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Was Europa von Chinas KI–Strategie lernen kann • Auszüge aus einem brillanten Essay von Dr. Anastassia Lauterbach (Januar 2019):
"In China sollen bis 2030 umgerechnet 150 Milliarden Dollar in KI investiert werden. Man braucht kein Mathestudium, um den Unterschied [zu hiesigen Strategien] zu erkennen. In China hatte man den Schuss offenbar schon gehört, als man in Europa noch nicht mal den Startblock in den Blick nehmen wollte.
Im Mai 2017 wurde der Go–Spieler Ke Jie – in China ein Superstar – in allen drei Partien eines spektakulären Go–Spiels in die Knie gezwungen. Und zwar nicht von einem anderen Go–Spieler, sondern von AlphaGo, einem Programm der Firma Deep Mind. Das Ereignis wurde weltweit live im Fernsehen übertragen.
Dies war die Stunde null einer neuen chinesischen Zeitrechnung. Es war der „Sputnik–Moment“ für Peking. Der Wettkampf um die technische Überlegenheit war eröffnet.
Schon im Juli 2017 – in Digitaldimensionen vor Jahrzehnten! – erschien in China ein Plan für die „Nächste Generation der KI–Technologien“.
Wer in der Glaskuppel des Bundestags sitzt, wo 2018 unter Mühen eine Staatsministerin für Digitales berufen wurde, sollte sich mit Hochmut zurückhalten. Zumal China seinen Plan durch ein imposantes Budget untermauert. Wozu lange Konzeptpapiere schreiben, wenn man schon mal loslegen kann?
Das Land startete eine Bildungsoffensive: Programmieren lernen schon die Kleinsten im Kindergarten. Chinesische Schulen führen weltweit bei dem Einsatz von Robotern im Unterricht und gewöhnen so Kinder frühestmöglich an die Zusammenarbeit mit Maschinen.
Im Vergleich dazu wirken Diskussionen zwischen Bund und Ländern um das bürokratisch–korrekte Prozedere beim Digitalpakt wie eine Farce: Während die Politik über Hoheitsrechte von gestern streitet, wächst an deutschen Schulen die nächste Generation digitaler Analphabeten heran.
Auch der staatliche Ehrgeiz kennt keine Grenzen: Chinesische Kartellbehörden erpressen ausländische Unternehmen regelrecht, ihre Technologien und Geschäftsmodelle offenzulegen. Patente und Lizenzvereinbarungen amerikanischer Firmen werden durch örtliche Gerichte außer Kraft gesetzt, Aufsichtsbehörden mit Experten besetzt, die Geschäftsgeheimnisse an chinesische Wettbewerber weitergeben.
Seit 2017 gilt zudem das neue Cybersicherheitsgesetz, gemäß dem chinesische Regulatoren die Netze ausländischer Unternehmen inspizieren und beliebige Daten einsehen dürfen, um nach Sicherheitslücken zu suchen.
China fackelt nicht lange, das ist klar. Künstliche Intelligenz gilt im Reich der Mitte als eine der größten Chancen und Herausforderungen in der Menschheitsgeschichte, selbst wenn sich das in Old Europe nur langsam herumspricht. Während die Deutschen noch meinen, „Industrie 4.0“ sei die Vokabel der Zukunft, ist in China nur noch von Künstlicher Intelligenz die Rede.
Die Namen Yann LeCun, Geoffrey Hinton und Andrew Ng kennt in Deutschland kaum jemand [Update 2023: inzwischen schon]. In China haben die drei den Bekanntheitsgrad von Hollywood–Schauspielern. Solche Koryphäen der internationalen KI–Szene werden nicht nur aus der Ferne bewundert, sondern mit Topgehältern ins Land des Lächelns gelockt. Egal ob Wissenschaftler oder Praktiker – für die Besten ist China kein Preis zu hoch.
Allerdings halten sich die Stars aus dem Ausland derzeit nicht lange in den Unternehmen: Andrew Ng verließ Baidu nach nicht einmal zwei Jahren. Nach Kontinentaleuropa zieht es die Topleute jedoch bislang alle nicht. Hier fehlt es an Geld und Innovationskultur.
Es fehlt das Wissen über das Ökosystem der Hersteller, die zu oft aus Marketinggründen auf alte Technologien ein KI–Etikett kleben. Es ist nicht nur schon unermesslich viel Zeit verloren. Es vergeht kein Tag, an dem China seinen Vorsprung nicht weiter ausbauen würde.
