Ich könnte im Strahl kotzen. Da stellt sich die CDU Woche für Woche im Bundestag hin, schwingt die moralische Keule, faselt mit feuchten Augen von christlichen Werten, der Würde der Frau und dem Schutz des ungeborenen Lebens und über den Untergang des Abendlandes durch die AfD.
Für ihre christliche Wählerschaft, für die Kirchenvertreter und wohl auch dafür, dass sie vom Papst in Rom noch empfangen wird, verteufelt die CDU die Leihmutterschaft ganz offiziell.
Doch es ist dieselbe Partei, die wegschaut, wenn die Parteikollegen zum Kauf eines Babys ins Ausland fliegen, um dann bei der Rückkehr scheinheilig Glückwünsche aussprechen zu können. Die Herzen schlagen höher, doch der moralische Widerspruch landet im Keller.
Das alles ist so unfassbar ekelhaft und abgehoben, dass einem speiübel wird. Man muss sich das mal auf der Zunge zergehen lassen: Dieselben Leute, die uns Gesetze diktieren, fliegen in Länder, in denen Frauen in prekären Verhältnissen ihre Körper als Gebärmaschinen vermieten müssen, und kaufen sich dort ein Baby wie ein neues Luxusauto aus dem Katalog.
Wenn man genug Geld hat, gelten die eigenen Moralpredigten anscheinend nicht mehr. Das ist kein Kavaliersdelikt, das ist im Grunde moderner Menschenhandel im Gewand bürgerlicher Dekadenz.
Und genau hier zeigt sich die ganze, unerträgliche Scheinheiligkeit dieser Partei. Mit dieser bodenlosen Doppelmoral spuckt die CDU den ganz normalen Bürgern in diesem Land dreist ins Gesicht. Für den Normalverdiener gelten die harten, konservativen Verbote, während sich die privilegierte Parteielite dank prall gefüllter Konten über jedes Recht hinwegsetzt. Gesetze sind in deren Weltbild offenbar nur für das Fußvolk da, das sich keine Leihmutter in den USA leisten kann.
Natürlich sehen Betroffene das Thema Leihmutterschaft anders. So schreibt der bekannte Medienanwalt Ralf Höcker (@Ralf_Hoecker) einen klugen Text auf X, den ich jedem ans Herz legen möchte.
Höcker kommentiert hier sachlich und juristisch gegen die häufigsten Argumente gegen die Leihmutterschaft. Ich möchte mich auch hier gar nicht juristisch mit ihm anlegen. Das wäre ziemlich gewagt von mir, und ich würde nicht gut aussehen. Im Übrigen kann ich seine Argumente gut nachvollziehen, auch wenn ich seine Einschätzung in der Gesamtheit nicht teile.
Um es ganz klar zu sagen: Ich bin gegen eine Leihmutterschaft. Allein das Wort finde ich schon furchtbar und es lässt mir die Nackenhaare aufstehen. Diese Form des „Elternwerdens“ ist nicht mit meinem Weltbild vereinbar, auch wenn ich grundsätzlich sehr freiheitlich denke.
Doch respektiere ich hier auch andere Auffassungen und ich respektiere ebenfalls den Wunsch, Kinder zu bekommen. Doch nicht jeder Wunsch bedeutet, dass er erfüllt werden muss.
Meine fundamentale Kritik an der Leihmutterschaft ergibt sich nicht aus Missgunst oder Intoleranz, sondern aus der Sorge vor einer fortschreitenden Kommerzialisierung des menschlichen Körpers und des Lebens selbst. Als Arzt habe ich da besonders ein Auge darauf. Wenn die Verteidiger der Leihmutterschaft sprechen, dann geht es angeblich allen Beteiligten gut. Ich habe da Zweifel.
Meine tiefe Überzeugung ist, dass die Schutzrechte der schwächsten Beteiligten – der gebärenden Frauen und der Kinder – stets schwerer wiegen müssen als der verständliche Wunsch von Erwachsenen, eigene biologische Kinder zu haben.
Doch das lenkt vom Kern ab, was ich sagen möchte.
Was mich stört, ist der Umgang mit diesem Thema im politischen Spektrum. Dass für Politiker andere Regeln zu gelten scheinen, finde ich schon obszön. Dass gut situierte und privilegierte CDU-Politiker hier ihre eigenen Regeln aufstellen, um ihre privaten Wünsche erfüllt zu bekommen, das ist für mich die eigentliche Schweinerei. Und ich frage mich: Sind die wirklich schon alle so abgehoben, dass es ihnen mittlerweile egal ist? Woher kommt diese Übergeschnapptheit? Denken sie wirklich, sie könnten sich alles erlauben?
Mir ist völlig schnuppe, ob jemand homosexuell ist. Ich halte das für völlig normal und auch natürlich. Konsequenterweise muss man es dann aber auch für völlig normal und auch natürlich halten, dass aus einer homosexuellen Beziehung eben kein Kind natürlich hervorgehen kann. Diese natürliche Kinderlosigkeit ist keine Strafe einer homosexuellen Partnerschaft, sondern die logische, weil biologische, Konsequenz.
Und wenn nun eine christliche Partei wie die CDU vorgibt, ein klares Nein zur Leihmutterschaft zu haben, aber dennoch bekannte Parteimitglieder und Amtsträger dieses Nein unterlaufen und mit ihrem Kinderkauf im Ausland das Ganze quasi ad absurdum führen, dann stelle ich mir die Frage: Wie weit ist die Elite in der Politik schon verkommen?
Diese Arroganz der Macht ist kaum noch zu ertragen. Am Ende bleibt von der angeblich christlichen Wertepartei absolut nichts übrig als ein Haufen scheinheiliger Heuchler, die dem Volk strengen Verzicht predigen, während sie sich selbst im Ausland nehmen, was sie wollen. Sie scheinen wirklich mit allem durchzukommen. Alles, was sie tun, scheint ohne Konsequenz zu bleiben. Die Bürger werden das abstrafen. Die CDU wird dies nicht reflektieren und ihren Niedergang auf andere schieben.
Die CDU ist moralisch bankrott. Die jetzt neuen Eltern mögen gute Eltern sein. Sie sind aber schlechte Vorbilder und können der Gesellschaft ihr Tun nur noch schwer vermitteln. Es wäre besser, würden sich Spahn und Streeck zurückziehen. Mir ist nicht vorstellbar, wie sie jemals wieder glaubhaft eine Position der CDU vertreten können sollen.
@NordishDynamite find ich eigentlich nicht. ist nicht gerade ein film den jeder kennt. ich persönlich habe nur wenige kennenglernt die ihn kannten geschweigedenn mögen 🤣
@DerGanesha In pornos schaut man sich geile weiber an um drauf fappen zu können. Die alte ist nicht geil und wer drauf fappen kann schiebt sich sicherlich auch Stacheldraht in die Harnröhre oder ähnliches.