Warum die gleichzeitige Bekämpfung von Antisemitismus und antimuslimischem Rassismus falsch ist
Es klingt zunächst sympathisch, fast schon moralisch überzeugend: Man müsse Antisemitismus und antimuslimischen Rassismus gemeinsam bekämpfen.
Doch genau das ist der Punkt, an dem eine gut gemeinte Idee zur Gefahr wird. Denn sie verkennt, dass es sich um zwei völlig unterschiedliche Phänomene handelt – mit verschiedenen Ursachen, verschiedenen Ausdrucksformen und unterschiedlichen gesellschaftlichen Dynamiken.
Antisemitismus ist keine Variante von Rassismus. Er ist eine eigene Ideologie, die über Jahrtausende gewachsen ist – ein geschlossenes Weltbild, das Juden nicht als unterlegen, sondern als übermächtig imaginiert.
Er sieht sie als Drahtzieher, als geheime Macht, als Kontrolleure des Bösen.
Das unterscheidet ihn fundamental von rassistischen Vorurteilen, die Menschen abwerten, weil sie als minderwertig gelten.
Antisemitismus ist der Hass auf eine vermeintliche Macht – nicht auf Schwäche.
Und genau deshalb findet er Anhänger in allen politischen Lagern: rechts, links, islamistisch, esoterisch.
Antimuslimischer Rassismus hingegen ist ein anderes Phänomen. Er ist ein Produkt moderner Gesellschaften, in denen Muslime als fremd, gefährlich oder unintegrierbar dargestellt werden.
Das ist rassistisch, ja – aber es ist kein Verschwörungsglaube, keine ideologische Totalerzählung wie der Antisemitismus.
Wenn man beides in einen Topf wirft, dann verwischt man, was man klar benennen müsste.
Und das ist das Gegenteil von Aufklärung.
Doch genau das passiert immer häufiger:
Projekte gegen Antisemitismus werden kurzerhand zu Projekten gegen „Antisemitismus und antimuslimischen Rassismus“ erklärt.
Oft nicht aus Überzeugung, sondern aus Förderlogik – um mehr Geld zu bekommen, um niemanden zu verärgern.
Das Ergebnis ist fatal: Statt über Judenhass, Israelhass und antisemitische Ideologien zu sprechen, redet man über Integration, Migration oder Diskriminierung im Allgemeinen.
Der spezifische Hass auf Juden verschwindet – und mit ihm die jüdische Erfahrung.
Ich habe in den letzten Monaten oft erlebt, wie Gespräche über Antisemitismus abrupt unterbrochen werden, weil jemand sagt:
„Ja, aber wir müssen auch über antimuslimischen Rassismus reden.“
Das ist kein Dialog – das ist Whataboutism.
Es ist ein Ablenkungsmanöver, oft unbewusst, aber mit verheerender Wirkung.
Denn damit wird das Leid von Jüdinnen und Juden relativiert, ihre Geschichte in die große Klammer „Diskriminierung allgemein“ gesteckt.
Doch jüdisches Leid ist nicht verhandelbar, es ist einzigartig – so wie der Hass, der es hervorgebracht hat.
Und es kommt noch ein zweites Problem hinzu:
Wer Antisemitismus und antimuslimischen Rassismus gleichbehandelt, suggeriert, beide Gruppen seien gleichermaßen bedroht, gleichermaßen Opfer und Täter.
Doch das entspricht nicht der Realität.
Wir erleben in Deutschland, dass ein erheblicher Teil des aktuellen Antisemitismus aus islamistischen und antiisraelischen Milieus stammt.
Wer diese Tatsachen verwischt, betreibt keine Aufklärung – er betreibt politische Beruhigung.
Und die führt dazu, dass wir zwar über alles reden, aber nichts wirklich bekämpfen.
Natürlich muss man sich auch gegen antimuslimischen Rassismus engagieren.
Aber man muss wissen, wie und wo.
Es braucht dafür eigene Strategien, eigene Akteure, eigene Bildungsarbeit.
Wer versucht, alles in eine Formel zu pressen, wirkt modern – aber am Ende ist das nur Fassade.
Denn ein Problem wird nicht kleiner, wenn man ein anderes danebenstellt.
Es wird nur undeutlicher.
Wenn wir Antisemitismus wirklich bekämpfen wollen, müssen wir seine Einzigartigkeit anerkennen.
Wir müssen verstehen, dass er mehr ist als Vorurteil oder Diskriminierung.
Er ist ein ideologischer Code, der bis heute wirkt – in der Politik, im Netz, in Köpfen und Herzen.
Wer ihn in der Masse der „Ismen“ auflöst, macht ihn unsichtbar.
Und Unsichtbarkeit ist das, was Antisemiten immer wollten.
