Mein erster Artikel für Corrigenda ist online. Thema ist die aktuelle Lage der Christen in Syrien, wofür ich den syrischstämmigen Pfarrer der Armenisch-Katholischen Gemeinde in Wien interviewt habe.
🇸🇾 Nach dem Umsturz in Syrien sind die Christen verunsichert. Der @levantinische hat den aus Syrien stammenden Pater Vahan Hovagimian nach seiner Einschätzung gefragt. Von Christenverfolgungen mag er heute noch nicht sprechen. Mit Assad war er zufrieden.
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Kaum ein Staat hat innerhalb so kurzer Zeit eine solche Anzahl an geistigen Giganten produziert.
Die Emanzipation der Juden, ein fantastisches Bildungssystem und ein Herrscherhaus, welches - außer in militärischen Fragen - vielleicht kompetenter war als man heute zugibt.
@edgyzoomer99 In manchen Punkten ist die Kritik an den Prequels schon berechtigt (zB. Jar Jar Binks), aber insgesamt fand ich sie besser als viele Kritiker sie darstellen.
@SparkassenKing@DarkLiecht Im ÖCV gibt es keine Klausuren, da muß ich mich korrigieren - Prüfungen generell sind aber Standard in allen Verbindungstypen, wenn man Fux ist.
Im ÖCV sind sie mündlich und man hat meistens zwei: Brander,- und Burschenprüfung.
Die achtzehnjährige Neha stammt aus einer pakistanischen Familie, die in Schuldknechtschaft lebt: Erwachsene und Kinder müssen in der Ziegelei schuften.
Um dem Mädchen eine bessere Zukunft zu ermöglichen, melden die Eltern sie in einem Nähkurs an. Nach zwei Monaten kommt Neha nicht mehr nach Hause.
Die Eltern vermuten, dass die muslimische Familie, die den Nähkurs betreibt, hinter der Entführung steht. Als der christliche Vater allerdings Anzeige stellt, folgen Einschüchterungen und Drohungen. Die mittellose Familie, die im mehrheitlich muslimischen Pakistan sowieso am Rand der Gesellschaft lebt, hat kaum Möglichkeiten, sich durchzusetzen.
Christian Solidarity International (CSI) finanziert einen Anwalt. Der weist das Gericht an, nach Neha zu suchen. Die Eltern sollen Recht behalten: Ihre Tochter wurde entführt und zum Islam zwangskonvertiert. Man findet sie in einer Islamischen Schule wieder.
Zum Gerichtsprozess erscheint Neha nun komplett schwarz verhüllt. Sie darf nicht mit den Eltern reden. Und das Gericht verhindert überdies die Rückführung.
Der Fall Neha spiegelt die Gesamtsituation in Pakistan wieder. Mädchen und junge Frauen aus armen Familien, die Minderheiten angehören, werden entführt, zwangskonvertiert und häufig gegen ihren Willen verheiratet.
Man geht davon aus, dass dies jedes Jahr 1.000 Mädchen in Pakistan betrifft. Die Täter bleiben fast immer straflos.
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Andrew Tate (@primetateHQ) lobt Russland als Land, das "eine maskuline Bevölkerung nicht fürchtet". Der Satz ist nicht nur falsch, er erlaubt auch einen tiefen Blick in jene romantisierenden Russland-Vorstellungen, die im Denken der postmodernen Rechten fest verankert sind.
Schon demographisch ist das Bild geradezu grotesk. Russland gehört zu den Staaten mit besonders deutlichem Frauenüberschuss. Nur rund 46 Prozent der Bevölkerung sind Männer, zugleich liegt die Lebenserwartung russischer Männer gut elf Jahre unter jener der Frauen. Was Tate also für Stärke hält, ist in Wahrheit ihr genaues Gegenteil.
Die russische Männlichkeitsinszenierung ist nämlich kein Ausdruck einer robust gewachsenen patriarchalen Ordnung, sondern vielmehr eine kompensatorische Ideologie. Sie überdeckt eine Gesellschaft, die seit mehr als einem Jahrhundert immer wieder von männlicher Übersterblichkeit, Kriegen, Repressionen und Gewalt geprägt wurde.
Die Nachkriegsgenerationen wuchsen vielfach ohne Väter auf, oft ganz ohne verlässliches männliches Vorbild; erzogen von Frauen - Müttern, Großmüttern und älteren Schwestern, die zugleich den Alltag tragen und arbeiten mussten. Die Männer fehlten indessen, starben früh oder kehrten aus dem Krieg und Lagern als gebrochene Figuren zurück.
Das Ergebnis war eine pseudopatriarchale Ordnung: faktisch von Frauen getragen, symbolisch aber sehnsuchtsvoll an einer abstrakten Vorstellung von Männlichkeit ausgerichtet. Denn auch viele Frauen hatten selbst kein stabiles männliches Vorbild erlebt. Sie gaben daher oft kein gelebtes Modell von Männlichkeit weiter, sondern ein vages Idealbild, das zwischen Sehnsucht und sozialer Härte oszillierte.
In diese Leerstelle traten der Kodex der Straße, der Armee, des Straflagers und der kriminellen Unterwelt, also jener Räume, in denen Männer tatsächlich dominierten und Gewalt als Grundpfeiler sozialer Ordnung galt. Später griff der Kreml diese imaginären Männlichkeitsideale dankbar auf, nicht nur als Spiegel der gesellschaftlichen Wunschvorstellungen, sondern auch als kalkuliertes Identitätsangebot gegen den Westen. Das Ergebnis war ein staatlich inszenierter Männlichkeitskult: Verachtung von Schwäche, Gewaltästhetik, schleichende Militarisierung und, als symbolischer Höhepunkt, die Inszenierung Wladimir Putins als körperlich dominante Übervaterfigur.
Die eigentliche Pointe dieser allrussischen Tragödie, die Tate wie vielen anderen entgeht: Das russische Männlichkeitsideal ist nicht trotz, sondern wegen der demographischen und sozialen Schwäche so dominant und toxisch. Es ist das Symptom einer Gesellschaft, die ihr Trauma nicht verarbeitet, sondern verleugnet und in äußere Härte übersetzt. Russland fürchtet keine maskuline Bevölkerung, weil diese real nicht existiert.
Russlands Krieg gegen die Ukraine vertieft genau jene Wunde, aus der dieser Kult der Pseudomännlichkeit seine politische Energie bezieht. Er produziert neue vaterlose Familien, neue soziale Härte und neue Gewaltbiographien. Damit sorgt Putin verlässlich dafür, dass Russland aus diesem Teufelskreis noch auf lange Zeit nicht ausbrechen kann.
Der Eindruck, die britische Polizei messe mit zweierlei Maß, ist leider keine Verschwörungstheorie. In der Einwanderungsgesellschaft Großbritannien passieren immer wieder Tragödien, weil Verantwortliche sich lieber wegducken, als das Risiko einzugehen, des Rassismus bezichtigt zu werden. Etwas breiterer Hintergrund zum Fall Henry Nowak.
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@gaemsae@SparkassenKing Sie trollt zwar, aber ob man in Österreich grundsätzlich keinen privaten Anruf vom Gesundheitsminister bekommt, wär ich mir jetzt nicht so sicher
Entführt, missbraucht, zwangskonvertiert
Leider kein Einzelfall: Die koptische Ägypterin Silvana Atef Fanous soll unter Mitwirkung staatlicher Stellen geraubt worden sein. Menschenrechtler treten für die Familie ein.
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