. Bessere Betreuungsschlüssel. Punkt.
Und dann passiert das Unfassbare: Die AfD-Fraktion im Landtag schließt sich der Forderung an. Eine Partei, die in Mecklenburg-Vorpommern bei sage und schreibe 34 Prozent steht – also bei jedem Dritten, der morgens an die Wahlurne tritt. Mehr als SPD, CDU und Linke zusammen. Die mit Abstand stärkste politische Kraft im Land. Man könnte denken: Glückwunsch, Initiatoren, ihr habt einen mächtigen Verbündeten. Eure 100.000 Unterschriften sind quasi gesichert. Eure Kinder bekommen endlich, was sie brauchen.
Pustekuchen.
Stattdessen kommt die wohlbekannte hysterische Reaktion. Die Initiatoren – Heiner Rebschläger, Katja Ross, Ulrike von Malottki – fühlen sich genötigt, am Wochenende mit einer öffentlichen Distanzierungserklärung in die Knie zu gehen, als hätte man sie beim Mittagessen mit dem Leibhaftigen ertappt. Die AfD passe nicht zu ihrem „demokratischen Auftrag". Die Partei habe ein „in Teilen völkisches Weltbild". Und überhaupt: Man wolle die 100.000 Unterschriften gefälligst ohne diese Schmuddelkinder zusammenkratzen.
Halten wir kurz inne. Atmen wir tief durch. Und dann fragen wir uns: Wer entscheidet eigentlich, wer in dieser Republik noch zur Demokratie gehören darf?
Ein Volksbegehren ist – der Begriff verrät es schon – ein Begehren des Volkes. Es ist die direkteste Form der Demokratie, die wir in Deutschland überhaupt kennen. Bürger sammeln Unterschriften, andere Bürger entscheiden in einer Abstimmung. So einfach, so klar. Aber jetzt erklären drei selbsternannte Hüter des „demokratischen Auftrags", dass die Stimmen von einem Drittel der Wahlberechtigten in diesem Bundesland nichts wert seien. Dass sie keine echten Demokraten seien. Dass ihre Kinder – die ja schließlich genauso in diesen unterbesetzten Kitas sitzen wie alle anderen – kein Anrecht auf Unterstützung durch die von ihnen gewählten Vertreter haben.
Das ist nicht Demokratie. Das ist eine Anmaßung von einem Ausmaß, dass einem die Spucke wegbleibt.
Und dann der Höhepunkt der Heuchelei, der wirklich schon ins Komische kippt: Die Initiatoren schreiben in derselben Erklärung, ihr Auftrag sei, „allen Kindern unabhängig von ihrer Herkunft eine bestmögliche frühkindliche Bildung und inklusive Teilhabe zu ermöglichen". Allen Kindern. Unabhängig von der Herkunft. Wirklich? Auch denen, deren Eltern AfD wählen? Auch denen, deren Großeltern sich noch erinnern können, wie das war, als man in diesem Landstrich für die falsche politische Meinung verfolgt wurde? Inklusive Teilhabe gilt offenbar nicht für jene, die parteipolitisch im falschen Stall stehen. Die Heuchelei stinkt zum Himmel.
Aber es kommt noch besser. Die Initiatoren behaupten in einem Atemzug, es sei „falsch", dass wegen der Zuwanderung das Geld für mehr Qualität in den Kitas fehle. Man investiere ja so viel wie nie zuvor. Sehr interessant. Wenn so viel investiert wird wie nie zuvor – warum brauchen wir dann ein Volksbegehren für mehr Personal? Wenn alles in Butter ist, warum müssen Eltern und Erzieher überhaupt mit Klemmbrettern auf die Straße gehen? Diese Logik hat ein Loch, durch das man einen Bus fahren könnte, ohne den Lack zu zerkratzen. Aber Hauptsache, das Reizwort Zuwanderung ist abgeräumt, bevor jemand auf die Idee kommt, eine kausale Verbindung zu ziehen, die in Wahrheit jedem klar denkenden Menschen ins Auge springt: Wer mehr Köpfe ins System pumpt, braucht mehr Erzieher, mehr Lehrer, mehr Ärzte, mehr Wohnungen, mehr von allem. Und wer das ausspricht, ist plötzlich „völkisch".
Was hier tatsächlich passiert, ist die nächste Episode in der traurigen Telenovela namens „Brandmauer". Eine Mauer, die längst nicht mehr nur eine Partei ausschließt, sondern ganze Bevölkerungsgruppen. Die nicht mehr nur Koalitionen verhindert, sondern jede sachpolitische Verständigung über Themen, die mit Migration und sogenannter Identitätspolitik nichts, aber auch gar nichts zu tun haben. Die AfD könnte morgen das Sonnenaufgehen lobpreisen – die Sonne dürfte nach Lesart dieser Klientel nicht mehr aufgehen, weil sonst der Verdacht der Zustimmung im Raum steht.
