"Alles Irrwege, Umwege des einen
und einzigen Heimwegs."
In der Frankfurter Anthologie wird ein spätes Gedicht des "Pessimystikers" (W. Biermann) Günter Kunert vorgestellt. Kunert verstarb vor 9 Monaten,1997 war ihm der Georg-Trakl-Preis verliehen worden:
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Nimmer regt sich das Laub
Der Kastanie.
Auf der Wendeltreppe
Rauscht dein Kleid.
Stille leuchtet die Kerze
Im dunklen Zimmer;
Eine silberne Hand
Löschte sie aus;
Windstille, sternlose Nacht.
(aus: Sommer)
#Trakl en français:
Doch stille sammelt im Weidengrund
Rotes Gewölk, darin ein zürnender Gott wohnt
Das vergossne Blut sich, mondne Kühle;
Alle Straßen münden in schwarze Verwesung.
(aus T.s letztem Gedicht "Grodek", zuvor mußte er in einer Scheune 90 Schwerverwundete allein betreuen)
In italiano:
So bläulich erstrahlt es
Gegen die Stadt hin,
Wo kalt und böse
Ein verwesend Geschlecht wohnt,
Der weißen Enkel
Dunkle Zukunft bereitet.
(aus: Der Abend, entstanden Juni/Juli 1914)
Ernst Ludwig Kirchner: Elisabethufer (Berlin-Kreuzberg), 1913
Der Acker leuchtet weiß und kalt.
Der Himmel ist einsam und ungeheuer.
Dohlen kreisen über dem Weiher
Und Jäger steigen nieder vom Wald.
Ein Schweigen in schwarzen Wipfeln wohnt.
Ein Feuerschein huscht aus den Hütten...
(aus: Im Winter)
Bruegel d. Ä., Die Jäger im Schnee(1565)
Sonnet by Andreas Gryphius, a German-Silesian poet and playwright, born #OTD in 1616. It takes up a common theme of the period (and of his work), the transience of worldly things; in this, it is influenced by the Book of Ecclesiastes.
(Translator: G.C. Schoolfield.)
On October 11, 1616, German Baroque lyric poet and dramatist Andreas Gryphius was born. For his poems and tragedies Gryphius chose the topics of pain and moral decay during the times of the Thirty Years’ War
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The results are in! Huge congratulations to all winners and commended translators in the 2018 Stephen Spender Prize for poetry in translation!
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