Der gute (und wirklich kluge) Dara wird irgendwie ständig von Rechtsextremen verklagt, nicht nur hier! Aber bisher hat er immer gewonnen. IMMER!!
Weil Rechtsextreme ganz offensichtlich unter gravierendem Intelligenzmangel leiden! 😉
Ihr habt es versucht. Hat nicht geklappt. Weiter geht’s. I AM BACK. 😎
Es stellt sich heraus, dass die Gerüchte über mein Verschwinden leicht übertrieben waren.
Offenbar hatten einige Vertreter der Fraktion "Man darf nicht mehr alles sagen!" 😭 beschlossen, dieses Narrativ in die Tat umzusetzen und gleichzeitig feststellten, daß Meinungsfreiheit, ein hohes Gut, vor allem nur für sie selbst gelten solle. Also wurde fleißig gemeldet, weil ich es gewagt hatte, die AfD, ihre RuZZlandnähe und die eine oder andere rechtsextreme Fakenews zu kritisieren.
Das Ergebnis?
Mein Account ist wieder da. 🙂
Die Ironie daran gefällt mir fast am besten:
Ausgerechnet jene Bubble, die ununterbrochen rumheult, man dürfe heutzutage nichts mehr sagen, versuchte, einen politischen Gegner von der Plattform zu entfernen, weil er sagte, was sie nicht hören wollen.
Interessantes Verständnis von Meinungsfreiheit. 😉
Ich hingegen bleibe bei meiner altmodischen Auffassung:
Wer anderer Meinung ist, diskutiert.
Wer meldet, weil ihm die Meinung nicht gefällt und/oder er argumentativ nicht dagegen halten kann, diskutiert nicht, er entlarvt sich selbst und zeigt, wessen Geistes Kind er ist.
Besonders bedanken möchte ich mich bei den vielen Menschen, die sich in den letzten Tagen für mich eingesetzt, nachgefragt, geschrieben, geteilt und nicht einfach weggeschaut haben. 🙏
Mit einer solchen Welle an Unterstützung hatte ich wirklich nicht gerechnet. ❤️
Mein besonderer Dank geht an @dokhollidays und @gtorges für ihre Unterstützung und ihren Einsatz. Das werde ich nicht vergessen‼️
Und für alle, die bereits die Sektkorken 🍾 knallen ließen weil ich weg bin:
Tut mir leid.
Ihr müsst meine Posts noch eine Weile ertragen. 😘
Willkommen zur nächsten Runde. 😎
Ich will bitte in einer Welt leben, in der Dichter & Denker, Profis, Spezialisten, Experten & Wissenschaftler den Ton angeben.
Keine Influencer, Looksmaxxer, Alpha Males, Crypto bros, INCELs, korrupte Populisten, Schwurbler, Food Blogger & unreflektierte Dumpfbacken…
🥹
@robinalexander_@WELTAMSONNTAG Wenn es schon der zweitunbeliebteste Politiker Deutschlands nicht schafft, die Umfrageergebnisse zu stabilisieren, nimmt man halt den unbeliebtesten. 🤦
Zumindest weiß dann jeder sofort, wofür die Union wirklich steht.
CDU pur. 👇
Things most Americans agree on:
Groceries cost too much.
Tariffs suck and make no sense.
Congress and Presidents shouldn’t trade stocks.
The debt is a mess.
The border should be secure, but legal immigration is good.
Endless wars are stupid, especially ones that nobody wants and have never been explained.
Americans are exhausted.
AI is like my new best friend that also might be trying to take my job, my ability to think for myself, and my humanity in the process. Yo like I love you, but WTF, but I still love you.
Diversity is actually awesome! The opposite is boring AF.
Canadians are super fucking cool.
Mexicans are chill.
Putin isn’t a good guy looking out for America’s best interest. Rocky IV and Miracle are great movies.
Good neighbors are a blessing.
Freedom of religion and coexistence without having to blow each other up is probably a good idea.
We all question, are we alone in the universe?
We all fuck up along the way.
Epstein didn’t hang himself.
The Trumps and Epstein were best friends for decades. It’s like Bert trying to tell us Ernie was just an acquaintance in the same social scene on Sesame Street back in the day.
The Cowboys suck. Go Birds!
Things we’re told to fight about:
Me.
Laptop.
Vaccines.
Transgenders in sports.
Pronouns.
That’s the joke.
Friedrich Merz attestiert „beachtlichen Teilen der Gesellschaft“ ein „Erkenntnisproblem“. Übersetzt heißt das: Der Bürger ist zu dumm, die Lage zu kapieren. Unsere Empörung ist verständlich, aber lenkt ab. Denn der eigentliche Offenbarungseid folgt erst im nächsten Satz. Da redet Merz vom „Aufbruch“.