Die Krönung: Das Ganze geschieht in einem Bundesland, in dem die SPD bei mickrigen 24 Prozent dümpelt und die CDU bei lächerlichen 12 Prozent steht. Eine knapp einstellige Zwergpartei und eine angeknockste Sozialdemokratie wagen es im Zusammenspiel mit ein paar zivilgesellschaftlichen Aktivisten, einem Drittel der Bevölkerung den demokratischen Anstand abzusprechen. Das ist nicht Demokratie, das ist Realsatire mit politischem Hintergrund. Wenn die „demokratischen Parteien" zusammen kaum noch die Mehrheit der Wähler hinter sich haben – wie genau definieren sie eigentlich das Wort „Demokratie"? Vermutlich ungefähr so wie der berüchtigte Genosse Lukaschenko: Demokratisch ist, wer zustimmt.
Was diese Geschichte so bezeichnend macht, ist nicht die Distanzierung an sich. Daran sind wir leider gewöhnt. Bezeichnend ist, dass die Initiatoren offenkundig nicht einmal mehr merken, in welchen Widerspruch sie sich verstricken. Sie wollen mehr Personal in Kitas, weigern sich aber, die Stimmen jener anzunehmen, die ebendieses Anliegen unterstützen. Sie wollen das Wohl aller Kinder, sortieren aber nach Parteibuch der Eltern. Sie sprechen vom „demokratischen Auftrag" und sägen gleichzeitig an der Legitimität ihres eigenen Anliegens. Wer ein Volksbegehren startet und dann ein Drittel des Volkes ausschließt, hat schon verloren, bevor die erste Unterschrift trocken ist.
Vielleicht ist das die eigentliche Botschaft, die hier mitschwingt: Es geht diesen Leuten nicht um Kitas. Es geht nicht um Kinder. Es geht nicht um Erzieher. Es geht – wieder einmal – ausschließlich um die ideologische Selbstverortung im richtigen Lager. Lieber das Volksbegehren scheitern lassen, als sich mit den „Falschen" am gleichen Ziel wiederzufinden. Lieber die Kinder weiter in überfüllten Gruppen verwahren, als zugeben, dass auch die anderen ein berechtigtes Anliegen haben können. Tugendhaft scheitern – das ist der Leitstern dieser bestimmten Sorte von Aktivismus geworden.
Und dann wundern sich dieselben Leute, dass die AfD bei 34 Prozent steht und steigt.
Manchmal denkt man wirklich: Macht weiter so. Macht ruhig genau so weiter. Distanziert euch. Sortiert. Schließt aus. Spielt eure Reinheitsspielchen. Die Wahlen am 20. September stehen schon im Kalender. Und das Volk, das ihr so gerne im Munde führt, hat ein gutes Gedächtnis.
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Björn Höcke über 4,5 std bei Ben ungeskriptet nach 14 Std:
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Bundeskanzler im Sommerinterview beim 10 Milliarden-ÖRR nach 7 Monaten:
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Da werden 2 Dinge klar:
- der Pöbel will sich selbst ein Bild machen ohne Einordnung
- der Kanzer hat fertig - genauso wie der ÖRR
Wenn ein 10-Milliarden-Euro-Rundfunkapparat im Reichweiten-Duell gegen ein einfaches Podcast-Mikrofon krachend verliert, hilft auch die teuerste redaktionelle Einordnung nicht mehr weiter.
Das ist kein Algorithmus-Zufall, das ist die absolute Bankrotterklärung der etablierten Deutungselite. Der Souverän – von den Sendeanstalten gerne von oben herab als naiver Pöbel degradiert – hat schlichtweg keine Lust mehr auf die betreute Betroffenheitsprosa eines überfütterten Zwangsfunks. Die Menschen wollen rohe, ungeschnittene Gespräche sehen, um sich ohne den Filter des betreuten Haltungsjournalismus selbst ein Bild zu machen.
Wenn der Kanzler im sicheren Hafen des Leitmediums nicht einmal mehr einen Bruchteil der organischen Zustimmung eines geächteten Oppositionellen erzielt, haben beide ein existenzielles Problem. Die GEZ-Kanone hat ihre Wirkungstreffer eingebüßt, und die politische Führung redet an einem Volk vorbei, das längst einfach den Kanal gewechselt hat.
Kurz: Wer den Bürger permanent medial erziehen will, wird am Ende vom Souverän schlichtweg weggeklickt. 📉🤷♂️