Wilde Farbwirbel fließen über alltägliche Schnappschüsse in Richters übermalten Fotografien. Wie unsere Erinnerungen verblasst das Fotopapier mit der Zeit und lässt die aufgetragene Farbe noch heller und lebendiger leuchten. https://t.co/mWmmyLBk5p
Vor 55 Jahren organisierte der Düsseldorfer Galerist Alfred Schmela Richters erste Einzelausstellung. Seine Begeisterung für neue Kunst ließen ihn Künstler wie Joseph Beuys und Yves Klein vertreten und das Rheinland in ein Zentrum der internationalen Kunstszene verwandeln.
„Malerei ist die Schaffung einer Analogie zum Unanschaulichen und Unverständlichen, das auf diese Weise Gestalt annehmen und verfügbar werden soll. Deswegen sind gute Bilder unverständlich.“ GR, 1981 https://t.co/cf5PMVxpHL
„Bei den Abstrakten Bildern gibt es manchmal diesen Trick. Ich achte darauf ihn nicht anzuwenden, aber manchmal übermale ich die Bilder mit weißer Farbe und alles ist wunderschön, neu und frisch, wie Schnee. Alles Leid ist vorrüber, der Terror.“ GR, 1996 https://t.co/9Adx3kjYt5
„Malen ist das einzig Gute, was ich habe. Auch wenn ich alles andere negativ sehe, so kann ich immerhin in den Bildern eine Art Hoffnung kommunizieren. Ich kann zumindest weiter machen.“ GR, 1996 https://t.co/bCxS1epLSG
“Ich fand den Wäschetrockner nicht ironisch; der hatte eher etwas Tragisches, denn er behandelte das Leben in einer Sozialwohnung, ohne die Möglichkeit, die Wäsche rauszuhängen. Das war ja mein Wäschetrockner, den ich in einer Zeitung wiederentdeckte, quasi objektiviert.“ GR 1990
“Sich ein Bild machen, eine Anschauung haben, macht uns zu Menschen – Kunst ist Sinngebung, Sinngestaltung, gleich Gottsuche und Religion.“ GR, 1962 https://t.co/AIBldtm1gU
Für die Ausstellung „Hommage à Berlin“ im Jahr 1965 malte Richter diesen barocken Tisch aus dem Schloss Charlottenburg. In der Phase in der Richter mit anderen Künstlern des Kapitalistischen Realismus zusammenarbeitete interessierte ihn v.a. die Ästhetik des Kleinbürgerlichen.
„Der Kronleuchter ist ein Monster. Ich brauche kein Ungeheuer zu malen, es reicht dieses Ding, diesen scheiß, kleinen, banalen Kronleuchter zu malen. Das Ding ist furchteinflößend.“ GR im Gespräch mit Robert Storr, 2001 https://t.co/Mn5bozd1Zo
“Die Titel, die Richter dieser Gruppe von 14 abstrakten Arbeiten gegeben hat, sind nicht deskriptiv; auf eine assoziative Weise beziehen sie sich auf seine Erfahrungen in der Stadt – auf die Kapellen in Westminster Abbey, den Tower of London.“ Jill Lloyd über 'London Paintings'
„The London Paintings”, eine Gruppe von 14 abstrakten Arbeiten, wurden zuerst mit Richters „realistischen“ Landschaften in der Anthony d’Offay Gallery ausgestellt. Gemeinsam erlauben Sie unterschiedliche Herangehensweisen an geographische Realitäten und Erinnerungen an einen Ort.
Nach einem Aufenthalt in London im Jahr 1987 malte Richter eine Serie von 14 abstrakten Bildern, die nach Londoner Türmen, Kapellen und Kirchen benannt sind. „A B Sanctuary“ ist mit 2 x 3 m das größte Werk der "London Paintings".
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Mitte der 90er Jahre verewigte Richter seine Frau Sabine und ihren neugeborenen Moritz auf acht Leinwänden. Dieser intime Zyklus fängt die Glückseligkeit ein, die die Familie zu der Zeit genoss. https://t.co/YvsEBNFl9g
"Familienfotos, Gruppenaufnahmen – das ist etwas wunderbares. Und so gut wie jeder alte Meister, genau so reich, und mindestens so gut komponiert (was heißt das schon)." GR 1964 https://t.co/jWYjhuz5mJ
In diesem faszinierenden Porträt wendet Richters älteste Tochter Babette dem Betrachtenden die kalte Schulter zu. Was hat sie uns mitzuteilen, wenn sie sich wieder umdreht? "Betty" ist eines der renommiertesten Gemälde Richters. https://t.co/5ZAbcCoVAG