Top Tweets for #Fechner
#NachtGedanken #NightPhilosophy
#Schopenhauer #Fechner #Buchheim #Wille #Vorstellung #Bewusstsein #Agape #Weltseele #Nihilismus #Panpsychismus #Panentheismus
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Teil 1:
Arthur Schopenhauer (1788-1860) hat etwas entdeckt, das vor ihm kaum jemand so klar ausgesprochen hatte: dass hinter dem Vorhang der Erscheinungswelt kein vernünftiger Gott waltet, kein zielgerichteter Fortschritt und keine wohlwollende Vorsehung — sondern ein blindes, zielloses Drängen und Wühlen, das er den Willen nannte. Dieser Wille ist das Innerste der Dinge, ihr eigentliches Wesen, und er ist im Kern ohne Bewusstsein, ohne Absicht, ohne Empfindung für das, was er anrichtet. In diesem Sinne ist der Wille das ewige Jetzt der Weltenergie, das in uns eindringt, uns ergreift, uns als Leib, als Hunger, als Leidenschaft erscheint. Leiden ist der Grundzug dieses Weltprinzips als Wesen. Denn wer immer will und nie ankommen kann, der leidet notwendig.
Schopenhauer zieht daraus eine radikale Konsequenz: Der einzige Ausweg ist die Verneinung (man beachte den Unterschied zwischen Verneinen und Lösen). Wer den Willen wesentlich durchschaut hat, kann aufhören, mit ihm zu fließen und ihm zu gehorchen. Askese, Mitleid, schließlich vollständige Willensverneinung — das sind die Stufen der Erlösung. Es ist eine Philosophie des Rückzugs, tief beeinflusst von buddhistischer und vedantischer Spiritualität, in ihrer Konsequenz folgerichtig, jedoch falsch verstanden. Sie hat mehrere blinde Flecken: Sie setzt, ohne es belegen zu können, voraus, dass der Weltgrund wirklich blind ist, dass die Tiefe schweigt und verrät somit nichts über die Herkunft dieses Willens, der dann von unseren Vorstellungen leidlich reflektiert und wiedergegeben wird. Gerade das wäre doch interessant, oder?
Gustav Theodor Fechner (1801-1887), Zeitgenosse Schopenhauers, hat diese Voraussetzung still und gründlich durch einen anderen Blick auf dieselbe Wirklichkeit hinterfragt. Fechner war Physiker, Psychologe, Philosoph und Mystiker zugleich, und aus dieser seltenen Verbindung entstand sein Panpsychismus: die Überzeugung, dass Empfindung und somit Bewusstsein kein Sonderrecht des Menschen oder auch nur des Tieres sind, sondern alle Erscheinungen durchzieht und ihnen zugrunde liegt als das universale Beziehungs-Gewebe des Seins. Pflanze, Stein, Planet, Kosmos, Mensch, alles dies hat eine Innenperspektive, alles registriert und alles antwortet in und nach seiner Eigen-Art, alles besteht in Verbindung und Empfindung und teilt ein über die Einzelerscheinung hinausreichendes Bewusstsein. Was Schopenhauer als blinden Willen beschrieb, ist für Fechner von Beginn an von Bewusstheit durchdrungen und der Mensch entnimmt dem dank seines Hirns und Sinnesbegabung sein eigenes Bewusstsein. Die Welt ist nicht stumm. Sie fühlt sich selbst.
Bild: Arthur Schopenhauer (Aufnahme von J. Schäfer 1859)
Teil 2 hängt als Link unten an:

