Utopie trifft Uckermark: Das Buch „In der Nähe“ von Simon Strauß beschwört den Gemeinsinn des Ostens als Vorbild für Deutschland. Bei @asterkult habe ich mit Kevin Naumann besprochen, ob das trägt – und was der Romantiker gegen Plattenbauromantik hat.
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Mit anderen Worten: Besonders abwegige und albern scheinende Positionen zu besetzen kann eine intelligente Form von Renitenz sein. Der Spleen ist ein Revolutionär. 6/x
Was tun, wenn der Kosmos eine einzige große Leere ist, die Geschichte planlos verläuft und ein Menschenleben darin nichts wert ist? Diese materialistische Weltsicht – ohne Gott, ohne höheren Sinn – wird in „Die Tatarenwüste“ und „Nutzloses Dienen“ gegen den Strich gebürstet. 1/x
Metaphysisch angereicherter Sinn ist den drei Autoren zufolge unter den Bedingungen der (Post-)Moderne nur noch als Unsinn, als Absurdität zu haben. Deshalb greifen sie mit voller Kraft ins Absurde hinein und machen es als Motiv ihres Denkens wie ihrer Kunst extra stark. 5/x
Um mal kurz eine Lanze für anarchische Politikangebote zu brechen: Wer mit solchen Nachrichten unterstellt, daß Saufen keine Protesthaltung sei, beschädigt damit auch das eigene Image als rebellischer Außenseiter. Wenn schon beim Aperol Spritz der Spaß aufhört, dann gute Nacht!
An der Uni Hamburg tritt zur Wahl des Studentenparlaments eine Liste an, die ihr Programm fast vollständig dem Alkoholkonsum widmet. In einem Werbeclip kündigt ein Listenmitglied an, dass es Aperol Spritz für 3,50 Euro in der Mensa geben wird. https://t.co/4XNIzU2rEt
📰 40 Jahre „Junge Freiheit“ – von der studentischen Zeitung zur einflussreichen Stimme rechts der Mitte
Die JF prägt den politischen Diskurs heute stärker denn je. Lothar Höbelt würdigt die Zeitung als seltenes Beispiel für publizistische Kontinuität, Unabhängigkeit und strategischen Weitblick – und als Herausforderung der tatsächlichen Vielfalt.
Link zum Artikel: https://t.co/tyegb8WrdK
Wie unter einem Brennglas zeigt der Artikel von @restingslavface zum Fall Nowak die Krise, in der das Vereinigte Königreich steckt: Gewalt auf der Straße, überforderte Polizisten und wahnwitzige Gesetze – ein lesenswerter Beitrag von meinem Kollegen.
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Arrr! Mit einer alten Steinschlosspistole präsentiert sich @curtis_yarvin in der JF. Im Gespräch mit @LorenzBien1 und mir mimt der Philosoph den Piraten, entert die Debatte und sagt die Rückkehr der Maschinenstürmer voraus – jetzt auch online.
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@pixeltusculum Genau um das Buch geht es. Ergänzend dazu liegt der Kaplaken-Band von Henry de Montherlant bereit. Ich denke, daß beide Titel gut ineinandergreifen.
Besuch beim Antiquariat Mutabor, einer kleinen, aber feinen Buchhandlung im Prenzlauer Berg. Prominent vertreten: „Zettels Traum“ von Arno Schmidt, anscheinend ein Raubdruck, über den sich der Autor seinerzeit sehr geärgert haben soll. Am Ende trotzdem nichts gekauft.
Kurz vor der richtungsweisenden Parlamentswahl in dem Land schafft es das kleine Armenien doch noch auf die Titelseite einer deutschen Zeitung. Lesenswerter Beitrag in der FAZ darüber, was für die christliche Nation auf dem Spiel steht.
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Die schillernden Prosapassagen können auch als Ausdruck von Überlegungen gelesen werden, die Benjamin zur gleichen Zeit bei einem Capri-Aufenthalt bewegt haben – als er den „Ursprung des deutschen Trauerspiels“ zu Papier brachte. Eine ästhetische wie intellektuelle Freude. 4/x
Der Marxist Walter Benjamin (1892–1940) gehört ohne Zweifel zu den größten Stilisten deutscher Sprache, die das 20. Jahrhundert hervorgebracht hat. Ihm verdanken wir Perlen wie diese: „An allem, was mit Grund schön genannt wird, wirkt paradox, daß es erscheint.“ 1/x
Das Buch ist mit einer Art Widmung für die lettische Schauspielerin Asja Lācis versehen, eine atemberaubend schöne Frau, die viel zu Benjamins Politisierung in Richtung Kommunismus beigetragen hat. 3/x