🚨Frau Oberhuber, kommen Sie runter aus der klimatisierten Redaktion.
Stellen Sie sich vor, Sie stehen um 4:00, 4:30 oder 5:00 Uhr auf, bei Dunkelheit, Regen drei Grad im Winter, mehr in Sommer, nicht aus Lust, sondern weil der LKW wartet, die Baustelle ruft oder die Nachtschicht beginnt.
Als Bauarbeiter, Maurer, Betonierer, Straßenbauer, Pflasterer oder Tiefbauarbeiter schleppen Sie den ganzen Tag 20–50 Kilo schwere Teile, Rücken und Knie geben nach 20 Jahren auf, oder auch früher.
Als Dachdecker oder Gerüstbauer balancieren Sie in 20 Metern Höhe, ein Fehltritt kann tödlich enden.
In der Gießerei oder im Stahlwerk bei extremer Hitze, Staub und giftigen Dämpfen.
Als LKW-Fahrer, Bus oder Lokführer stundenlang eingequetscht unter Zeitdruck, mit Heben beim Be und Entladen und unregelmäßigen Schichten.
In der Pflege (Kranken und Altenpfleger, Rettungssanitäter) heben Sie 80–100 und mehr Kilo schwere Patienten, oft allein, in gebückter Haltung, plus Nachtdienste und emotionale Dauerbelastung.
Als Müllwerker, Hafenarbeiter, Kranführer, Forstarbeiter oder Landwirt täglich schwerste körperliche Arbeit unter allen Wetterbedingungen.
In Produktion, Schlachthof, Großküche, Bäckerei oder Schichtbetrieb repetitive Bewegungen, Lärm, Hitze, Kälte, Chemikalien…
Als Reinigungskraft, Paketbote, Briefträger, Handwerker (Klempner, Schweißer, Elektriker, Maler, Tischler) in Zwangshaltungen, mit vibrierenden Werkzeugen, Dreck und Zeitdruck…
Und das 40-45 Jahre lang, abends nur noch Schmerzmittel und Couch.
Das ist kein „erfüllender Job“, sondern Knochenjobs, die Deutschland am Laufen halten.
Jetzt lesen wir Ihren Satz:
„Die Rente mit 70 ist doch keine Zumutung.“
Die Realität sagt etwas anderes.
Laut DIW-Studie haben Arbeiter in genau diesen Berufen mit 65 Jahren im Schnitt nur noch 15,9 Jahre Restlebenserwartung, Beamte und Büromenschen 21,5 Jahre.
Fünf bis sechs Jahre Unterschied, sind Jahre, die viele von Ihnen nicht mehr erleben.
Die gesunde Lebenserwartung endet bei körperlich Belasteten oft schon Mitte 50, danach dominieren Schmerzen, Operationen und Einschränkungen. https://t.co/FO70qqFAOA
Das Durchschnittsalter beim Renteneintritt liegt bei 64,7 Jahren, nicht bei 67 oder 70.
Viele gehen schon mit 60–63 über Erwerbsminderung, weil der Körper streikt, andere sterben längst vorher. https://t.co/zSpj39ZnhY
Der Kontrast ist brutal, der Arbeitnehmer zahlt mit kaputten Rücken, Knien, Lunge und Schultern, mit Schlafstörungen und früherem Tod.
Viele Journalisten, Politiker und Beamte tippen am Laptop, haben Homeoffice, geregelte Pausen und höhere Pensionsansprüche, und erklären dann, längeres Arbeiten sei „keine Zumutung“.
Das ist keine faire Debatte mehr, sondern die Ignoranz privilegierter Perspektiven.
An alle in Bau, Handwerk, Logistik, Pflege, Industrie, Landwirtschaft, Entsorgung, Transport und allen anderen Knochenjobs:
Ihr seid nicht faul oder undankbar, nur kaputtgearbeitet, denn ihr habt die Straßen gebaut, die Hallen hochgezogen, die Ware bewegt, die Kranken und Alten gepflegt. Ohne euch läuft nichts.
Die Demografie ist eine Herausforderung, richtig, aber die Lösung darf nicht sein, dass ausgerechnet diejenigen, die am härtesten gearbeitet haben, noch länger durchhalten müssen, während andere ihre Privilegien behalten.
