@MatthiasHartel ...geht mir seit Jahren exakt genau so - spätestens seit der dumme "Quoten-Nazi" arme Ausländer, "Demokraten" und Aktivisten dahinmeuchelt, habe ich keinerlei Böcke mehr auf solches "Erziehfernsehen" - es ist alles so durchschaubar...
@Jannekanndas Das bezieht sich eindeutig auf die obere Zeile "Unsere Heimat" - sind halt je nach Sichtweise "nur noch" vorwiegend Kartoffeln...da könnte auch jemand einen schrägen Humor haben. :-)
Die Lieblingsjuden vieler Deutscher heißen Herr und Frau Stolperstein und ihre Kinder. Sie widersprechen nicht, sprechen gar nicht, kennen ihren Status, liegen am Boden und geben ein gutes Gefühl. Es ist nicht schlimm, wenn man auf ihnen herumtrampelt. Vor allem aber sind sie tot.
In Deutschland findet Judentum in Gedenkstunden statt. Juden sind Gespenster von damals und werden als Opfer der Vergangenheit bewältigt. Juden sind die Opfer von damals, nicht die Lebenden von heute. Genau das ist das Problem.
In vielen deutschen Städten gibt es mittlerweile mehr Stolpersteine als lebendige Juden. Eine Mehrheit aller Deutschen trifft heute im Alltag deutlich öfter auf tote Juden als auf lebendige. Die Mehrheit der deutschen Schüler war in KZ-Gedenkstätten und weiß, wo in ihrer Nachbarschaft Stolpersteine liegen, aber sie sagen: „Ich habe noch nicht einen Juden kennengelernt.“
In Deutschland stehen mehr Denkmäler für ermordete Juden als für Juden, die aus ihrer Schöpfungskraft etwas erreicht haben. Das größte Denkmal für Juden in Deutschland ist ein Mahnmal des Todes: das Holocaust-Mahnmal in Berlin.
Deutschland ist stolz auf seine Vergangenheitsbewältigung, die es ohne die Vergangenheit natürlich nicht gäbe. Eine deutsche Straße, die etwas auf sich hält, hat mindestens einen Stolperstein. Ohne Stolperstein findet man als Straße heute gar nicht mehr statt. Der Trend geht zum Zweitstolperstein! Bei dem ganzen Stolz um die ermordete jüdische Familie Stolperstein vergessen viele Deutsche jedoch den Hass auf lebende Juden, der sich heute wieder auf deutschen Straßen breitmacht.
Auf deutschen Straßen wird wieder gegen Juden gehetzt, Synagogen werden attackiert und Juden angegriffen. In Belgien und Frankreich wurden in den letzten Jahren sogar Juden gefoltert und ermordet, darunter Kinder, weil sie Juden waren – zum Beispiel in Toulouse, Paris und Brüssel. Das kleine demokratische Land Israel sieht sich von Feinden umzingelt, die einen Krieg führen, an dessen Ende die Radikalen von der Hamas die Vernichtung aller Juden weltweit fordern (Endlösung), während die sogenannten Gemäßigten von der Fatah nur die Vernichtung des Staates Israel in Aussicht stellen (Lokallösung). Seit Jahrzehnten muss sich Israel gegen seine Vernichtung verteidigen. Und was macht die deutsche Mehrheitsgesellschaft? Sie kritisiert Israel, weil der Konflikt eskaliert.
Natürlich eskaliert der Konflikt, weil sich Juden seit 1948 als Soldaten eines eigenen Landes gegen die Vernichtung wehren können. Aufgrund dieser Möglichkeit der militärischen Verteidigung eskaliert die Auseinandersetzung, weil die Situation immer erst dann für beide Seiten eskaliert, wenn sich die eine Seite wehrt, von der anderen Seite ausgerottet zu werden. Deshalb mögen viele Deutsche Israel nicht.
Aber sie lieben die Familie Stolperstein. Die haben sich so schön vernichten lassen, und außerdem gäbe es ohne Auschwitz den Soundtrack von „Schindlers Liste“ nicht – und das wäre wirklich schade, denn den hören viele Deutsche so gerne, weil er so schön traurig ist.
Es gibt Vergangenheitsbewältiger, die nehmen es den Juden von heute übel, dass sie sich wehren, zu Stolpersteinen zu werden, an denen die Vergangenheitsbewältiger dann in Zukunft ihr eigenes Profil der moralischen Überlegenheit im symbolischen Kampf gegen das allgemeine Unrecht schleifen können.
Die toten Juden sind die guten Juden – verbrannte Wohlfühljuden, quasi. Die lebendigen Juden nerven nur. Darum können deutsche Prominente auch ohne Probleme zeitgleich mit der einen Hand einen Kranz für tote Juden an einem Mahnmal abwerfen und mit der anderen Hand einen Protestbrief gegen Israel verfassen – nicht obwohl, sondern weil es den Holocaust gab. Und sie haben aus dem Holocaust gelernt, nämlich Israel zu kritisieren, gerade als Deutsche, damit sich die Juden dort so benehmen, wie sie es in Deutschland gelernt haben: wie ein Opfer!
Deutschland hat seine Juden am liebsten im Erinnerungsarbeitslager.
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@retro_kiste Hab meinen auch noch - und er funktioniert immer noch! Ich habe damals noch auf Rechenschieber gelernt und dann die Umstellung auf den SR1 mitgemacht. Man musste noch ein wenig mitdenken beim Eingeben der Rechenaufgabe aber er hat getan, was er sollte...
@tuppesgadse ...weder noch, kommt allet seit 27 Jahren in einen Topp und davon wird alles bestritten...das wär mir noch was mit dem auseinanderdividieren...
"Ich übersetze: ‘Liebe CDU-Wähler: Bitte nehmen Sie unser Programm nicht ernst, wir benutzen es nur, damit Sie uns wählen.‘"
Viktor Weinberg – für mich der Leserkommentar des Tages!
In Demokratien demonstrieren Bürger gegen die Regierung.
In sozialistischen Systemen schickt die Regierung Protestheere auf die Straße – gegen die Bürger.
Plötzlich keine Parolen mehr. Keine Moral. Keine „Haltung".
Die Demo gegen Rechts trifft auf eine Juden-Hass-Demo von Palästinensern. Und das Schweigen der Selbst-Gerechten ist ohrenbetäubend.
Von wegen “nie wieder”! Darum ging es ihnen nie. Ihr ganzer Kampf, ihr ganzer Gratismut gilt einer eingebildeten Gefahr – wenn die reale vor ihnen steht, verstummen sie.
Sie tun nichts dagegen, dass sich Juden in Deutschland nicht mehr sicher fühlen können.
Es geht ihnen nur um eines: ihre Macht, die Bekämpfung ihrer politischen Gegner – und um ihre moralische Überlegenheit.
Genau dieser Moment entlarvt alles.