Man müsse die Menschen davon überzeugen, dass „jetzt ein Aufbruch nötig ist und nicht ein Verharren“.
❗Aufbruch❗
Was für ein Hohn. Es klingt nach Morgenröte und Mut. In Wahrheit ist es die verbale Nebelkerze für einen historischen Absturz.
Schauen wir uns diesen „Aufbruch“ in Zahlen an: Allein im ersten Quartal 2026 sind 486.000 Erwerbstätige weniger registriert als im Vorquartal. Das Statistische Bundesamt meldet das dritte Schrumpf-Quartal in Folge. Die Jobs krepieren dort, wo die reale Wertschöpfung stattfindet - in der Industrie. Und die künstliche Intelligenz hat noch gar nicht richtig angefangen, die Büros leerzufegen.
Das ist der Merz'sche Aufbruch: Länger schuften für weniger Kaufkraft. Kürzungen bei der Rente. Kahlschlag im Gesundheitssystem. Und Reallöhne, die seit Jahren von der Inflation gefressen werden. Das ist kein Aufbruch. Das ist die Verwaltung des Mangels, garniert mit billigen Schlagworten aus dem Motivationsseminar für Anfänger.
Schlimmer noch: Die politische Elite verlangt von uns Elan, während sie eine Zukunftsindustrie nach der anderen mutwillig an die Wand gefahren hat. Fünf Schlüsselindustrien, fünfmal das exakt gleiche Totalversagen:
Solarindustrie: Hier erfunden, subventioniert, kollabiert. Heute fertigt China.
Windkraft: Die Rotorblattfertigung ist praktisch komplett abgewandert. Kein einziger Hersteller baut hier noch ein komplettes Windrad. Die nächste totale Abhängigkeit vom Ausland.
Wärmepumpen: Seit den Siebzigern waren wir Pioniere. Die Industrie investierte sieben Milliarden Euro. Dann zertrümmerte die Politik den Markt mit der „Heizhammer“-Kampagne.
Das Ergebnis: Absatz 2024 um die Hälfte eingebrochen. Viessmann flüchtete unter das Dach eines US-Konzerns. Solarindustrie, die Zweite.
Automobilbau: Unsere Kernindustrie pennt. In China hat fast jeder zweite Neuwagen einen Stecker. Unter den zehn meistverkauften E-Autos der Welt ist kein einziges deutsches Modell mehr.
Und was ist die Vision von Friedrich Merz? Ein Bettelbrief nach Brüssel, um den Verbrenner zu retten. Er klammert sich an die Technologie von gestern, während der Markt von morgen ohne uns aufgeteilt wird.
Das ist kein Schutz der Arbeitsplätze - das ist unterlassene Hilfeleistung mit Todesfolge. Wer die Transformation verschleppt, statt sie anzuführen, lässt die Zulieferer sterben.
59 Insolvenzen allein im Jahr 2025.
Bosch streicht bis zu 25.000 Stellen.
Das ist kein konservativer Erhalt, das ist ein Begräbnis auf Raten. Die Technik war da. Das Ingenieurswissen war da. Was fehlte, war der politische Arsch in der Hose, den Wandel zu organisieren.
Wie sähe ein echter Aufbruch aus?
Aufbruch heißt klotzen, nicht sparen: Milliardeninvestitionen in Netze, Speicher, Schiene und Brücken. Genau wie es die USA mit dem Infrastructure Investment and Jobs Act vorgemacht haben. Straßen sanieren, Brücken reparieren - das schafft Arbeit, statt sie zu vernichten.
Aufbruch heißt Marktlogik: Sauberen Strom so billig machen, dass sich die Wärmepumpe von selbst rechnet, statt ihn künstlich teurer zu halten als fossiles Gas.
Und dafür endlich Trassen und Speicher bauen, anstatt Autokraten das Geld für ihre Fossilen in den Rachen zu pumpen.
Aufbruch heißt soziale Symmetrie: Wenn Konzerne mit KI, die wir mit unseren Steuern subventioniert haben, Tausende Stellen wegrationalisieren, um Rekorddividenden einzustreichen, gehört dieser Profit brutal besteuert - für die Umschulung derer, die auf der Straße landen.
Aufbruch heißt Verantwortung der Starken: In den Jahren des Wirtschaftswunders lag der Spitzensteuersatz bei über 50 Prozent. Damals wurde dieses Land aufgebaut. Heute liegt er bei 42 Prozent, der Sozialstaat wird abgewickelt, und der Pfleger soll bis 70 schuften.
Was Merz uns als „Aufbruch“ verkaufen will, ist das Gegenteil: das krampfhafte Festhalten an einer sterbenden Welt, das Weiterreichen der Schmerzen nach unten und die Arroganz, den Bürgern dafür auch noch Dummheit zu unterstellen.
