Ich hätte nie gedacht, dass ich so etwas einmal öffentlich äußere.
Ich kann gerade nicht mehr.
Ich reiße mich sehr zusammen, dies zu schreiben.
Eine Kommission zur Untersuchung des Massakers vom 07. Oktober 2023 im Hinblick auf den sexualisierten Terror – auch an den Geiseln – hat ihren Bericht veröffentlicht.
In einigen Kommentaren hatte ich schon dazu gelesen. Die meisten von ehemaligen Soldaten, die im OSINT- oder akademischen Bereich in der Richtung öffentlich auftreten. Alle waren erschüttert, selbst Soldaten, die „in der Scheiße“ waren.
Mein Wille war – und ist es noch – zumindest einen kurzen Überblick über das 300-seitige Dokument zu geben, für das über 10.000 Fotos und Video-Segmente und 1800 Stunden Videomaterial ausgewertet wurden. Welches die Palästinenser zumeist selber veröffentlicht haben.
Und das ist auch nicht irgendwie halt eine jüdische Kommission und Hasbara. Sie ist eine Non-Profit-Organisation und wird unterstützt durch die deutsche Botschaft Tel Aviv, Kanada, Microsoft, usw. Mit dabei sind u.a. eine französische Botschafterin für Menschenrechte, ein Professor und Gründer des UN-Gerichts für Sierra Leone, ein ehemaliger Kommissar für Menschenrechte der UN, ein ehemaliger Stabschef des Weißen Hauses, und und und.
Ich wollte zumindest erklären, was dieser Bericht ist, von wem er kommt und einige Zeugenaussagen zitieren. Denn, so grauenvoll wie das ist, halte ich es für meine und unsere Pflicht, sich dem auszusetzen.
Wenn wir nicht in der Lage sind das zu ertragen, wie können wir dann erhobenen Hauptes von den Opfern erwarten, dass sie es erdulden und sich fügen? Ohne ihnen das allzu menschliche zuzugestehen womöglich?
Die Opfer waren nicht nur Juden. Es waren auch Thailänder, Amerikaner, Argentinier, Franzosen, Briten… Und die Deutschen haben es in einer sozialpsychologisch bemerkenswerten Leistung vermocht zu verdrängen, dass auch 22 Deutsche getötet und 17 als Geiseln genommen wurden.
Es geht nicht alleine darum, diese Unmenschlichkeiten zu lesen. (Fotos sind nicht drin, ich kenne eh viele.) „Unmenschlichkeiten“ ist ein absolut treffendes Wort, dass jedoch durch zu häufigen Gebrauch seinen tatsächlichen Inhalt verloren hat.
Das kann ich ab. Ich bin MilBlogger, ich habe viele Stunden Videos erduldet, in denen Menschen von Drohnen getroffen, erschossen und von Minen zerrissen wurden. Und ich habe sehr viele Videos und Bilder des 10/7 gesehen. Mehr als jedem Menschen eigentlich lieb sein sollte.
Es geht darum, nicht in zu lange den Abgrund zu blicken, weil der Abgrund sonst in dich blickt.
Auch vorher schon habe ich öffentlich deutlich gemacht, dass ich keinerlei Empathie mehr für die Palästinenser empfinde. Oder nicht darüber nachdenke, wie sehr sie sich auf das eh nutzlose Völkerrecht berufen.
Denn mein Gedanke ist eigentlich sehr leicht, auch wenn er für viele schwer zu erfassen scheint:
Wir Europäer haben unsere Werte, auf denen das Völkerrecht unbestreitbar basiert, in langen Kriegen untereinander erstritten und mit Churchills Blut, Schweiß und Tränen teuer erkauft. Nicht so sehr basierend auf den christlichen Glauben – dessen Teil ich gar nicht abstreiten will – sondern auf die griechische Philosophie und die Aufklärung.
Es ist aber nur schwer nachvollziehbar, warum wir diese Werte auch auf diejenigen anwenden, sie sogar auf sie projizieren und ihnen die gleichen Werte unterstellen, die so offensichtlich einen Scheiß auf sie geben.
