Eben beim Mittagessen. Mein Vater: „Was habe ich gelesen? Die US-Wirtschaft boomt? Na, dann macht Trump ja doch alles richtig.“
Mein fast 90-jähriger Vater bastelt sich sein Weltbild gerne aus Schlagzeilen. Früher war er Stammleser des Blattes mit den vier großen Buchstaben. Es ist seine Leidenschaft, mich mit seinen Fundstücken zu reizen – nur damit ich mich an seinen Schlüssen abarbeite, statt bloß abzuwinken. Eigentlich hält er Trump für einen von Putin persönlich ausgebildeten Spion. Aber bei einer boomenden Wirtschaft? Da würde er ihn glatt wählen.
Die Schlagzeile stand im Manager-Magazin: „US-Arbeitsmarkt schafft doppelt so viele Jobs wie erwartet. Trotz des Irankriegs wächst die amerikanische Wirtschaft.“
Das Tückische ist: Sie log nicht. 172.000 neue Stellen, doppelt so viele wie prognostiziert. Die Zahl stimmt. Sie erzählt nur nicht die ganze Geschichte.
Die andere Hälfte stand im Kleingedruckten darüber: „Slow Hire, Slow Fire.“ Kaum einer stellt ein, kaum einer wirft raus. Das ist kein Boom. Das ist ein eingefrorener Arbeitsmarkt, auf den die Fußball-WM pünktlich zum Anpfiff noch ein paar Aushilfsjobs im Gastgewerbe draufgeschüttet hat.
Der Rest, den die Großschrift verschweigt: Das Wachstum liegt bei mageren zwei Prozent – so langsam wie seit der Pandemie nicht. Die Börse erlebte ihren schwärzesten Tag seit Monaten. Und die Inflation, angeheizt durch den Krieg im Iran, nagt längst wieder an den Löhnen. Analysten sprechen bereits von einer milden Stagflation.
Eine Schlagzeile ist ein Foto. Kein Film.
Das ist kein Zufall, sondern Struktur. Die schlechte Nachricht ist fast immer ein Prozess: schleichende Inflation, erodierende Institutionen, wegbröckelndes Vertrauen, eine Armee, die sich langsam aufreibt. Die gute Nachricht ist ein Ereignis: ein Jobbericht, ein Quartalsgewinn, ein Gipfeltreffen, ein erobertes Dorf. Prozesse bekommen selten Schlagzeilen. Ereignisse immer. Das Mediensystem bevorzugt den Schnappschuss – und damit oft denjenigen, dem dieser Schnappschuss gerade nützt.
Das ist keine Medienschelte. Das ist die Bauanleitung moderner Desinformation.
Die plumpe Fälschung ist etwas für Anfänger. Sie stirbt meist am ersten Faktencheck. Die Profis – Moskau vorneweg – arbeiten längst anders. Sie liefern ausschließlich wahre Bausteine und überlassen das Bauen des falschen Hauses dem Publikum. Was man selbst gebaut hat, verteidigt man. Und dieses Haus übersteht jeden Faktencheck, weil kein einziger Stein gelogen war.
Russland selbst ist dafür das perfekte Beispiel. Seit Jahren lesen wir Meldungen über eroberte Dörfer, neue Offensiven, Geländegewinne. Jede einzelne Meldung ist wahr. Aus tausend wahren Einzelmeldungen entsteht jedoch das Bild einer unaufhaltsamen Militärmacht.
Was fehlt, ist der Rest der Geschichte: Hunderttausende Verluste für wenige Kilometer Boden. Eine überhitzte Kriegswirtschaft. Zweistellige Zinsen. Materialverschleiß. Rekrutierungsprobleme. Die totale Abhängigkeit von China und Nordkorea.
Dasselbe Muster gilt für Trump. Arbeitsmarkt stabil? Wahr. Wirtschaft wächst? Wahr. Börsenkurse steigen? Wahr. Doch aus diesen isolierten Bausteinen entsteht die Erzählung vom wirtschaftlichen Genie im Weißen Haus.
Die meisten Menschen scheitern nicht am Faktencheck. Sie scheitern an der Einordnung. Moderne Propaganda lügt immer seltener. Sie entscheidet nur, welchen Teil der Wahrheit sie zeigt.
