Warum so viele AfD-Wähler immun gegen stichhaltige Argumente sind, lässt sich psychologisch und soziologisch durch die Mechanismen der politisch motivierten Kognition und die Dynamik von Filterblasen erklären.
Wenn glasklare Fakten zum Parteiprogramm – wie die Unvereinbarkeit mit geltendem Recht oder die mathematische Unfinanzierbarkeit von Programmpunkten – auf dogmatische Überzeugungen treffen, greift ein psychologischer Abwehrmechanismus namens „Bestätigungsfehler“ (Confirmation Bias).
Anhänger einer solchen Ideologie betrachten politische Programme nicht als sachliche To-do-Listen, die auf Machbarkeit geprüft werden müssen, sondern als Symbole für ihre eigene Identität und ihren Protest.
Da eine rationale Auseinandersetzung mit Verfassungsrecht oder Haushaltsdaten die eigene politische Identität erschüttern würde, entsteht eine kognitive Dissonanz, die durch die pauschale Abwertung wissenschaftlicher Expertise als Teil eines vermeintlich feindlichen Systems abgewehrt wird.
Fakten werden in diesen Echokammern nicht mehr nach ihrer Richtigkeit bewertet, sondern danach, ob sie dem eigenen Narrativ nutzen oder schaden.
Diese vollständige Immunität gegenüber glasklaren Fakten und das Ausweichen auf persönliche Beleidigungen ist somit der Versuch, das eigene ideologische Kartenhaus vor der Realität zu schützen, da ein sachliches Gegenargument auf rationaler Ebene schlicht nicht existiert.
Es bleibt jedoch die Frage, wie diese Menschen reagieren werden, wenn die Realität nach einer Wahl dieses Konstrukt zum Einsturz bringt und sie erkennen müssen, dass ihre Bubble sie direkt ins eigene Verderben geführt hat.
Die Sozialpsychologie zeigt hierzu, dass das Platzen einer solchen Filterblase selten zu plötzlicher Einsicht, sondern vielmehr zu einer Verschärfung der Abwehrhaltungen führt. Wenn unhaltbare Konzepte in der Praxis scheitern, greift ein klassischer Schutzmechanismus:
Die Schuld wird externen Sündenböcken wie Gerichten, Medien oder politischen Gegnern zugeschrieben, um das Narrativ der Sabotage zu bedienen – ein Muster, das man schon im Vorfeld beobachten kann, wenn in diesen Kreisen pauschal vor angeblicher Manipulation bei der Briefwahl gewarnt wird, um schon vorab eine Ausrede für mögliche Misserfolge zu etablieren.
Um den schmerzhaften Zusammenbruch der eigenen Identität zu vermeiden, neigen Gruppen nach einem solchen Realitätsschock eher zur Radikalisierung und zum Festklammern an Verschwörungsmythen, als den eigenen Irrtum einzugestehen.
Für die Gesellschaft bedeutet dies, dass die Konfrontation mit den realen Konsequenzen einer Wahl die Gräben oft nicht schließt, sondern die Entfremdung von der Realität zunächst sogar noch verstärkt.
@Senfberg Klimaschutz ist auch ein Begriff, der ein falsches Framing bewirkt. Es geht um den Schutz der menschlichen Existenz. Es geht nicht darum, Klima oder Umwelt zu schützen, sondern die kleine Nische, in der wir Existieren können, zu erhalten.
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Das Gesundheitssystem IST nun kollabiert. Unumkehrbar! Selbst dann, wenn wir ab morgen in einen knall-harten Total-Monster-Lockdown gehen würden, es ändert nun nichts mehr!
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Hier ist Teil 2.
Dieses Video liegt mir sehr am Herzen. Ich dachte, ich hätte grob Plan, was bei diesem Thema alles scheiße läuft. Nope. Bin einfach nur noch schockiert.
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@ArminLaschet Kleiner Tipp: Die kompromisslose Förderung von Braunkohle, die Verhinderung von erneuerbaren Energien und die Abholzung von Wäldern, wie bisher von Ihnen vorangetrieben, sind keine geeigneten Mittel zum Klimaschutz.