Nach nur wenigen Stunden der Arbeit an diesem Bericht kämpfe ich mit Dämonen.
Ich möchte auch weiterhin für eine Zweistaatenlösung sein können. Ich möchte auch weiterhin nicht von der passiven Empathielosigkeit in offene Aggression verfallen. Ich möchte auch weiterhin nicht den Hass als einfachste Lösung bevorzugen. Ich will nicht alles auf den Islam projizieren.
Doch mit jeder Seite, mit jeder Zeugenaussage und mit jedem Bericht eines Helfers, in der nüchternen, fast wissenschaftlichen Zusammenfassung und Forensik, fällt es zunehmend schwer. So unglaublich schwer, dass ich mich dabei erwischt habe, alleine im Büro laut Debatten zu führen. (Normalerweise eine gute Schreib-Technik um Argumentationen zu üben.)
In unserem europäischen Hirn sortieren wir die Hamas gerne als Terrororganisation ein, die losgelöst von der palästinensischen Bevölkerung agiert. Dieses Bild beginnt zu bröckeln in dem Moment, in dem wir uns klar machen müssen, dass mindestens die Gaza-Palästinenser sich ja in dieser Gesellschaft eingerichtet haben. In der sie mit Cousins verheiratet werden, ihren Kindern in UNRWA-Schulen der Hass auf Juden beigebracht wird und jeder Angestellte eines Krankenhauses oder einer Uni die Hamas als Arbeitgeber auf der Lohnabrechnung hat. Das geht weit über Nazi-Mitläufer hinaus.
Wie lange kann jemand in einem solchen System tatsächlich unschuldig sein?
Und mehr noch: Wie muss eine Gesellschaft gestrickt sein, in der es als Machtdemonstration gilt, wenn junge Männer im Kreis um eine Geisel stehen, ihre sexuelle Frustration und soziale Inkompetenz kompensieren und sie reihum vergewaltigen? Selbst wenn sie tot ist, noch den rotten Pimmel unter dem Gelächter der Umstehenden in die Rotze des Vorgängers stecken?
Wenn diese Formulierung Ihnen zu hart war, sind Sie nicht ansatzweise bereit für die Realitäten. Damit müssen Sie klarkommen, nicht ich. Sich bei mir über die Formulierungen zu beklagen ist das deutlichste Zeichen dafür, sich den Realitäten nicht stellen zu wollen.
„Die Männer zerrten eine Frau aus dem Fahrzeug... entfernten gewaltsam die Kleidung und vergewaltigten sie... Sie stachen wiederholt auf sie ein und töteten sie... und vergewaltigten sie weiter, nachdem sie tot war.“
Raz Cohen, Überlebender des Nova Festivals
Wir können ja noch nicht einmal deutlich darüber debattieren. Weil unsere Regularien und unser sozialer Konsens es unterbinden auszusprechen, was die Realität ist. Ich kann noch nicht einmal Fotos posten, weil ich befürchten muss, dass die Social Media Plattformen mich dafür blockieren. Ich kann teilweise nicht einmal Links zu Fotos anderer Plattformen posten.
Wir bekommen eine heile Welt aufgezwungen, während um die Ecke das passiert, was wir als „unmenschlich“ aus unserer Welt entfernen wollen. Und leisten damit denen Bärendienste, die diese Realität verschwinden lassen wollen, während sie sie vorher noch stolz veröffentlicht haben.
Mir braucht keiner mehr mit Völkerrecht und Empathie gegenüber den Palästinensern kommen. Ich erlaube mir den menschlichen Reflex zumindest soweit.
Aber ich will nicht in diesen Abgrund. Und das ist anstrengend. Ich hatte Wuttränen.
Und ich musste mir Luft machen.
Der Artikel wird kommen.
Ich habe nicht das Recht wegzusehen.
Aber jetzt gerade kann ich einfach nicht mehr.
https://t.co/0dnFJY0PeS
Anmerkung: In den Datenbanken mit Pressebildern gibt es nur sehr wenige Bilder des 10/7 aus Israel, da dort Persönlichkeitsrechte und Opferschutz geachtet werden. Weshalb ich auch für die meisten auf Social Media gesperrt würde. Aber dafür sehr viele aus dem Gazastreifen, schon am ersten Tag.