Rente mit 70? Für viele von Ihnen eine Frechheit.
Für diejenigen im Warmen vielleicht ein netter Gedanke.
Zeit, dass das endlich ankommt.
Respekt an euch alle, denn ihr haltet das Land am Laufen.
.@SHomburg
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@DocBio1509@Gert_Woellmann@ScherhagThomas@fdp Klar kann man das machen, wenn man will. Aber ich seh das wie @Gert_Woellmann: ziemlich sicher will man nicht. Die CDU fantasiert doch eh ständig von der Vorratsdatenspeicherung. So eine Chance lassen die sich nicht entgehen.
Und nochmal, weil das auch Leute in Deutschland toll finden:
Wer ein Verbot für 16-Jährige einführt, führt eine Alterskontrolle für alle ein. Dann ist es nur noch ein kleiner Schritt zu digitalen ID und einer Klarnamenpflicht. Kurz: worum es eigentlich geht!
@patrickauftour@AliCologne „Die Rechten machen das doch auch, also warum sollten wir nicht?“ ist keine so gute Verteidigung, wie du vielleicht meinst.
Wer selbst kein Faschist sein will, sollte auch keine faschistischen Methoden anwenden.
@Antje_Kapek Und wer definiert „menschen- und demokratiefeindliche Inhalte oder Organisationen“? Wer darf entscheiden, was vom Diskurs in der Zivilgesellschaft ausgeschlossen wird?
@HantsPolice „His Killer continued to divert the blame.“
Really? He didn’t immediately cop to stabbing the kid? Wow. Who‘d have thought. One would‘ve hoped your officers have more avenues of investigation open than asking the perpetrator if he did it. JFC.
@c_groetzinger Oder mehr Unisextoiletten. Waschbecken vorne, Urinale separat, Kabinen hinten, fertig.
Aber ja, Frauen brauchen im öffentlichen Raum mehr Platz für Klos. Das weiß jeder, der schon mal im Stadium oder bei einem Konzert war.
ℹ️ Tilo Jung und das palästinensische Genozid-Gefasel
Ich entschuldige mich vorab für die Länge. Aber ich bin unfassbar wütend, ich habe Zorn in mir.
Da Tilo Jung inzwischen ungefiltert palästinensische Propaganda wiedergibt, rezipiere ich nichts mehr von ihm. Aus gegebenem Anlass muss ich aber doch etwas loswerden.
Das angehängte Video ist mir gestern von @bettinaroehl in die Timeline gespült worden, und ich war dumm genug, mir damit den Abend zu versauern. Denn ich halte diesen Ausschnitt für symptomatisch, was und wie in Deutschland (und nicht nur hier) über den angeblichen Genozid im Gazastreifen debattiert wird.
Herr Jung liest vorbereitete Argumente – die ich allesamt kenne und schon aufgedröselt habe – vom Blatt ab. Zwei Gäste verlassen das Studio, weil der Journalist Albrecht von Lucke da irgendetwas nicht so stehen lassen will.
Was folgt ist eine wirre Maulfechterei, die sich meist auf der Meta-Ebene bewegt, inhaltlich zu absolut nichts beiträgt und nur Wasser auf die Mühlen derer ist, die an einen Genozid glauben wollen.
Unbedarften müssen Jung als gut vorbereitet und seine Argumente daher als stichhaltig vorkommen. Von Lucke muss Unbedarften als kopfgesteuerter Akademiker-Zausel vorkommen, der nichts widerlegen kann.
Entsprechende Kommentare habe ich an vielen Stellen gelesen. Viele beschränken sich auf das Hereinbrüllen von Meinungen, die sich ausschließlich danach richten, welche Position man vorher bereits mochte und welche nicht.
Besch��ftigen wir uns mit den Fakten und den Argumenten von Jung.
▶️ „Der Internationale Gerichtshof hat Maßnahmen angeordnet, um einen Völkermord zu verhindern.
Israel hat keine dieser Maßnahmen umgesetzt.“
Diese Aussage ist falsch.
