Wann ist jemand ein Deutscher? Die Frage wurde auch X in den letzten Tagen heiß diskutiert. Die Antwort ist nicht immer leicht, aber bei jemandem wie Jonathan Tah sollte sie ganz einfach zu beantworten sein. Seine Mutter Anja Tah ist Deutsche, sein Vater Aquilas Tah stammt ursprünglich von der Elfenbeinküste. Jonathan selbst ist in Hamburg geboren. In einer Pressekonferenz vor dem Auftaktspiel gegen Curaçao spricht ein Reporter seinen Namen englisch aus (Djonässn). Er und Nico Schlotterbeck lachen sich daraufhin kaputt. Denn er ist kein Djonässn. Er ist Jonathan. Auch genannt Jona. Ein sanfter Riese. Der zweite Spieler, neben Felix Nmecha, der zusammen mit den Spielern von Curacao auf dem Platz betete.
Gestern dann verschießt er den entscheidenden Elfmeter gegen Paraguay. Deutschland ist raus. Und plötzlich wird dieser deutsche Nationalspieler, der hier geboren ist, der eine deutsche Mutter hat, für viele zum Ausländer. Plötzlich spielt die Hautfarbe, die, als er uns vermeintlich zum 2:1 total unwichtig war, wieder eine Rolle. Er wird im Netz rassistisch beleidigt. Die Sätze, die da mitunter auf einigen Seiten gefallen sind, erspare ich uns an dieser Stelle.
Ich bin vorsichtig mit Begriffen wie "Rassismus", die heute nur allzu inflationär genutzt werden. Aber wenn es tatsächlich zu lupenreinem Rassismus kommt, bin ich die Letzte, die dazu schweigt. Dann macht mich das genauso wütend wie jeden anderen auch.
Denn wir alle wissen: Hätte jemand von seinen weißen Mitspielern den Ball verschossen, wären sie auch von irgendwelchen Schwachmaten duschbeleidigt worden. Aber eine Sache hätte nie eine Rolle gespielt: Die Hautfarbe.
Und das hat mich heute nicht losgelassen. Dass da einer ist, der in einem Moment unser Held war, der uns vermeintlich zum Sieg geschossen hat, plötzlich auf derart unterirdischer niedrigster Stufe beleidigt wird.
Ausgerechnet der, der als einziger in diesem Moment bereit war, Verantwortung zu übernehmen. Obwohl er die Entscheidung des Schiedsrichters wegstecken musste. Obwohl er noch nie einer gesamten Karriere einen Elfmeter geschossen hat.
Zwei Mal soll Joshua Kimmich Leon Goretzka gefragt haben. Auch Waldemar Anton, Nathaniel Brown und Malik Thiaw wollten nicht schießen. Und dann hat er sich ein Herz gefasst und hat sich gemeldet. Für Deutschland. Für uns. Für seine Heimat. Sein Team.
Der, der sich traut, der in einem solchen Moment aufsteht, wird mir, selbst wenn er wie Tah verschießt, immer lieber sein als diejenigen, die sich weggeduckt und es gar nicht erst versucht haben. "Wer nichts macht, kann auch nichts falsch machen", werden sich die anderen gedacht haben. Und genau darin liegt der Fehler.
Denn sie haben alles falsch gemacht und Jonathan Tah alles richtig. Charakter zeigt sich nicht, in den einfachen Momenten, wenn alles gut läuft und abstauben leicht ist. Er zeigt sich genau in solchen. Keiner war für mich an diesem Abend ein verdienterer Spieler unser DEUTSCHEN Nationalmannschaft als er.
Danke Jona.
Sportliche Niederlagen gehören zum Fußball. Rassismus (auf dieser Plattform auch viel zu häufig ohne Widerspruch) gehört zu den größten Niederlagen unserer Gesellschaft.
Wer diese Aktion gut findet, hat in meiner Freundesliste keinen Platz. Ich bin, wie ich bin, schwul und solche Aktionen richten sich auch gegen mich. Dass nicht schwule Patrioten das sofort relativieren, zeigt, dass ihr Homos nur gegen Islamisten benutzt, aber ansonsten uns ablehnt. Darüber schaue ich nicht hinweg und kommt mir nicht mit dem Queer-Argument, 80 % der Menschen auf der Pride sind ganz normale Menschen.
I’m an ally. My brother is gay. My cousin is gay. Several close friends are gay. I have zero problem with pride parades existing. None.
What I do have a problem with is gratuitous public nudity at events that are supposed to be family-friendly celebrations.
You can support equality and still think kids shouldn’t see strangers in fetish gear or fully nude on a public street. Those two positions are not in conflict. Plenty of gay people agree with this. It’s not homophobic to want basic decency at a public event.
Pride started as a protest for dignity and equal rights. It didn’t need shock value to matter then. It doesn’t need it now.
Tone it down. Keep the message. Lose the spectacle that gives critics ammunition and embarrasses the people pride is supposed to be celebrating.
all the christians crying under this post
you claim it’s a christian country but refuse to house the homeless
you refuse to feed the poor
you refuse to welcome the foreigners
and you voted for a lying cheating rapist pedophile
pick a lane you hypocrites
We need to call what happened to @PeteButtigieg’s family what it is: poltical violence. Someone could’ve been seriously hurt or worse, and there’s no justification for it.
Gabby and I are thankful everyone is safe, and we hope those behind the false report are held responsible.
Wirklich alles daran ist realitätsfern und vor allem Zulasten der jungen Generation. Alleine der Vorschlag noch höherer Zuschüsse für die Rente aus dem Bundeshaushalt - Ist das ernst gemeint?