Ständemehr: Eine Ohrfeige für die EU-Turbos
Nach intensiver Debatte hat der Ständerat am Donnerstag mit 24 zu 20 Stimmen beschlossen, die von seiner Staatspolitischen Kommission (SPK-S) verlangte Verfassungsänderung als Grundlage für die Genehmigung der
Stellen Sie sich vor:
— Ihre 12-jährige Tochter wurde gestern von vier farbigen Männern mehrfach vergewaltigt.
— Sie gehen mit ihr zur Polizei und erstatten Anzeige.
— Die Beamten sind nicht bereit, die Anzeige entgegenzunehmen.
— In Ihrer Verzweiflung beschreiben Sie das Vorgefallene in den sozialen Medien.
— Zwei Tage später werden Sie deswegen von der Polizei abgeholt und ins Gefängnis gesteckt. Ein Richter verurteilt Sie zu einer unbedingten Gefängnisstrafe.
— Die Täter werden nicht behelligt.
— Im Parlament wird dieses Vorgehen mit grosser Mehrheit gutgeheissen, weil man nicht islamophob sein wolle.
Das hat sich in Grossbritannien hundertfach so zugetragen, und das Unterhaus in London hat vor wenigen Tagen so entschieden.
"Amann unframed“
Kaum hatte Benjamin Berndt mit der schlichten Idee, den „faschistischen“ Klumpfuß Deutschlands mal ein paar Stunden teuflischen „Hass" verbreiten zu lassen, satte fünf Millionen interessierte Zuschauer erreicht, saß mit Melanie Amann die selbsterklärte Königin der bunten Medienrepublik (Titel: „Chefredakteurin der FUNKE Zentralredaktion“) vorm SPIEGEL und fragte sich mit bebenden Nüstern, wer denn hier nun das schönste und beliebteste Gesicht im Medienreich sei.
Schon tags darauf hatte sie sich beim besagten Herrn Berndt ins Studio eingeladen und erkundigte sich mit mühsam gespielter Gelassenheit, was der denn so „mit Höcke verdient“ habe. Das folgende Gespräch war dann inhaltlich in etwa so ergiebig wie eine Dr. Oetker Backmischung für Rührkuchen. Immerhin hatte die getriggerte Dampfplauderin offenbar schon beim Verlassen der neutralen Diskurszone den Beschluss gefasst, nun selbst im Podcast-Goldregen der neuen Zeit zu stehen.
Da ihr nichts Eigenes einfiel, kopierte ihre Redaktion kurzerhand das mysteriöse Geschäftsmodell. Aus „Ben ungescriptet“ (Anglizismen sind ohnehin ein bedeutungsheischender Fetisch der Amann) wurde nun „Amann unframed“. Damit auch wirklich die Quoten stimmen, lädt man sich zum Opener gleich nochmal beim Role Model auf die fertige Bühne. Natürlich sind jetzt die Rollen vertauscht und Frau Amann darf endlich wie gewohnt das Gespräch allein lenken. Als nächste "Gäste" avisiert sind dann natürlich auch keine ausgewiesenen Oppositionellen, die ihr womöglich das Zepter aus der Hand reißen könnten, sondern weichgespülte Gelegenheitskritiker, die in der Wagenburg noch als einigermaßen harmlos und kompatibel gelten: Berndt, Martenstein, Mansour.
Der Verlauf der Pilotfolge mit dem gelernten „E-Commerce-Rookie für Babytragen“ ist dann auch so belustigend wie bezeichnend. Frau Amann fragt natürlich nur gelegentlich etwas und dann der Form halber. Stattdessen doziert sie von der ersten Sekunde an und hört vor allem sich selbst zu. Nochmal wird aufgewärmt, was ihr auf der linken Seele brennt. Es geht um Clicks, ums „knallharte“ Geschäftemachen, um Reichweiten, um Kohle. Alles platzt aus ihr heraus, wie Faulgase aus dem Timmy-Kadaver: Wieso denn gottverdammt, Leute wie Ben Berndt und Julian Reichelt so ungeheuer erfolgreich sein können? Dem schweren Herzens gescripteten Lippenbekenntnis, sie wäre „die letzte, die anderen sagt, was sie zu denken hätten“ und "der Zuschauer wäre weniger doof als man meint", folgen atemlose Darlegungen, die klarstellen, was andere zu denken haben, und dass sie ohne das Navigationsgerät Amann verloren sind, wie Hänsel und Gretel im Wald.
Natürlich hat Frau Amann nicht verstanden, dass der durchschlagende Erfolg nicht im arroganten Referieren besteht, sondern im Zuhören. Keine Chance! Keine dreißig Sekunden muss man warten, bis Frau Amann immer wieder beginnt, ihre apodiktischen Einordnungen ins Mikro zu tackern. Sie unterbricht, belehrt, korrigiert, stellt Suggestivfragen, beantwortet diese, ehe da irgendetwas „Ungescriptetes“ auftaucht, zumeist gleich selbst und feiert ihre eigenen „überaus intelligenten“ Einwürfe mit verräterischem Gelächter. Am Ende hat sie als "Gastgeberin" 80% der Redezeit beschlagnahmt. Der Versuch, aus einer arroganten Betonideologin eine interessierte, fragende, offene Journalistin zu framen, darf als gescheitert betrachtet werden, bevor er begonnen hat.
(Insignis auf FB)
Meine "Bundespräsidentin der Herzen": Gloria von Thurn und Taxis! Die Dame ist und hat einfach Klasse. Tough, (lebens-) klug, erfolgreich, konservativ, patent, witzig, hat Stil & Power. Und die dämliche Frauenquote würde sie auch erfüllen.