Nvidia, Google, Apple – die kennt jeder.
Aber SK Hynix und Micron?
Beide gerade über $1 Billion Marktkapitalisierung. +9% und +19% in 30 Tagen.
14 Unternehmen weltweit tragen jetzt diesen Titel.
Krass daran: Die KI-Welle reißt inzwischen selbst die Speicherchip-Hersteller mit. Nicht die Stars der Show – die Infrastruktur dahinter. Und das Kapital, das hier gerade rein fließt? Einfach unglaublich.
SpaceX geht im Juni an die Börse. Anthropic und OpenAI folgen. Und alle stellen dieselbe Frage: Wo soll das Geld dafür herkommen?
Die Cash-Quoten institutioneller Investoren sind laut BofA auf historisch niedrigem Niveau. Wer also unbedingt dabei sein will und kein Cash hat, muss verkaufen.
Und was verkauft man zuerst?
Die liquidesten, am höchsten bewerteten Positionen – also genau die Tech-Giganten, die den Markt die letzten Jahre getragen haben.
Kurzfristig ist das ein reales Risiko.
Aber die Sorge wird überschätzt.
Staatsfonds und Family Offices sitzen auf ganz anderen Liquiditätsstrukturen und sind prädestiniert als Ankerinvestoren.
Dazu kommt: Ein Großteil der IPO-Anteile wandelt bestehende Privatanteile in börsennotierte um – es fließt kein frisches Geld ab.
Microsoft hält bereits gigantische Anteile an OpenAI.
Der tatsächliche Streubesitz am ersten Tag liegt meist bei 10–15% des Unternehmenswertes, der Rest ist durch Lock-up-Fristen gestreckt.
Rücksetzer rund um diese IPOs sind wahrscheinlich. Aber kein strukturelles Problem.
Seht ihr die IPOs als Risiko – oder als Signal, dass noch mehr Kapital in diese Welle fließt?
Was ich erwarte
Hohe Bewertungen plus hohe Gewinne ist ein anderes Spielfeld als 2000.
Gewinnmitnahmen, Rücksetzer, etwas Luft ablassen – ja. Crash – nein.
Und wer langfristig denkt, weiß, was Rücksetzer in einem intakten Aufwärtstrend bedeuten: Einstiegsgelegenheiten.
Glaubt ihr, wir sind wirklich in einer Blase – oder wird der Begriff gerade nur inflationär benutzt?
2000 vs. heute
Damals haben die gehypten Tech-Unternehmen kaum Gewinne gemacht.
Astronomische Bewertungen und viel Luft dahinter.
Viele Firmen verbrannten Kapital, das auf Pump finanziert war – ohne je profitabel zu sein.
Als die Kredite fällig wurden und die Einnahmen ausblieben, kollabierte das Kartenhaus.
Heute: Forward-Margen im S&P 500 bei knapp 16%. EPS-Wachstum real bei +9%.
Die Kursanstiege der letzten zwölf Monate kommen überwiegend aus steigenden Unternehmensgewinnen – nicht aus reiner Fantasiebewertung.
Microsoft, Google, Meta sind keine Pleite-Kandidaten. Das sind die profitabelsten Unternehmen, die es je gab.
Die Zahlen, die Panik machen
Der BofA Bull & Bear Indikator steht bei 7,6. Ab 8 löst er offiziell das Sell-Signal aus. Der Semiconductor-Index notiert 62% über seiner 200-Tage-Linie – die Dotcom-Nasdaq stand auf ihrem absoluten Peak bei 55%. Die Marktkonzentration der größten KI-Unternehmen übertrifft inzwischen die Roaring Twenties, die Nifty Fifty der 70er und die TMT-Blase der 90er.
Wer diese Zahlen sieht, denkt an März 2000. Ich auch.
Aber dann schaue ich auf den entscheidenden Unterschied.
Take-Two hat gestern GTA IV bestätigt und die Aktie schießt hoch.
Überrascht mich nicht.
GTA V erschien 2013, hat 200 Millionen Einheiten verkauft und läuft bis heute.
GTA6 wird nicht einfach ein Spiel. Es wird ein jahrelanger Cashflow-Motor: Launch, Multiplayer, In-Game-Käufe, Abomodelle, und was wir sonst noch gar nicht auf dem Schirm haben.
Der Markt hat das gestern teilweise eingepreist. Teilweise.
Mein Optionsschein läuft.
Das eigentliche Upside kommt aber erst, wenn Rockstar abliefert oder bereits die Erwartungen in der Phase vor dem Lauch komplett ausrasten.
Es wird 12 Jahre nach GTA V das meist erwartete Spiel aller Zeiten.