Aus meinem Archiv…
Foto 1: Getötete Zivilisten auf der Straße nach Sderot
Foto 2: Israelische Truppen versuchen Sderot wieder unter Kontrolle zu bringen
Foto 3: Palästinenser überqueren zum Morden und Vergewaltigen die eingerissene Grenze nach Israel
Two weeks ago, Gazan women testified to a system of rape by Hamas to Palestinian women living in tents.
Last week, Gazan children testified to being raped by Hamas clerics.
This week, a report revealed the extent of sexual violence on Oct. 7th.
The NYT hasn’t written a word.
Full depravity of Hamas during October 7 revealed for the first time: New report details how terrorists performed almost unimaginable horrors upon Israeli families https://t.co/14KfEBq7jV
I was in Golders Green yesterday. I arrived just as the police presence was building. My heart goes out to the two Jewish victims and to their loved ones. We need to make our Jewish community know we support them. Even before I knew what had happened I was in tears because you could feel panic in the air. These are just regular people getting with their lives. London has always been a great multicultural city. Our Jewish community brings us so much. They are an integral part of the fabric of this city.
https://t.co/3Fh9cZS9y9
@OriKatz3@SchwartzTichon חוץ ממדיניות ההגירה, הכלכלה, ההסכמים במזרח התיכון, השינויים במערכת הבריאות כולל פירמידת מזון חדש��, ונצואלה, איראן (עוד נראה) ובקרוב קובה. תמיכה בלתי מסויגת ביהודים כשמימין ושמאל האנטישמית מרימה ראש. ובטח שכחתי כמה דברים
My company rolled out AI tools 11 months ago. Since then, every task I do takes longer.
I am not allowed to say this out loud.
Not because there is a policy. There is no policy. There is something worse than a policy. There is enthusiasm.
There is a Slack channel called #ai-wins where people post screenshots of AI outputs with captions like "this just saved me an hour." There is a VP who opens every all-hands with "the companies that adopt fastest win." There is a Director who renamed his team from Operations to Intelligent Operations. There is a peer review question that now asks: "How have you leveraged AI tools to enhance your workflow this quarter?"
If the answer is "I haven't, because I was faster before," that is a career decision.
So I leverage.
Emails.
Before the tools, I wrote emails. This took the amount of time it takes to write an email. I did not measure it. Nobody measured it. The email got written and sent and it was fine.
Now I write the email. Then I highlight the text and click "Enhance with AI." The AI rewrites my email. It replaces "Can we meet Thursday?" with "I'd love to explore the possibility of finding a mutually convenient time to align on this." I read the rewrite. I delete the rewrite. I send my original email.
This takes 4 minutes instead of 2. The 2 extra minutes are the enhancement. I do this 11 times a day. That is 22 minutes I spend each day rejecting improvements to sentences that were already finished.
In #ai-wins I posted a screenshot of the rewrite. I did not post the part where I deleted it. 23 people reacted with the rocket emoji.
That is adoption.
Meetings.
We have an AI notetaker in every meeting now. It joins automatically. It records. It transcribes. It summarizes. After each meeting I receive a 3-paragraph summary of the meeting I just attended.
I read the summary. This takes 3 minutes. I was in the meeting. I know what happened. I am reading a machine's account of something I experienced firsthand. Sometimes the account is wrong. Last Tuesday it attributed a comment about Q3 revenue to me. My manager made that comment. I spent 4 minutes correcting the transcript.
Before the notetaker, I did not spend 7 minutes after each meeting correcting a robot's memory of something I personally witnessed. I attend 11 meetings a week. That is 77 minutes per week supervising a transcription nobody requested.
I mentioned this once. My manager said "think about the people who weren't in the meeting." The people who weren't in the meeting do not read the summaries. I checked. The read receipts show single-digit opens. The summaries exist not because they are useful but because they are there. I read them for the same reason.
Documents.
I write a weekly status update. Before the tools, this took 10 minutes. I typed what happened. I sent it. My manager skimmed it. The system worked.