Das eigentliche Erkenntnisproblem, Herr Merz, sitzt nicht an den Werkbänken dieses Landes. Es sitzt in Ihrer Partei.
Ich kann allen, die es plötzlich völlig ok finden, eine 3-Grad-Zuviel-Welt anzusteuern (wie @schroeder_k ), noch mal ein bisschen hierin zu lesen. Insbesondere ab Seite 14. Wer das in Ordnung findet, muss seine Kinder wirklich hassen. https://t.co/ZDLqaWq6B1
Lacht ruhig über Trumps Eitelkeit. Aber lacht nicht zu lange.
Ja, wir haben es alle gesehen: Trump auf dem roten Teppich, Kinder mit Fähnchen, der synchrone Stechschritt der Volksbefreiungsarmee und Xis pompöses Bankett. Es hatte fast etwas von den Village People auf Chinesisch. Trump wollte gebauchpinselt werden. Xi hat ihm den Wunsch erfüllt.
In Trumps Logik funktioniert das so: Wenn der mächtigste Mann Asiens ihm derart die Ehre erweist, dann muss er selbst der mächtigere sein - und wer den mächtigsten Mann der Welt empfängt, kann nur ein starkes Land sein.
Dazu die üblichen Milliarden-Deals: Boeing-Flugzeuge, Sojabohnen, Rindfleisch. Die westlichen Kommentare folgten prompt: „Magerer Gipfel, viel Pomp, wenig Substanz.“
Genau das ist der Denkfehler.
Während wir uns über Trumps Schmeichel-Anfälligkeit amüsieren und das Weiße Haus ein PR-Video namens „Amerika ist wieder stark“ verbreitet – in dem bizarrerweise hauptsächlich chinesische Soldaten marschieren –, hat dieser Gipfel längst über uns entschieden. Über unsere Energiepreise, unsere Sicherheit, unseren Wohlstand. Wir saßen nicht mal am Tisch. In keinem einzigen Protokoll tauchen wir überhaupt auf. Nicht ein einziges Mal.
Wer wissen will, was wirklich passiert ist, muss in das Kleingedruckte schauen. Und vor allem darauf, was totgeschwiegen wurde.
Nehmen wir den Iran. Im US-Bericht heißt es stolz, beide Seiten seien sich einig, dass Teheran niemals Atomwaffen besitzen dürfe. Im chinesischen Protokoll dagegen existiert das Wort „Iran“ nicht einmal. Trump verkauft uns ein chinesisches Einverständnis, das es schlicht nicht gibt.
Das Ergebnis? Die Straße von Hormus bleibt eine Blockadezone. Unsere Tanker stehen im Stau, unsere Industrie zahlt die Zeche, und Trump fliegt nach Hause und feiert sich als Dealmaker.
Oder die Ukraine. Sie wurde in Peking praktisch nicht erwähnt. Was wie Vernachlässigung klingt, ist in Wahrheit eiskaltes Kalkül. Trump hat längst durchblicken lassen, dass er Putin wieder an den Tisch holen will – ob im September in Washington, im November in Shenzhen oder im Dezember in Miami. Peking war nicht das Hauptgericht, das war nur die Vorspeise.
Aus chinesischer Sicht läuft alles nach Plan: Ein eingefrorener Ukraine-Konflikt hält Russland schwach genug, um es zu kontrollieren, aber stark genug, um den Westen zu binden. China verdient am Krieg und später am Wiederaufbau. Für uns bedeutet dieses „Einfrieren“ eine dauerhafte Bedrohung, permanente Aufrüstung und schleichenden Wohlstandsverlust. Und das alles unter einer US-Sicherheitsgarantie, die mittlerweile so belastbar ist wie ein Trump-Versprechen kurz vor der Insolvenz. Wir zahlen, ohne sicherer zu werden.
Und Taiwan? Xi Jinping hat das Thema gleich zu Beginn mit einer diplomatischen Schärfe gesetzt, die keinen Spielraum lässt. Er sprach von einer „äußerst gefährlichen Lage“, sollten die USA ihre Linie verschieben. Die Reaktion im US-Protokoll: betretenes Schweigen. Trump wich den Fragen der Reporter einfach aus.
Für Peking ist allein das ein strategischer Triumph. Die chinesische Taktik setzt nicht auf den schnellen Einmarsch, sondern auf psychologische Zermürbung. Die taiwanische Bevölkerung soll so lange weichgekocht werden, bis sie 2028 einen pekingfreundlichen Präsidenten wählt. Der Gipfel sollte genau dieses Gefühl zementieren: Auf Washington ist im Ernstfall kein Verlass.
Nebenbei bemerkt interessiert es ohnehin kaum noch jemanden, dass Trump in ein Land reist, dem seine eigene Administration formell Völkermord an den Uiguren vorwirft - festgestellt am letzten Arbeitstag seiner ersten Amtszeit.
