Es ist also vollkommen in Ordnung, dass eine 23 jährige ohne Studium 8000 Euro netto im Europa-Parlament verdient, aber jemand mit 10 jähriger abgeschlossener Ausbildung "soll gefälligst nicht so gierig sein und Kassenarzt werden."
Alles klar.
Sich darauf zu verlassen, dass irgendjemand das schon regeln wird, reicht nicht aus.
Es ist unsere Pflicht für andere da zu sein.
Für andere zu sprechen, wenn sie es selbst nicht können.
"Netzfund"
Wir gehen nach Hause und sind froh, dass wir nicht betroffen waren.
Aber es geht auch darum für andere einzustehen. Jeden Tag passiert eine Ungerechtigkeit im Unternehmen, im Sport oder in der Stra��enbahn.
niemand wird sich vor Sie stellen. Gerechtigkeit lebt durch uns alle. Wir müssen dafür kämpfen."
Im Leben und im Beruf leben wir oft nebeneinander statt miteinander.
Wir trösten uns damit, dass die Probleme anderer uns nichts angehen.
Diese Einstellung spricht gegen Sie und gegen das Leben. Sie denken, solange es Sie nicht betrifft, geht es Sie nichts an. Ich sage Ihnen, wenn Sie heute nichts sagen und nicht für Gerechtigkeit sorgen, dann werden Sie eines Tages ebenfalls eine Ungerechtigkeit erfahren und
Warum wollten Sie diese nicht verhindern" fragt er.
Niemand antwortet.
"Was Sie gerade gelernt haben hätten Sie in 1.000 Vorlesungsstunden nicht verstanden, wenn Sie es nicht miterlebt hätten.
Nur, weil Sie selbst nicht betroffen waren, haben Sie nichts gesagt.
Der Prof lächelt. Sie hat seine Aufmerksamkeit.
"Danke sehr. Habe ich mich vorhin ungerecht Ihrer Kommilitonin gegenüber verhalten?"
Alle nicken.
"Das habe ich in der Tat. Warum hat niemand protestiert?
Warum hat niemand von Ihnen versucht mich zu hindern?
"Gesellschaftliche Ordnung" hört man aus einer Reihe
Eine Studentin sagt "Um die persönlichen Rechte eines Menschen zu wahren."
Ein anderer sagt "Damit man sich auf den Staat verlassen kann."
Der Prof ist unzufrieden.
"Gerechtigkeit" ruft eine Studentin.
Sie traut sich nicht etwas zu sagen und verlässt den Hörsaal.
Der Prof schaut sich weiter um.
Die Teilnehmer sind verängstigt.
"Warum gibt es Gesetze?" fragt er in die Runde.
Alle leise. Jeder schaut auf die anderen.
"Wofür sind Gesetze da?" fragt er erneut.
Der Prof fordert sie auf "Verlassen Sie bitte meinen Hörsaal. Ich möchte Sie nicht in meiner Vorlesung sehen."
Alle sind leise. Die Studentin ist irritiert, packt langsam ihre Sachen und steht auf.
"Schneller bitte." wird sie aufgefordert.
Jurastudium.
Erste Vorlesung.
Der Prof betritt den Hörsaal.
Er schaut sich um.
"Sie da in der 8. Reihe. Können Sie mir Ihren Namen verraten?" fragt er eine Studentin.
"Ich heiße Sandra" sagt eine Stimme.
Deutschland spielt Fußball wie es digitalisiert, pflegt, verteidigt, vorsorgt, beschult, universitär lehrt, Polizei ausstattet: tolle Pläne, hohe Ansprüche, beste Deutschland aller Zeiten auf Papier errichtet, in der Realität erratisch, ohne Idee, geführt von Berufsbeauftragten.
Das Spannende an der Diskussion über @AufstandLastGen ist, dass überhaupt nicht über Machbarkeit, Zeithorizonte in Verbindung mit den überhaupt vorhandenen industriellen Ressourcen & Manpower geredet wird. Da sitzt kein Ingenieur, der die hochfliegenden Pläne mal durchrechnet
Es geht bei den Diskussionen immer um die angebliche GERECHTIGKEIT. Lieber sollen Gesetze und Vorhaben so aufgeblasen werden, dass Sie am Ende „mehr Kosten“ als der eigentliche Nutzen….
In der Bahn wird immer langwieriger erklärt, warum der Zug zu spät ist. So wird der Anschein erweckt, die Verspätung sei gerechtfertigt. Mir würde das Eingeständnis genügen: "Wir haben einmal mehr versagt."
Man kann tatsächlich für Kernkraft in der aktuellen Situation sein & gleichzeitig den massiven Ausbau der Erneuerbaren fordern. Kernkraft und Erneuerbare sind kein entweder/oder, sondern ein sowohl/als auch. Das kommt in der aktuellen Debatte deutlich zu kurz.