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Teil 3:
Hier öffnet sich der Weg zu dem, was in meinem panentheistischen Denken mit dem Begriff der Agape gemeint ist. Denn Agape ist nicht einfach menschliche Güte oder sentimentale Menschenliebe. Agape, im ursprünglichen theologischen Sinn, ist die Liebe, die nicht aus Mangel entsteht, sondern aus dem Vorhandenen und innerer Fülle schöpft, die nicht auf Gegenseitigkeit zielt, sondern aus der Einheit handelt, die liebt, weil dem Menschen 'Liebe' als sein ursprünglichstes Wesen bewusst ward. Sie ist keine Reaktion auf etwas Liebenswertes, sondern der Grund, aus dem heraus das Liebenswerte überhaupt erst erkannt und hervorgebracht wird. In dieser Bedeutung ist Agape kein psychologisches Phänomen, sondern ein ontologisches: die Grundstruktur einer Wirklichkeit, die sich selbst bejaht, sich dem Anderen öffnet und im Anderen sich selbst erkennt.
Von Schopenhauer zu Fechner zu Agape ist also keine beliebige Gedankenfolge, sondern eine echte Entwicklungslinie des Weltverständnisses. Schopenhauer hat das Tiefste richtig benannt: Es gibt ein Weltprinzip jenseits des rationalen Bewusstseins, das uns durchdringt und trägt. Aber er hat es in seiner dunkelsten Gestalt beschrieben — als das Blinde, das Leidende, das sich selbst nicht kennt. Fechner hat den nächsten Schritt getan: Dieses Tiefste ist nicht blind. Es empfindet, es nimmt wahr, es antwortet. Die Welt hat ein Innen, und dieses Innen ist von Beginn an auf Beziehung angelegt.
Agape ist dann die Vollendung dieser Linie: das Weltprinzip, das nicht nur empfindet und antwortet, sondern liebt, dem Liebe also Grundlage ist für alles Erschaffen, Geben und Wahrnehmen, das sich nicht nur registriert und aufrechnet, sondern das bejaht und schöpferisch wirkt, etwas, das uns nicht nur berührt, ergreift und vor sich her treibt, sondern sich verschenkt. Wo Schopenhauer den Weltwillen verneinen wollte, versteht Fechner ihn aufsteigend zum ewigen Licht hin, und Agape eröffnet und als Gnadengeschen eine Möglichkeit dazu: sich vom Gebundenen zu lösen und durch Hingabe in Liebe neu erstehen. Wir werden, um zu sterben, aber wir sterben, um zum Sein zu dringen. Eine ewige Wirklichkeit, die sich selbst verschwendet — an das Andere, an das Endliche, an das Leidende — und gerade darin ihre tiefste Natur als Freiheit offenbart. Eine praktisch angewandte Philosophie oder Spiritualität, die Frieden nicht als Abwesenheit von Konflikt versteht, sondern als tätige Gegenwart der Agape inmitten der Welt. Sie ist Orientierung: Wir sind geworfen in ein Drängen, das wir nicht selbst bewusst wählten. Wir erwachen in einer Welt, die empfindet und antwortet. Und wir sind eingeladen, in der Agape das zu vollenden, was im Weltprinzip von Anfang an angelegt war — das blinddrängende Nächtige bewusst werden zu lassen als taghelle, lichte Liebe!
Bild: André Buchheim (fotografiert von @RaikSchirmer)

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Teil 2:
Das ist ein Paradigmenwechsel, der kaum überschätzt werden kann. Denn Schopenhauers Wille ist das Weltprinzip als Einbahnstraße, es drängt, es schiebt, es zieht, aber es hört nicht. Fechners Empfindung hingegen ist das Weltprinzip als Beziehung. Wo Empfindung ist, gibt es immer schon ein Registrieren des Anderen, ein Antworten auf das, was kommt. In den einfachsten Stufen der Nachtansicht mag dieses Antworten dunkel, mechanisch und monokausal erscheinen. Systemisch aber wirkt alles so komplex zusammen, dass einfache Erklärungen nicht für die kaskadenartigen Wechselwirkungen genügen und sich alles in einem systemischen Ganzen abspielt, in dem jedes Einzelding und Einzelwesen durch seine mannigfaltigen Beziehungen zum Ganzen aufgehoben ist. Das Prinzip ist dasselbe, das sich im menschlichen Bewusstsein zur vollen Helligkeit erhebt: Innen und Außen stehen nicht gegeneinander, sondern durchdringen und befruchten einander. Die Welt ist von Beginn an responsiv.
Fechner nannte das die Tagesansicht — im Gegensatz zur Nachtansicht des Materialismus, der hinter den Erscheinungen nur tote Materie suchte, und, so ließe sich ergänzen, auch im Gegensatz zur Nachtansicht Schopenhauers, der hinter den Erscheinungen zwar etwas Lebendiges fand, aber ein Lebendes ohne Licht. Fechners Kosmos ist belebt, beleuchtet von innen, durchzogen von Wahrnehmung, Gefühl und aufsteigendem Bewusstsein. Gott ist für ihn nicht nur der ferne Schöpfer jenseits der Welt, sondern auch die alles durchdringende und umfassende Weltseele, das höchste Bewusstsein, in den alle anderen einzelnen Bewusstseinsfunken eingebettet sind.
Bild: Gustav Theodor Fechner (Photograph Kuntze, JE 1892)
Teil 3 hängt als Link unten an:

