Alter, das Ende der Demokratie!
„Es ist nicht Europa, das man uns vorschlägt, sondern das Ende der Demokratie.“
Philippe Séguin am 5. Mai 1992 zum Maastricht-Vertrag
Ehem. Präsident der Nationalversammlung, Sozialminister, Präsident des Rechnungshofes
Ausweislich seiner eigenen Frau, so schreiben es (noch) nicht altersverifizierte Franzosen ins (noch) nicht vollständig kontrollierte Internet, habe der „Kinderschutz“ wohl schon in der analogen Welt versagt. Denn während die (völlig straffrei gebliebene) Premiere Dame in ihrer Zeit als Lehrerin völlig straffrei eine der offiziellen Elysée-Erzählung zufolge als „romantisch“ einzustufende strafbare Handlung an einem schutzbefohlenen Minderjährigen (Macron) beging, ist der seinerzeit schutzlose Schützling nun aufs Wildeste entschlossen, die nutzlosen Geschütze des Kinderschutzes in die digitale Welt zu tragen.
Bis September sollen die sozialen Medien für unter 15-jährige Franzosen verboten sein. Für morgen hat Macron einen Videogipfel angesetzt, um einen „koordinierten Ansatz“ EU-weit voranzutreiben, meldet Reuters, während Lars Klingbeil ein „Positionspapier“ ähnlichen Inhalts und Wortlauts in Hinterzimmern herumgehen lässt, das die einst als „100% freiwillig“ beworbene Altersverifikation der EU nun plötzlich zur verpflichtenden Zugangsvoraussetzung für Online-Plattformen macht (und sogar VPN-Umgehungen blockieren soll).
Zeitgleich zeigt vonderLeyen den Bürgern das für sie vorgesehene Folterinstrument. Die EU-App zur Altersverifikation sei fertig, freut sie sich heute in Brüssel, ein Instrument, das nach demselben „bewährten“ Modell und denselben „Prinzipien“ der „erfolgreichen“ Corona-App („a huge success!“) gestaltet sei. (Smiley. Man darf davon ausgehen, dass vonderLeyen sehr genau weiß, welche Assoziation sie hier bei EU-Bürgern hervorruft, denen in den Jahren 2021 ff. der Zugang zum öffentlichen Raum mit exakt diesem „innovativen“ EU-Instrument verweigert worden war.)
„Aber es ist doch für die Kindaaaa!“ ist dabei der koordinierte Schlachtruf von vonderLeyen, Macron und anderen ihres Schlages: durchgehend so fehlgeleitet fanatische Takfiri-Demokraten, dass sie glatt den totalen Totalitarismus einführen würden, nur um ihre Vorstellung von Demokratie durchzusetzen.
Sie wollen es unbedingt. Man darf sich also fragen, warum.
Sind die Massaker, die unsere demokratischen Vertreter auf der Welt anrichten, unterstützen und befeuern, etwa nicht jugendfrei? Muss man demnächst auch seinen Ausweis zeigen, bevor man in regulären „Nachrichten“ von all den Toden und Morden und Bomben erfährt, von denen die (durch ihr Tun & Schweigen) so kindgerecht mitgestaltete Realität mittlerweile durchzogen ist?
Was könnte junge Menschen im Netz denn so verstören, dass man sie entschiedener davor schützen müsste als vor einem Krieg in ihrer Wirklichkeit? In den sie, die sie ja noch nicht mal ins Internet durften, dann mit vorgehaltener Waffe pfeifend ziehen sollen, um für die geopolitischen Machtzüge der geopolitisch Mächtigen und die Profitinteressen der Profitinteressierten zu sterben?
Und für dahingelaberte Blabla-Werte, die es jenseits dahingelaberter Blabla-Blasen überhaupt nicht (mehr) gibt? Und was kommt als Nächstes, Namensschilder für alle in Pogi’s Getränke-Oase? Klarnamenpflicht am Dönerstand & beim Italiener?
Dieselben, die standardmäßig die verschrobene Frühsexualisierung von Kindern verordnen. Dieselben, die die Bekämpfung mutmaßlich bandenbetriebener Pädophilie für so bedeutend halten, dass sie - etwa im französischen Epstein-Sumpf um Ariane de Rothschild & Jack Lang - eher „Verschwörungstheorie“ als nach dem Staatsanwalt rufen. Dieselben, die uns wieder und wieder mit der Chatkontrolle beglücken wollen. Denselben soll man es nun ernsthaft abkaufen, dass sie ein ehrliches Interesse am Kinderschutz hätten?
