Klaus Hoffmanns „Ich bin“: Ein Abend voller persönlicher Tiefgründigkeit
Neben Reinhard Mey und Hannes Wader zählt Klaus Hoffmann zu den bekanntesten deutschen Liedermachern. Der studierte Schauspieler wurde vor Kurzem 75 Jahre alt. Mit seinem neuen Programm „Ich bin“ ist er derzeit auf Deutschlandtournee. In der Berliner Bar jeder Vernunft feierte das Jubiläumsprogramm gestern Premiere.
Gunnar König
Berlin als Ausgangspunkt einer Lebensreise
Kaum betritt Klaus Hoffmann die Bühne, ist er präsent. Er begrüßt und neckt sein Publikum, ruft dem ehemaligen Regierenden Bürgermeister Michael Müller zu: „Warum bist du eigentlich nicht mehr der Bürgermeister?“ und lässt zugleich keinen Zweifel daran, was er von der Politik des amtierenden Regierenden Kai Wegner hält.
Berlin war und ist sein großes Thema, sein Herzensanliegen. So beginnt er den Abend folgerichtig mit dem Lied „Zurück nach Berlin“. Hoffmann nimmt sein Publikum mit an die Orte seiner Kindheit in Charlottenburg, erinnert an den Schauplatz seines ersten Bühnenauftritts, erzählt von seinem Lampenfieber und davon, wie Reinhard Mey ihm einst einen Teil davon nahm.
Neue Lieder und alte Meisterschaft
Dreizehn neue Lieder umfasst das Programm, die Hoffmann auf Gitarre und Klavier präsentiert. Kongenial begleitet wird er dabei von Nikolai Orloff.
Zwischendurch rüttelt er sein Publikum immer wieder wach, wenn es im Dialog mit ihm nicht sofort Schritt hält. „Ich dachte schon, ihr seid dahin geschieden“, scherzt er und entschuldigt sich wenig später augenzwinkernd, als ihm kurz der Liedtext entfallen ist: „Ich stehe hier in der Blüte meiner Arterienverkalkung.“
Schauspieler, Entertainer und Geschichtenerzähler
Mit jedem Lied schlüpft Hoffmann in eine andere Rolle und zeigt, welch herausragender Schauspieler er nach wie vor ist. In seinen Moderationen spielt er gekonnt mit dem Publikum, ist mal Entertainer par excellence, dann wieder Stand-up-Comedian und wird doch immer wieder überraschend persönlich.
Weil er weiß, dass sein Publikum ihn nicht ohne Klassiker wie „Blinde Katharina“, „Derselbe Mond über Berlin“ oder „Mein Weg“ ziehen lassen würde, finden diese neben den neuen Songs selbstverständlich ihren Platz im Programm. Gleiches gilt für seine Übersetzungen und Interpretationen der Lieder des belgischen Chansonniers Jacques Brel, für die Hoffmann vielfach ausgezeichnet wurde. Kaum ein anderer Künstler hat deutschen Chansonfreunden die Werke Brels so nahegebracht.
Zwischen Melancholie und Humor
Hoffmann klammert nichts aus. Der Tod, die eigene Vergänglichkeit und die aktuellen Kriege finden ebenso ihren Platz wie Erinnerungen an glückliche Momente. Immer dann, wenn die Themen allzu schwer zu werden drohen, durchbricht er die Ernsthaftigkeit mit seinem unverwechselbaren Humor.
Als er ein Lied mit den Worten „Ich liebe dich“ beendet und jemand aus dem Publikum zurückruft: „Wir lieben dich auch!“, kontert Hoffmann trocken: „Oh Gott, ich dachte schon, Sie wollen mich anpumpen!“
Die Bilanz eines erfüllten Künstlerlebens
Mit „Ich bin“ ist Klaus Hoffmann ein ebenso persönliches wie würdiges Jubiläumsprogramm zum 75. Geburtstag und zu 50 Jahren auf der Bühne gelungen. Der Abend wirkt wie die Quintessenz eines erfüllten Künstlerlebens – voller Erinnerungen, Beobachtungen, Melancholie, Witz und großer Liedkunst.
Chapeau!
Weitere Termine
18. bis 21. Juni 2026�Bar jeder Vernunft, Berlin
Tickets und Informationen: https://t.co/XKXU84N8q3
https://t.co/9nofP6QYil
Guten Mprgen Gemeinde☕️
Man erwartet am Freitag eine Abstimmung zum "Rentenpaket", während man eines nicht aus den Augen verleiren darf!
Er ist der Grund für fehlende Mrd i den Kassen, Leistungsabbau u Beitragssteigerungen.
#Antikorruptionsbehörde#Spahnuntersuchungsaussschuss
Ich stimme dieser Aussage zu!
Es gibt eine globale Erwärmung des Planeten:
-> wir müssen die Großstädte umbauen & begrünen
-> wir brauchen einen guten ÖPNV
-> nur noch E-Autos zulassen
-> Bodenschutz
-> Waldschutz & Wiederaufforstung
-> Wärmepumpen, keine Öl- und Gasheizungen.