@DerSynodaleWeg@zdkonline »Zur Wahrung der Freiheit des Volkes Gottes (…) erscheint es notwendig klarzustellen: Der ›Synodale Weg‹ in Deutschland ist nicht befugt, die Bischöfe und die Gläubigen zur Annahme neuer Formen der Leitung (…) zu verpflichten.«
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@Anne_de_Cologne Deswegen wird so etwas immer wieder geschehen. Terribilis est locus iste – das Wissen um die Heiligkeit des Ortes ist bei den Prälatendarstellern völlig verlorengegangen.
@GGLamers@Frank_vd_Valk Wenn ich gezwungenermaßen mein Geld in den Himmel werfe – was oben bleibt, ist für den Bischof, was runterfällt, für Irme, bin ich draußen – dann ist der Moment da. Darauf arbeitet Synodaler Ausschuss (SA) hin.
Es kam die Frage auf, ob Leo XIV. ein "synodaler" Papst sei. Diese Frage lässt sich "so" nicht beantworten, und ich möchte kurz deutlich machen, wieso.
Wenn man den Gläubigen in der Kirchenbank fragt, was Synodalität bedeutet, wird er wahrscheinlich keine Antwort geben können. Als die Weltkirche versucht hat, für die Weltsynode Stimmen von der "Basis" Gehör zu verschaffen, musste sie feststellen, dass es diese Stimmen oftmals "nicht gab". Nicht, weil die Gläubigen keine Meinung hätten, sondern weil sie nicht verstanden haben, worum es geht, und was man eigentlich von ihnen will. In Deutschland etwa lag die Beteiligung in einem "niedrigen einstelligen" Prozentbereich.
Man kann an der Stelle fragen, ob die Ortsbischöfe verstanden haben, was von ihnen erwartet wurde. Ich habe mit vielen engagierten Gläubigen gesprochen (nicht nur aus Deutschland), die nie erfahren haben, wie man sich beteiligen konnte. In der Schweiz hingegen sah ich zu dem Zeitpunkt - man ist dort in direkter Demokratie geschult - massenhaft Plakate, die auf den synodalen Prozess hinwiesen, und zur Teilnahme einluden.
Grundsätzlich kann man sagen, dass das Wort "synodal" auf weltkirchlicher Ebene eine andere Bedeutung hat als im deutschen Sprachraum - was zur Verwirrung unter deutschen Gläubigen beiträgt.
Kurz umrissen kann man sagen, dass deutsche Synodalität auf Mehrheitsbildung und Arbeit nach parlamentarischen Prinzipien setzt. Ziel ist nicht nur gemeinsame Beratung, sondern explizit gemeinsame Entscheidung (decision making UND decision taking).
Im Grunde also eine Demokratisierung kirchlicher Strukturen, wenn auch durch einen Trick: Die Bischöfe sollen in einem ersten Schritt ihre Kompetenz nicht abgeben, sondern freiwillig an das Mehrheitsvotum binden, was einem faktischen aber nicht rechtlichen Verzicht auf Entscheidungsgewalt gleichkommt. Womit, nebenbei bemerkt, die tunlichst vermiedene Frage aufkäme, wer für die Entscheidungen die Verantwortung übernimmt, da diese formal ja immer noch bei den Bischöfen läge. Aber das nur apropos.
Weltkirchlich setzte Papst Franziskus auf geistlichen Dialog, also darauf, dass der einzelne seine Meinung und seinen Willen dem unterordnet, was im Zuge der Beratung als Gottes Wille hervortritt. Das Prinzip war nicht Parlamentarismus, sondern die Methode des geistlichen Gesprächs. Die Kompetenz und Verantwortung der Bischöfe stand nicht zur Disposition, weil dies der Verfasstheit der Kirche widerspräche (das kann man gut oder schlecht finden, aber das ist eine andere Frage).
Wenn also nun gesagt wird, dem Papst sei an Synodalität gelegen, sollte man so aufrichtig sein, festzustellen, dass es wenn, dann um das weltkirchliche Verständnis von Synodalität geht, was man vereinfacht beschreiben könnte als den Versuch, bewusst alle Stimmen zu hören, um festzustellen, wo sich in ihnen konkret der hl. Geist äußert, weil man erhofft, dadurch die Berufung des Einzelnen im Gefüge des "pilgernden Gottesvolkes" (=die Kirche) besser zur Geltung zu bringen.
Meiner Erfahrung nach bleibt das Wort Synodalität für die Mehrzahl der Gläubigen schemenhaft und abstrakt, was, oh the irony, daran liegen könnte, dass es nicht aus dem Herzen der Gläubigen kam, sondern von oben verordnet wurde, und zwar - das ist nun meine persönliche Einordnung - aus dem Missverständnis heraus, die *politische* Maßnahme des synodalen Wegs in Deutschland, die ja von Bischöfen und ZDK ausging, *sei* ein authentischer Ruf der deutschen Gläubigen. Was er nie war, wie man an der mangelnden Beteiligung ebenso ablesen kann wie aus den verständnislos leeren runden Augen, die einen anschauen, wenn man versucht, jemandem von außerhalb des Apparats zu erklären, was Synodalität ist.
@Anne_de_Cologne Ich habe kein Umfragedesign gesehen, das nicht hochgradig manipulativ gewesen ist. Inklusive Eichstätt. Oft konnte ich nach der zweiten Frage nicht mehr weitermachen, weil eine ehrliche Antwort bedeutet hätte: Herr Kephas tanzt am Tag der Diakonin lila verschleiert.
@434Italo Wie jeder weiß, ist das die päpstliche Einbauküche. Man sollte den Raum einfach weiß kacheln, dann ist auch die Morgenpost (oder wer immer von wem abschreibt) zufrieden.
@Anne_de_Cologne@434Italo Umgekehrt wär‘s ne Meldung: Hund überfährt Christian Lindner. Filmproduzent: Es tut mir sehr leid.
(Immerhin hat sich der verseligte Andy einmal (allein) mit Brigitts Auto in Bewegung gesetzt. Unmöglich wär‘s nicht.)
@robinalexander_ Nur zur Zeitschrift: Ein äußerst respektables theologisches Magazin. (Und natürlich bin ich als Christ der Wahrheit verpflichtet. Andernfalls wär der Glaube nur eine Lebenslüge mehr.)