Was ist die Kehrseite?
73 % der Fondsmanager sehen „Long Halbleiter" als den stärksten Crowded Trade überhaupt.
Anleihen werden so stark gemieden wie seit 2022 nicht mehr. Viele rechnen damit, dass die 30-jährige US-Rendite über 6 % steigt und kaufen dennoch Aktien.
Das ist kein entspannter Aufwärtstrend. Das ist Euphorie mit Gegenwind.
Wenn fast alle auf derselben Seite des Bootes stehen, reicht ein einziger unerwarteter Datenpunkt - ein heißer CPI, eine neue Eskalation im Iran, ein Fed-Kommentar - um eine scharfe Gegenbewegung auszulösen.
Momentum ist da. Aber konzentrierte Märkte korrigieren tendenziell schnell und hart.
Wer gerade investiert ist, sollte den Mai genießen, aber gleichzeitig wissen, was er tut.
3,9 % Cash.
Das ist alles, was Fondsmanager noch an der Seitenlinie halten...
Der Rest ist drin und treibt eine Rally, die den Mai zu einem der stärksten Börsenmonate des Jahres macht.
Aber genau hier wird's interessant.
🧵
Was die aktuelle BofA-Umfrage zeigt:
Die Aktienquote steigt so stark wie selten zuvor. Cash-Bestände bei 3,9 % waren historisch oft ein Warnsignal, weil kaum noch Kapital an der Seitenlinie wartet.
Der Optimismus für Unternehmensgewinne verzeichnet den sechstgrößten Sprung aller Zeiten.
Nur noch 4 % der Befragten rechnen mit einer harten Rezession – die Mehrheit glaubt fest an ein Soft Landing.
Kurzfristig ist das bullish. Denn Kapital, das in den Markt fließt, treibt Kurse. Solange dieser Flow anhält, stützt er die Rally, was genau das erklärt, warum der Mai trotz steigendem Rentenmarkt, Iran-Spannungen und einem fragilen Makrobild bisher so stark läuft.
@LauterfilmeDE Armselig, weil du ihn nicht verstanden hast?
Der Mangel hat hier nichts mit dem Kontostand zu tun. Mangel ist eine Denkweise, die lähmt.
Kein Milliardär ist reich geworden, weil er Risiken gemieden hat.
Das ist der Punkt.
Die meisten Menschen in Deutschland spielen nicht, um zu gewinnen, sondern um nicht zu verlieren.
Und genau da liegt das Problem.
Wer auf Sicherheit spielt, hat Angst vor Verlust. Wer Angst vor Verlust hat, lebt im Mangel. Und wer im Mangel lebt, sieht keine Chancen – er sieht nur Risiken.
Das ist kein Informationsproblem. Die Informationen sind heute überall. Kostenlos, auf Knopfdruck.
Es ist ein Mindset-Problem.
Viele planen ihren nächsten Urlaub gründlicher als die nächsten 20 Jahre ihres Lebens. Kein Warum, kein Ziel, keine Richtung.
Dabei ist Verlustangst relativ:
Tut der Verlust von 1.000 € weh? Kommt drauf an. Hast du 10.000 € oder 100.000 € im Depot? Sind deine Überzeugungen groß genug, um Volatilität auszuhalten?
Schau dir ein reales Depot an: 10 Positionen, 5 laufen moderat, 3 sind Rohrkrepierer, 2 explodieren nach oben. Diese 2 machen den Unterschied. Das ist das Gesetz der großen Zahlen – und genau deshalb tötest du dein Depot, wenn du Gewinner reduzierst und Verlierern Kapital gibst. Rebalancing ist nur im Maß sinnvoll.
Wer vor 15 Jahren Bitcoin verstanden und konsequent gehalten hätte – riskant, ja. Aber wer die Überzeugung hatte, hatte keine Angst. Der hatte Klarheit.
Nvidia, +500% in zwei Jahren. Viele haben verkauft. „Ich will meinen Gewinn nicht verlieren." Verständlich. Aber mit der richtigen Analyse, mit echtem Verständnis für den Trend, erkennt man: das war nicht das Ende. Gewinne mitnehmen tut nicht weh – aber es kostet Zinseszins.
Angst ist eine Form von Unwissenheit. Nicht Dummheit – fehlende Überzeugung.
Wer wirklich gewinnen will, darf keine überzogene Angst vor dem Mangel haben.
Überzeugung schlägt Diversifikation. Klarheit schlägt Sicherheitsstrategie.
Kapital belohnt keine Angst.