Heute murmelt Trump kurz etwas zum inhaftierten Verleger Jimmy Lai und hakt das Thema ab. Den Genozid, den sein eigener Außenminister anprangerte, kassiert er im Tausch für 200 Boeing-Maschinen ein.
Und wir? Wir wiegen uns immer noch in dem Glauben, wir wären die wertegeleitete Mittelmacht, die irgendwo zwischen den Supermächten vermitteln kann.
In Peking sagt man inzwischen ganz offen: „Europe is a has been“ – Europa ist von gestern. In Washington existiert Europa in den China-Debatten schon gar nicht mehr. Wir sind die reichen Verwandten, die ihre Verwaltung noch mit Papier und Faxgeräten organisieren, während China mit einer gigantischen Dynamik technologisch an uns vorbeizieht. Gleichzeitig haben wir uns industriepolitisch sehenden Auges an den Verbrennungsmotor geklammert, dessen globaler Markt wegbricht. Der Verbrenner wird unser Kohlebergbau.
Am Ende bleibt ein klares Bild: Trump ist und bleibt der Narzisst, der sich vom Stechschritt der Volksbefreiungsarmee bauchpinseln lässt und die Inszenierung als Stärke verkauft. Xi ist der stille Herrscher, der ihm dafür den Bart streichelt und im Gegenzug die Regeln der nächsten Weltordnung diktiert. Putin sitzt derweil im Hinterzimmer und wartet auf seine Einladung.
Und wir? Wir sitzen draußen, kommentieren das Spektakel und finden, dass Trump diesmal aber wirklich keine gute Figur macht. Dabei ist gerade seine schlechte Figur das, was uns am meisten schadet.
Das ist die bittere Realität: Wir sind die Verlierer dieses Gipfels. Genauer gesagt: die einzigen Verlierer. Trump bekommt seine Bilder. Xi gewinnt Zeit und neue Aufträge. Putin kriegt seine Bühne zurück.
Lacht also ruhig weiter über Trumps Eitelkeit. Aber lacht nicht zu lange. Sonst lacht am Ende Xi – und wir haben nicht einmal gemerkt, dass wir die Pointe waren.
The world's democracies are being targeted one by one. That has to stop.
China has imposed trade boycotts on Australia, Lithuania, South Korea and Canada. Each time, the target stood alone. Each time, it worked.
The answer is not self-sufficiency. It is collective action.
Today I launch After the Rupture: An alliance of middle-power democracies led by a D-7: seven democracies representing 30% of the global economy, acting together on trade, technology, critical minerals and defence.
Not a new institution. A coalition of the willing, and the able.
Full paper → https://t.co/puAxqaYUYQ
Als ich heute Morgen die Spiegel-Schlagzeile sah, dachte ich zuerst: gähn. „Russland bildet Hacker aus.“ Wer hätte das gedacht. Der Spiegel hat hier eine Hausaufgabe fürs Fleißkärtchen gemacht, alles aufgeschrieben, was wir sowieso schon wissen, ab in den Druck.
Falsch gedacht.
Was Spiegel, Le Monde, Guardian, The Insider, Delfi, VSquare und Frontstory da in den letzten Monaten in einem Konsortium ausgewertet haben, sind 2.000 interne Dokumente aus der Moskauer Bauman-Universität. Lehrpläne mit Stundenangaben. Verträge zwischen Dozenten und GRU-Einheiten. Klausuraufgaben („Hacke einen Testserver“). Pflichtseminare („Erstelle ein Social-Video, um ein heißes Thema mit Manipulation und versteckter Propaganda zu promoten oder zu entkräften“). Namenslisten. Notenübersichten. Zuteilung von Praktikumsplätzen.
Der Unterschied zu allem, was wir bisher wussten, rangiert in einer ganz neuen Kategorie:
Ja, wir wussten, dass Russland einen Cyberkrieg führt. Wir wussten aber nicht, dass es dafür einen sechsjährigen Diplomstudiengang gibt. Mit Abschlusszeugnis. Mit Pflicht-Trainingscamp inklusive Bartrasur und Alkoholverbot. Mit benannten Dozenten, die nebenbei aktive Geheimdienstoffiziere sind. Mit einem geheimen „Lehrstuhl 4“, der in keinem offiziellen Organigramm der Universität auftaucht.
Das ist kein „Russland hat Hacker“. Das ist „Russland hat ein Westpoint für hybride Kriegsführung“, mitten in Moskau, vier Kilometer vom Roten Platz entfernt.
Was lernen die jungen Leute dort konkret?
