Weiblich war der Buckelwal
Doch letztlich ist es auch egal
Ob du Männlein oder Fräulein bist
Wenn an dir erst die Möwe frisst
Aus
"Sandbankgedanken" von Heinrich Ahab.
Zwischen Roggenfeld und Hecken
Führt ein schmaler Gang;
Süßes, seliges Verstecken
Einen Sommer lang.
Wenn wir uns von ferne sehen,
Zögert sie den Schritt,
Rupft ein Hälmchen sich im Gehen,
Nimmt ein Blättchen mit.
Hat mit Ähren sich das Mieder
Unschuldig geschmückt,
Sich den Hut verlegen nieder
In die Stirn gerückt.
Finster kommt sie langsam näher,
Färbt sich rot wie Mohn;
Doch ich bin ein feiner Späher,
Kenn die Schelmin schon.
Noch ein Blick in Weg und Weite,
Ruhig liegt die Welt,
Und es hat an ihre Seite
Mich der Sturm gesellt.
Zwischen Roggenfeld und Hecken
Führt ein schmaler Gang;
Süßes, seliges Verstecken
Einen Sommer lang.
Detlev von Liliencron
Die Tochter erzählt „…und in der Pause heute hab ich einen ADHS-Hubschrauber vorbeifliegen sehen…“ und ich denke ab da nur noch an einen hektischen kleinen Heli, der Zickzack fliegt: „..Retten, retten, oh, eine Blumenwiese -ach nee, retten…was für eine schöne Kuh! Retten…“
@frankie198311@contechristino You didn't see Croatia. That was a real work of art!
Of course, the party songs always win, but there are some real gems every year.
@Der_Tee_Trinker@FrauGausB Unser Musiklehrer (neue Bundesländer) brachte uns direkt nach der Wende »Another brick in the wall« bei.
Und die ganze Klasse so: »We don't need no education.«
Lieb's bis heute sehr!
@majavonwestphal Versuch mal, den Redeschwall umzulenken.
»Du, ich würde darüber unheimlich gerne mehr hören, aber gerade passt es mir zeitlich nicht. Kannst du mir dazu eine E-Mail schreiben?«
Für mich klingt das nämlich, als müssten die Gedanken aus ihrem Kopf raus. Und da tut's auch ne Mail
@fingurplaustert Das habe ich mir gedacht. Mein Kopf ist voller solcher Assoziationsketten. Da am richtigen Punkte auszusteigen, lernt man erst nach Jahrzehnten. Genau deswegen können wir ADHSler ja gut um die Ecke denken. Nur will die Schule auch den Weg und nicht nur das Ziel sehen. 😂
„𝐃𝐢𝐞 𝐓𝐨𝐝𝐞𝐬𝐟𝐚𝐡𝐫𝐭 𝐯𝐨𝐧 𝐋𝐞𝐢𝐩𝐳𝐢𝐠 – 𝐮𝐧𝐝 𝐰𝐢𝐞𝐝𝐞𝐫 𝐞𝐧𝐭𝐥𝐚𝐫𝐯𝐞𝐧 𝐬𝐢𝐜𝐡 𝐦𝐚𝐧𝐜𝐡𝐞 𝐬𝐜𝐡𝐧𝐞𝐥𝐥𝐞𝐫, 𝐚𝐥𝐬 𝐦𝐚𝐧 „𝐌𝐢𝐭𝐠𝐞𝐟ü𝐡𝐥“ 𝐛𝐮𝐜𝐡𝐬𝐭𝐚𝐛𝐢𝐞𝐫𝐞𝐧 𝐤𝐚𝐧𝐧
Gestern starben in Leipzig zwei Menschen. Andere kämpfen um ihr Leben. Familien wurden in Sekundenbruchteilen zerstört.
Das Mindeste, was man in so einem Moment erwarten dürfte, wäre Anteilnahme. Stille. Respekt.
Doch kaum war die Meldung draußen, zeigte ein bestimmtes Milieu wieder einmal, wie tief es moralisch gesunken ist.
Noch bevor überhaupt klar war, was passiert ist, schossen die üblichen Reflexe aus den Kommentarspalten wie Giftpfeile: „𝑀𝑒𝑟𝑘𝑒𝑙𝑠 𝐽𝑢𝑛𝑔𝑠.“ „𝐷𝑖𝑒 𝑅𝑒𝑔𝑖𝑒𝑟𝑢𝑛𝑔 ℎ𝑎𝑡 𝐵𝑙𝑢𝑡 𝑎𝑛 𝑑𝑒𝑛 𝐻ä𝑛𝑑𝑒𝑛.“ „𝐵𝑒𝑠𝑡𝑖𝑚𝑚𝑡 𝑤𝑖𝑒𝑑𝑒𝑟 𝑒𝑖𝑛 𝑑𝑒𝑢𝑡𝑠𝑐ℎ𝑒𝑟 𝑀𝑜ℎ𝑎𝑚𝑚𝑒𝑑.“
Es war, als hätte jemand einen Schalter umgelegt. Kein Innehalten. Kein Mitgefühl. Nur der sofortige Griff in die immer gleiche Schublade voller Ressentiments.
