Guncheck-Sakko, olivgrüne Moleskin-Hose, hellblauer OCBD von Brooks Brothers, Madder-Krawatte, bis zur Patina geliebte braune Longwings von Allen Edmonds.
Cowboy Boots im Herbst. Das sind Roper: niedriger Schaft, flacher Absatz, runde Spitze. Fürs Reiten gedacht sind sie nicht, deshalb sehen sie ruhiger aus als die klassischen Westernstiefel und sehen recht normal aus. @Lucchese1883
Zum Flanell: Die Oberfläche ist leicht aufgeraut und matt. Das macht den Anzug weich und warm. Grau ist die Klassikerfarbe, weil es als ruhiger Hintergrund für Farbe und Muster dient. Perfekt für den Herbst im Büro. 2/
Tweedsakko: Polo Ralph Lauren, vintage
OCBD: Polo Ralph Lauren, University Stripe, Big Shirt https://t.co/VLvZYEHDy8
Jeans: Japan Blue J501 Loose
Chelsea Boots: Barker
Alligatorgürtel: Martin Dingman
Ich besitze selbst Hermès und Ferragamo und trage sie gern. Am Ende greife ich aber meistens zu Madder-Seide oder Repp. Matt statt Glanz, Charakter statt Logo.
Meine Beobachtung: Merz ist als Reformer und Wirtschaftsliberaler angetreten, und viele junge Unionsabgeordnete sehen sich offenbar genauso. Ob der neue Kleidungsstil im Bundestag ein Symptom davon ist oder einfach Anpassung ans Kanzleramt, sei dahingestellt. Ich begrüße ihn.
Gegenüber den Ampel-Jahren wirkt der Plenarsaal wieder konservativer und ordentlicher auf der CDU/CSU-Seite. Kein Wunder: Die “jungen Wilden” kamen erst 2025. Nach der Wahlniederlage 2021 zogen überwiegend altgediente Abgeordnete ein.
Die meisten gehen ins Gym, um sich besser zu fühlen: weniger Stress, mehr Energie, Zeit für sich. Können wir darüber reden, ohne das Gym zum Kulturkampf zu machen?