Wollte irgendjemand in der EU die Kinder wirklich schützen, dann würde er dafür sorgen, dass sie eine brauchbare Bildung erhalten statt Waffen. Er würde dafür sorgen, dass sie Zugang zu unabhängiger Information und kritischen Perspektiven erhalten und befähigt werden zur Herstellung interpretativer Versuchsanordnungen und eigenständigem Denken - statt auf Manipulation & Indoktrination bis hin zur Gehirnwäsche zu setzen.
Er würde dafür sorgen, dass die seit Jahrzehnten gleichbleibend hohe Kinderarmut (25%) endlich verschwindet: 20 Millionen Kinder sind in der EU von Armut bedroht. Und er würde dafür sorgen, dass endlich (wieder) das Fundament für eine halbwegs intakte Gesellschaft entsteht, die Kindern die Ausbildung einer optimistischeren Perspektive ermöglicht als die, aus einem Zustand ethischer und kultureller Unterernährung sowie blanker utopischer Not die lethargische Hoffnungslosigkeit ihrer Erwachsenen zu reproduzieren.
Mit dem Projekt der Altersverifikation im Internet wird nur ein einziges Ziel verfolgt: Die 99,9% (Veranstalterangabe) erwachsener Nutzer dazu zu zwingen, sich mit digitaler ID oder Biometrie zu identifizieren. Erzwungene Online-Identifizierung ist nicht die Grundlage einer demokratischen & freien Gesellschaft, sondern die conditio sine qua non von Narrativkontrolle & Datensammlung, die ihrerseits die Grundlage autoritärer Staatssysteme & moderner Massenüberwachung sind.
Niemand in der EU braucht eine digitale Gouvernante. (Erst recht keine mit einer fiesen Betonfrisur.) Niemand braucht Bevormundung, Belehrung, Zensur, Manipulation, Überwachung, Intransparenz, Dummheit, Inkompetenz, Korruption, Hybris, Kompetenzüberschreitung & Grundrechtsübergriffigkeit - und erst recht braucht niemand die EU-behördliche Lüge vom Kinderschutz.
Und schließlich: Hat irgendjemand da draußen wirklich Lars Klingbeil oder die SPD gewählt? Und das womöglich auch noch dafür, unter dem (mit jeder missbräuchlichen Verwendung erbärmlicher werdenden) Vorwand des „Kinderschutzes“ die Anonymität im Internet aufzuheben?
1/1 Es hat etwas zutiefst Rührendes, ja fast schon Tragikomisches, wenn ein Staat, der seinen Bürgern seit Jahren mit beiden Händen tief in die Tasche greift und zwar beim Tanken, beim Heizen, beim Fahren, beim Leben schlechthin, um nun plötzlich die Maske des mildtätigen Wohltäters aufzusetzen.
Mit feierlicher Miene verkündet er nun, dass er für läppische sechzig Tage, den sehr tiefen Griff, nun in ein 17 Cent weniger tiefen Griff reduziert. Nicht der Brandstifter steht da vor der Tür, sondern die Freiwillige Feuerwehr, die zufällig das Feuer selbst gelegt hat. Und sie klingelt nicht mit leeren Händen, sondern mit einem lächerlichen Almosen, das in seiner Kleinheit für mich beleidigend wirkt. Man muss dieses politische Schauspiel in aller Ruhe betrachten, weil es in seiner dreisten Eleganz, in seiner vollendeten Chuzpe, fast schon bewundernswert ist.
Jahrelang wurde Energie künstlich verteuert, das Verlässliche wie Kernkraft, Kohle, Gas, als Relikt einer dunklen Vergangenheit verteufelt, Kraftwerke vorsätzlich stillgelegt oder gesprengt im Namen eines grünen Heilsversprechens.
Strom wird seither teuer aus dem Ausland importiert, wenn er denn überhaupt fließt. Jeder Liter Sprit wird mit einer wahren Lawine an Abgaben überhäuft: Energiesteuer, CO₂-Abgabe, Umlagen, Netzentgelte und obendrauf noch die Mehrwertsteuer, die sich genüsslich auf all diese Steuern selbst draufsetzt. Und denkt dran, die CO2 Steuer, von aktuell alleine ca.15 Cent pro Liter Super, sollte nach dem selektiven Vereinnahmen, sofort wieder an dem Bürger zurückgegeben werden, allerdings nie tatsächlich gemacht. Der Staat kassiert nicht nur mit, nein er feiert sich dabei als Klimaretter und Fortschrittsmotor.