Wer am lautesten erklärt, er wolle sich „seine eigene Meinung bilden“, unterschätzen oft am stärksten, wie sehr jede Meinung von der Auswahl der Informationen abhängt. Niemand kann sich eine eigene Meinung zu Fakten bilden, die er nie gesehen hat. Der Denkfehler lautet: Wenn ich selbst denke, bin ich unabhängig.
Nein. Du denkst immer selbst. Die entscheidende Frage ist, worüber du nachdenkst und was dir vorher präsentiert wurde.
Ein Beispiel: Die Tagesschau berichtet über russische Kriegsverbrechen und Russlands wirtschaftliche Probleme. Ein Telegram-Kanal berichtet über Korruption in der Ukraine und deutsche Waffenlieferungen. Beide berichten wahre Dinge. Wer nur das eine sieht, kommt zu völlig anderen Schlüssen als der, der nur das andere sieht. Beide halten sich für unabhängige Selbstdenker. In Wirklichkeit wurden sie bereits durch die Auswahl der Informationen in entgegengesetzte Richtungen gelenkt.
Das heißt nicht, dass beide Seiten gleich weit von der Wahrheit entfernt liegen – die Wahrheit wohnt nicht automatisch in der Mitte. Es heißt nur: Niemand steht außerhalb der Auswahl. Auch der nicht, der sich dafür hält.
Mein Vater ist dabei noch der glückliche Fall. Er ließ sich überzeugen, als ich ihm die zweite Hälfte der Geschichte danebenlegte: das Slow Hire, die zwei Prozent, die Inflationszahlen. Er ist im Kopf beweglich und wissbegierig.
Das Problem ist nicht mein Vater. Das Problem sind die Millionen Menschen, neben die sich niemand setzt, um die fehlenden Puzzleteile auf den Tisch zu legen.
Die größte Gefahr im Informationskrieg ist nicht die Lüge. Gegen Lügen haben wir Abwehrkräfte. Die Gefahr ist die halbe Wahrheit. Man zeigt sie uns und lässt uns die falsche Schlussfolgerung selbst ziehen. Wir halten sie dann für unsere eigene Erkenntnis.
Und nichts verteidigt ein Mensch erbitterter als einen Irrtum, den er für seinen eigenen Gedanken hält.
Was lernen wir aus der aktuellen exzellenten Folge Reschke Fernsehen?
1.) Wir haben eine Armada Anwälte usw. im Bundestag sitzen, die eine Steuervermeidungsindustrie geschaffen haben
2.) Vermögen- und Erbschaftssteuer zu erhöhen treibt Familien in Familienstiftungen
3.) Es ist überfällig, dass der Gesetzgeber hier Hand anlegt. 15% auf Alles ist lächerlich. Das gilt besonders für meine Flat Tax Freunde 🖕
Unbedingt anschauen.
Bin selber Ossi. Habe in einem verkommenen Produktionsbetrieb gelernt. Kohlen geschleppt. Die verdreckte Luft geatmet. Alles, was mich umgab, war kaputt, auch die Menschen. Im Unterschied zu denen da bin ich aber den Wessis dankbar und versinke nicht in Mitleid oder habe mir eine besondere Antenne für Diktatur angedichtet. Obwohl ich die schon damals hatte und demonstrierte als die Vopos noch prügelten. Die da haben damals gar nichts getan. Die da hatten es nie schwer, auch nach der Wende nicht. Schwer hatten es die Polen, Ungarn, Tschechen und vor allem die Jugoslawen - denen als Flüchtlinge im Osten die Scheiben eingeschmissen wurden.
Wir im Osten hatten abgefederte, auszuhaltende Probleme, aber waren 1990 alle in Italien und sonstwo wie Graf Koks am Buffet und wedelten mit der D-Mark.
Und jetzt stehen die da und halten sich für erleuchtet - winken mit Russenfahnen und ergötzen sich in Vernichtungsfantasien gegen „Altparteien“; in denen sie sich nie engagierten.
Dabei müssten die auf Knien rutschen dafür, dass Leute aus Essen, Dortmund und Hamburg teilweise Kassenkredite aufnahmen, um im Osten den Russen-Schrott zu beseitigen. Aber NÖ: Riesige Klappe, von nix einen Plan und ein Handy voller Lesezeichen zu Nuoviso, Ken Jebsen und Daniele Ganser.
