In China zieht ein Roboter seine Streife, Seite an Seite mit menschlichem Sicherheitspersonal. Die Maschine fährt ihre Runde selbstständig ab und patrouilliert den Bereich gemeinsam mit den Wachleuten, Mensch und Maschine im selben Rundgang.
Ein Humanoid steht im Paketzentrum am Fließband, greift Sendungen einzeln und legt sie sortiert aufs Band, wie ein menschlicher Mitarbeiter. Die Kollegen ringsum zücken ihre Handys und filmen. Noch eine Demo, aber am selben Band, unter denselben Kartons.
DISNEY: Ein Roboter übernimmt Spider-Mans Stunts. Die Figur der Disney Imagineers fliegt 25 Meter hoch über den Avengers Campus, zieht sich zusammen, schlägt Saltos, bremst ab und klettert. Jede Bewegung entscheidet sie in Echtzeit, ohne festes Skript.
Dieser Roboter klettert an den senkrechten Wänden großer Lagertanks und Schiffsrümpfe hoch. Er schleift, schweißt, prüft und lackiert in einem Durchgang, dort wo für Menschen in dieser Höhe Absturz- und Verletzungsgefahr herrscht.
Dieser Roboterarm lernt Rühren, Wischen und Kabelverlegen allein aus Videos von Menschen, ohne Training auf dem eigenen Körper. LUCID von Illinois und Carnegie Mellon läuft körperunabhängig auf verschiedenen Robotern. Die Forscher zeigen dabei jeden Fehlgriff offen.
AUTONOM: Diese Mähroboter aus China ziehen ihre Bahnen über den Rasen ganz ohne Fahrer. Keine Fernsteuerung, kein Operator am Rand: die Maschinen navigieren die Fläche selbst und mähen sie Bahn für Bahn systematisch ab.
Wo bisher ein Mensch am Seil hing, arbeitet jetzt eine Maschine. China setzt Roboter für Höhenarbeiten mit hohem Risiko ein, dort wo ein einziger Fehltritt für einen Arbeiter tödlich enden kann. In der Gefahrenzone hängt jetzt kein Mensch mehr.
ROBOTIS: Der AI Sapiens läuft bei 38 Grad Hitze im Freien am Hangang River in Seoul. 1,3 Meter groß, 34 Kilo, 23 Gelenke, angetrieben von neuen Dynamixel-Q-Aktuatoren mit präziser Drehmomentkontrolle. Bauplan, CAD und Code sind komplett offen.
Diese Unterwasser-Roboter aus China erledigen gleich mehrere Jobs unter der Oberfläche: Sie filmen in der Tiefe, unterstützen bei Rettungseinsätzen und reinigen Strukturen unter Wasser. Eine tauchfähige Maschine für Kamera, Bergung und Wartung in einem.
DEEPMIND: Der Humanoide Apollo 2 gibt ein Interview über sich selbst. Google DeepMind lässt den Roboter auf dem neuen Modell Gemini Robotics 2 laufen und ihn im Gespräch schildern, wie sich das anfühlt. Er sitzt, gestikuliert und antwortet in ganzen Sätzen.
Auf Chinas Straßen regeln jetzt Roboter den Verkehr. Sie stehen an den Kreuzungen, erfassen den Verkehrsfluss und geben die Signale, wo bislang ein Beamter den Strom aus Autos und Fußgängern per Hand lenkte.
DEEPMIND: Zwei Humanoide laufen, gehen in die Hocke, greifen zu und knüpfen gemeinsam einen Knoten. Ein einziges System steuert den ganzen Körper, von der Fortbewegung bis zu den Fingern, kein getrenntes Skript für jede einzelne Bewegung.
ROBOTIS: Der Humanoid AI Sapiens tanzt eine komplette Choreografie mit dem ganzen Körper durch. Die Bewegungen lernt er erst in der Simulation, dann laufen sie ohne Nachjustieren auf echter Hardware. Offene Plattform, die Demo stammt vom SHAPE-Team der SNU.
Ein Doppelarm-Roboter knackt einen Glückskeks und zieht den winzigen Papierstreifen heraus. Verformbare Objekte gehören zu den härtesten Aufgaben der Robotik: aus dem Keks werden plötzlich Splitter plus ein dünnes, halb verdecktes Papier, das der Arm greifen muss.
Kein Zweibeiner: dieser Humanoid rollt auf Rädern durch die Werkshalle und greift mit einem simplen Zwei-Finger-Greifer statt einer Fünf-Finger-Hand. Der deckt über 90 Prozent der Aufgaben ab, im autonomen Logistiktest lag die Trefferquote ebenfalls bei 90 Prozent.
Dobot aus Shenzhen lässt einen zweibeinigen Roboter-Dinosaurier durch Parks und Museen laufen. Bewegliche Augenlider, realistische Haut, Berührungssensoren am ganzen Körper, biomimetischer Gang aus Carbon-Skelett und Servomotoren. Besucher streicheln ihn, er reagiert.
Roboter arbeiten in unterirdischen Wasser- und Abwasserleitungen und inspizieren, reinigen und kartieren sie von innen, dort wo kein Mensch mehr hinkommt. Solinas Integrity aus Chennai baut die Maschinen, entstanden 2018 als Ausgründung des IIT Madras.
Die World Humanoid Robot Games gehen in die zweite Runde. Vom 22. bis 26. August treten in Beijing Humanoide aus aller Welt in über 30 Disziplinen an: Sprint, Fußball, Boxen, Gewichtheben. Im Vorjahr gewann Unitrees H1 den 1500-Meter-Lauf.
Ein 3D-gedruckter Roboterarm sammelt Wäsche vom Boden ein, vollautonom. Der SO-ARM101 steuert sich über das ACT-Modell, nur mit Handgelenk- und Basiskamera. Ein Mensch schiebt bloß die mobile Basis per Xbox-Controller. Trainiert in 3,5 Stunden auf einer einzigen Consumer-GPU.