Auf dem offiziellen Telegram-Kanal von Abu Obeida, dem Sprecher der Qassam-Brigaden, hat Hamas heute selbst bestätigt, was längst vermutet wurde: Die noch verbliebenen israelischen Geiseln werden bewusst zusammen mit ihren Kämpfern festgehalten. Und mehr noch – sie drohen offen, dass Israel verantwortlich sei, wenn diese Geiseln bei einem Befreiungsversuch ums Leben kommen. Das ist nichts anderes als ein eiskaltes Erpressungsmanöver auf dem Rücken unschuldiger Zivilisten.
Damit ist klar: Die Geiseln dienen Hamas nicht als „Verhandlungsmasse“, sondern werden gezielt als menschliche Schutzschilde missbraucht. Das ist nicht nur moralisch abscheulich, sondern auch ein eindeutiger Bruch des humanitären Völkerrechts. Die Genfer Konvention IV, Artikel 28 stellt unmissverständlich klar: „Die geschützten Personen dürfen nicht dazu benutzt werden, um militärische Operationen vor Angriffen zu schützen.“ Ebenso verbietet das Zusatzprotokoll I, Artikel 51(7) ausdrücklich die Gefährdung von Zivilisten durch ihre Platzierung in der Nähe von militärischen Zielen oder Kämpfern. Genau das macht Hamas – und zwar offen, vor laufender Kamera und ohne jede Scham.
Dieses Vorgehen entlarvt die Terrororganisation endgültig: Hamas ist kein „Befreiungskämpfer“, sondern eine Gruppe, die ihre eigene Bevölkerung wie Geiseln behandelt und internationale Normen bewusst mit Füßen tritt. Wer so handelt, zeigt, dass ihm das Leben der Palästinenser genauso egal ist wie das der Israelis – Hauptsache, die eigene Ideologie überlebt.
Und genau hier trägt auch Deutschland Verantwortung. Es reicht nicht, neutral zu murmeln oder sich hinter diplomatischen Floskeln zu verstecken. Unser Land hat aus seiner Geschichte gelernt, dass Wegschauen keine Option ist. Wenn Hamas Geiseln als menschliche Schutzschilde missbraucht, dann darf Deutschland dazu nicht schweigen. Unsere Stimme muss klar und unmissverständlich an der Seite der Opfer stehen – und nicht an der Seite der Täter.
Alles andere wäre nicht nur Verrat an den Geiseln, sondern auch Verrat an den Prinzipien des Völkerrechts, die wir selbst mit aufgebaut haben.
Wenn gegen die Eröffnung eines israelischen Restaurants in Berlin protestiert und hebräisch sprechende Menschen bedroht werden, ist das mieser Antisemitismus. Israelis+Jüd:innen sind keine Vertreter der israelischen Regierung sondern Menschen. Früher nannte man das „Sippenhaft“.
Zwischen Moralpose und Hass
Pro-Palästina-Demos sind oft kein Ausdruck von Mitgefühl – sondern von Ahnungslosigkeit oder blankem Hass. Wer Israel dämonisiert & Hamas ignoriert, verrät nicht nur die
Wahrheit – sondern sich selbst.
#Antisemitismus
𝗧𝗵𝗲 𝗜𝗿𝗮𝗻𝗶𝗮𝗻 𝗠𝗮𝘀𝘁𝗲𝗿 𝗣𝗹𝗮𝗻 𝗳𝗼𝗿 𝗜𝘀𝗿𝗮𝗲𝗹’𝘀 𝗔𝗻𝗻𝗶𝗵𝗶𝗹𝗮𝘁𝗶𝗼𝗻 - 𝗔 𝗳𝗼𝘂𝗿-𝗱𝗲𝗰𝗮𝗱𝗲 𝗰𝗮𝗺𝗽𝗮𝗶𝗴𝗻 𝗯𝘂𝗶𝗹𝘁 𝗼𝗻 𝘁𝗵𝗿𝗲𝗲 𝗱𝗲𝗮𝗱𝗹𝘆 𝗽𝗶𝗹𝗹𝗮𝗿𝘀:
🔴 𝗡𝘂𝗰𝗹𝗲𝗮𝗿 𝗪𝗲𝗮𝗽𝗼𝗻𝘀 -
The Iranian regime has accelerated uranium enrichment and weaponization efforts, aiming to produce multiple atomic bombs within months.
🔴 𝗕𝗮𝗹𝗹𝗶𝘀𝘁𝗶𝗰 𝗠𝗶𝘀𝘀𝗶𝗹𝗲𝘀 –
Tehran ramped up ballistic missile production to build a massive arsenal of 10,000–20,000 ballistic missiles capable of striking Israel, the broader Middle East, Europe — and beyond.