Der IGH hat keinen Völkermord festgestellt. Er hat Maßnahmen angeordnet, um ihn zu verhindern, soweit richtig.
Dazu gehört beispielsweise, dass Israel sicherstellen soll, dass seine Streitkräfte keine Handlungen begehen, die die Kriterien eines Völkermordes erfüllen. Einige NGOs und Gremien der UN kamen zu dem Schluss, dass Israel diese nicht oder mangelhaft umgesetzt hat.
Das Problem daran ist, dass wenn Israel zu dem Schluss kommt, dass kein Völkermord begangen wird, es auch nichts umzusetzen oder zu berichten hat.
Jung setzt also schlicht voraus, dass ein Völkermord begangen wird. Er begründet etwas mit sich selbst. Zudem impliziert er damit, dass wenn diese Maßnahmen nicht umgesetzt würden, das automatisch einen Völkermord bedeuten würde. Das kann aber wohl kaum auf einen Bericht nach einem Monat oder die Bestrafung von Aufrufen zu einem Völkermord ankommen, was ebenfalls vom IGH gefordert wurde.
Das nennt man in der Wissenschaft eine Scheinkausalität, „Cum hoc ergo propter hoc”, und „petitio principii” („das zu Beweisende wird vorausgesetzt“), beides schwere Logik-Fehler.
▶️ „Führende Genozid-Forscher haben aufgezeigt, warum der Krieg im Gazastreifen ein Völkermord ist.“
Er nennt diese „führenden Genozid-Forscher“ nicht, erst später nach Aufforderung einen.
Es gibt jedoch auch Genozid-Forscher, die keinen Genozid sehen. (Jeffrey Herf, Norman J. W. Goda, John Spencer) Zudem sind ernstzunehmende Forscher sehr vorsichtig und formulieren sehr kleinteilig, wie beispielsweise Omer Bartov. Der übrigens erst sehr spät zu der Meinung gelangte, und das bewusst auch nur indirekt begründet.
Die Aussage ist im Kern richtig, impliziert aber eine Einstimmigkeit, die es nicht gibt. Zudem werden hier „Genozid-Forscher“ begrifflich aufgewertet, es sind Historiker.
▶️ „Alle internationalen NGOs sprechen davon, dass das, was im Gazastreifen passiert, ein Völkermord ist.“
Diese Aussage ist Mumpitz, da sie nicht widerlegbar (falsifizierbar) ist. Denn sicher hat Herr Jung nicht mit allen NGOs der Welt gesprochen und man kann es auch nicht, um das zu widerlegen.
Dazu habe ich bereits eine Grafik veröffentlicht, wer unter anderem alles keinen Genozid sieht:
https://t.co/yrttaBwovu
▶️ „Ist da Waffenstillstand, oder nicht?“
Leicht zu beantworten: Nein, es gibt keinen Waffenstillstand.
Im Deutschen unterscheidet man zwischen Waffenstillstand und Waffenruhe oder Feuerpause. Im Gazastreifen herrscht letzteres. Es ist nach wie vor Krieg.
▶️ „Eine unabhängige UN-Kommission, die schon bei den Jesiden von Völkermord gesprochen hat, sagt vier von fünf Völkermord-Kriterien werden in Gaza erfüllt.“
Diese Kommission bestand aus genau drei Leuten.
• Navi Pillay, südafrikanische Juristin. Also genau aus dem Land, das ein Verfahren gegen Israel führt.
• Miloon Kothari, ein indischer Menschenrechtsaktivist und vorheriger UN-Sonderberichterstatter. (Ähnlich wie Fancesca Albanese)
• Chris Sidoti, ein australischer Jurist und Menschenrechtsaktivist.
Alle drei haben eine Vorgeschichte, gegen Israel zu argumentieren, bevor sie Teil dieser Kommission wurden. Zudem war das eben nicht dieselbe Kommission, die etwas zu den Jesiden gesagt hat. Und sie war auch nicht unabhängig, da es ja eine UN-Kommission war.
🔴 Der entscheidende Punkt ist hier aber, dass gemäß Jung und der Kommission vier von fünf Kriterien für Völkermord zutreffen. Das sagt aber absolut NICHTS darüber aus, ob ein Völkermord stattfindet.