Now I open the AI writing assistant. I give it my bullet points. It produces a draft. The draft says "Significant progress was achieved across multiple workstreams." I did not achieve significant progress across multiple workstreams. I updated a spreadsheet and sent 4 emails.
I rewrite the draft to say what actually happened. Then I run my rewrite through the grammar tool. It suggests I change "done" to "completed" and "next week" to "in the forthcoming period." I click Ignore 9 times. Then I send the version I would have written in 10 minutes. The process now takes 30.
I have been doing this every week for 11 months. I have added 20 minutes to a task that did not need 20 more minutes. I call this efficiency. I have been calling it efficiency for 11 months. That is what efficiency means now. It means the additional time you spend to arrive at the same outcome through a longer process. Nobody has questioned this definition. I have not offered it for review.
I kept a log once. 2 weeks. Every task, timed. Before-AI and after-AI. The after number was larger in every case. Every single one. Not by a little. The range was 40 to 200 percent.
I deleted the log.
I deleted it because it was a document that said, in plain numbers, that the AI tools make me slower. And a document like that has no place in a company where AI adoption is a strategic priority. I could not send it to my manager. He championed the rollout. I could not post it in #ai-wins. I could not raise it in a meeting because the notetaker would transcribe it and the summary would read "[Name] expressed concerns about AI tool efficacy" and that summary would be the first one anyone actually reads.
So I do what everyone does.
I use the tools. I spend the extra time. I post in #ai-wins. I write "leveraged AI to streamline weekly reporting" in my review and my manager gives me a 4 out of 5 for innovation. I have innovated nothing. I have added steps to processes that were already finished. I have made simple things longer and labeled the difference with words that used to mean something.
Every week in #ai-wins someone posts a screenshot. And 20 people react with the rocket emoji. And nobody posts the part where they deleted the output and did the task themselves. Nobody posts the revert. Nobody posts the before-and-after timer. Nobody will. Because "I was better at my job before the AI tools" is a sentence that cannot be said out loud in any company that has decided AI is the future.
Every company has decided AI is the future.
So we leverage. Quietly. Adding steps. Calling them optimization. Getting slightly less done, slightly more slowly, with slightly more steps, and reporting it as progress.
My yearly review is next month. There is a new section this year. "AI Impact Assessment." It asks me to quantify the hours saved by AI tools per week.
I will write a number. The number will be positive. It will not be true.
But the AI writing assistant will help me phrase it convincingly. That is the one thing it does well.
❗️What you see here is the result of Iranian missile fire. The Old City in Jerusalem, right near the Temple Mount, was impacted by Iranian missile fragments.
The Iranian regime once again proves they fire indiscriminately—whether at civilian areas or holy sites—all with the intention of destroying the State of Israel.
An Iranian missile just struck Jerusalem’s Old City near the Western Wall, Al-Aqsa Mosque, and the Church of the Holy Sepulchre, some of the holiest sites to Jews, Muslims, and Christians.
די כוסעמק ערס עוד פעם ההודעות האלו בקבוצות של הכיתה שפתחו את כל ההצגות של אורנה פורת לצפייה, ובאוניברסיטה הקטנה אפשר למצוא ניסויים שאפשר לעשות עם הילדים בממ"ד כאילו זה מה שחסר לנו.
מה שהורים צריכים עכשיו זה שאינדהגיים יכנס לאירוע ויעשה לייב של 48 שעות
שימו לב טוב טוב מה אתם עושים בימים הקרובים כי עוד 2000 שנה עם שלם יעשה אותו דבר בחג האיראןפורים הזה.
אז להתרכז בדברים מרימים כמו על האש סמים ואלכוהול ולהתרחק מפירות יבשים, טופו, דברים לא מבושלים או נס קפה של מורות
@ozbinnun השאלה אם הבנת שגם חלקים נרחבים בשמאל הם אנטישמים מובהקים? זה שהקיצונים מצליחים להתאחד תחת שנאה ליהודים, זה באמת טרנד מדכא, אבל כמו שלא תזרוק את כל הקשרים עם השמאל הליברלי בעולם בגלל קיצונים, לא תעשה את זה עם הימין