🔴 𝗚𝗿𝗼𝘂𝗻𝗱 𝗜𝗻𝘃𝗮𝘀𝗶𝗼𝗻 𝘃𝗶𝗮 𝗣𝗿𝗼𝘅𝗶𝗲𝘀 – Hezbollah in Lebanon, the Houthis in Yemen, the Shiite militias in Iraq and Syria and Hamas and Islamic Jihad in Gaza — all armed, trained, and directed by the Iranian regime to invade Israel simultaneously in massive waves.
𝗪𝗵𝗲𝗻 𝘀𝗼𝗺𝗲𝗼𝗻𝗲 𝘀𝗮𝘆𝘀 𝘁𝗵𝗲𝘆 𝗽𝗹𝗮𝗻 𝘁𝗼 𝗱𝗲𝘀𝘁𝗿𝗼𝘆 𝘆𝗼𝘂, 𝗮𝗻𝗱 𝗯𝘂𝗶𝗹𝗱𝘀 𝘁𝗵𝗲 𝗺𝗲𝗮𝗻𝘀 𝘁𝗼 𝗱𝗼 𝗶𝘁, 𝘆𝗼𝘂’𝗱 𝗯𝗲𝘁𝘁𝗲𝗿 𝗯𝗲𝗹𝗶𝗲𝘃𝗲 𝘁𝗵𝗲𝗺 𝗮𝗻𝗱 𝗮𝗰𝘁.
Good morning to all our followers 🇮🇱☀️
In case you missed it:
🥪 The ‘selfie yacht’ is safely making its way to the shores of Israel. The passengers are safe and were provided with sandwiches and water, and are expected to return to their home countries.
🤏 The tiny amount of aid that wasn’t consumed by the “celebrities” will be transferred to Gaza through real humanitarian channels.
🚛 More than 1,200 aid trucks have entered Gaza from Israel within the past two weeks, and close to 11 million meals were transferred by the GHF directly to civilians in Gaza.
There are ways to deliver aid to the Gaza Strip — they do not involve provocations and selfies.
ℹ️ Parteivorsitzende Die Linke angezeigt
Für diejenigen, die in der Ikonographie nicht so bewandert sind, möchte ich den derzeitigen Aufreger entschlüsseln.
▶️ Am Dienstag, dem 06.05.2025 postete @EiflerUlrike die angehängte Grafik (Screenshot).
▶️ Die Grafik ist versehen mit dem Schriftzug „All United For Free Palestine“ („Alle vereint für ein freies Palästina“)
Rechts daneben ist eine Karte des ehemaligen Cisjordanien, also der Gebiete des ehemaligen britischen Mandatsgebietes westlich des Jordans.
▶️ Auffällig ist, dass diese Darstellung kein Israel enthält. Es stellt die Landfläche dar, welche die Mehrheit der palästinensischen Araber als Land Palästina beansprucht. Darauf gründet sich der gesamte Nahost-Konflikt.
Das bedeutet, diese Grafik befürwortet die Zerstörung Israels.
Ebenso wie der Slogan „From The River To The Sea“, also „vom Fluss bis ans Meer“, vom Jordan bis ans Mittelmeer.
▶️ Diese Darstellung wird durch Handabdrücke geformt, die Grafik ist gehalten in den Farben der palästinensischen und jordanischen Flagge. (Panarabische Farben)
▶️ Am 12. Oktober 2000 wurden die zwei israelischen Reservisten Vadim Nurzhitz und Yossi Avrahami, die als Fahrer dienten, von der palästinensischen Polizei festgenommen. Sie waren falsch abgebogen und versehentlich nach Ramallah gefahren.
Sie wurden in einer Polizeistation verhört. Daraufhin versammelte sich ein Mob von etwa 1000 Männern. Etwa ein Dutzend mit Stangen und Messern Bewaffnete stürmten die Polizeistation und töteten die beiden Soldaten, wobei sie ihnen u.a. auch die Augen heraus- und die Ohren abrissen. Ein Polizist beteiligte sich daran.
Einer der Getöteten wurde aus dem Fenster geworfen, wo die Menschenmenge weiter auf ihn entrat und -schlug. Ein zufällig anwesendes Kamerateam aus Italien filmte den Vorfall. Ein britischer Fotograph wurde bedroht und seine Kamera zerstört.
Der Körper des zweiten Soldaten wurde in Brand gesteckt und durch die Straßen geschleift.
▶️ Einer der Haupttäter, Aziz Salha, trat nach der Tötung ans Fenster und zeigte der Menschenmenge stolz seine blutbeschmierten Handflächen. Die Aufnahmen der Szene sind sehr bekannt geworden.
▶️ Aziz Salha wurde später durch Israel zu lebenslanger Haft verurteilt. Er wurde 2011 neben Yahya Sinwar, dem späteren Chef der Hamas im Gazastreifen, mit über 1000 weiteren Gefangenen gegen den entführten Soldaten Gilad Schalit ausgetauscht.
