Ausführlich zu Ceuta: Am Donnerstag gelangten 49.000 Menschen aus Marokko nach Ceuta, spanisches 🇪🇸 Staatsgebiet. Die Bilder gingen um die Welt. Menschen schwammen ohne Gepäck oder Proviant nach Ceuta, Massen folgten. Rassisten weltweit reagieren mit regelrechter Panikmache. Gehen wir in 7 Punkten durch, was passiert ist und was dahinter steckt.
1) Ceuta ist nicht Europa 🇪🇺. Ceuta ist eine Enklave Spaniens in Nordafrika, ein Überbleibsel der spanischen Handelsaußenposten und des Kolonialismus. Es ist also niemand nach Europa gekommen. Alles spielte sich in Afrika ab. In Ceuta leben auch überwiegend Marokkanischstämmige.
2) Weltweit wird von Rechten und Rassisten von einer „Invasion“ gesprochen. Die Darstellung wird durch Panikmache künstlich ausgeschlachtet. Die Realität ist weitaus nüchterner und sachlicher. Wer in Ceuta einreist - ob legal oder illegal - ist offiziell noch nicht in die EU eingereist. Ceuta gehört nicht zum Schengen-Raum. Um selbständig von Ceuta aufs spanische Festland zu gelangen, braucht man entweder eine EU-Staatsbürgerschaft, eine gültige Einreiseerlaubnis wie etwa ein gültiges Visum oder einen positiv abgeschlossenen Asylprozess. Spanien und Marokko kündigten bereits am Donnerstag an, alle Ankömmlinge nach Marokko zurückzuführen. Am Freitag wurde mit den Rückführungen begonnen.
3) Der Zeitpunkt ist relevant. Spaniens Premier Pedro Sanchez hat letzte Woche nach vier Jahren erstmals wieder Algerien 🇩🇿 besucht, Marokkos 🇲🇦 Rivalen in der Region. Spanien 🇪🇸 will seine Beziehungen zu Algerien verbessern. Das missfällt mehreren Akteuren. Nicht nur den USA, die Algerien isolieren wollen, sondern auch dem König Marokkos, der Algerien als Hauptfeind marokkanischer Interessen betrachtet. Dass Marokkos Regierung die Migranten selbst zur Grenze gebracht haben könnte, zeigen Videos von Transportern voller Menschen, die unter Aufsicht marokkanischer Polizei in Grenznähe halten. Marokko hat in der Vergangenheit immer wieder Migrationsströme nach Ceuta und Melilla als politisches Druckmittel gegen Spanien eingesetzt, z.B. 2021. Damals hatte Spaniens Regierung den Anführer der Westsahara-Unabhängigkeitsbewegung Polisario, unter falschem Namen aus dem algerischen Exil einfliegen und wegen schwerer Corona-Erkrankung behandeln lassen, ohne Marokko zu informieren. Für Marokko war das eine Provokation, weil es die Polisario als Gegner in der Westsahara-Frage betrachtet und Algerien Marokko ebenfalls als Feind betrachtet.
4) Spanien hat aktuell extrem schlechte Beziehungen zu Israel 🇮🇱 und den USA 🇺🇸, nachdem Spaniens Regierung Israels Genozid in Gaza kritisierte und sich nicht am Angriffskrieg der USA und Israels gegen den Iran beteiligen wollte. Das sind zwei der engsten politischen Partner des marokkanischen Königs. Israels UN-Botschafter Danny Danon reagierte am Freitag mit Häme auf das Geschehen in Ceuta und brachte es in Zusammenhang damit, dass Spanien ständig „Israel Predigten halten” würde. Bereis 2019 rief Yair Netanyahu, der Sohn des israelischen Premierministers, dazu auf, Ceuta aus spanischer Kontrolle zu „befreien”. Auch die US-Regierung übt sich in offener Feindseligkeit gegenüber Spanien. “Sprecht gar nicht erst mit ihnen. Die sind hoffnungslos. Das sind schlechte Menschen”, sagte US-Präsident Trump Anfang Juli. Dass auch Israel und die USA ein Interesse an Problemen für Spanien haben, liegt auf der Hand.