Jung liest sie auch vor:
• Tötung von Mitgliedern der Gruppe
• Verursachung von schwerem körperlichem oder seelischem Schaden an Mitgliedern der Gruppe
• vorsätzliche Auferlegung von Lebensbedingungen für die Gruppe, die geeignet sind, ihre körperliche Zerstörung ganz oder teilweise herbeizuführen
• Verhängung von Maßnahmen, die auf die Geburtenverhinderung innerhalb der Gruppe gerichtet sind
Ich zähle diese Punkte auf, damit jeder folgendes selber prüfen kann:
Alle diese Punkte können auch in jedem normalen Krieg ohne Genozid zutreffen!
Der alles entscheidende Unterschied ist das Motiv, der hier so genannte dolus specialis. Und der besagt, dass diese Handlungen begangen werden müssen, um „eine nationale, ethnische, rassische oder religiöse Gruppe als solche ganz oder teilweise zu zerstören“.
Dafür reicht es NICHT, dass irgendwelche rechtsradikalen Politiker irgendetwas auf X posten. Zumal wenn sie gar keinen Einfluss auf das taktische Vorgehen der IDF haben. Sondern es muss bewiesen werden, dass es über eine normale Kriegsführung hinaus zutrifft.
Das wird auch der entscheidende Punkt beim Urteil des IGH sein.
🔴 Genau so – in meinen Augen widerwärtig - funktioniert auch die Argumentation von Amnesty International. Das sogar in seinem Paper sagte, dass wenn die Definition von Genozid so streng ausgelegt würde, es annähernd unmöglich sein, einen Genozid in einem Krieg nachzuweisen.
Das ist absolut richtig. Das ist der Punkt. So soll es sein. Denn ein Genozid muss per Definition über einen Krieg hinausgehen. Ist das nicht der Fall, könnte beispielsweise auch der Ukraine ein Völkmord für Handlungen gegenüber Russen vorgeworfen werden.
Alle Punkte, die Jung vorbringt, sind nicht nur Jung und Naiv, sondern Schall und Rauch.
Und erneut verpassen es andere Journalisten, das anhand von Fakten zu widerlegen. Hauptsache Blabla fürs Feuilleton, anstatt mal für Butter bei die Fische zu geben für Menschen, die sich nicht täglich damit befassen.
Menschen, die vom Genozid überzeugt sind, werden Jung weiterhin zustimmen. Doch diejenigen, die noch erreichbar sind, werden hier beeinflusst.
❗️ Was derzeit stattfindet ist in seiner Tragweite gar nicht abzusehen: Durch diese Art der Argumentation - häufig aus eigennützigen Motiven, denn auch NGOs und Jung verdienen damit Geld - wird der Begriff des Genozids verwässert.
@jviddy@TheNicholasWolf@KeithLevenberg A lot of things, when done well, can be the difference between greatness and mediocrity. That’s not unique to contemporary commentary.
@jviddy@TheNicholasWolf@KeithLevenberg Current messaging in general is fine, but only if it is done well and worked subtly into the story. Casino Planet was neither.
@jviddy@TheNicholasWolf@KeithLevenberg Like what? „The true Evil isn’t the Space Nazis blowing up planets, it’s the 1% selling them weapons!“ - not sure that’s really any deeper. It’s just hamfisted.
@jviddy@TheNicholasWolf@KeithLevenberg Yes, war profiteering is bad. But there is a place and a time for calling that out. The middle of a movie about space wizards fighting space Nazis is not it.
Nur noch einmal am Tag dürfen laut einem neuen Gesetz die Preise an den Tankstellen erhöht werden. Eine Studie zeigt: Dadurch verdienen die Konzerne noch mehr. https://t.co/Wt7YdYe3AI
@m1_ulrich@StapelChipsYT@polenz_r Sie hatten 20 Jahre unter eigener Verwaltung in Gaza und Milliarden an Hilfsgeldern. Gebaut haben sie Bunker und Tunnel und Raketen.
@MariaCrouch18@WearThePeaceCo Germany has classified the slogan in question as support of terrorist organizations, as well as inciting violence. That’s why it is illegal to use. Break the law, get arrested. Not rocket science.