Im Oktober 2024 wurde er bei Deir al-Balah im Gazastreifen getötet.
▶️ Die Handabdrücke sind ein Zeichen des gewaltsamen palästinensischen Widerstandes und referenzieren den so genannten Lynchmord von Ramallah und das ikonische Bild von Aziz Salha.
Die Grafik kann also als Zeichen der gewaltsamen Auslöschung der Juden und/oder. des Staates Israels gewertet werden.
▶️ Ulrike Eifler, die die Grafik auf X gepostet hat, wuchs in Eberswalde in der DDR auf. Ihr Vater Wilhelm Philipp Eifler war als kommunistischer Widerstandskämpfer Sträfling im KZ Dachau.
Eifler war laut Wikipedia nach langem und umtriebigem Studium Journalistin und Hörbuchrezensentin und in verschiedenen Gewerkschaften tätig (Gewerkschaftsbund, IG Metall) und gehörte bis 2008 dem trotzkistischen Netzwerk Marx21 an.
Sie wurde zur Gründung zur ersten Vorsitzenden des hessischen Landesverbands der Partei Die Linke gewählt. Seit 2017 ist sie Sprecherin der Bundesarbeitsgemeinschaft Betrieb und Gewerkschaft.
2018 kandidierte sie für den Landtag in Hessen, 2021 für den Bundestag in Recklinghausen in NRW.
Seit dem Vergangenen Jahr ist sie im Vorstand der Partei Die Linke.
▶️ Das Posting ist nach wie vor online.
Nachdem viele Kommentatoren Eifler auf die inhaltliche Bedeutung aufmerksam gemacht haben, hat sie die Kommentarfunktion eingeschränkt.
Mindestens drei Nutzer haben kommentiert, dass sie Strafanzeige gestellt und/oder den Verfassungsschutz informiert haben.
Es ist ja nicht so, dass das alles nicht untersucht werden würde.
Es ist nur leider so, dass Wissenschaft nicht mehr zählt.
📜 zu gemeinschaftlich begangenen Vergewaltigungen - sog. "Gruppenvergewaltigungen"
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Eine dramatische, bittere Woche geht zu Ende. Und doch, trotz des Grabens, der sich heute aufgetan hat, ist meine gesamte politische Überzeugung, dass Demokraten mehr gemeinsam haben als sie trennt. Um diese Gemeinsamkeit kämpfe ich. Aus ganzem Herzen und mit voller Überzeugung.
Wenn man an dem Tag, an dem man zum zweiten Mal mit der AfD abgestimmt hat, einer rechtsradikalen Partei, nicht ein drittes Mal ausschließt, sondern ein Bündnis mit den Grünen, dann ist das politische Koordinatensystem komplett verschoben. Liebe Grüße an Christian Lindner.
23/ehrabschneidend, empörend, bar jeder Kenntnis und jeder auch nur halbwegs akzeptablen moralischen Integrität. Der Verlag sollte sich schämen, so ein Machwerk um des schnöden Profites wegen publiziert zu haben.
22/Akteur, sondern praktisch nur als Opfer westlichen Hegemonialstrebens vorkommt, ist schon peinlich genug. Aber wie die beiden Autor*innen die Ukraine skizzieren, mir ihr umspringen, sie im preußischen Kommandostil von einem arroganten Feldherrenhügel aus beurteilen, ist
21/ein großes Rätsel – und offenbart interne Sicherheitsprobleme.
Es ist unglaublich, dass ein Buch von ehemals politischen Verantwortungsträgern so verantwortungslos mit Fakten spielt - und Lügen und Halbwahrheiten und Geraune und Auslassungen verbreitet. Dass Russland nicht
20/wenigstens, als sie es sind. Aber klar, das ist gar keine Frage von Wissen, sondern von Ideologie und Vorannahmen. Warum jemand wie Verheugen jahrzehntelang europäische Politik, auch jene, die er nun ablehnt, betrieb im Namen einer Gemeinschaft, die er offenbar hasst, bleibt
19/handeln will bzw. ausschließlich zu den eigenen Konditionen. Vielleicht hätten die beiden „Experten“ doch ab und zu wenigstens mal russische Quellen studieren sollen, um sich über die Absichten und den inneren Zustand in Moskau kundig zu machen, nur ein bisschen kundiger
18/erläutern sie nicht – das fällt ihnen auch leicht, weil sie mit keinem Wort auf die Massenverbrechen der russländischen Föderation in den okkupierten Gebieten eingehen. Ebenso unterlassen sie es, zu erklären, wie jemand zu Verhandlungen gebracht werden könnte, der nicht ver-