5) Die Emotion der Menschen in Ceuta ist echt. Selbst wenn zunächst einige der Menschen gezielt geschickt worden sein könnten, versuchten im Laufe des Tages Tausende ihr Glück. So viele, dass im gesamten Norden Marokkos Sicherheitskräfte ausrückten, um Jugendliche und junge Erwachsene von der Weiterreise abzuhalten. 49.000 Menschen schafften es laut Zahlen der spanischen Regierung nach Ceuta. So viele waren es noch nie. Es ist kein Geheimnis, dass die Jugend in Marokko kaum eine Zukunft sieht. Es fehlt an Arbeitsplätzen und Perspektiven. Kosten steigen. Für viele war es eine Spontanentscheidung gewesen sein, ohne Mittel den Strandabschnitt entlang nach Ceuta zu schwimmen. Neun Menschen starben beim Versuch. Die spanischen Behörden geben an, die Kontrolle in Ceuta wiederhergestellt zu haben. Vereinzelte Auseinandersetzungen soll es dennoch gegeben haben. In marokkanischen Medien heißt es, kriminelle Organisationen würden Jugendlichen falsche Hoffnungen machen und sie zur Grenze fahren.
Das Geschehen hat somit keine konkreten Folgen. Außer dass weltweit gegen Sanchez, Spanien 🇪🇸, Migranten und Muslime gehetzt wird. Sanchez und Spanien gelten als Kritiker und Gegenmodell zu rechten, israeltreuen Regierungen weltweit wie die USA, Italien und co. Das Netz füllt sich mit Endzeitszenarien, Schreckensdarstellungen und Panikmache. Der reichste Mann der Welt, Elon Musk, ein bekennender Rechter und Unterstützer der US-Regierung 🇺🇸, verglich die Situation mit einer Zombieapokalypse. AfD-Politiker 🇩🇪 schwadronierten von „Angriff”, „Kriegserklärung” oder „Terror”. Stimmen aus der israelischen Regierung 🇮🇱 und ihrer Nähe stellten die Situation als Bestrafung für Spanien dar. Italiens 🇮🇹 rechte Premierministerin Meloni kündigte an, das Schengen-Abkommen mit Spanien zu pausieren. Wie gesagt, Ceuta gehört nicht zum Schengen-Raum. Kurz: Alle scheinen die vorübergehenden Bilder ohne jede Beachtung von Hintergründen für ein Feindbild ausschlachten zu wollen.
Es ist also durchaus deutlich, wessen Interessen aktuell bedient werden. Ob direkt oder indirekt.
BERSERK – FAN ANIMATION | xSense
Music by PORTRA
The whole video was motion-captured with the Rokoko Smartsuit Pro. Huge thanks to @hellorokoko for sending me the gear!🤝
Created in Blender, no AI!
🏷️Tags
#Berserk#Blender#FanAnimaton#Guts#Griffith#Casca
Israeli soldiers torture a one-year-old child in Gaza, including burning his leg with a cigarette and inserting a nail into his leg, according to a report, to pressure his father to make confessions
https://t.co/v0be37LwpV
Germanys Chancellor Fredrich Merz had some interesting views on "Foriegners" many years ago.
There's no AI here, no Russian interference, just an inconvenient reminder of how Mr Merz, the man who now wants to ban the @AfD really is.
Frau @JuliaKloeckner hat offensichtlich immer noch nicht kapiert dass es eben NICHT die Aufgabe einer Bundestagspräsidentin ist,
Position zu beziehen!
Diese Dame ist auf diesem Posten untragbar.
Wann gibt es endlich Konsequenzen??
In Berlin gerät ein 49-jähriger Nigerianer am Freitagabend mit drei jungen Männern in Streit. Einer von ihnen beleidigt ihn rassistisch, schlägt ihn und tritt gegen seinen Kopf. Später stellt sich heraus: Die drei jungen Männer sind Polizeischüler. https://t.co/VginOeUpJu
Israel has just murdered Anas.
He had 1.5m followers and was reporting the truth of their actions.
So they put a missile into his tent.
His last post was just over an hour ago.
They allow no journalists in and murder all those who remain.
Fuck Israel
Das ist Mariam Dawwas. Das, was Israel von ihr übrig gelassen hat. Das 9-jährige palästinensische Mädchen wog vor dem Genozid in Gaza noch 25 Kilogramm. Heute sind davon nur 10 übrig. Sie hungert. Weil Israel sie gezielt aushungert.