@heiko_w73@CKdiesechste Die arbeiten gerade aber nicht im Wahlkreis, sondern im Bundestag. Und sie schaffen sich keine Transparenz darüber, sondern es werden die Leute, die nicht im BT arbeiten bepöbelt. Und die wenigsten haben dabei so ein Einkommen, so viele "Urlaustage" und Abwesenh. wg Lobbyarbeit
Die E-Auto-Prämie wurde weder von Habeck noch über Nacht gestrichen, sondern nach dem Urteil des BVerfG - nach der Klage der UNion gegen den Klima- und Transformationsfond der Ampel.
Es ist der Gipfel an Lügen, Infamie und Niedertracht, was @mueller_sepp mal wieder abliefert.
Ich liege mit Ralf Stegner politisch wirklich oft über Kreuz. Das ist kein Geheimnis. 😄
ABER:
Wenn die AfD ihm eine Zwischenfrage stellt, dann stelle ich schon mal Popcorn bereit. Die lernen es einfach nicht.
Andere geraten bei AfD-Kurzinterventionen oder Zwischenfragen ins Schwimmen. Stegner hingegen wirkt dann wie ein Endgegner im Bundestagsmodus: „Danke für die Vorlage, jetzt zerlege ich euch öffentlich.“
Und genau DAS fehlt vielen Demokraten: Nicht dieses ewige nervöse Herumgeeier, sondern klare Kante, direkte Sprache und rhetorischer Gegendruck.
Man muss Stegner nicht mögen. Ich tue das oft selbst nicht. Aber rhetorisch liefert der Mann der AfD regelmäßig dermaßen Ohrlaschen, dass man fast Mitleid bekommen könnte.
Fast. 🤷🐑
@simas_ch@haider1 I saw your talk about AI with SDD at Spring I/O on YouTube; that's good proof of how to let AI do a good job for real. There are a lot of wrong ways to do it, but there are some good ways to do it right. Some people need some time to understand.
Ich bin schockiert über die Haltung vom @bundeskanzler zur Forschung in Deutschland.
Wie soll man bei der Haltung besser die Produktifizierung von Grundlagenforschung hinbekommen, wenn er den Kern von universitärer Forschung nicht verstanden hat.
Letzte Hoffnung @dorobaer?
It is a scandal of alarming proportions: for four years, a German company has unhinderedly supplied European high technology—including microcontrollers, sensors, and other dual-use components—to the Russian military-industrial complex, thereby directly supporting Putin’s war machine.
Around 16,000 shipments, valued at over 30 million euros, were processed while the German government apparently stood idly by. Only now, after years of systematic circumvention of EU sanctions, is action finally being taken. This is not merely a failure; it constitutes active complicity through willful blindness.
The German Federal Government—which rhetorically positions itself so vociferously as a pioneer in sanctions policy—allowed a network under Russian control (operating via the sanctioned firm Kolovrat) to place fictitious orders for four years, funneling goods through Turkey so that they would arrive in Russia in record time (often within just 5 to 10 days). Particularly insidious is the fact that many components ended up at the All-Russian Research Institute of Automation—an institution directly involved in the development of Russian nuclear weapons.
Thanks to these 16,000 shipments, Russia was able to modernize its weapon systems, enhance its precision guidance capabilities, increase the reliability of its drones and missiles, and further expand its nuclear infrastructure. Every single shipment has potentially endangered German and European soldiers, as well as Ukrainian civilians.
Why did the German government merely stand by and watch for four years?
• Bureaucratic inertia and a lack of political priority: The relevant authorities (BAFA, Customs, the Office for the Protection of the Constitution, and the BND) evidently possessed information but failed to consistently translate it into concrete action.
• Fear of economic repercussions: There was a reluctance to unduly disrupt Germany’s export-oriented economy, leading officials to instead turn a blind eye.
• Political hypocrisy: Loudly proclaiming "Stand with Ukraine" while simultaneously allowing German companies to supply Putin’s war machine with dual-use technology.
Why?
Während du schliefst … liebes Europa und die Welt, die ihr eure Patriots „für den Fall“ lieber für euch behaltet.
Wieder Zivilisten.
Wieder mindestens 18 Verletzte. Darunter zwei Kinder:
2 und 10 Jahre alt.
Lacht ruhig über Trumps Eitelkeit. Aber lacht nicht zu lange.
Ja, wir haben es alle gesehen: Trump auf dem roten Teppich, Kinder mit Fähnchen, der synchrone Stechschritt der Volksbefreiungsarmee und Xis pompöses Bankett. Es hatte fast etwas von den Village People auf Chinesisch. Trump wollte gebauchpinselt werden. Xi hat ihm den Wunsch erfüllt.