Und wenn der Bürger dann endlich bis zum Hals in der Teuerung steckt, wenn der Liter Sprit bei 2,50 Euro oder mehr steht und die monatliche Rechnung zur existenziellen Frage wird, dann entdeckt Berlin plötzlich seine soziale Ader.
Siebzehn Cent. Nicht siebzig. Nicht hundert. Nicht als dauerhafte Korrektur eines grundfalschen Kurses. Sondern als befristeter Pflasterstreifen auf eine klaffende Wunde, die man selbst mit ideologischer Verbissenheit offengehalten hat.
Wer heute an der Zapfsäule fast den Gegenwert eines Wochenend-Urlaubs für einen vollen Tank bezahlt, der füttert längst nicht mehr nur Ölkonzerne, sondern vor allem einen Staat, der an jedem Liter gierig ca.50% bei 1 Liter Super, nicht 17 Cent, sondern eher 117 Cent, wie ein Wegelagerer, mitplündert.
Und nun wischt sich derselbe Staat den Mund ab, schenkt gönnerhaft einen Fingerhut zurück und erwartet dafür noch Dankbarkeit. Es ist die klassische Inszenierung: Erst den Durst nach Steuern stillen, dann ausnahmsweise einen Schluck zurückgeben, solange die öffentliche Wut nicht in Wahlergebnissen mündet. Noch perfider, noch zynischer wird das Theater bei der zweiten „großen“ Entlastungsidee dieser Koalition. Hier offenbart sich der wahre Geist Berlins: Der Staat hilft, indem er andere helfen lässt. Er entlastet die Arbeitnehmer, indem er den Arbeitgebern gnädig erlaubt, bis zu 1000 Euro steuer- und abgabenfrei auszuzahlen. Welch philosophische Meisterleistung!
Berlin greift nicht in die eigene, prall gefüllte Kasse. Es verzichtet lediglich darauf, im Ausnahmefall auch noch den allerletzten Rest abzuschöpfen und verkauft diesen bloßen Verzicht dann als heldenhafte sozialpolitische Großtat. Das ist ungefähr so, als würde der Wirt den Preis fürs Bier verdoppeln, anschließend für zwei Abende auf die Garderobengebühr verzichten und sich danach als Schutzpatron der durstigen kleinen Leute feiern lassen. Der eigentliche Hohn liegt im Adressaten dieser angeblichen Fürsorge.
Nicht der Staat, der die Lasten erst geschaffen und jahrelang hochgeschraubt hat, sondern die Politik, die mit Energie- und Standortpolitik ganze Branchen an den Rand des Abgrunds getrieben hat. Auf keinen Fall die Apparate in Berlin und Brüssel, die von all dem unberührt weiter wuchern und finanziert werden.
@mawilms@Ralf_Hoecker Glaube ich ungesehen. Kinderkrank ist echt ein Thema, da wenig Nachverfolgbar durch AG sehe da eine leichte Überbewertung, aber das 2. Mal geht absolut gar nicht mit der Begründung der AN. Bullet dodged, zumindest langfristig
@pwegner_success@Mariama88216966 Und ich glaube dein erster Satz ist die Quintessenz jedea Erfolges. Wenn man so etwas hat und tut, wird man zwar nicht immer wohlhabend geschweige denn reich (zB soziale Berufe), aber glücklich.
@Olli_NOR_@pwegner_success Essentechnisch reicht mir da schon eine Woche China - auch wenn ich die Küche liebe (besonders Sichuan).
Aber da schielt man doch auch schon mal auf Pizza Hut, wenn man morgens mittags abends ähnliche Speisen isst (Business occasion).
@pwegner_success@MoneroGermany Hab ich jetzt im Oktober nach China, 12 hin und 14 zurück. Selbst in der Business kaum aushaltbar, dann auch noch LH (die alte 744)
Über Abu Dhabi war das letztes Jahr auf jeden Fall besser. Richtig so, Ich mach das jetzt auch nicht mehr!
@jochen_abi Wie schön. War letztes Jahr im Herbst in Fjand da oben, Ulfborg.
Diese Ruhe. Diese gechillten Menschen. Herrlich.
Sind gerade wieder auf der Suche für kommenden Oktober. Hygge ist echt super.