Fakten-Check zur Bevölkerungsentwicklung in Sachsen-Anhalt: Seit dem Jahr 2000 hat das Land fast eine halbe Million Einwohner verloren – ein Rückgang von 18 Prozent. Die Zahl der Wahlberechtigten sinkt entsprechend: von 1,79 Millionen bei der letzten Landtagswahl 2021 auf nur noch rund 1,69 Millionen heute.
Gleichzeitig ist der Ausländeranteil deutlich gestiegen: von 3,9 Prozent im Jahr 2015 auf mittlerweile 7,9 Prozent Ende 2025, absolut über 190.000 Menschen – ein neuer Höchststand laut Ausländerzentralregister.
Der eigentliche Treppenwitz steht so wörtlich im Bericht des Landes-Demografieportals: Die Zuwanderung aus dem Ausland konnte den Bevölkerungsrückgang nicht vollständig kompensieren. Sprich: Trotz mehr Zuwanderung als je zuvor schrumpft das Land weiter, weil schlicht mehr Menschen sterben als geboren werden UND zusätzlich Menschen in andere Bundesländer abwandern.
Die Prognose bis 2050 sieht einen weiteren Rückgang auf 1,75 Millionen Einwohner vor – selbst bei moderater, anhaltender Zuwanderung.
Kurz gesagt: Sachsen-Anhalt hat kein Problem mit zu wenig Zuwanderung, sondern mit einem strukturellen demografischen Kollaps, den auch steigende Migrationszahlen bislang nicht auffangen konnten. Multikulturell bereichert und trotzdem leerer – ein Statistik-Widerspruch, der zum Nachdenken einlädt.
#LandtagswahlSA
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