Der US Risk Sentiment Indicator liegt mit 49,5 exakt im neutralen Bereich.
Kein Euphorie-Hoch, kein Panik-Tief. Nach allem, was die Märkte zuletzt geliefert haben, ist das eigentlich bemerkenswert.
Die Berichtssaison war stark. Über 88 % der S&P 500-Unternehmen haben Q1 die Erwartungen übertroffen. Das ist starkes fundamentales Wachstum.
Am Mittwoch öffnet Nvidia seine Bücher.
Guidance liegt bei 78 Mrd. $.
Wenn die Stimmung neutral ist und die Zahlen wieder überzeugen, wo geht's dann hin?
@aktien_max Was soll Helmut Kohl noch gesagt haben?
"Bei einer Staatsquote von 50% beginnt der Sozialismus."
Wir alle können das gerade ganz genau beobachten.
Da gefühlt jeder davon ausgeht, dass wir im Oktober so ein tief sehen werden, werden wir es vermutlich nicht sehen. Ich gehe auch nochmal von einem Rückgang aus, aber 20-30k halte ich für sehr tief. Wenn es unter 50k geht, schiebe ich ordentlich nach. Bislang beobachte ich aber nur, genau wie du.
Jetzt scheint der BTC auch wieder an der 200-Tage-Linie abgeprallt zu sein. Historisch gesehen, ging es danach immer erstmal wieder ein gutes Stück runter.
Die Märkte haben positiv reagiert: Bitcoin und Ethereum legten zu, regulierungssensitive Token noch stärker. So z.B. stieg Hyperliquid um rund 11%.
Und jetzt der entscheidende Kontext: BTC steht genau jetzt wieder an der 200-Tage-Linie – einer der meistbeachteten Unterstützungs- und Widerstandszonen überhaupt.
Regulatorische Klarheit + technisches Schlüsselniveau = eine Konstellation, die man kennen sollte.
Ob das der Breakout ist oder eine erneute Ablehnung, zeigt sich in den nächsten Tagen.
Der Clarity Act hat gestern den Bankenausschuss des Senats passiert. 15:9.
Das könnte der Startschuss für die größte regulatorische Weichenstellung in der Geschichte des Kryptomarkts sein.
Und BTC steht genau jetzt wieder an der 200-Tage-Linie. 🧵
Nicht zu früh feiern.
Der Abstimmung im Ausschuss folgte ein weitgehend parteipolitisches Votum – alle 13 republikanischen Mitglieder stimmten dafür, nur zwei Demokraten schlossen sich an.
Was noch fehlt: Der Senat in voller Besetzung braucht 60 Stimmen – also auch einen nennenswerten Teil der Demokraten. Dann muss der Text mit der Hausversion abgeglichen werden, die der Repräsentantenhaus bereits im Juli 2025 verabschiedet hat. Das Weiße Haus peilt eine Unterzeichnung zum 4. Juli an.
Realistischeres Szenario laut Analysten ist der Herbst 2026, Regeln dann ab 2027/28.
Die neueste Version enthält auch neue Regelungen zu Stablecoin-Erträgen, Insiderhandel, Insolvenzsicherheit und Umsetzungsfristen.
Konkret bei Stablecoins: Passive Zinsen auf Stablecoin-Bestände – also alles, was wirtschaftlich einem Einlagenzins entspricht – sind verboten. Erlaubt bleiben Erträge aus Aktivitäten wie Trading, Transaktionen oder Staking.
Die Bankenlobby hat dagegen gekämpft. Sie sehen darin einen Angriff auf ihr Einlagengeschäft. Verständlich.
Jahrelang haben SEC und CFTC beide Zuständigkeit über Teile des Kryptomarkts beansprucht, ohne klare gesetzliche Trennlinie.
Das Ergebnis: Regulierung durch Enforcement. Unternehmen mussten raten, welche Regeln gelten, und auf Klagen warten, um Klarheit zu bekommen.
Der Clarity Act zieht diese Linie jetzt per Gesetz:
Der Gesetzentwurf klassifiziert Assets als Securities oder Commodities und schafft damit klare Zuständigkeitsgrenzen zwischen SEC und CFTC. Bitcoin fällt damit klar unter die CFTC – also kein Wertpapier. Für viele Altcoins wird es aber differenzierter.
Das bedeutet das Ende des regulatorischen Niemandslands.
@aktien_max Ich bin durch euch auf $NBIS aufmerksam geworden, habe sie mir angeschaut und mich positioniert.
Heute mit 200% im Win und blicke zurück, warum ich nicht noch mehr gekauft habe. Rücksetzer sind bei dieser noch volatilen Aktie Chancen.