Israel blockiert humanitäre Hilfe für die Menschen in Gaza. Die Blockade besteht bereits seit 2007. Mit dem Beginn des Genozids 2023 wurde die Blockade extrem ausgeweitet. Israels Verteidigungsminister Gallant erklärte am 8. Oktober 2023: „Es wird keinen Strom geben, keine Lebensmittel, keinen Treibstoff, alles ist geschlossen. Wir kämpfen gegen Tiermenschen." In der Zwischenzeit zerschlug Israel die Hilfsmechanismen der UN und anderer humanitärer Organisationen und brachte auch den Grenzübergang zu Ägypten unter seine Kontrolle. Seit März 2025 ist die Blockade auf ein totales Ausmaß erhöht. Ein gezieltes Aushungern im Rahmen des Genozids.
Mariams Mutter Modalla betont, Mariam hätte keine Vorerkrankungen. Eine israelische Desinformationskampagne versuchte in anderen Fällen mit solchen Behauptungen das Aushungern zu leugnen. Doch auch wenn sie welche gehabt hätte, gäbe es aufgrund der israelischen Blockade keine Medikamente zur Behandlung.
Mariam verhungert. Ihr junger Körper hat keine Reserven mehr. Sie wird im Sadaqa Krankenhaus im Norden Gazas mit dem Mindesten am Leben gehalten. Israels Angriffe auf die medizinische Infrastruktur in Gaza haben die Behandlungsmöglichkeiten massiv eingeschränkt. Mariam kann nur auf ein Ende des israelischen Genozids hoffen. Nichts geringeres. Verlässt sie den Klinikraum, begibt sie sich ins Nichts. Denn ihr Zuhause im Stadtteil Rimal wurde von Israel zerstört. In einem Zelt ist das Überleben eines eines so schwachen Körpers unwahrscheinlich.
Die UN warnt: Gaza befindet sich in der IPC-Phase 5. Das ist die höchste Alarmstufe und beschreibt einen katastrophalen Hungernotstand. Wer sich in dieser Lage befindet, ist akut vom Verhungern bedroht. Über 700.000 Menschen haben seit mehreren Tagen überhaupt nichts gegessen.
Der UN-Sonderberichterstatter zum Recht auf Nahrung, Michael Fakhri erklärt: „Israel hat seine Absicht, alle Menschen in Gaza auszuhungern, deutlich gemacht“.
(Fotos: Ali Jadallah)
Am Montag griff ein 61-jähriger Mann gezielt mit seinem Auto Kinder auf einem Spielplatz im Magdeburger Stadtteil Kannensteig an. Zuvor hatte er Familien rassistisch und islamfeindlich beleidigt. Ein Kind wurde bei dem Angriff verletzt und musste behandelt werden.
Bevor der Täter losfuhr, hatten Erwachsene ihn aufgefordert, sich an die Geschwindigkeitsregeln auf dem Parkplatz zu halten. Daraufhin beleidigte er die Magdeburger syrischer Herkunft und fuhr eines ihrer Kinder an.
Die Polizei Magdeburg bestätigt die Tat, der Staatsschutz ermittelt. Dennoch spricht die Polizei lediglich von einem „Streit auf einem Parkplatz“ mit „Beleidigungen und einem Zusammenstoß mit einem Kind“. Angehörige sind entsetzt: „Er hat ein unschuldiges Kind beleidigt und überfahren“, sagt eine Familienfreundin.
Der Syrisch-Deutsche Kulturverein in Magdeburg warnt: Seit dem Anschlag auf den Weihnachtsmarkt beobachte man „mit großer Sorge eine spürbare Zunahme rassistisch motivierter Vorfälle“. Der Verein fordert, dass die Polizei den Fall ernst nimmt und wegen Mordversuchs sowie rassistischer Motive ermittelt. Auch von der Politik erwarte man ein klares Zeichen.
Bereits im Februar wurde ein syrisches Kind rassistisch und islamfeindlich beleidigt und geschlagen.
Im Dezember 2024 starben in Magdeburg sechs Menschen bei einem Anschlag auf den Weihnachtsmarkt. Der Täter sagte, er wolle die „Islamisierung“ bekämpfen, hasse Deutschland, Christen und Muslime, weil das Land seine Ablehnung von Muslimen nicht ernst nehme.
„Nach dem Anschlag auf den Weihnachtsmarkt haben wir getrauert. Das ist unsere Stadt, unsere Kinder sind hier geboren“, sagt Lama, die seit elf Jahren in Magdeburg lebt. „Wir haben Angst um unsere Kinder. Jede Woche passiert etwas. Wir reden, aber niemand tut etwas“, sagt sie.
Aus der Politik gab es keine Reaktion. Weder aus Magdeburg noch aus Sachsen-Anhalt oder dem Bund. Auch Medien berichteten bislang nicht. Itidal ist das erste Medium.