Und als die Behörden dann erste Fakten veröffentlichten – 𝐞𝐢𝐧 𝟑𝟑-𝐣ä𝐡𝐫𝐢𝐠𝐞𝐫 𝐃𝐞𝐮𝐭𝐬𝐜𝐡𝐞𝐫, geboren in Deutschland, mit deutschen Eltern – wurde es nicht etwa leiser. Nein.
Es wurde grotesk.
Plötzlich wurde nach Abstammungsnachweisen gefragt, als stünde man vor einer ideologischen Reinheitsprüfung aus finsteren Zeiten. Großeltern? Urgroßeltern? Eingebürgert? Irgendwas muss doch „nicht stimmen“.
𝐃𝐢𝐞 𝐑𝐞𝐚𝐥𝐢𝐭ä𝐭 𝐩𝐚𝐬𝐬𝐭𝐞 𝐧𝐢𝐜𝐡𝐭 𝐢𝐧𝐬 𝐖𝐞𝐥𝐭𝐛𝐢𝐥𝐝 – 𝐚𝐥𝐬𝐨 𝐦𝐮𝐬𝐬𝐭𝐞 𝐝𝐢𝐞 𝐑𝐞𝐚𝐥𝐢𝐭ä𝐭 𝐟𝐚𝐥𝐬𝐜𝐡 𝐬𝐞𝐢𝐧.
Wer diesen Irrsinn kritisierte, bekam sofort die ganze Palette an Beschimpfungen ab, wie ich z.b. von dem hier zitierten 𝐇𝐞𝐫𝐫𝐧 𝐇𝐞𝐝𝐫𝐢𝐜𝐡. Von primitiven Beleidigungen, wie „𝐥𝐢𝐧𝐤𝐬𝐠𝐫ü𝐧 𝐯𝐞𝐫𝐬𝐢𝐟𝐟𝐭𝐞𝐬 𝐕𝐨𝐥𝐥𝐚𝐫𝐬𝐜𝐡𝐥𝐨𝐜𝐡“ bis zu Gewaltfantasien war alles dabei. Öffentlich. Selbstbewusst. Als wäre Menschenverachtung ein Hobby.
Und genau das ist der Punkt:
𝐍𝐢𝐜𝐡𝐭 𝐝𝐢𝐞 𝐇𝐞𝐫𝐤𝐮𝐧𝐟𝐭 𝐞𝐢𝐧𝐞𝐬 𝐓ä𝐭𝐞𝐫𝐬 𝐢𝐬𝐭 𝐝𝐚𝐬 𝐏𝐫𝐨𝐛𝐥𝐞𝐦. Sondern die geistige Verfassung jener, die jede Tragödie missbrauchen, um ihre eigene Verbitterung zu rechtfertigen.
Diese Leute drohen, beleidigen, posaunen ihre Wut heraus – und am Ende passiert nichts.
Ich bin immer noch hier. Ich schreibe immer noch. Ich widerspreche immer noch.
𝐔𝐧𝐝 𝐠𝐞𝐧𝐚𝐮 𝐝𝐚𝐬 𝐛𝐫𝐢𝐧𝐠𝐭 𝐬𝐢𝐞 𝐳𝐮𝐫 𝐖𝐞𝐢ß𝐠𝐥𝐮𝐭.
Denn während die Mehrheit der Gesellschaft gelernt hat, zu denken, zu fühlen, zu reflektieren, hängen einige in einer ideologischen Endlosschleife fest. Sie verwechseln Lautstärke mit Wahrheit und Aggression mit Argumenten.
Vielleicht liegt es daran, dass man mit einer 𝐩𝐞𝐫𝐦𝐚𝐧𝐞𝐧𝐭 𝐞𝐫𝐡𝐨𝐛𝐞𝐧𝐞𝐧 𝐫𝐞𝐜𝐡𝐭𝐞𝐧 𝐇𝐚𝐧𝐝 schlecht nach Erkenntnis greifen kann.
Vielleicht liegt es daran, dass man mit Scheuklappen keine Fakten sieht.
Vielleicht liegt es daran, dass man in seinem eigenen Echo so laut schreit, dass man die Realität nicht mehr hört.
Was auch immer es ist:
Es entlarvt sich jedes Mal aufs Neue. Und jedes Mal ein Stück deutlicher…“
Harald Ecker via Facebook