In China generieren rund 800 Millionen Smartphone–Nutzer Daten in Hülle und Fülle, was für das maschinelle Lernen von essenzieller Bedeutung ist. Dazu kommen noch Realdaten aus Milliarden von elektronischen Zahlungsvorgängen.
Die Unternehmen Tencent mit „We Chat“ und Alibaba mit „Alipay“ werten diese Informationen aus, um Ereignisse zu interpretieren und vorauszusehen. In Europa verhindert derlei der Datenschutz. Hier wird lieber über die Restrisiken der Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) als über die Chancen der KI diskutiert.
Ob dadurch wirklich „die Demokratie“ geschützt wird, ist zumindest zu hinterfragen; denn klug genutzte Daten könnten auch Bürgerbeteiligung, Rechtsstaatlichkeit und Gewaltenteilung positiv stärken.
Klar ist: Selbst wenn man nicht an eine Steuerung der Wirtschaft von oben glaubt, die Privatwirtschaft in China profitiert enorm von den staatlichen Subventionen und der staatlichen Regulierung. Manche Technologien können in der Tat durch gezielte Regulierung beschleunigt werden. China prescht vor.
Die Frage, die sich stellt, lautet: Wollen wir hochmütig als KI–Tiger starten, um irgendwann als asiatischer Bettvorleger zu landen? Oder wollen wir versuchen, einen bedeutsamen Platz an der Seite des künftigen Platzhirsches einzunehmen – egal, ob als innovativer Forschungs-Fuchs oder als ethisch verantwortlich denkender Cybersecurity-Adler. Chancen gäbe es genug. Man müsste nur mal loslegen."
Dieser Text wurde vor über vier Jahren verfasst. Erstaunlich aktuell, oder? 🤔
Auszüge aus einem hellsichtigen Essay von Dr. #AnastassiaLauterbach • erschienen im Handelsblatt (15.01.2019)
Was Europa von Chinas KI–Strategie lernen kann – und was nicht • China steigt in Sachen Künstlicher Intelligenz zur Supermacht auf. Deutschland dagegen investiert viel zu wenig – und droht von der Volksrepublik weiter abgehängt zu werden.
• Vollständiger Text: https://t.co/kjVDmI1yo1
• AlphaGo gegen Ke Jie, Mai 2017: https://t.co/cxOkqY6xvi
• Thread zum Thema:
https://t.co/dq5sDkJiiX
Cross Plug-in Request Forgery?
With an Indirect Prompt Injection in ChatGPT its possible to invoke another Plug-In.
Random webpages and comments on sites will soon hijack your AI and spend your money. 💰💵💸
#OpenAI#infosec#LLM#ai#ChatGPT
@SwytchBike It is really great cost effectiveness if you get 1449€ from me and send me - after I ordered in Sept 2022 - in April 2023 only batteries and addons - but no wheel... win win for you, nothing for us.
@PrecentorSue@SwytchBike same here - i did not even get the wheel - only some addons and battery... but no answer - not to any ticket, not to any facebook message... it was not even read.
@SwytchBike Why do you ignore ALL Tickets, also facebook messages? Why did you only deliver some addons, not the wheel? Why does your callback service not work?
@hodge_online@SwytchBike I never got the whole package - only addons and battery, not even the wheel was delivered.. I never got ANY answer from their ticket system, or facebook - only some days after you get an automated "are you satisfied with our support" message... bs.
@SLMGOfficial@OrbeonProtocol ... even this Jacob_Morea was a Scammer - yesterday he warned me from other scammers... today I asked him a question, he told me that the ledger has an issue and wanted me to recover the ledger in a ledger FAKE web app... those scammers are really cracked...
Attention! Can ANYBODY explain, why
"OrbeonProttocol" (with 2 "t") would send a link to a form where we should enter the "WALLET PHRASE" to "reconnect to the "new" wallet database? #orbeonprotocol#orbeon Hey,
@OrbeonProtocol
is that a fraudulent duplicate twitter account??
@SLMGOfficial@OrbeonProtocol i reported them - please everybody do the same with Orbeonprottocol with 2 "t" in the name! And i had a conversation with @Jacob_Morea from Ledger, he also told me that is FAKE - never ever enter your wallet phrase in any webform!
@Ledger_Support Thank you, that is what I also found out (fortunately without getting a victim)-I also reported those twitter accounts and ALL Websites (forms) to twitter, Google Safebrowsing and internet watchlists. I hate those people!
So... IF ANY Twitter Account (people that claim to be ledger engineers/employees) (other than @Ledger_Support) is really fast and wants to help you with your ledger problems... DONT...