In Trumps Logik funktioniert das so: Wenn der mächtigste Mann Asiens ihm derart die Ehre erweist, dann muss er selbst der mächtigere sein - und wer den mächtigsten Mann der Welt empfängt, kann nur ein starkes Land sein.
Dazu die üblichen Milliarden-Deals: Boeing-Flugzeuge, Sojabohnen, Rindfleisch. Die westlichen Kommentare folgten prompt: „Magerer Gipfel, viel Pomp, wenig Substanz.“
Genau das ist der Denkfehler.
Während wir uns über Trumps Schmeichel-Anfälligkeit amüsieren und das Weiße Haus ein PR-Video namens „Amerika ist wieder stark“ verbreitet – in dem bizarrerweise hauptsächlich chinesische Soldaten marschieren –, hat dieser Gipfel längst über uns entschieden. Über unsere Energiepreise, unsere Sicherheit, unseren Wohlstand. Wir saßen nicht mal am Tisch. In keinem einzigen Protokoll tauchen wir überhaupt auf. Nicht ein einziges Mal.
Wer wissen will, was wirklich passiert ist, muss in das Kleingedruckte schauen. Und vor allem darauf, was totgeschwiegen wurde.
Nehmen wir den Iran. Im US-Bericht heißt es stolz, beide Seiten seien sich einig, dass Teheran niemals Atomwaffen besitzen dürfe. Im chinesischen Protokoll dagegen existiert das Wort „Iran“ nicht einmal. Trump verkauft uns ein chinesisches Einverständnis, das es schlicht nicht gibt.
Das Ergebnis? Die Straße von Hormus bleibt eine Blockadezone. Unsere Tanker stehen im Stau, unsere Industrie zahlt die Zeche, und Trump fliegt nach Hause und feiert sich als Dealmaker.
Oder die Ukraine. Sie wurde in Peking praktisch nicht erwähnt. Was wie Vernachlässigung klingt, ist in Wahrheit eiskaltes Kalkül. Trump hat längst durchblicken lassen, dass er Putin wieder an den Tisch holen will – ob im September in Washington, im November in Shenzhen oder im Dezember in Miami. Peking war nicht das Hauptgericht, das war nur die Vorspeise.
Aus chinesischer Sicht läuft alles nach Plan: Ein eingefrorener Ukraine-Konflikt hält Russland schwach genug, um es zu kontrollieren, aber stark genug, um den Westen zu binden. China verdient am Krieg und später am Wiederaufbau. Für uns bedeutet dieses „Einfrieren“ eine dauerhafte Bedrohung, permanente Aufrüstung und schleichenden Wohlstandsverlust. Und das alles unter einer US-Sicherheitsgarantie, die mittlerweile so belastbar ist wie ein Trump-Versprechen kurz vor der Insolvenz. Wir zahlen, ohne sicherer zu werden.
Und Taiwan? Xi Jinping hat das Thema gleich zu Beginn mit einer diplomatischen Schärfe gesetzt, die keinen Spielraum lässt. Er sprach von einer „äußerst gefährlichen Lage“, sollten die USA ihre Linie verschieben. Die Reaktion im US-Protokoll: betretenes Schweigen. Trump wich den Fragen der Reporter einfach aus.
Für Peking ist allein das ein strategischer Triumph. Die chinesische Taktik setzt nicht auf den schnellen Einmarsch, sondern auf psychologische Zermürbung. Die taiwanische Bevölkerung soll so lange weichgekocht werden, bis sie 2028 einen pekingfreundlichen Präsidenten wählt. Der Gipfel sollte genau dieses Gefühl zementieren: Auf Washington ist im Ernstfall kein Verlass.
Nebenbei bemerkt interessiert es ohnehin kaum noch jemanden, dass Trump in ein Land reist, dem seine eigene Administration formell Völkermord an den Uiguren vorwirft - festgestellt am letzten Arbeitstag seiner ersten Amtszeit.
Heute murmelt Trump kurz etwas zum inhaftierten Verleger Jimmy Lai und hakt das Thema ab. Den Genozid, den sein eigener Außenminister anprangerte, kassiert er im Tausch für 200 Boeing-Maschinen ein.