#GutenMorgen meine Lieben, ich grüße das Licht in Euch an diesem wunderschönen #Freitag und wünsche Euch einen angenehmen #StartInsWochenende. Gestern gab ich Euch ja das #Zitat von #Fechner als #Weisheit, wo es ums #Innenleben ging. Mit
Karl Christian Friedrich Krause (1781-1832)
einem weiteren unserer Vordenker, betrachten wir uns dies heute im Weltmaßstab:
"So bewährt sich dem geistigen Blick die Menschheit als ein grosses lebensvolles Ganzes in freiem harmonischen Wechselspiel der Kräfte mit dem lebensvollen Ganzen der Erde. An einander unzertrennlich gefesselt, bilden sie einen grossen Menschen, wie Leib und Seele. Göttlich und selbstgenügend, ein volles Bild Gottes und der Ewigkeit ist dieses Ganze; weiblich in sich befriedigt ist es und empfängt bewusstlos die höheren Einflüsse der Gestirne sowie der Geisterwelt und der Gottheit. Ist es auch der Menschheit nicht vergönnt, die höhere Ordnung der Dinge, den höheren Organismus, woran sie ein einzelnes, zum Ganzen wohl berechnetes Glied ist, in Klarheit zu schauen, so kann sie doch in froher Ahnung einer höheren Weltordnung zugehören, selbstthätig im Inneren ihr reiches Leben schön entfalten, um einst als würdige Braut einer höheren Vermählung entgegenzugehen.
Dir vertrauen wir, o Gott; Dein Werk ist die Menschheit! Du hast es begonnen, du wirst es nicht lassen!"
zitiert aus: "Der Erdrechtsbund an sich selbst und in seinem Verhältnisse zum Ganzen und zu allen Einzeltheilen des Menschheitlebens." Verlag Otto Schulze, Leipzig 1893
Wir sehen hier dasselbe Bild von Vielfalt in Harmonie zur ontologischen Einheit, wie Fechner es für unser Inneres beschreibt, doch während einigendes Bewusstsein den organischen Aufbau unseres Innenlebens beleuchten kann, gelingt uns als Einzelwesen dieser Blick auf das angestrebte und himmlisch angelegte Ganze der Menschheit nicht. Doch muss uns darob nicht bange werden, denn uns genügt der Innenblick, für das Außen jedoch haben wir Gott als das einende Bewusstsein auf den wir vertrauen, an den wir uns wenden können.
So bleibt uns die schöne Aufgabe, im Kleinen das zu leben, was wir im Großen nur ahnen können: Harmonie zu stiften, das Leben in uns zu ordnen und dem Guten Raum zu geben. Denn jedes geklärte Herz, jeder lautere Gedanke, jede Tat der Liebe wirkt hinein in jenes große Ganze, dessen Ordnung wir nicht vollständig überblicken, dem wir aber dennoch angehören. Vertrauen wir also darauf, dass unser inneres Wirken nicht vergeblich ist – und dass der göttliche Geist, der alles verbindet, auch das Werk der Menschheit seiner Vollendung entgegenführt.
In diesem Vertrauen wünsche ich Euch einen gesegneten Freitag und einen lichtvollen Schritt ins Wochenende.
Herzliche Grüße und allen Segen 🙏

Vor 14 Jahren habe ich diesen Film gesehen.
Er war mal kostenlos verfügbar. Hatte sogar #Fechner direkt angeschrieben und Antwort erhalten. Aber seither ist nichts mehr passiert.
Schaut euch diesen Film bitte an. Gibt's nur payed, lohnt sich aber sowas von. Trailer im 2. 👇
1/2

Die letzten beiden Wechsel: #Hübner und #Kiomourtzoglou sind für #Greilinger und #Fechner neu im Spiel. 🔁
| 87. | 3:2 | #svww | #WIEBVB |
🔁 Erster Wechsel zur Pause: #Fechner bleibt in der Kabine, dafür ist #Kiomourtzoglou neu in der Partie.
| 46. | 2:0 | #svww | #WIEUHG |

Starker Konter über #Fechner und #Goppel. Am Ende kommt #Agrafiotis zum Abschluss und zwingt Kersken zu einer starken Parade. Weiter Jungs, weiter!
| 52. | 2:1 | #svww | #DSCWIE |
Die ersten Wechsel bei Rot-Schwarz: #Agrafiotis und #Fechner kommen für #Flotho und #Taffertshofer. 🔁
| 66. | 0:0 | #svww | #AACWIE
So, wir wechseln zum letzten Mal: Die beiden Torschützen #Kaya und #Kiomourtzoglou machen Platz für #Fechner und #Taffertshofer. 🔄
| 82. | 1:1 | #svww | #BVBWIE
🔁 Unser Cheftrainer #Döring nimmt die ersten Wechsel vor: #Fechner und #Taffershofer kommen für #Carstens und #Kiomourtzoglou in die Partie.
| 62. | 1:2 | #svww | #SVSWIE
In der Diskussion um einen Neuwahl-Wahltermin macht SPD-Politiker Johannes #Fechner MdB die Ansage: „Uns in der #SPD ist es egal, ob wir im Januar, Februar oder März die nächste #Bundestagswahl gewinnen. Uns geht es jetzt ums Land.“
Na dann!
#AmpelAus #Paralleluniversum #Realitätsverlust
Weitere Wechsel bei unserem Team: #Kiomourtzoglou und #Johansson sind für #Fechner und #Greilinger neu in der Partie. 🆕
| 76. | 0:0 | #svww | #WIEDSC

𝟏𝟎𝟎-𝐒𝐩𝐢𝐞𝐥𝐞-𝐌𝐚𝐫𝐤𝐞 geknackt. ✅
Wir hätten auch Dir ein anderes Ergebnis gewünscht, dennoch: Herzlichen Glückwunsch, Gino! 🤝
#svww #dasWvereint #WIEH96 #Fechner

Die letzten Wechsel beim SVWW: Für #Goppel, #Greilinger und #Gözüsirin sind #Hübner, #Johansson und #Fechner für die letzten Minuten in der Partie!
| 90. | 2:1 | #svww | #WIEOSN
Die letzten beiden Wechsel beim SVWW:
➡️ #Flotho & #Gözüsirin
⬅️ #Kiomourtzoglou & #Fechner
| 86. | 2:0 | #svww | #AUEWIE
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