Der Pflichtkurs „Abwehr technischer Aufklärung“ umfasst 144 Stunden über zwei Semester. Inhalt: Passwortattacken, Ausnutzung bekannter IT-Schwachstellen, Trojaner, praktische Hackingübungen, mit denen die Studierenden in Testsysteme einbrechen müssen, DDoS-Angriffe (das sind die Attacken, mit denen kürzlich die Deutsche-Bahn-App lahmgelegt wurde). Modul 6: „Computerviren und Würmer“. Klausuraufgabe: Hacke einen Testserver. Bestehst du nicht, wirst du kein Diplom-Saboteur.
Daneben steht klassische Spionagetechnik: Telefone anzapfen, Richtmikrofone, Wanzendetektion, Überwachung mit hochwertigen Beobachtungsfernrohren von Nikon (eine echte Empfehlung aus den geleakten Folien). Drohnenkunde mit 54 Slides, darunter die „Vector“-Drohne der bayerischen Firma Quantum Systems aus dem Landkreis Starnberg. Also genau das Gerät, das die Ukraine in Massen einsetzt, um russische Stellungen aufzuspüren. Im März 2026 hat der Generalbundesanwalt zwei mutmaßliche russische Agenten festgenommen, die Quantum Systems ausgespäht hatten. Im Auftrag Moskaus, mit Filmaufnahmen vom Arbeitsplatz einer Zielperson. Wer im Bauman-Lehrplan steht, steht auch auf Russlands Liste.
Und dann das Pflichtseminar, das einem den Kaffee kalt werden lässt: „Entwickeln einer Propagandakampagne“. Praxisaufgabe wörtlich: „Erstelle ein Social-Video für ein beliebiges Thema, indem du Manipulation, Druck und versteckte Propaganda verwendest, um ein ‚heißes‘ Thema zu promoten oder zu entkräften.“ Eine andere Vorlesung heißt schlicht „Propaganda, Agitation, Manipulation und Überzeugung“.
Wer wissen will, wie das Gelernte in der Praxis aussieht, schaut zurück auf den Wahlkampf der letzten Bundestagswahl: Friedrich Merz wurden im Netz psychische Probleme angedichtet, Robert Habeck eine 100-Millionen-Euro-Korruptionsaffäre. Beides war frei erfunden. Beides war keine Improvisation übermütiger Trolle. Es war Lehrstoff. Ausgeführt von Absolventen der Uni für den kleinen James-Bond von Putins Gnaden.
Auffällig: Welche fremden Armeen die Studierenden der Bauman-Universität besonders intensiv studieren müssen. Drei. Die russische, die amerikanische – und die deutsche. Bewaffnung der Bundeswehr-Kampfeinheiten. Eigenes Seminar: „Schutz der Informationssicherheit in Deutschland“. Wer geglaubt hat, wir wären zu klein, zu unwichtig, zu unfähig für besondere Aufmerksamkeit, hat sich geirrt. Deutschland ist Hauptfach.
Und einer der besten Deutschland-„Experten“ kommt jetzt zu uns. Dank der Rechercher wissen wir, dass er existiert. Wir wissen, dass er in der Spionage-Fakultät ausgebildet wurde. Wir wissen sogar seinen echten Namen. Wir wissen nur nicht, wie er sich in Deutschland präsentieren wird, wann und wo er genau auftauchen wird. Als Phantom kann ihn niemand stoppen:
Der junge Mann heißt Iwan Makarow. Er wurde in Moskau geboren, sein Vater wohnt unter derselben Postadresse wie GRU-Einheit 26165 (die Truppe, die 2015 den Bundestag gehackt und Merkels Postfach kopiert hat). Nicht ungewöhnlich, denn Spionage ist bei Russen ein Familiengeschäft – die Nachkommen treten gern in die Fußstapfen der Väter, so werden Loyalitätsfragen geregelt.
Im März 2024 hat der russische Staat dem jungen Makarow einen neuen Pass ausgestellt und ihm eine neue Sozialversicherungsnummer gegeben. Sein neuer Name: Mark Fisher.
Diese Praxis kennt der Westen seit Sergey Cherkasov, der als „Victor Muller Ferreira“ jahrelang als Brasilianer durch Europa lief, bis er 2022 in den Niederlanden aufflog, als er sich ausgerechnet in Den Haag dort einschleusen wollte, wo russische Verbrechen gegen die Menschlichkeit untersucht werden.
Mark Fisher hat seinen Bauman-Abschluss für Hacker mit falscher Identität gerade gemacht. Er ist nicht mehr in Moskau. Er ist irgendwo. Vielleicht in Berlin, vielleicht in München, vielleicht in Frankfurt. Vielleicht ist er der nette Typ, der heute Morgen bei Starbucks neben dir gestanden hat und mit ganz leichtem, charmantem Akzent „a flat white please“ bestellt hat. Vielleicht ist er dein neuer Kollege im IT-Team. Vielleicht hat er dich auf LinkedIn angeschrieben, weil ihn dein Profil so interessiert.