Und wir? Wir wiegen uns immer noch in dem Glauben, wir wären die wertegeleitete Mittelmacht, die irgendwo zwischen den Supermächten vermitteln kann.
In Peking sagt man inzwischen ganz offen: „Europe is a has been“ – Europa ist von gestern. In Washington existiert Europa in den China-Debatten schon gar nicht mehr. Wir sind die reichen Verwandten, die ihre Verwaltung noch mit Papier und Faxgeräten organisieren, während China mit einer gigantischen Dynamik technologisch an uns vorbeizieht. Gleichzeitig haben wir uns industriepolitisch sehenden Auges an den Verbrennungsmotor geklammert, dessen globaler Markt wegbricht. Der Verbrenner wird unser Kohlebergbau.
Am Ende bleibt ein klares Bild: Trump ist und bleibt der Narzisst, der sich vom Stechschritt der Volksbefreiungsarmee bauchpinseln lässt und die Inszenierung als Stärke verkauft. Xi ist der stille Herrscher, der ihm dafür den Bart streichelt und im Gegenzug die Regeln der nächsten Weltordnung diktiert. Putin sitzt derweil im Hinterzimmer und wartet auf seine Einladung.
Und wir? Wir sitzen draußen, kommentieren das Spektakel und finden, dass Trump diesmal aber wirklich keine gute Figur macht. Dabei ist gerade seine schlechte Figur das, was uns am meisten schadet.
Das ist die bittere Realität: Wir sind die Verlierer dieses Gipfels. Genauer gesagt: die einzigen Verlierer. Trump bekommt seine Bilder. Xi gewinnt Zeit und neue Aufträge. Putin kriegt seine Bühne zurück.
Lacht also ruhig weiter über Trumps Eitelkeit. Aber lacht nicht zu lange. Sonst lacht am Ende Xi – und wir haben nicht einmal gemerkt, dass wir die Pointe waren.
Die journalistische Brillanz von @NikolausBlome gekillt in 28 Sekunden.
Hat über Habeck auch mal gesagt er sollte besser kein Kanzlerkandidat werden…
Aber gut, der war auch mal bei der BILD.
Naja. 🤷♂️
Deutschland - deine Journalisten 2026
@Olov3148060@Sunnymica@HenryLindo123 Sie verlangen ständig Belege, ignorieren aber konsequent die öffentlich dokumentierte Realität russischer Kriegsführung und Rhetorik. Das ist keine Skepsis mehr, sondern selektive Wahrnehmung. Sie stehen direkt vor den Belegen stehen und wollen sie nicht anerkennen.
💐Der 8. Mai ist der Tag der Befreiung vom Nationalsozialismus – aber für viele Menschen in der sowjetischen Besatzungszone begann danach keine Freiheit, sondern Angst, Willkür und neue Gewalt.
Was sowjetische Soldaten vielerorts anrichteten, war entsetzlich: Massenvergewaltigungen, Plünderungen, Verschleppungen, Prügel, willkürliche Erschießungen, Demütigungen. Frauen, Mädchen, teils alte Frauen wurden wie Beute behandelt. Historische Schätzungen sprechen von Hunderttausenden bis möglicherweise bis zu etwa zwei Millionen Vergewaltigungen durch Rotarmisten im deutschen Raum; allein für Berlin reichen seriöse Schätzungen von 110.000 bis 800.000 Fällen. Die Zahlen sind unsicher, weil viele Opfer aus Scham, Angst oder Trauma nie sprachen.
Dazu kamen Raubzüge in Wohnungen, das Mitnehmen von Uhren, Schmuck, Lebensmitteln, Fahrrädern, Maschinen; dazu Deportationen und Internierungen in sowjetische Speziallager. Viele Menschen verschwanden ohne rechtsstaatliches Verfahren. In der sowjetischen Zone folgte auf Hitlers Diktatur nicht Demokratie, sondern die nächste Diktatur.
Die bittere Wahrheit ist: Deutschland wurde vom NS-Regime befreit – aber nicht jeder Deutsche wurde persönlich in Freiheit geführt. Viele wurden zuerst Opfer von Rache, Gewalt und Besatzungswillkür. Beides muss man gleichzeitig sagen können: Die Niederlage des Nationalsozialismus war notwendig und gut. Die Verbrechen an Zivilisten waren abscheulich und durch nichts zu rechtfertigen.#DDR #TagderBefreiung #8Mai #Russia