Bleibt eine Frage: Glauben die Macher hinter all dem eigentlich selbst an ihre Sache?
Eher nicht. Der Mann, der den Lehrstuhl 4 als stellvertretender Leiter prägt, heißt Kirill Stupakow. Er ist Oberstleutnant, Jahrgang 1982. Er hält die Vorlesung über Spionagetechnik und verfügt über einen mustergültigen militärischen Lebenslauf.
Denkste! Dem Spiegel ist es gelungen, ihm Telegram-Chats zuzuordnen: Dort nennt Stupakow seinen Präsidenten einen „Opa“. Den ehemaligen Präsidenten Medwedjew einen Alkoholiker. Den russischen Generalstabschef Gerassimow eine „dumme Fotze“. Über den Krieg, in den er seine Studenten Sommer für Sommer verabschiedet, schreibt er: „Wird schlecht für uns enden.“
Und am Montag steht er wieder vor der Klasse und drillt den jungen Männern ein, dass die Ukraine von „Nationalisten und Neonazis“ beherrscht werde, dass die „Spezialoperation unausweichlich“ gewesen sei, dass sie ihre Feinde schlagen sollen wie Väter, Großväter und Urgroßväter. Im täglichen Newsletter, der an der Uni zirkuliert, steht das so. Auf Russisch. Schwarz auf weiß.
Das ist die wahre Lehre der Bauman-Files: Autoritäre Apparate funktionieren nicht, weil ihre Funktionäre an die Sache glauben. Sie funktionieren, weil ihre Funktionäre auch dann weitermachen, wenn sie nicht mehr an die Sache glauben. Stupakow hält Putin für einen Greis, Gerassimow für einen Vollidioten und den Krieg für verloren – und schickt trotzdem fünfzehn neue Cyberkrieger pro Jahrgang nach Anapa, Sewastopol, Kursk, irgendwann womöglich auch nach Berlin.
Wer geglaubt hat, dieses System bricht zusammen, wenn die Eliten innerlich kündigen, hat den Charakter dieses Systems nicht verstanden. Sie haben längst gekündigt. Sie machen trotzdem weiter. Genau deshalb müssen wir es ernst nehmen.
Wer verstehen will, warum Jens Spahn bei Miosga den Trumpismus verharmlost & die Linke derart verteufelt, dem lege ich unsere @gabrielakeller Recherche zu Spahns engen Verbindungen zu MAGA-Milliardären & trumpschen Stiftungen ans Herz - erklärt vieles:
https://t.co/diu1Z5gt8k
Trump and Putin just spent 90 minutes on the phone together. Ninety minutes. That is longer than most marriages last before someone throws a plate.
We don’t know exactly what was said. We never do. But we know the pattern. Every time these two have a nice long chat, something deranged happens within weeks.
Putin proposed a temporary ceasefire in Ukraine to mark Victory Day on May 9.  A pause. A photo opportunity and Trump, naturally, backed the initiative.  Because why wouldn’t he? It costs him nothing and sounds tremendous.
Putin also offered to help secure Iran’s nuclear material. Russia. Helping with nuclear material.
The Kremlin also made sure to warn Trump about “damaging consequences” if he renews the Iran war. So Putin is now issuing warnings to the American president. And the American president is apparently taking the call.
Ninety minutes. That is a lot of time to be told what to do by a man who arrests his own generals.
Here is what history tells us. After every one of these conversations, Trump emerges slightly more confused and considerably more dangerous. The next few weeks will involve at least one unhinged announcement, one ally publicly humiliated, and one idea so spectacularly stupid that the entire national security apparatus will spend a weekend trying to talk him out of it.
Mark the date. The clock is ticking.
Stay connected,
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Trump, after having a 90 min phone call with Putin, puts out a truth social that he is considering withdrawing all troops from Germany. Something sinister is going on between them. It’s time for “concerned” Republicans to speak out
Monolog mit dem Bundeskanzler
Herr Merz, ich habe das SPIEGEL-Gespräch mit Ihnen gelesen. Die Schlagzeile über Ihr Gefühlsleben kennen inzwischen wohl alle, aber Sie haben ja noch über weit substanziellere Dinge gesprochen.
In einigen Punkten gehe ich sogar d’accord: Sie weigern sich zu Recht, gegen Trump zu poltern, weil das nichts bringt. Sie öffnen die Tür zum europäischen Nuklearschirm mit Frankreich und teilen glücklicherweise nicht Markus Söders martialisches Gerede von der „letzten Patrone der Demokratie“. Darauf stehe ich auch nicht.
An einem Satz bin ich jedoch hängengeblieben:
„Ich bin seit 20 Jahren der erste Kanzler, der den Deutschen sagt: Unsere Wohlstandsillusion wird nicht halten.“
Hier möchte ich, bei allem Respekt, ein Fass aufmachen. Welche Wohlstandsillusion meinen Sie eigentlich, Herr Bundeskanzler? Sie verwenden diesen Begriff ja recht inflationär.
Meinen Sie die Illusion des Landes, das die drittgrößte Volkswirtschaft der Welt ist? Oder die der deutschen Haushalte, die zusammen ein Privatvermögen von rund 15 Billionen Euro besitzen? Eine Zahl, gewaltiger als die Wirtschaftsleistung von Frankreich und Italien zusammen. Wohlstand gibt es bei uns satt und genug – aber von diesem Wohlstand sprechen Sie vermutlich nicht, oder?
Ich ehrlich gesagt auch nicht. Denn rund zwei Drittel dieses unfassbaren Vermögens liegen in den Händen der obersten zehn Prozent. Die unteren 50 Prozent teilen sich klägliche drei Prozent. In Zahlen: 3.
Es ist ja noch ernüchternder: Der mittlere deutsche Haushalt ist ärmer als der italienische, spanische oder französische. Die Reallöhne stagnierten in den 2000ern, Mieten in Großstädten haben sich verdoppelt, Sozialabgaben sind gestiegen. Offenbar versteckt sich die „Wohlstandsillusion“ irgendwo im Leben von uns „Normalos“?
Die Krankenschwester aus Magdeburg mit 30 Beitragsjahren und einer Rentenerwartung von 1.100 Euro hat keine Illusionen. Sie hat einen Taschenrechner. Schon immer.
Der Trick steckt im Wort selbst. In Ihrem Wort. ☝️
Die „Wohlstandsillusion“ haben Sie nämlich selbst erfunden – und zwar schon 2004. Damals veröffentlichten Sie Ihr Buch „Nur wer sich ändert, wird bestehen“. Das war die Zeit, als Gerhard Schröder mit der Machete der Agenda 2010 den Arbeitsmarkt deregulierte und Millionen Menschen in den Niedriglohnsektor schickte. Ihnen war das offenbar noch nicht genug.
Damals war Ihre These: Deutschland geht unter, wenn wir nicht radikal umsteuern. Was passierte wirklich? Fünfzehn Jahre Wachstum, Rekordbeschäftigung, Rekordexporte. Die Steuereinnahmen verdoppelten sich. Was nicht stieg, waren die unteren Reallöhne. Was sich verschob, war das Vermögen – immer weiter nach oben.
Sie hatten 2004 nicht recht, Herr Bundeskanzler. Sie hatten ein ideologisches Programm. Und das wärmen Sie nun, 22 Jahre später, einfach wieder auf. Mit denselben Rezepten und denselben Verlierern.
Ihre „Wohlstandsillusion“ ist ein rhetorischer Kniff, um die Schuld an teuren Sozialtöpfen dem „nimmersatten Bürger“ zuzuschieben: „Hört auf, euch was vorzumachen, werdet realistisch!“
Warum eigentlich? Ist es nicht genau umgekehrt?
Zahlen wir nicht jeden Monat pünktlich unsere Abgaben für Gesundheit, Pflege und Rente? Und ja, zur ehrlichen Bilanz gehört auch: Ich habe jahrelang in eine Arbeitslosenversicherung eingezahlt. Eine Versicherung! Beitrag gegen Leistungsanspruch. Was die Hartz-Reformen daraus machten, war ein stiller Vertragsbruch: Wer 30 Jahre eingezahlt hatte, bekam plötzlich dasselbe wie jemand, der nie eingezahlt hatte. Beitragsjahre? Einfach wegradiert.
Das ist das Muster: Du zahlst ein, du bekommst weniger als versprochen, die Differenz bleibt im System. Genau diese Logik wollen Sie nun auf Gesundheit, Rente und Pflege ausweiten. Nicht offen, sondern hinter dem Begriff der „Illusion“ versteckt – als wäre der Anspruch der Versicherten das Problem und nicht das gebrochene Versprechen der Politik.
Heute, im Jahr 2026, drängt sich die Frage auf, ob nicht vielmehr die Illusionen der Politik geplatzt sind:
☝️ Die Illusion, man könne die Bundeswehr drei Jahrzehnte kaputtsparen.
☝️ Die Illusion, massiv auf russisches Gas zu setzen, während Putin bereits Tschetschenien, Georgien und die Krim überfiel.
Diese Entscheidungen haben wir Bürger nicht getroffen. Aber wir baden sie aus. Dass wir wegen einer verpatzten Energiewende höhere Preise zahlen, ändert nichts an der Tatsache, dass wir für unsere soziale Absicherung gearbeitet und eingezahlt haben.
Aber jetzt sollen wir die „Wohlstandsillusion“ abbauen? Welche denn? Die mit den hohen Mieten oder die mit den stagnierenden Löhnen? Sollen wir da auch noch was wegnehmen?
Warum sparen wir nicht bei der Erbschaftsteuer für Betriebsvermögen im dreistelligen Millionenbereich? Warum nicht bei einer Vermögensteuer oder einer Finanztransaktionssteuer? Warum nicht bei Konzernen, die seit Jahrzehnten Steuern umgehen?
Stattdessen setzen Sie bei der Gesundheit, der Rente und der Pflege an. Bereiche, in denen niemand sagen kann: „Dann verzichte ich halt.“ Hier geht es um Krankheit, um das Alter, um die Endlichkeit. Um die drei Säulen, von denen Generationen glaubten, sie seien sicher, weil ein Vertrag sie schützte.
„Die Rente ist sicher“, warb die CDU 1986. Generationen haben darauf vertraut und geliefert. Dass das Geld jetzt fehlt, liegt nicht an mangelndem Fleiß, sondern an politischem Management. Jetzt nennen Sie es „Basisabsicherung“ – weil man ja privat hätte vorsorgen können, nein, doch schon eher müssen. Mit welchem Geld eigentlich?
Wenn ich Glück habe, halte ich noch durch, bevor ich nicht ins Pflegeheim gehe. Denn bei einem Eigenanteil von 3.500 Euro und einer Durchschnittsrente von 850 Euro ist das Heim für die meisten Frauen schlicht unbezahlbar. Plopp. Da zerplatzt sie, Ihre Wohlstandsillusion.
Sie sagten im Interview, Sie besuchten Ihre Eltern alle drei Wochen im Heim. Was das kostet, wollten Sie nicht sagen – nur: „Im Monat ziemlich viel.“ Diese Zahl würde der Durchschnittsrentnerin wohl die Tränen in die Augen treiben, zumal wenn der Sohnemann nicht Friedrich Merz heißt, der noch was besteuern kann.
Meine Angst ist nicht hysterisch. Es ist die Angst einer normalen Deutschen, die ihr Leben lang eingezahlt hat und nun sieht, wie ihr das System unterm Hintern weggezogen wird.
Währenddessen wird Unternehmen, die „systemrelevant“ sind, das Geld hinterhergeworfen. Erbschaften in Millionenhöhe gehen steuerfrei am Fiskus vorbei, Cum-Ex-Geschäfte wurden jahrelang durchgewunken.
„Systemrelevant“ sind offenbar nur die, die zu groß sind, um zu fallen. Ich bin wohl klein genug.
Apropos Reform: Während der SPIEGEL Sie befragte, hat Ihr Kabinett heute, am 29. April 2026, das Beitragssatzstabilisierungsgesetz auf den Weg gebracht. 16,3 Milliarden Euro Einsparungen bei der gesetzlichen Krankenversicherung.
Sie selbst nannten es heute die „größte Sozialstaatsreform der vergangenen 20 Jahre“. Ich nenne es: längere Wartezeiten, höhere Zuzahlungen, gestrichene Vorsorge. Ich frage: Wofür zahle ich eigentlich diese unfassbaren Beiträge? Und ich habe Glück. Ich kenne Menschen, die sich die Zuzahlungen schlicht nicht mehr leisten können.
Schauen wir hin: Zuzahlungen steigen von 5-10 auf 7,50-15 Euro, künftig jährlich anzupassen. Homöopathie ist raus. Hautkrebs-Vorsorge wird „überprüft“, also wahrscheinlich raus. Zahnersatz-Zuschüsse minus 10 Prozentpunkte. Familienmitversicherung beschränkt.
Wer wird belastet?
Patienten und Kassenmitglieder zusammen mit rund 22 Prozent der Sparsumme.
Pharma, Praxen und Kliniken mit 69 Prozent – aber das ist ja der Bereich, in dem die Lobbyarbeit nicht müde wird, alles wieder aufzuweichen, was das Bundestagsverfahren bietet. Stehen lassen werden sich die Patientenanteile. Garantiert.
Sei es, wie es ist. Ich habe am Ende dieses Textes meine Argumente jedenfalls nicht auf einen Bierdeckel bekommen und Sie sicher nicht überzeugt. Aber Sie mich auch nicht.
Die einzige wirkliche Illusion ist die der Politik: Die Illusion, ein Land dauerhaft regieren zu können, ohne an die Vermögensverteilung heranzugehen. Die Illusion, dass „Reformen“ immer nur unten und in der Mitte ansetzen müssen. Und die Illusion, dass wir Beitragszahler schweigen, wenn man kurz vor knapp die Spielregeln ändert.
Das ist die Illusion, die fallen muss, Herr Bundeskanzler. Und sie ist nicht meine.